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Aktuelle Pressemitteilungen


  • 08.11.2017 - Start der Initiative IntegrationS

    Sozialpartnerschaftliche Bildungsinitiative der Dachverbände von Arbeitgebern und Gewerkschaften startet in Niedersachsen Eine besonders gut ineinan ...

    Sozialpartnerschaftliche Bildungsinitiative der Dachverbände von Arbeitgebern und Gewerkschaften startet in Niedersachsen

    Eine besonders gut ineinandergreifende Prozesskette mit den Komponenten Qualifikation, Sprache und interkulturelle Begleitung führt bei der Integration von Geflüchteten in die deutsche Arbeitswelt zu guten Vermittlungserfolgen. Mit Blick auf eklatante Fachkräftelücken, auch auf dem Ausbildungs-markt, ist es daher umso wichtiger, dass das Land Niedersachsen das im Jahr 2015 eingeführte Modellprojekt SPRINT, insbesondere in Kombination mit SPRINT-Dual (Beginn 2016), fortführt.

    Zu diesem Ergebnis kamen gestern und heute rund 200 Vertreter aus Politik, Bildung und Wirtschaft während der diesjährigen SPRINT-Fachtage zur „Integration jugendlicher Geflüchteter heute und morgen“ zusammen. Im Hannover Congress Centrum und in den Multi-Media Berufsbildenden Schulen an der Expo Plaza sind sie den Fragen nachgegangen, wie die berufliche Integration junger Geflüchteter konsequent gelingt und welche Vorteile diese für alle Akteure bietet. Neben dem Sprach- und Integrationsprojekt SPRINT, das inzwischen an 90 Berufsschulen landesweit durchgeführt wird, ist ab sofort auch die sozialpartnerschaftliche Initiative IntegrationS eine Antwort auf diese Fragen.

    Im Rahmen der Fachtage wurde dieses deutschlandweit einzigartige Projekt heute von Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungswerks der niedersächsischen Wirtschaft (BNW), sowie Hans Hoffman, Geschäftsführer der gewerkschaftsnahen Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen vorgestellt. Gemeinsam mit den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN) und dem deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) entstand mit IntegrationS ein Bündnis, das als Schnittstelle zwischen berufsbildenden Schulen, Kammern sowie Arbeitsagenturen fungiert und im Rahmen einer sogenannten Prozessbegleitung die Schulen bei der Zusammenführung von jugendlichen Flüchtlingen und Betrieben unterstützt. Die regionalen Prozessbegleiter von IntegrationS stehen den SPRINT-Teilnehmenden während einer dualen Einstiegsqualifizierung zur Seite, wodurch eine tragfähige Brücke zwischen auslaufender Schulpflicht und Übergang in die Arbeitswelt geschlagen wird. 13 Prozessbegleiter gibt es niedersachsenweit, 11 davon werden vom BNW gestellt, zwei sind für ARBEIT UND LEBEN Nds. tätig. Ein weiteres Angebot von IntegrationS sind sogenannte Integrationsmoderatoren, die Unternehmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie weiteren Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft bei der Ansprache von geflüchteten Menschen zur Nachwuchsgewinnung unterstützen. In Zukunft soll das Angebot der Initiative durch Projekte für weitere Zielgruppen ergänzt und dadurch breiter aufgestellt werden.

    Tobias Lohmann zeigte sich während der Vorstellung von IntegrationS zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis der sozialpartnerschaftlichen Initiative: „Wir freuen uns, dass das BNW mit dem Stellen der Prozessbegleiter und Prozessbegleiterinnen sowie mit dem exzellenten Zugang zu wirtschaftlichen Entscheidungsträgern einen bedeutsamen Beitrag innerhalb des Bündnisses leisten darf und beweisen damit gern einmal mehr, dass Integration durch eine partnerschaftliche Begleitung funktioniert.“ Hans Hoffmann ergänzte: „Sozialpartnerschaft heißt, gemeinsam Stärken für die Integration zu nutzen.“

