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Aktuelle Pressemitteilungen


  • In der Region Nordwest gibt es jetzt neun Digital Scouts

    Projekt begann schon vor Corona - Veränderungskompetenzen kommen Firmen zugute

    Weser-Ems. Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sieben Unternehmen der Region Weser-Ems haben am Donnerstag das Projekt „Digital Scouts“ abgeschlossen. Die Aufgabenbeschreibung von Anita Totaj von der Zukunft Emden GmbH und den sechs anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht unter anderem dafür, digitale Transformation im eigenen Unternehmen umsetzen und vorantreiben zu können. Das Projekt „Management von Kompetenzverschiebungen“ des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) startete bereits ein Jahr vor der Corona-Pandemie, im März 2019, und wurde gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung nach der Richtlinie „Soziale Innovation“.

    Der Lockdown leistete dem Schwerpunktthema – Digitalisierung und Veränderungsmanagement im Unternehmen – weiter Vorschub. Mitten in der beruflichen Entwicklung zu Digital Scouts waren die Projektteilnehmer im letzten Frühjahr schon sehr gut vorbereitet, um etwa die Einführung von digitalen Meetingtools wie Microsoft Teams in ihrem Unternehmen zu begleiten. So zum Beispiel Chantal Peters von Emden Digital, die zunehmend mit dem Thema Digitalisierung in der Firma betraut wird. Wichtig dabei: Kommunikation und Austausch, auch auf Distanz.

    Maren Boomgarden vom Pflegedienst Hoffmann in Emden übernahm beispielsweise die Aufgabe, Kolleginnen und Kollegen davon zu überzeugen, künftig Tablets zur Dokumentation zu nutzen. Auch auf Hürden und Widerstände, die bei sich stark verändernden Firmenstrukturen sehr oft auftreten, wurden die Digital Scouts in insgesamt zehn Workshops von BNW-Mitarbeitern vorbereitet.
    Zur virtuellen Abschlussveranstaltung meldete sich auch die niedersächsische Europaministerin Birgit Honé zu Wort: „Nicht nur auf das Erlernen von Digitalkompetenzen kommt es an, sondern auch auf die Lern-, Wissens- und Veränderungskultur aller Beteiligten. Ihr Ansatz eines regionalen Diskurses ist ausgesprochen interessant.“ 

    Das vollständige Videostatement der Ministerin können Sie hier abrufen.

    Um den Austausch der Digital Scouts mit anderen regionalen Firmen anzustoßen, fand in der vergangenen Woche das erste Barcamp Bildungsökosystem Nordwest statt. Über die Website www.bildungsoekosystem.de können sich Interessierte bei den Initiatoren melden. Für einen zweiten Durchgang der beruflichen Weiterentwicklung zu Digital Scouts wurden die Inhalte auf fünf Workshop-Tage eingegrenzt. Es gibt noch freie Plätze für das Projekt.

    BNW-Projektleitung vor Ort:
    Peter Grünheid
    peter.gruenheid@bnw.de

    Pressekontakt BNW:
    Julia Theiler
    Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
    gemeinnützige GmbH
    Höfestr. 19-21
    30163 Hannover
    Tel.: 0511 96167-15
    E-Mail:
    julia.theiler@bnw.de

  • Transformation in der Automobilwirtschaft von innen heraus gestalten

    Umstellung auf Elektromobilität: Transformationslotsen weisen künftig den Weg zur Veränderung in der Produktion - In vier Transformations-Hubs wird standortbezogen Expertenwissen aufgebaut - Geförderte Qualifizierung im Rahmen des "Arbeit-von-morgen-Gesetzes"

    Umstellung auf Elektromobilität: Transformationslotsen weisen künftig den Weg zur Veränderung in der Produktion – In vier Transformations-Hubs wird standortbezogen Expertenwissen aufgebaut – Geförderte Qualifizierung im Rahmen des „Arbeit-von-morgen-Gesetzes“

    Hannover.
    Die Automobilindustrie ist mit rund 250.000 Beschäftigten die wichtigste Industriebranche in Niedersachsen. Die Bedeutung dieses größten Arbeitgebers geht dabei über die eigene Branche hinaus und erstreckt sich auf den Dienstleistungssektor, Logistik und Finanzen. Angesichts der technologischen Umwälzungen durch die Elektromobilität befindet sich die Automobilindustrie in einem grundlegenden und durch die Corona-Pandemie verstärkten Wandel. Die Veränderungen betreffen den internationalen Markt und Wettbewerb, die Einführung von neuen Technologien und ganz besonders auch die Bereiche Arbeit und Qualifizierung. In einem deutschlandweit einzigartigen Projekt wird eine Sozialpartnerschaft aus Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften daher ab Herbst 2020 Unternehmen mit praxisbezogenen Transformationsmaßnahmen begleiten. Ziel ist es, langfristig Beschäftigung und Arbeitsplätze in der Automobilwirtschaft in Niedersachsen zu sichern.


