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Hannover

Jahresbericht 2024/2025

Lächelnder Mann mit Brille und blauer Anzugsjacke vor einem schlichten blauen Hintergrund, perfekt für Ihren Jahresbericht 2024 oder Ihre Geschäftsunterlagen 2025.
BNW Geschäftsführer: Andreas Krestel

Der Erfolg wird letztendlich daran gemessen werden, wie gut es gelingt, die verschiedenen Akteure – Unternehmen, Arbeitsagenturen, Verbände – dauerhaft zu koordinieren und konkrete Vermittlungserfolge zu erzielen.​​​​​​​​​​​​​​​​

Vorwort

Wandel gestalten

Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft zeigt in diesem Jahresbericht für 2024 eine beeindruckende Bandbreite an Aktivitäten zur Bewältigung des Strukturwandels. Besonders hervorzuheben sind mehrere strategische Ansätze:

Praxisnahe Lernkonzepte: Die Organisierung von Lernprozessen direkt im Arbeitsalltag und in Übergangsphasen ist ein durchdachter Ansatz, der theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung verbindet und damit messbaren Nutzen schafft.

Transferdrehscheibe als innovatives Instrument: Die Idee, Unternehmen mit Personalüberhang und solche mit Fachkräftemangel zusammenzubringen, stellt eine win-win-Lösung dar. Dieser Ansatz reduziert sowohl Arbeitslosigkeit als auch Fachkräfteengpässe und nutzt vorhandene Kompetenzen optimal.

Zukunftsorientierte Qualifizierung: Die Fokussierung auf Bereiche wie erneuerbare Energien, Wasserstofftechnologien und Elektromobilität bei gleichzeitiger Stärkung bewährter Industrien zeigt eine ausgewogene Strategie zwischen Innovation und Kontinuität.

Beeindruckende Reichweite: Mit über 17.000 Lernenden jährlich und ca. 400 betreuten Auszubildenden erreicht das Bildungswerk eine beachtliche Größenordnung, die strukturelle Wirkung entfalten kann.

Die Herausforderung wird sein, diese ambitionierten Ziele im Jahr 2025 tatsächlich umzusetzen und die aufgebauten Strukturen nachhaltig wirksam werden zu lassen.

Maßnahmen und Projekte
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Teilnehmende im Jahr 2024
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berufliche Perspektiven

Bildungsgutscheine und Sprachförderung im Wandel

Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft begleitet Menschen seit vielen Jahren auf ihrem Weg in neue berufliche Perspektiven. Schwerpunkte sind Qualifizierungen durch Bildungsgutscheine sowie Sprachkurse im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Diese Angebote schaffen Chancen für gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Integration.

Strategische Neuausrichtung und starke Nachfrage

2024 wurden an über fünfzig Standorten in Niedersachsen und Bremen mehrere tausend Teilnehmende auf ihrem Weg in Ausbildung, Weiterbildung und Arbeit unterstützt. Die Analyse der Nachfrage führte zu einer strategischen Schärfung: Wir konzentrieren uns verstärkt auf die Angebote mit nachweislicher Wirkung und dem größten Nutzen. Diese Fokussierung schafft die Grundlage für nachhaltige Entwicklung und klare Marktpositionierung.

Digitale Transformation und moderne Lernformate

Die sich wandelnden Bildungsanforderungen erfordern neue Ansätze. Ein modernes digitales Kundenmanagement-System unterstützt die zielgerichtete Ansprache und Begleitung von Interessierten. Parallel dazu bauen wir unser Lernmanagementsystem konsequent aus. Digitale Lernformate, hybride Modelle und modularisierte Inhalte ermöglichen individuellere und effizientere Bildungsangebote. Lernende profitieren von mehr Flexibilität und personalisierten Lernerfahrungen.

Sprachförderung als Integrationsschlüssel

Die Sprachförderung nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge verbinden wir Sprachvermittlung mit praxisnahen Inhalten. So werden Teilnehmende befähigt, ihre Fähigkeiten im Alltag und Beruf unmittelbar anzuwenden. Sprache ist der Schlüssel zu beruflichem Erfolg und gesellschaftlicher Teilhabe.

Kooperation und Netzwerk

Der Erfolg basiert auf enger Zusammenarbeit mit Agenturen für Arbeit, der Rentenversicherung, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Intern fördern wir die Vernetzung unserer Standorte und den Erfahrungsaustausch. Diese Kooperationen ermöglichen flexible Reaktionen auf neue Anforderungen und innovative Lösungsentwicklung.

