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Gestaltung digitaler und zukunftsgerechter Ausbildung: Unternehmen in Niedersachsen zeigen wie es geht

Hannover. Wie sieht zukunftsgerechte duale Ausbildung aus? Wie können Unternehmen auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren? Im Projekt „Netzwerk Q 4.0“ geht das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) genau diese Fragen an und stärkt die Zukunftskompetenzen von Ausbilder*innen und Betrieben. Zwar hat die duale Ausbildung in Sachen Digitalisierung Nachholbedarf, doch immer mehr Unternehmen haben dies erkannt und werden aktiv. Sie arbeiten daran, den digitalen Wandel nicht nur technisch umzusetzen, sondern auch die Ausbilder*innen und die Ausbildung digital fit zu machen.

Die duale Ausbildung und ihre Inhalte müssen neu gedacht werden

 Für mehr als 141.000 Auszubildende in Niedersachsen ändern sich nicht nur die Ausbildungsinhalte, sondern auch die Technologien, die ihnen individuelles Lernen ermöglichen. Damit die so entstehenden Chancen genutzt werden können, braucht es Ausbilder*innen, die diese kennen und effizient einzusetzen wissen. 

Der Ausbildungsindex 4.0 des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln e.V. (IW) zeigt, dass es in Deutschland nur wenige Unternehmen – knapp 30 Prozent – gibt, die zu den hoch digitalisierten „Ausbildungsunternehmen 4.0“ zählen. Rund 85 Prozent der deutschen Unternehmen setzen bereits digitale Lernmedien in der Ausbildung ein. Es reicht jedoch nicht, analoge Medien durch digitale zu ersetzen. Hier sind neue didaktische Konzepte gefragt, die Ausbilder*innen praxisnah nutzen können.

Netzwerk Q 4.0 ­– Qualifizierung von Ausbilder*innen im Fokus

Das IW setzt in Zusammenarbeit mit den Bildungswerken der Wirtschaft das Projekt „Netzwerk Q 4.0“ um. Das BNW hat es sich in Niedersachsen zur Aufgabe gemacht, Ausbildungsunternehmen zu beraten, Befragungen und Workshops zu den Kompetenzanforderungen der Ausbildungsverantwortlichen zu organisieren.

Carsten Richter, Geschäftsführer der Richters Altstadtbäckerei GmbH & Co. KG in Wolfenbüttel, der auch selbst als Ausbilder tätig ist, schätzt den Expertenblick von außen: „Die Ausbildung muss kontinuierlich entwickelt werden, dafür brauchen auch unsere Ausbilder regelmäßige Updates. Das Rollenbild der Ausbilder wandelt sich. Wir motivieren unsere Ausbilder, die Auszubildenden selbständiger arbeiten zu lassen und stärker in die Verantwortung zu nehmen. Hilfreich ist es, einen Blick von außen auf unsere Ausbildung zu erhalten, etwa durch Projekte wie das Netzwerk Q 4.0.“

Die Bäckerei setzt nicht nur auf die digitale Präsentation auf Facebook und Instagram unter Einbeziehung der Auszubildenden, sondern plant auch, sich in Zukunft digitaler aufzustellen. In der Ausbildung wird künftig stärker auf E-Learning gesetzt – nicht nur für die Auszubildenden, sondern auch für die Ausbilder*innen. So können diese ihre in der Ausbildungseignungsprüfung erworbenen Kenntnisse regelmäßig auffrischen und sich besser an neue Entwicklungen anpassen.

Unternehmen kennen die Bedeutung der Digitalisierung in der Ausbildung

Auch die Fagus Werke in Alfeld – sie konzentrieren sich auf die Herstellung und Entwicklung von Schuhleisten, der Firmenpartner GreCon auf die Herstellung und Entwicklung von Messtechnik und Brandschutzsystemen für Anwendungen in vielen Branchen – haben das große Potenzial der Digitalisierung in der Ausbildung erkannt.