    Eine wichtige Voraussetzung besteht darin, dass die technischen Veränderungen in der Automobilproduktion von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgesetzt und vorangetrieben werden. Im Projekt „Transformationslotsen“ sollen daher die Kompetenzen der Beschäftigten erweitert werden. Hinter dem Projekt stehen Arbeitgeberorganisationen wie die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und ihre jeweiligen Partner für Qualifizierung, Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) und Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen (AuL). Bis Oktober 2020 entstehen vier Transformations-Hubs – in Hannover, Braunschweig/Goslar, Helmstedt/Wolfsburg sowie Emden/Leer. Die Experten in den Kompetenzhubs beraten zu Beschäftigtenqualifizierung und Förderungsmöglichkeiten, stellen Umsetzungshilfen zur Verfügung und machen die Beschäftigten für die neuen Berufsbilder fit. Die Qualifizierung zu Transformationslotsen steht grundsätzlich allen Unternehmen in Niedersachsen offen, adressiert jedoch den großen Bedarf in den Branchen Automotive, Maschinenbau, Chemie, Ernährung und Energie.


    Mit dem „Arbeit-von-Morgen-Gesetz“ unterstrich die Bundesregierung, dass Qualifizierung die Zukunft eines Unternehmens sichert. Das Gesetz verbessert unter anderem die finanzielle Förderung von Weiterbildung in Unternehmen, umgesetzt durch die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Qualifizierung zu „Spezialisten für digitale Transformation und Veränderungsmanagement“ (Transformationslotsen) fällt unter diese Förderung, mit der abhängig von der Größe eines Unternehmens und der Qualifikation der Beschäftigten Betriebe unterstützt werden können.


    Zitate

    „Mit den Transformationslotsen setzen Unternehmen genau da an, wo Innovation vorangetrieben wird: bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Für den nachhaltigen Aufbau von Transformationskompetenz braucht es Pioniere, die Innovationspotenziale erkennen sowie frühzeitig Problemlösungen anstoßen und begleiten. Flankiert werden sie durch ein starkes Netzwerk zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Das BNW unterstützt sie dabei, das Know-how in ihren jeweiligen Arbeitskontext zu übertragen und es gemeinsam mit der Belegschaft umzusetzen“, sagt Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e. V. (UVN).


    „Veränderungen in Unternehmen scheitern, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht einbezogen und ihre Interessen nicht berücksichtigt werden. Das schadet dem Unternehmen und den Beschäftigten. Mit den Transformationslotsen wird eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass Veränderungsprozesse passend zum jeweiligen Betrieb und zu den dort arbeitenden Menschen umgesetzt werden. Vernetzung und Erfahrungsaustausch sorgen dafür, dass die Lotsen von den Erfahrungen anderer profitieren. Wir freuen uns, mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN eine kompetente Partnerin für die Realisierung solcher Qualifizierungsmaßnahmen im Boot zu haben.“ sagt Dr. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen.


    „Die starken Sozialpartner UVN und DGB haben in Niedersachsen eine wegweisende Idee umgesetzt. Die Qualifizierung zum Transformationslotsen bietet Betrieben die große Chance, eigene Innovationen voranzutreiben und im regionalen Netzwerk Know-how auszutauschen. In einer Zeit, die von großen Umbrüchen und digitalen Herausforderungen geprägt ist, stärkt das die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und die Kompetenz der Beschäftigten“, sagt Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit.