Ausblick

Der Bereich trägt erheblich zum Gesamtumsatz und Ergebnis des Bildungswerks bei. Mit klarer strategischer Ausrichtung, konsequenter Digitalisierung und flexiblem Angebotsportfolio legen wir die Basis für nachhaltigen Erfolg. Unser Ziel bleibt, Menschen bestmöglich auf ihrem Weg in Arbeit, Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe zu unterstützen und einen Arbeitsmarkt zu fördern, der von technologischen Innovationen, sozialer Verantwortung und Chancengerechtigkeit geprägt ist.

Qualifizierungen im Bereich CNC und Elektro
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Teilnehmende in Teilqualifizierungen (TQ)
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Beschäftigte "on the Job" qualifiziert
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Teilnehmende in Integrationskursen
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Umschüler:innen zum Fachinformatiker:in
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Fachkräfte vermittelt
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Netzwerke für mehr Teilhabe

Arbeitswelt: Inklusion als Chance

Inklusion am Arbeitsmarkt ist ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Menschen mit Behinderungen bringen wertvolle Kompetenzen mit, die in Unternehmen dringend gebraucht werden. Dennoch werden sie noch zu selten eingestellt, da Unsicherheiten bei der Integration bestehen. Hier setzen die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) an. Sie unterstützen Unternehmen dabei, Vielfalt als Stärke zu nutzen und Inklusion als Teil ihrer Personalstrategie zu verankern.

Die Beratungsstellen sind in Niedersachsen fest etabliert. Fachberatende gestalten Netzwerke, organisieren Austauschformate und eröffnen Arbeitgebenden neue Perspektiven für eine inklusive Arbeitswelt.

Wirkung in Zahlen

Seit 2023 haben die EAA über 1000 Beratungen durchgeführt und zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Dabei entstehen Kooperationen mit Arbeitgeberverbänden, Integrationsfachdiensten und den Agenturen für Arbeit. Das Netzwerk wächst stetig und stärkt die Sichtbarkeit. Unternehmen schätzen die EAA als Impulsgeber und kompetente Begleitung.

Neuer Standard: Der Inklusions-Check

2024 entwickelte das Team den Inklusions-Check, ein Instrument zur transparenten Bestandsaufnahme in Unternehmen. Daraus lassen sich passgenaue Maßnahmen ableiten. Ergänzend bietet der Inklusions-Selbst-Check eine niedrigschwellige Online-Möglichkeit, die eigene Ausgangslage anonym zu prüfen und konkrete Hinweise zu erhalten. So entstehen Schritt für Schritt Future Skills wie Diversitätskompetenz und inklusive Führung.

Zukunft gestalten

Die EAA machen deutlich: Inklusion ist mehr als eine Pflicht. Sie eröffnet Handlungsspielräume, sichert Fachkräfte und stärkt Unternehmen im digitalen und demografischen Wandel. Mit wachsenden Beratungszahlen, innovativen Tools und einem starken Netzwerk sind die EAA ein zentraler Partner für Kompetenzentwicklung, Transformation und Zukunftsfähigkeit am Arbeitsmarkt in Niedersachsen.

Vier Personen in Geschäftskleidung besprechen in einem modernen Büro Diagramme auf einem Bildschirm mit der Aufschrift "Inklusions-Check 2024", während sie den Jahresbericht vorbereiten.
EAA-Inklusions-Check für Unternehmen (Bild: KI-generiert)
Schüler heben ihre Hände in einem Klassenzimmer; der Text hebt die Abschluss- und Erfolgsquoten für 2024 hervor und gibt einen Ausblick auf die Leistungen im Jahresbericht 2025.
Osnabrück

Erfolgreich zum Hauptschulabschluss

Das BNW in Osnabrück arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit der Oberschule Belm zusammen, um Jugendlichen den Erwerb des Hauptschulabschlusses zu ermöglichen. Die Teilnehmenden werden umfassend bei der Prüfungsvorbereitung unterstützt und legen ihre Prüfungen in der vertrauten Lernumgebung des Bildungswerks ab.

Persönliche Betreuung im Mittelpunkt

Der Erfolg basiert auf direktem Austausch zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Digitale Angebote ergänzen den persönlichen Kontakt, ersetzen ihn aber nicht. Zusätzlich stehen Psychologinnen und Sozialpädagoginnen bei Prüfungsangst oder Motivationsproblemen zur Seite. Die Einbindung der Eltern verstärkt das unterstützende Umfeld.

Ausblick

Die hervorragenden Ergebnisse zeigen: Arbeitgeber bewerten den nachgeholten Abschluss als Zeichen von Einsatzbereitschaft und Motivation. Das Bildungswerk gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen zu diesem Erfolg.