    IntegrationS versteht sich als sozialpartnerschaftliches Bündnis, das in seiner Vielschichtigkeit einzigartig ist, sich ideal ergänzt und niedersachsenweit agieren kann. Denn: Die Sozialpartner DGB und UVN haben zusammen mit ARBEIT UND LEBEN Nds. und BNW als Bildungsträger sowohl die Belange der Arbeitgeber und Entscheidungsträger als auch die der Arbeitnehmer im Blick. „Wir stehen in der Verantwortung, die Menschen in Betriebe und durch Arbeit in die Gesellschaft zu integrieren. Dafür steht der Sozialpartneransatz“, so Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB Bezirks Niedersachen - Bremen - Sachsen-Anhalt.  Der Vorteil des sozialpartnerschaftlichen Ansatzes veranlasste den Auftraggeber – das niedersächsische Kultusministerium – 2016 dazu, der Bietergemeinschaft aus BNW und ARBEIT UND LEBEN Nds. den Zuschlag für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt zu geben. Auch für UVN Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Müller liegt der Nutzen der Sozialpartnerschaft auf der Hand: „Für die UVN als Spitzenverband der niedersächsischen Wirtschaft und Sozialpartner haben Arbeitsmarktintegration, Nachwuchsförderung und Qualifizierung höchste Priorität. Das Projekt Integration-S setzt genau dort an, wo die Integration von Arbeitsmarktzuwanderern und Flüchtlingen die größten Herausforderungen aufweist.“

    Weitere Informationen: www.integration-s.de

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  • 19.10.2017 - Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Delmenhorst

    Potenziale pflegen: Pflegefachschule und Bildungswerk geben Einblicke in ein spannendes Berufsfeld Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtsch ...

    Potenziale pflegen: Pflegefachschule und Bildungswerk geben Einblicke in ein spannendes Berufsfeld

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies bis Sonnabend lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächen-deckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Delmenhorst. Die Berufsfachschule Altenpflege und das BNW haben gestern einen Tag der offenen Tür in der Berufsfachschule Altenpflege veranstaltet. Eingeladen waren auch Schüler, die sich beruflich orientieren möchten. „Unsere Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schülern Orientierung im Hinblick auf eine individuell passende Berufswahl zu geben. In unseren Stärken- und Schwächenanalysen während der Berufsorientierungstage stellen die Schüler häufig fest, dass ein handfester Einstieg in einen Beruf ihnen viel mehr zusagt als weitere Jahre Theorie im Studium. Die Pflege bietet einen solchen praktischen Einstieg, und gut ausgebildete Fachkräfte haben selbstverständlich auch in diesem Bereich sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten“, erklärte Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

    Rund 90 Besucher waren der Einladung in die Pflegefachschule Friedrich-Ebert-Allee gefolgt, um sich über die Perspektiven des Pflegebereichs zu informieren, davon allein 70 Schüler. Sie kamen mit Experten, Fachkräften und Auszubildenden ins Gespräch über das Aufgabenfeld der Pflege. Bei einem Rundgang durch die Berufsfachschule erfuhren die Schüler neben praktischen Übungen, zum Beispiel mit einem Pflegerollstuhl, viele interessante Details über die Tätigkeiten in den Pflegeberufen.
     
    „Mit der weiter zunehmenden Alterung der Bevölkerung wird der Bedarf an Pflegekräften noch stärker steigen, was dazu führt, dass sowohl die Einstiegs- als auch die Aufstiegsmöglichkeiten im Pflegebereich sehr gut sind“, stellte die Leiterin der Pflegeschule, Jutta Lippok, bereits im Vorfeld fest. „Es ist gar nicht so einfach, Nachwuchs im Pflegebereich zu finden. Gerade vor diesem Hintergrund freuen wir uns über so viel Resonanz von Jugendlichen, die die Schule besichtigt haben“, fasste der stellvertretende Pflegeschulleiter Dr. Theodor Müller den Tag zusammen.