    Mehr Infos:
    https://www.uvn-online.de/
    https://niedersachsen.dgb.de/
     

    Pressekontakte:
    Erik von Hoerschelmann
    Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN)
    Tel           +49 511 8505-247
    Fax          +49 511 8505-4247
    Mobil      +49 173 8623638
    E-Mail     Erik.vonHoerschelmann@uvn-online.de www.uvn-online.de

    Tina Kolbeck-Landau
    Deutscher Gewerkschaftsbund
    Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt
    Tel           +49 511 12601-32
    Fax          +49 511-12601-57
    Mobil     +49 170 6342153
    E-Mail:   tina.kolbeck@dgb.de

  • Gestaltung digitaler und zukunftsgerechter Ausbildung: Unternehmen in Niedersachsen zeigen wie es geht

    Wie sieht zukunftsgerechte duale Ausbildung aus? Wie können Unternehmen auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren? Im Projekt Netzwerk Q 4.0 geht das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) genau diese Fragen an und stärkt die Zukunftskompetenzen von Ausbilder*innen und Betrieben.

    Hannover. Wie sieht zukunftsgerechte duale Ausbildung aus? Wie können Unternehmen auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren? Im Projekt „Netzwerk Q 4.0“ geht das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) genau diese Fragen an und stärkt die Zukunftskompetenzen von Ausbilder*innen und Betrieben. Zwar hat die duale Ausbildung in Sachen Digitalisierung Nachholbedarf, doch immer mehr Unternehmen haben dies erkannt und werden aktiv. Sie arbeiten daran, den digitalen Wandel nicht nur technisch umzusetzen, sondern auch die Ausbilder*innen und die Ausbildung digital fit zu machen.

    Die duale Ausbildung und ihre Inhalte müssen neu gedacht werden

     Für mehr als 141.000 Auszubildende in Niedersachsen ändern sich nicht nur die Ausbildungsinhalte, sondern auch die Technologien, die ihnen individuelles Lernen ermöglichen. Damit die so entstehenden Chancen genutzt werden können, braucht es Ausbilder*innen, die diese kennen und effizient einzusetzen wissen. 

    Der Ausbildungsindex 4.0 des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln e.V. (IW) zeigt, dass es in Deutschland nur wenige Unternehmen – knapp 30 Prozent – gibt, die zu den hoch digitalisierten „Ausbildungsunternehmen 4.0“ zählen. Rund 85 Prozent der deutschen Unternehmen setzen bereits digitale Lernmedien in der Ausbildung ein. Es reicht jedoch nicht, analoge Medien durch digitale zu ersetzen. Hier sind neue didaktische Konzepte gefragt, die Ausbilder*innen praxisnah nutzen können.

    Netzwerk Q 4.0 ­– Qualifizierung von Ausbilder*innen im Fokus

    Das IW setzt in Zusammenarbeit mit den Bildungswerken der Wirtschaft das Projekt „Netzwerk Q 4.0“ um. Das BNW hat es sich in Niedersachsen zur Aufgabe gemacht, Ausbildungsunternehmen zu beraten, Befragungen und Workshops zu den Kompetenzanforderungen der Ausbildungsverantwortlichen zu organisieren.

    Carsten Richter, Geschäftsführer der Richters Altstadtbäckerei GmbH & Co. KG in Wolfenbüttel, der auch selbst als Ausbilder tätig ist, schätzt den Expertenblick von außen: „Die Ausbildung muss kontinuierlich entwickelt werden, dafür brauchen auch unsere Ausbilder regelmäßige Updates. Das Rollenbild der Ausbilder wandelt sich. Wir motivieren unsere Ausbilder, die Auszubildenden selbständiger arbeiten zu lassen und stärker in die Verantwortung zu nehmen. Hilfreich ist es, einen Blick von außen auf unsere Ausbildung zu erhalten, etwa durch Projekte wie das Netzwerk Q 4.0.“

    Die Bäckerei setzt nicht nur auf die digitale Präsentation auf Facebook und Instagram unter Einbeziehung der Auszubildenden, sondern plant auch, sich in Zukunft digitaler aufzustellen. In der Ausbildung wird künftig stärker auf E-Learning gesetzt – nicht nur für die Auszubildenden, sondern auch für die Ausbilder*innen. So können diese ihre in der Ausbildungseignungsprüfung erworbenen Kenntnisse regelmäßig auffrischen und sich besser an neue Entwicklungen anpassen.

    Unternehmen kennen die Bedeutung der Digitalisierung in der Ausbildung

    Auch die Fagus Werke in Alfeld – sie konzentrieren sich auf die Herstellung und Entwicklung von Schuhleisten, der Firmenpartner GreCon auf die Herstellung und Entwicklung von Messtechnik und Brandschutzsystemen für Anwendungen in vielen Branchen – haben das große Potenzial der Digitalisierung in der Ausbildung erkannt.