Lüneburg

Berufsvorbereitendes Jahr Pflege

Pflegekräfte waren auch 2024 stark nachgefragt, doch viele Interessierte scheiterten an sprachlichen oder schulischen Hürden. Gemeinsam mit der Psychiatrischen Klinik Lüneburg hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft deshalb im Oktober 2024 ein Berufsvorbereitendes Jahr Pflege gestartet.

Das Programm richtete sich an Menschen, die in der Pflege arbeiten wollten, aber noch nicht alle formalen Voraussetzungen erfüllten. Neben fachlichen Grundlagen und Praxiseinsätzen in der Klinik spielte der begleitende Sprachkurs eine zentrale Rolle. Rund 260 Stunden Sprachförderung, organisiert durch das BNW, bereiteten die Teilnehmenden gezielt auf die B2-Prüfung vor und schufen die Grundlage für einen erfolgreichen Übergang in die Ausbildung.

Bereits zur Halbzeit zeigte sich, wie wirkungsvoll das Projekt war. Erste Teilnehmende standen fest, die im Sommer direkt in eine Ausbildung einsteigen würden. Die Verbindung von Theorie, Praxis und Sprachförderung eröffnete reale Chancen und machte deutlich, dass Motivation und Einsatzbereitschaft wichtiger sind als formale Hürden.

Gefördert wurde das Projekt durch das Land Niedersachsen im Programm „Soziale Innovation“ mit insgesamt 600.000 Euro. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, dem BNW und weiteren Partnern erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor. Sie zeigte, wie durch Kooperation neue Wege zur Fachkräftesicherung entstehen können.

Das Berufsvorbereitende Jahr Pflege in Lüneburg war damit ein Pionierprojekt, das Chancen eröffnete, Potenziale sichtbar machte und einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Pflege leistete.

Eine lächelnde Krankenschwester hält eine Sauerstoffmaske in der Hand, während sie mit einem männlichen Kollegen in einem Krankenhauszimmer über die Neuerungen im Jahresbericht 2024 spricht.
Fachkräftesicherung in der Pflege
Delmenhorst

Erfolgreiche Bildungsarbeit

Der BNW-Standort Delmenhorst blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung von Bildungsketten, bei denen Teilnehmende gezielt in digitale Angebote überführt wurden. Damit konnte nicht nur die Anschlussfähigkeit von Bildungswegen verbessert, sondern auch ein moderner Zugang zu neuen Lernformen geschaffen werden.

Auch die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) wurde qualitativ und organisatorisch weiterentwickelt. Dies führte zu einer nachhaltig verbesserten Umsetzung, einer hohen Zufriedenheit bei den Teilnehmenden und zu einer gestärkten Bindung der Auftraggeber. Die Auslastung der Maßnahme stieg deutlich an, zeitweise bestand sogar eine Warteliste.

Darüber hinaus gelang es, das Geschäft im Bereich der Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine erfolgreich aufzubauen. Erste Erfahrungen in Delmenhorst zeigen, dass hier weiteres Potenzial vorhanden ist. Inzwischen wird das Angebot auf angrenzende Landkreise ausgeweitet und befindet sich in einer Phase der gezielten Weiterentwicklung.

Der Standort Delmenhorst bestätigt damit eindrucksvoll, wie durch innovative Ansätze, konsequente Qualitätsentwicklung und enge Kooperationen nachhaltige Bildungsarbeit gestaltet werden kann.

Hannover

Zurück in den Beruf

Mit der Maßnahme „Zurück in den Beruf“ unterstützt das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft seit 2024 hochqualifizierte Frauen mit Migrationshintergrund beim Wiedereinstieg ins Berufsleben. In der einjährigen Qualifizierung stehen Sprachförderung, individuelle Beratung und eine gezielte Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Ziel ist es, Hindernisse wie Sprachbarrieren abzubauen und den Frauen neue berufliche Chancen zu eröffnen.

Ein besonderer Moment im Projekt ist das Bewerbungscoaching, bei dem die Teilnehmerinnen professionelle Bewerbungsfotos erhalten. Neben den sichtbaren Ergebnissen – aussagekräftige Unterlagen für den Bewerbungsprozess – entsteht dabei auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Der Austausch während der Vorbereitungen und das gemeinsame Erlebnis stärken das Selbstbewusstsein der Frauen spürbar.

Mit neuen Bewerbungsunterlagen, gestärkter Motivation und praxisnaher Unterstützung gehen die Teilnehmerinnen in ihre Bewerbungsphase. Damit wird ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück ins Berufsleben geschaffen. Das Bildungswerk leistet mit dieser Maßnahme einen wertvollen Beitrag, um Integration, Gleichberechtigung und berufliche Perspektiven für Frauen in Hannover zu fördern.