    „Wir sind froh, dass wir heute gemeinsam mit einer tollen Aus- und Weiterbildungsinstitution neue Einblicke in ein Berufsfeld vermitteln konnten, das vielfach unterschätzt wird. Um die großen Fachkräftelücken zu schließen, ist es wichtig, dass sich die Akteure vor Ort zusammentun und über interessante Berufe informieren, die den Auszubildenden eine gesicherte berufliche Zukunft und Entwicklungschancen bieten. Aber auch ältere Arbeitnehmer, die beruflich gerne noch einmal etwas anderes machen möchten, haben im Pflegebereich eine Reihe von Möglichkeiten“, sagte BNW-Regionalleiter Hartmut Lindemann.

    Hintergrund: Fachkräftetage

    In den 2020er Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden, und Nachwuchskräfte sind knapp. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommen IAB-Kurzbericht 9/2015 zu dem Ergebnis, dass der Bedarf an Akademikern in den kommenden Jahren gedeckt werden könnte, sich aber große Fachkräftelücken auf der mittleren Qualifikationsebene abzeichnen. Danach wird ein Mangel dort prognostiziert, wo ein Hochschulabschluss gar nicht nötig ist, zum Beispiel in der Gesundheits- und Krankenpflege. Hier hat sich die Fachkräftesituation in den letzten fünf Jahren so zugespitzt, dass sie erst­mals in den Top 10 der sogenannten Engpassberufe auftaucht.

    Wegen der regionalen Unterschiede bei sogenannten Engpassberufen braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbeaktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

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  • 17.10.2017 - Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Wilhelmshaven

    Nachwuchskräfte in Wilhelmshaven halten: Arbeitgeberverband und Bildungswerk wollen Schülern Jobs in Energiewirtschaft schmackhaft machen Die Fachkräf ...

    Nachwuchskräfte in Wilhelmshaven halten: Arbeitgeberverband und Bildungswerk wollen Schülern Jobs in Energiewirtschaft schmackhaft machen

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies von heute an lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächen-deckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Wilhelmshaven. In ein entscheidendes Wachstumsfeld unserer Region kommt Bewegung: Wilhelms-havens Position als eine der größten Energiedrehscheiben Deutschlands wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Um dieses Potenzial nutzen zu können, müsse jetzt vor allem auch an die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern gedacht werden, sagte Oberregierungsrat Stefan Friedrich vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr heute beim „Energie-Forum“ im Rahmen der Fachkräftetage Niedersachsen in Wilhelmshaven – und hob damit die immense Bedeutung von aktuellen und zukünftigen Fachkräften für die wirtschaftliche Entwicklung in Stadt und im Landkreis hervor.

    „Unsere Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schülern Orientierung im Hinblick auf eine individuell passende Berufswahl zu geben. In unseren Stärken- und Schwächenanalysen während der Berufsorientierungstage stellen die Schüler häufig fest, dass ein praktischer Einstieg in einen Beruf ihnen viel mehr zusagt als weitere Jahre Theorie im Studium. Wir vermitteln ihnen dann gemeinsam mit unserem großen Netzwerk spannender Firmen, dass Ausbildung Spaß macht und dass Fachkräfte nach einer dualen Berufsausbildung durchaus sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten haben“, erklärte Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung. Lohmann sagte weiter, es gelte nicht nur, Fachkräfte zu finden, sondern auch ihre berufliche Entwicklung zu fördern. Dies gelinge nur in Zusammenarbeit mit Betrieben und begleitenden Institutionen. Es erfordere insgesamt auch ein anderes Verständnis des Lernens im Sinne eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses. Das BNW als Bildungsexperte habe sich dieses Konzept auf die Fahnen geschrieben und treibe das lebenslange Lernen im Netzwerk mit der niedersächsischen Wirtschaft aktiv voran.

    In Wilhelmshaven waren rund 30 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Institutionen der Einladung des BNW in die Schillerstraße gefolgt, um über die Perspektiven des Wirtschaftsstandorts für die jüngere Generation zu sprechen. Zahlreiche weitere Besucher kamen während einer Ausstellung am Nachmittag mit lokalen Unternehmen des Energiesektors ins Gespräch. Aber welche Arbeitsfelder dieser Branche bieten aktuell eigentlich die besten Ein- und Aufstiegschancen? Darüber gab ein Impulsvortrag von Professor Alwin Burgholte, langjähriger Dozent der Jade Hochschule, Auskunft. Ihm zufolge werde die Abhängigkeit von der Elektrizität hierzulande stetig zunehmen.