    Hier schaut das Unternehmen über die eigenen organisatorischen Grenzen hinaus und sucht aktiv den regionalen Austausch. Personalreferent Hendrik Howind: „Wir haben unsere Ausbildungsaktivitäten in Kooperation mit Unternehmen aus der Region gebündelt, dies gibt uns die Möglichkeit, wichtige Veränderungen konzentriert in Angriff zu nehmen. Dazu zählt der digitale Wandel, und dies nicht nur aus unternehmerischer Perspektive, sondern auch in Bezug auf die Veränderung der Ausbildung. Wir erhoffen uns eine Verbesserung beziehungsweise eine stärkere Unterstützung der Stoffvermittlung durch die neuen digitalen Medien. Nicht nur die technischen Möglichkeiten innerhalb der Ausbildung verändern sich, auch die Auszubildenden selbst verändern sich. Unser Motto ist mit der Zeit gehen und aufgeschlossen bleiben - auch für ein verändertes Selbstverständnis des Ausbilders.“

    Attraktive Ausbildung: Ausbilder*innen fungieren als Vorbild

    Viele Firmen arbeiten daran, den digitalen Wandel aktiv in allen Bereichen umzusetzen. Die Mitarbeiter spielen dabei eine entscheidende Rolle. Bei der JR Die Schokoladenfabrik GmbH in Peine ist die Online-Welt zu einem wichtigen Bestandteil der eigenen Geschäftswelt geworden. Aus diesem Grund werden bereits Auszubildende in laufende Digitalisierungsprojekte eingebunden. Viele Schulungsangebote bietet das Unternehmen bereits auf einer E-Learning-Plattform an.

    Was die Integration digitaler Lernmethoden und Technologien in die Ausbildung angeht, sieht das Unternehmen die Ausbilder*innen in einer Vorbildfunktion: „Wir haben das Schulungsangebot für die gesamte Belegschaft stark ausgebaut und vermitteln auch hier viele Inhalte digital. Dabei kann die digitale Ausbildungsgestaltung nicht von oben angeordnet werden, die Ausbilder müssen sie mitentwickeln und mit Leben füllen. Moderne Ausbilder müssen offen für neue Technologien und auf dem neuesten technischen Stand sein. Dafür brauchen sie einfach zu handhabende Tools“, sagt Geschäftsführer Thomas Seeliger.

    Nur wenn Ausbilder*innen, Auszubildende und Mitarbeiter sich auf die digitalen Möglichkeiten einlassen, können diese sinnvoll umgesetzt werden. Hierfür sind Engagement und Initiative aller Beteiligten gefragt.

    Digitale Kompetenzen auf- und ausbauen: Aufgabe für Ausbilder*innen und Unternehmen

    Die einmalige Einführung digitaler Technologien und Lernmittel reicht jedoch nicht aus, um das Unternehmen und die Ausbildung weiterzuentwickeln. Das Aneignen digitaler Kompetenzen und die Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung sollte von Unternehmen und Ausbilder*innen als fortlaufender Prozess – als Teil des lebenslangen Lernens – gesehen werden. Gerade im Ausbildungsbereich muss digitales Wissen kontinuierlich erlernt, umgesetzt und optimiert werden.

    „Die Partner im Netzwerk Q 4.0 zeigen, dass der digitale Wandel in der Ausbildung von Unternehmen aller Branchen gemeistert werden kann. Wir freuen uns, dass der Nutzen des Projekts von den Unternehmen hervorgehoben wird. Auszubildende sind die Zukunft für unsere Wirtschaft. Damit es so bleibt, muss die Ausbildung attraktiver werden – sowohl in Bezug auf Inhalte als auch in Bezug auf spannende Lernformate. Das Netzwerk Q 4.0 bietet den Unternehmen ein konkretes Qualifizierungsinstrument für Ausbilderinnen und Ausbilder, das darüber hinaus von der Politik gefördert wird“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

    Das Projekt Netzwerk Q 4.0 ist Teil der BMBF Qualifizierungsinitiative Digitaler Wandel - Q 4.0.  Die Initiative gehört zur BMBF-Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ und ist Bestandteil der Initiative „Berufsbildung 4.0“.