Hier schaut das Unternehmen über die eigenen organisatorischen Grenzen hinaus und sucht aktiv den regionalen Austausch. Personalreferent Hendrik Howind: „Wir haben unsere Ausbildungsaktivitäten in Kooperation mit Unternehmen aus der Region gebündelt, dies gibt uns die Möglichkeit, wichtige Veränderungen konzentriert in Angriff zu nehmen. Dazu zählt der digitale Wandel, und dies nicht nur aus unternehmerischer Perspektive, sondern auch in Bezug auf die Veränderung der Ausbildung. Wir erhoffen uns eine Verbesserung beziehungsweise eine stärkere Unterstützung der Stoffvermittlung durch die neuen digitalen Medien. Nicht nur die technischen Möglichkeiten innerhalb der Ausbildung verändern sich, auch die Auszubildenden selbst verändern sich. Unser Motto ist mit der Zeit gehen und aufgeschlossen bleiben - auch für ein verändertes Selbstverständnis des Ausbilders.“

Attraktive Ausbildung: Ausbilder*innen fungieren als Vorbild

Viele Firmen arbeiten daran, den digitalen Wandel aktiv in allen Bereichen umzusetzen. Die Mitarbeiter spielen dabei eine entscheidende Rolle. Bei der JR Die Schokoladenfabrik GmbH in Peine ist die Online-Welt zu einem wichtigen Bestandteil der eigenen Geschäftswelt geworden. Aus diesem Grund werden bereits Auszubildende in laufende Digitalisierungsprojekte eingebunden. Viele Schulungsangebote bietet das Unternehmen bereits auf einer E-Learning-Plattform an.

Was die Integration digitaler Lernmethoden und Technologien in die Ausbildung angeht, sieht das Unternehmen die Ausbilder*innen in einer Vorbildfunktion: „Wir haben das Schulungsangebot für die gesamte Belegschaft stark ausgebaut und vermitteln auch hier viele Inhalte digital. Dabei kann die digitale Ausbildungsgestaltung nicht von oben angeordnet werden, die Ausbilder müssen sie mitentwickeln und mit Leben füllen. Moderne Ausbilder müssen offen für neue Technologien und auf dem neuesten technischen Stand sein. Dafür brauchen sie einfach zu handhabende Tools“, sagt Geschäftsführer Thomas Seeliger.

Nur wenn Ausbilder*innen, Auszubildende und Mitarbeiter sich auf die digitalen Möglichkeiten einlassen, können diese sinnvoll umgesetzt werden. Hierfür sind Engagement und Initiative aller Beteiligten gefragt.

Digitale Kompetenzen auf- und ausbauen: Aufgabe für Ausbilder*innen und Unternehmen

Die einmalige Einführung digitaler Technologien und Lernmittel reicht jedoch nicht aus, um das Unternehmen und die Ausbildung weiterzuentwickeln. Das Aneignen digitaler Kompetenzen und die Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung sollte von Unternehmen und Ausbilder*innen als fortlaufender Prozess – als Teil des lebenslangen Lernens – gesehen werden. Gerade im Ausbildungsbereich muss digitales Wissen kontinuierlich erlernt, umgesetzt und optimiert werden.

„Die Partner im Netzwerk Q 4.0 zeigen, dass der digitale Wandel in der Ausbildung von Unternehmen aller Branchen gemeistert werden kann. Wir freuen uns, dass der Nutzen des Projekts von den Unternehmen hervorgehoben wird. Auszubildende sind die Zukunft für unsere Wirtschaft. Damit es so bleibt, muss die Ausbildung attraktiver werden – sowohl in Bezug auf Inhalte als auch in Bezug auf spannende Lernformate. Das Netzwerk Q 4.0 bietet den Unternehmen ein konkretes Qualifizierungsinstrument für Ausbilderinnen und Ausbilder, das darüber hinaus von der Politik gefördert wird“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

Das Projekt Netzwerk Q 4.0 ist Teil der BMBF Qualifizierungsinitiative Digitaler Wandel - Q 4.0.  Die Initiative gehört zur BMBF-Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ und ist Bestandteil der Initiative „Berufsbildung 4.0“.

Laden Sie den O-Ton von Tobias Lohmann im Audioformat per Klick auf das Bild herunter.

Pressekontakt BNW:
Julia Theiler
Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
gemeinnützige GmbH
Höfestr. 19-21
30163 Hannover
Tel.: 0511 96167-15
E-Mail: julia.theiler@bnw.de

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