Eine Frau hilft zwei sitzenden Frauen in einem Klassenzimmer mit Papierkram, möglicherweise bei der Vorbereitung des Jahresberichts 2025, während ein Mann eine andere Frau in der Nähe fotografiert.
Drei sich überlappende blaue Rechtecke mit deutschem Text zu den Konzepten Agiles Lernen, Neues Lernen und Lernen 4.0, die im Jahresbericht 2024 vorgestellt werden.
Agiles Lernen schafft Räume für Flexibilität, Selbstorganisation und Zukunftskompetenzen
Agiles Lernen

Schlüssel zur Transformation

Die digitale Transformation stellt auch Bildungsträger vor neue Herausforderungen. Für das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft bedeutet dies, Lernprozesse so zu gestalten, dass sie flexibel auf Veränderungen reagieren können und die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen langfristig sichern.

Agiles Lernen ist dabei weit mehr als der Einsatz neuer Methoden. Es geht um eine Haltung, die Offenheit, Selbstorganisation und gemeinsames Experimentieren in den Mittelpunkt stellt. Lernen wird zu einem kontinuierlichen Prozess, der sich eng an den Bedürfnissen von Teilnehmenden und Unternehmen orientiert.

Mit der Gründung des Agile & Transformation Centers im Jahr 2023 hat das BNW einen wichtigen Schritt vollzogen, um diesen Wandel aktiv zu gestalten. Erste Projekte haben gezeigt, dass sich agile Ansätze erfolgreich mit den Anforderungen der Praxis verbinden lassen. Hybride Projektformen, Lernreisen und Feedbackschleifen eröffnen Mitarbeitenden wie Teilnehmenden neue Wege, Kompetenzen aufzubauen und direkt in der Arbeit anzuwenden.

Das Bildungswerk versteht agiles Lernen als soziale Innovation, die nicht nur die eigene Organisation verändert, sondern auch neue Möglichkeiten für die berufliche Bildung eröffnet.

Im März 2025 konnte das BNW hierzu einen Fachartikel in der Fachzeitschrift weiterbildung platzieren. Der vorliegende Beitrag fasst die zentralen Inhalte zusammen. Der vollständige Artikel kann bei den Autor:innen angefordert werden.

Die Autorinnen und Autoren des Fachartikels, Dr. Michael Krohn und Stefanie Jürgens, stehen im als Ansprechpersonen beim BNW für das Thema zur Verfügung.

Zukunft der Arbeit

Regionale Impulse durch das RZ.Nord

Das Regionale Zukunftszentrum Nord setzte 2024 wichtige Akzente bei der Jahrestagung der Zukunftszentren in Berlin. Unter dem Motto „Die Zukunft der Arbeit gestalten: Partizipative Einführung von KI in kleinen und mittelständischen Unternehmen“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes.

Das RZ.Nord war mit drei Beiträgen vertreten. Gemeinsam mit dem Bremer Unternehmen Red Pepper wurden Erfahrungen aus einem anderthalbjährigen Projekt zur Einführung von KI in der Kreativbranche vorgestellt. Peter Grünheid vom BNW zeigte in einem Impuls die Potenziale des Metaverse für Arbeit und Bildung. Anselm Fehnker und Johanna Vorndran gaben praxisnahe Einblicke in einen verantwortungsvollen Umgang mit KI, bei dem Erklärbarkeit, Fairness und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen.

Die Tagung war für das RZ.Nord ein bedeutendes Forum, um eigene Expertise einzubringen, Netzwerke zu stärken und Impulse für eine innovative und menschenzentrierte Arbeitswelt zu setzen.

Eine Konferenzpräsentation mit einer großen Leinwand, Sitzplätzen für das Publikum und einer modernen Deckendekoration über der Bühne, die die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Jahresbericht 2024 und einen Ausblick auf das Jahr 2025 beleuchtet.
Jahrestagung der Zukunftszentren in Berlin unter dem Motto „Die Zukunft der Arbeit gestalten: Partizipative Einführung von KI in kleinen und mittelständischen Unternehmen“
Vier professionell gekleidete Personen stehen unter dem BNW-Logo mit der Aufschrift "HR Transfer Services" und weisen auf die Vorbereitungen für 2025 und die Erkenntnisse aus dem Jahresbericht 2024 hin.
HR Transfer Services

Unterstützung für Unternehmen und Beschäftigte

Der Arbeitsmarkt in ist von gegensätzlichen Entwicklungen geprägt. Während einige Unternehmen Personal abbauen müssen, suchen andere händeringend nach Fachkräften. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft hat mit den HR Transfer Services ein Projekt aufgesetzt, das Firmen in dieser Situation unterstützt – unabhängig davon, ob sie Mitarbeitende freisetzen, neue Fachkräfte gewinnen oder Beschäftigte qualifizieren möchten.
 