    Laden Sie den O-Ton von Tobias Lohmann im Audioformat per Klick auf das Bild herunter.

    Pressekontakt BNW:
    Julia Theiler
    Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
    gemeinnützige GmbH
    Höfestr. 19-21
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    E-Mail: julia.theiler@bnw.de

  • 'Nach 23 Jahren habe ich endlich einen beruflichen Zugang'

    Teilqualifizierung bietet an- und ungelernten Menschen große Chancen zur Teilhabe an Wirtschaft und Gesellschaft - Erster Jahrgang legt erfolgreich Kammerprüfungen ab

    Teilqualifizierung bietet an- und ungelernten Menschen große Chancen zur Teilhabe an Wirtschaft und Gesellschaft - Erster Jahrgang legt erfolgreich Kammerprüfungen ab

    Lüneburg. Fünf Teilnehmende im Alter von 28 bis 54 Jahren haben am 30. Juli während einer Feier im kleinen Kreis ihre Facharbeiterbriefe entgegengekommen. Sie legten erfolgreich die Prüfung vor der IHK Lüneburg-Wolfsburg ab und können sich somit als Fachkraft zum Maschinen- und Anlagenführer bezeichnen. Teilqualifizierung und Abschlussfeier wurden vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) gemeinsam mit dem Zeitarbeitsunternehmen Randstad Deutschland GmbH & Co. KG ausgerichtet.  

    Vor dem Erwerb praxisnaher Kompetenzen während ihrer sogenannten Teilqualifizierung ab Oktober 2018 lag ein steiniger beruflicher Weg hinter den meisten von ihnen: Als an- und ungelernte Mitarbeiter über 25 Jahren ohne eine Ausbildung bzw. einen anderen verwertbaren Berufsabschluss standen ihnen die Türen in die Arbeitswelt kaum offen – und wenn doch, fielen der notwendige Aufstieg und Weiterentwicklung im Unternehmen schwer.

    „Seit 23 Jahren, in denen ich nun in Deutschland lebe, suche ich einen Schlüssel, um einen beruflichen Zugang außerhalb der Hilfsarbeit zu bekommen. Diesen habe ich nun mit diesem Abschluss erhalten.“, sagt Hassan Abujaber, Teilnehmer der TQ-Maßnahme beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) in Lüneburg stolz. Im Jahr 2016 erhielt er einen Vertrag beim Zeitarbeitsunternehmen Randstad, welches den ersten Jahrgang erfolgreich geprüften Absolventen aller TQ-Module als großen Meilenstein für die beteiligten Menschen und Unternehmen einstuft: „Wir hatten viele Ideen und Hoffnungen, welche Vorteile das Modulkonzept der Teilqualifizierungen mit sich bringen könnte. Fachkräftemangel, zweite Chance auf dem Bildungsweg, sanfter Einstieg ins Lernen, Personalentwicklung, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit waren nur einige Ansätze, die uns dazu motiviert haben, dieses Projekt gemeinsam mit BNW zu starten. Dass unsere Vorstellungen so positiv eingetroffen sind, haben wir uns gewünscht, aber vorab nicht erwarten können. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten hat schließlich auch zu diesem positiven Ergebnis beigetragen. Neben den gewünschten Erfolgen für uns als Arbeitgeber war die Freude der Teilnehmer über ihren Berufsabschluss aber der größte Erfolg und nachhaltigste Gewinn dieses Projektes“, sagt Julia Othmer, Senior Consultant Arbeitsmarktprojekte bei Randstad Niedersachsen/Bremen.

    Sascha Slany, Leitender Kundenmanager in der BNW-Region Heide: „Wir freuen uns, die Chancen von nachqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die regionale Wirtschaft unter Beweis gestellt zu haben. Teilqualifizierungen sind eine zertifizierte und damit sprichwörtlich ausgezeichnete Chance für Erwachsene ohne Ausbildung, einen Berufsabschluss nachzuholen“, erklärt der Projektverantwortliche. Slany weiter: „Der Vorteil für die Betriebe ist, dass die Praxisanteile der Qualifizierung im Unternehmen absolviert werden können. Damit verfügt die regionale Wirtschaft über ein arbeitsplatznahes Instrument betrieblicher Weiterbildung, das darüber hinaus finanziell gefördert werden kann. Die vier Module wurden trotz der durch Corona erschwerten Bedingungen durchgeführt. Teilnehmende und Unternehmen haben die Zeit der Krise somit effektiv für eine praxisnahe Weiterbildung genutzt, die in der Phase wirtschaftlicher Erholung sofort angewendet werden kann.“

    Weiter geht es für die angehenden Facharbeiter, Unternehmen, Personaldienstleister und BNW im Winter: Dann wollen die nächsten TQ-Teilnehmer die Prüfungen vor der IHK Lüneburg-Wolfsburg ablegen.