    Für Wilhelmshaven bedeute das: Viel Fachkräftebedarf in konventionellen Arbeitsgebieten wie Automatisierungs- und Kraftwerktechnik, aber vor allem entstünden sehr viele neue Arbeitsfelder, etwa in Netzerneuerung und -ausbau sowie in der Elektromobilität, so der Experte.

    Diese können jedoch nur gemeinsam erschlossen werden: „Als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. wollen wir Wachstum und Entwicklung im Jade Wirtschaftsraum voranbringen. Dazu gehört es, die richtigen Partner an einen Tisch zu bekommen und zusammen die Potenziale auszuloten. Deswegen bin ich sehr froh, dass wir das Wirtschaftsministerium für einen Besuch heute gewinnen konnten, und wir hoffen, die gute Zusammenarbeit mit dem Ziel einer effektiven Fachkräftesicherung an unserem Wirtschaftsstandort weiter intensivieren zu können“, sagte Henning Wessels, Bildungsreferent beim Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e. V.

    Hintergrund der Fachkräftetage

    In den 2020er Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden, und Nachwuchskräfte sind knapp. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommen zu dem Ergebnis[1], dass der Bedarf an Akademikern in den kommenden Jahren gedeckt werden könnte, sich aber große Fachkräftelücken auf der mittleren Qualifikationsebene abzeichnen. Danach wird ein Mangel dort prognostiziert, wo ein Hochschulab-schluss gar nicht nötig ist, zum Beispiel in vielen Berufen des Handwerks und den hoch spezialisierten technischen Berufen in den Bereichen Elektronik, IT und Metall.

    Wegen der regionalen Unterschiede bei sogenannten Engpassberufen braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbeaktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

    Für Wilhelmshaven hat das BNW die Energiewirtschaft als Schlüsselthema ausgewählt. In Stadt und Landkreis unterstützen die Bildungsexperten jährlich mehr als 750 Schüler dabei, ihren Übergang von der Schule ins Berufsleben erfolgreich zu meistern. Die Perspektiven für Schulabgänger als künftige Fachkräfte der Energiewirtschaft stehen dabei zunehmend im Fokus.

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    [1] Quelle: IAB-Kurzbericht 9/2015, www.iab.de > Publikationen > IAB-Kurzbericht

  • 16.10.2017 - Start der Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Leer

    Inklusion von Menschen mit Handicap in die Arbeitswelt stärkt den Wirtschaftsstandort Ostfriesland Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtscha ...

    Inklusion von Menschen mit Handicap in die Arbeitswelt stärkt den Wirtschaftsstandort Ostfriesland

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies von heute an lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächen-deckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Emden/Leer. Ob Ingenieure oder Lehrer – so mancher Arbeitgeber sucht derzeit vergeblich Arbeit-nehmer, und das auch in den Ausbildungsberufen in Metall- und Elektroindustrie sowie in der Pflege. Wo in der eigenen Region kaum Arbeitnehmer mit passenden Qualifikationen verfügbar sind, können Firmen viele Ressourcen in überregionale Rekrutierung stecken – oder sie können einfach umdenken. Denn es gibt sie: Stille Reserven, die auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind. Das sind zum Beispiel Menschen mit Handicap, die bei der Arbeitssuche häufig Absagen kassieren. Oft sind Informations-defizite die Ursache, weil hohe rechtliche und bürokratische Hürden vermutet werden.

    Mit der richtigen Beratung und praktischer Unterstützung ist eine Behinderung jedoch kein Hindernis, sondern wird zu einer echten Chance für Unternehmen und damit für den gesamten Wirtschafts-standort Ostfriesland. Ein lokales Beispiel dieser Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist die Inklusionsagentur Leer (INA), die seit fast zwei Jahren erfolgreich arbeitet und die heute Vormittag einer der Schwerpunkte der Veranstaltung „Chance Inklusion“ im Rahmen der Fachkräftetage in Leer war.