Die HR Transfer Services basieren auf drei Säulen:
  • Fachkräftezuwanderung
    Wir unterstützen Unternehmen dabei, dringend benötigte internationale Fachkräfte rechtssicher und passgenau in den norddeutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Das reicht von der Rekrutierung bis hin zur Qualifizierung.

  • Transfergesellschaften
    Sie geben Menschen, deren Arbeitsplätze wegfallen, eine verlässliche Brücke. Beschäftigte bleiben abgesichert, werden begleitet und gezielt weitergebildet. Unternehmen können Personalabbau auf diese Weise sozialpartnerschaftlich und ohne Imageschaden gestalten.

  • Transferdrehscheibe
    Hier vermitteln wir Beschäftigte direkt von einem Unternehmen in ein anderes. So bleibt wertvolles Wissen in der Region erhalten, und Unternehmen können schneller auf Veränderungen reagieren.

 
Mit diesem Angebot schafft das BNW ein Instrument, das die Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft stärkt. Unternehmen erhalten in jeder Lage passgenaue Unterstützung, während Menschen neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft gewinnen.
BNW.education

Mit Qualifizierung Veränderungen meistern

Die Arbeitswelt wandelt sich rasant. Digitalisierung, neue pädagogische Konzepte und Technologien wie Künstliche Intelligenz verändern auch die Bildungsbranche grundlegend. Für das BNW bedeutet das, flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren und gleichzeitig die eigene Kompetenz kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ein Schlüssel liegt in der Rolle der Lehrkräfte. Faktenwissen wird zunehmend durch digitale Systeme vermittelt. Lehrkräfte entwickeln sich deshalb zu Lernbegleitern, die Selbstlernprozesse unterstützen, digitale Tools einsetzen und Soft Skills fördern. Damit entstehen Lernräume, die Teilnehmende gezielt auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.

Ein zentrales Werkzeug dafür ist unser Lernmanagementsystem bnw.education. Es hat sich von einer reinen Content-Bibliothek hin zu einem digitalen Lernbegleiter entwickelt. Lehrkräfte können Lernpfade gestalten, Aufgaben zuweisen, Fortschritte nachverfolgen und Teilnehmende individuell fördern.

Darüber hinaus wird bnw.education kontinuierlich weiterentwickelt. Automatisierte Abläufe sollen Effizienz steigern, Schnittstellen zu externen Systemen den Datenaustausch erleichtern und Live-Analysen fundierte Entscheidungen ermöglichen. Ziel ist es, nicht nur interne Prozesse zu verbessern, sondern vor allem für Teilnehmende ein modernes, nutzerfreundliches Lernerlebnis zu schaffen.

Mit dieser Strategie macht das BNW deutlich, dass Qualifizierung der Schlüssel ist, um Veränderungen sicher zu meistern.

Ein Computerbildschirm zeigt eine deutsche Online-Lernplattform für die berufliche Bildung mit den Highlights aus dem Jahresbericht 2024.
BNW TalentNet: Ihr Unternehmen als Partner in der Umschulung. Illustrationen von Menschen bei der Arbeit - entdecken Sie mehr im Jahresbericht 2024.
TalentNet

Praxis und Theorie besser verbinden

Mit TalentNet hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft eine neue Plattform geschaffen, die Umschulungen noch enger mit der Praxis in Unternehmen verbindet. Das Projekt knüpft an den bisherigen Ausbildungsverbund an, geht aber bewusst einen Schritt weiter. Mit neuem Namen, neuen Materialien und einer klaren Struktur entsteht mehr Transparenz für Teilnehmende und Betriebe.

Eine digitale Broschüre und eine Webseite informieren Kooperationsbetriebe über die Vorteile einer Zusammenarbeit, den Ablauf der Praxisphasen und die Rolle des BNW. Transparente Unterlagen und abgestimmte Abläufe schaffen Vertrauen und erleichtern die gemeinsame Umsetzung.

Mit TalentNet setzt das BNW ein deutliches Zeichen für mehr Praxisnähe, für verlässliche Kooperation mit Unternehmen und für qualitativ hochwertige Umschulungen. So entstehen neue berufliche Perspektiven für Teilnehmende und zugleich Chancen für Betriebe, frühzeitig engagierte Fachkräfte kennenzulernen und zu gewinnen.