     

    Infokasten „Teilqualifizierung – was verbirgt sich dahinter?“
    Grundlage der Teilqualifizierung, kurz TQ, ist ein Baukastenprinzip. Die Bestandteile anerkannter Ausbildungsberufe werden in einzelnen, voneinander unabhängigen Modulen absolviert. Die Theorie gibt es für die Teilnehmer beim BNW – wenn es didaktisch sinnvoll ist, auch vollkommen ortsunabhängig und digital. Die Praxisblöcke finden in einem oder verschiedenen Unternehmen statt. Vor allem Mitarbeiter ohne, mit fachfremder oder veralteter Ausbildung sowie Migranten, für die es eine TQ-Variante mit berufssprachlichen Anteilen gibt, können sich je nach Beruf in vier bis acht Modulen fachlich fortbilden – und einen Berufsabschluss erwerben. Unternehmen bietet der modulare Aufbau eine größtmögliche Flexibilität. Mitarbeiter können die Module zum Beispiel in weniger arbeitsintensiven Zeiten absolvieren. Auch Job-Sharing bzw. Tandemmodelle sind möglich, um den Ausfall von Mitarbeitern zu kompensieren. Für Unternehmen ist das ein Weg, um Mitarbeiter mit geringeren Qualifikationen fachlich fit zu machen – und sie künftig als kompetente Mitarbeiter flexibler einsetzen zu können. Das BNW ist Umsetzungspartner, kennt die Fördermöglichkeiten, kümmert sich bei Bedarf um weitere Teilnehmer oder Kooperationspartner und begleitet Teilnehmer wie Unternehmen in Theorie- und Praxisphasen. In der BNW-Region Heide, die sich von Helmstedt im Süden bis vor die Tore Hamburgs im Norden erstreckt, werden zurzeit 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Randstad in laufenden TQ-Maßnahmen geschult.

     

    Pressekontakt:
    Julia Theiler
    Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
    Höfestr. 19-21
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  • 30.06.2020 - Ausbildung in Niedersachsen digitaler gestalten

    Zwei Drittel der Unternehmen müssen in Bezug auf die Digitalisierung der betrieblichen Ausbildung noch aufschließen. Das neue Netzwerk Q 4.0 unterstützt dabei.

      

    Die duale Berufsausbildung hat Nachholbedarf, was die Digitalisierung angeht ­– das betrifft auch den Alltag der mehr als 141.000 Auszubildenden in Niedersachsen. Insbesondere kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe haben sich bislang noch wenig mit dem Thema Digitalisierung in der betrieblichen Ausbildung beschäftigt.    

    Laut Institut der deutschen Wirtschaft in Köln e. V. (IW) sollte die betriebliche Ausbildung systematisch an die Veränderungen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, angepasst werden. Dies beträfe auch die digitalen Fähigkeiten der Ausbilderinnen und Ausbilder*, so das IW. Der neu entwickelte Ausbildungsindex 4.0 des Instituts zeigt jedoch, dass bundesweit nur knapp 30 Prozent der Unternehmen zu den hoch digitalisierten „Ausbildungsunternehmen 4.0“ gehören.

    Die gute Nachricht: In einer begleitenden Studie fand das IW heraus, dass rund 85 Prozent der deutschen Unternehmen grundsätzlich bereits digitale Lernmedien in der Ausbildung einsetzen. Doch nur vier von zehn Unternehmen verfolgen das Thema strategisch. In einem neuen Projekt soll nun die digitale Qualifizierung von Ausbildern vorangetrieben werden. Weil die Corona-Krise wie ein Weckruf für Firmen und deren Digitalisierungsgrad wirkte, kommt der Vorstoß gelegen.