    „Es kommt aus meiner Sicht ganz wesentlich darauf an, Menschen mit Handicap durch eine Teilhabe am Arbeitsleben insgesamt ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, sagte heute Landrat Matthias Groote vor den 40 Gästen. Der SPD-Politiker hatte die Schirmherrschaft für den lokalen Fachkräftetag in der Berufsakademie Ost-Friesland übernommen. Groote sagte weiter, er sehe den heutigen Tag als eine „Kick-off-Veranstaltung“ zu einem Thema, bei dem Politik, Verwaltung und Wirtschaft noch viel stärker zusammenarbeiten müssten.

    „Wir begegnen den Menschen auf Augenhöhe und begleiten sie so, dass sie den aktuellen Anforderungen der Arbeitswelt gerecht werden. Als Bildungsexperte ist es uns sehr wichtig, gerade Menschen mit Handicap während ihrer gesamten Berufsbiographie zu unterstützen. Das bedeutet, wir bereiten sie nicht nur auf das Arbeitsleben vor, sondern wir begleiten sie auch nach dem Eintritt in den Job weiter. Dafür benötigen wir natürlich die Unterstützung der Unternehmen und den stetigen Austausch mit ihnen“, sagte Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW in seiner Begrüßungsrede.

    „Wir begrüßen die Zusammenarbeit sehr und bekommen viele positive Rückmeldungen aus den Unternehmen zur Inklusion von Menschen mit Handicap in die Betriebe. Inklusion muss jedoch schon in der Schule beginnen. Ich habe mit vielen Lehrern gesprochen, die sich dieser Herausforderung sehr engagiert stellen und gute Konzepte vorlegen. Diese scheitern jedoch oft an einer sehr dünnen Personaldecke, die von der Politik schnellstmöglich nachgebessert werden sollte“, gab Johann Doden, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes für Ostfriesland und Papenburg, zu bedenken.

    Morgen ab 10 Uhr geht die Fachkräfteoffensive in Emden weiter. Dort lädt das BNW unter dem Motto „Arbeitswelt Deutschland“ Menschen mit Migrationshintergrund in die Abdenastraße 4 zu einem Bewerbungscoaching ein.

    Hintergrund der Fachkräftetage

    Aufgrund des demografischen Wandels gehen bald viele Beschäftigte in Rente, und Nachwuchskräfte sind knapp. Fachkräfteengpässe sind aber nicht in jeder niedersächsischen Region gleich groß, in Ostfriesland sind die Herausforderungen jedoch deutlich spürbar. 46,2 Prozent beträgt laut einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln aus dem Jahr 2016 hier die sogenannte Engpassquote. Sie gibt an, wie viele Stellen innerhalb einer Region in Engpassberufen im Verhältnis zu Nicht-Engpassberufen ausgeschrieben wurden. Gerade wegen der regionalen Unterschiede braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbe-aktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

    Für Leer hat das BNW das Thema Inklusion als Schlüsselthema ausgewählt. Als Bildungsträger der Wirtschaft weiß das BNW um die Bedürfnisse der Unternehmen und hat ein ausgeprägtes Gespür für Bildungstrends. Gleichzeitig besteht jahrelange Erfahrung  mit der Integration von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in das Berufsleben. Jährlich unterstützt das Bildungswerk rund 5.000 Menschen in beruflicher Rehabilitation dabei, ihre Chancen zu erkennen und umzusetzen.
    Hinzu kommen zahlreiche praktische Beispiele erfolgreicher Inklusion von Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt. Im Projekt INA erarbeiten pädagogische Mitarbeiter mit dem potenziellen Arbeitnehmer einen individuellen Tätigkeitsbereich, und der Jobcoach des BNW-Teams bringt daraufhin den Bewerber mit einem Betrieb passgenau zusammen.

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