    Das Projekt wird unter dem Namen „Netzwerk Q 4.0“ vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln in Zusammenarbeit mit den Bildungswerken der Wirtschaft umgesetzt. In Niedersachsen berät das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) die Ausbildungsunternehmen und organisiert Befragungen sowie Workshops zu den Kompetenzanforderungen der Ausbildungsverantwortlichen. 

    „Es ist nicht damit getan, in überwiegend analog funktionierenden Ausbildungsbetrieben digitale Technologien sporadisch zum Einsatz zu bringen. Wichtig ist vielmehr, dass sich die Ausbilder fortlaufend digitale Kompetenzen aneignen, um die vielfältigen digitalen Lernangebote wie Wissensbibliotheken, Wikis oder Onlineforen didaktisch sinnvoll einzusetzen“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

    Im Netzwerk Q 4.0 übernimmt das BNW die Aufgabe, das fachliche und überfachliche Qualifizierungspotenzial bei Ausbildern zu identifizieren und praxisbezogene digitale Lehr- und Lernformate zu entwickeln. Die Ausbildungsverantwortlichen in Niedersachsen werden darauf vorbereitet, die Ausbildung in ihrem Betrieb branchenspezifisch digitaler aufzustellen und zukunftsgerecht zu gestalten.  

     

    Digital, fachlich, methodisch:
    Das Netzwerk Q 4.0 bietet ein Update für Ausbilder.

     

    Das Projekt Netzwerk Q 4.0 ist Teil der BMBF Qualifizierungsinitiative Digitaler Wandel - Q 4.0.  Die Initiative gehört zur BMBF-Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ und ist Bestandteil der Initiative „Berufsbildung 4.0“.

    *Gemeint sind in diesem Text immer alle, egal ob weiblich, männlich oder divers.

      

    Pressekontakt BNW:

    Julia Theiler
    Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
    Tel.: 0511 9616715
    E-Mail: julia.theiler@bnw.de

     

    Projektleitung Netzwerk Q 4.0 Niedersachsen:

    Martin Kater
    Tel.: 0151 55445707
    E-Mail: martin.kater@bnw.de

    www.bnw.de

  • 12.06.2020 - Digital Scouts lotsen in die digitale Zukunft

    Am Freitag, 19. Juni 2020 findet zum ersten Mal und deutschlandweit der Digitaltag statt. An diesem Aktionstag, der von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis ins Leben gerufen wurde, sollen die Digitalisierung und all ihre Facetten beleuchtet, ihre Auswirkungen diskutiert und die digitale Teilhabe aller gefördert werden. Ganz im Sinne von #digitalmiteinander. Das BNW beteiligt sich auch an diesem Aktionstag mit einem Beitrag aus der Region Weser-Ems.
    • Zwei Digital Scouts berichten vom Projekt „Management von Kompetenzverschiebungen“ initiiert vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).
    • Livestream beim ersten Digitaltag am 19. Juni 2020 von 11 bis 12 Uhr.

    Am Freitag, 19. Juni 2020 findet zum ersten Mal und deutschlandweit der Digitaltag statt. An diesem Aktionstag, der von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis ins Leben gerufen wurde, sollen die Digitalisierung und all ihre Facetten beleuchtet, ihre Auswirkungen diskutiert und die digitale Teilhabe aller gefördert werden. Ganz im Sinne von #digitalmiteinander. Das BNW beteiligt sich auch an diesem Aktionstag mit einem Beitrag aus der Region Weser-Ems.

    Kleine und mittelständische Unternehmen erhalten durch die Digitalisierung eine Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten. Doch bei der Umsetzung von Ideen kann schnell deutlich werden: Fortschritt ist zwar das langfristige Ziel, doch die damit verbundene notwendige Veränderung stellt nicht nur Unternehmen, Geschäftsführung und Führungskräfte vor neue Herausforderungen, auch Mitarbeiter müssen die Veränderung aktiv voranbringen.

    Wie kann ein Unternehmen oder ein Team eine Haltung entwickeln, mit der die Chancen erkannt und genutzt werden und die Lust auf (Mit)Gestaltung macht? Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft hat im Rahmen des Projekts „Management von Kompetenzverschiebungen“ (kurz: ManKom) betriebsinterne „Digital Scouts“ zu Agenten des Wandels gemacht, die diesen Prozess unterstützen sollen. Am 19. Juni 2020 erzählen zwei dieser Digital Scouts in einem Live-Stream von ihren Erfahrungen und Herausforderungen. Das ManKom-Projekt wird aus Mitteln des europäischen Sozialfonds finanziert.

    Die Veranstaltung am Digitaltag ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Live-Stream wird über Microsoft Teams laufen – dafür wird kein Microsoft-Office-Konto benötigt. Über den Link gelangen Sie zur Veranstaltung. An dem Live-Stream können Sie anonym teilnehmen.

    Hintergrundinformationen
    Digitaltag bringt Menschen in ganz Deutschland virtuell zusammen

    Der Digitaltag wird getragen von der Initiative „Digital für alle“, einem Bündnis von mehr als 25 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand. Erklärtes Ziel ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Unter dem Hashtag #digitalmiteinander soll der Digitaltag am 19. Juni 2020 Menschen in ganz Deutschland virtuell zusammenbringen und bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anzustoßen. Informationen und Hintergründe zur Initiative „Digital für alle“ sowie zum Digitaltag, den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es unter www.digitaltag.eu.

    Pressekontakt BNW:

    Julia Theiler
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW)
    Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
    Tel.: 0511 96167-15
    E-Mail: julia.theiler@bnw.de
    www.bnw.de

  • 09.06.2020 - Work-Life-Learn-Balance: Warum Weiterbildung für Arbeitnehmer (jetzt) wichtig ist

    Hannover, 09.06.2020. Längst sprechen wir von einer Vereinbarkeit von Arbeit, Privatleben und lebenslangem Lernen. Diese neue Work-Life-Learn-Balance kann durch Selbstorganisation und die voranschreitende Digitalisierung positiv beeinflusst werden.

    Hannover, 9. Juni 2020. Längst sprechen wir von einer Vereinbarkeit von Arbeit, Privatleben und lebenslangem Lernen. Diese neue Work-Life-Learn-Balance kann durch Selbstorganisation und die voranschreitende Digitalisierung positiv beeinflusst werden.

    Die Lebensbereiche Arbeit, Lernen und Privatleben überschneiden sich in der heutigen, modernen Arbeitswelt immer mehr. Dass Beschäftigte aufgrund der Krise einen Großteil der Zeit im Homeoffice verbringen, verstärkt diesen Effekt. Dementsprechend stehen Unternehmen und ihre Beschäftigten auch vor neuen Herausforderungen.

    Die Sicherung einer zufriedenstellenden Balance zwischen den genannten Bereichen war früher reine „Privatsache“ der Angestellten. Unternehmen für die Notwendigkeit einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu sensibilisieren, war und ist nötig . Doch dieses Gleichgewicht hat sich mittlerweile zu einer Work-Life-Learn-Balance weiterentwickelt.[1]

    Die Dringlichkeit für diese Art der Balance wird vor allem in der derzeitigen Krise deutlich. Die Verantwortung für eine ausgeglichene „Work-Life-Learn-Balance“ kann aber nicht ausschließlich beim Arbeitgeber liegen. Jeder Mitarbeiter eines Unternehmens muss hier selbstverantwortlich agieren, auf sich achten und mit dem Arbeitgeber zusammenarbeiten.

    Von „Work-Life-Balance“ zu „Work-Life-Learn-Balance”

    Work-Life-Balance bedeutet, „[...] den Menschen ganzheitlich zu betrachten (als Rollen- und Funktionsträger) im beruflichen und privaten Bereich (der Lebens- und Arbeitswelt) und ihm dadurch die Möglichkeit geben, lebensphasenspezifisch und individuell für beide Bereiche die anfallenden Verpflichtungen und Interessen erfüllen zu können, um so dauerhaft gesund, leistungsfähig, motiviert und ausgeglichen zu sein.“[2]

    „Work-Life-Learn-Balance“ knüpft an den gängigen Begriff „Work-Life-Balance“ an und ergänzt diesen um einen weiteren und mittlerweile entscheidenden Aspekt: um das Lernen, das sowohl im Privat- als auch im Arbeitsleben eine entscheidende Rolle spielt.

    Lebenslanges Lernen in die eigene Work-Life-Balance integrieren

    Integraler Bestandteil der Work-Life-Learn-Balance ist lebenslanges Lernen. Diese Art des Lernens bereichert nicht nur das persönliche Leben, sondern auch den eigenen Beruf und den Arbeitsalltag. Wer sich Lernziele im Leben setzt, leidet nicht unter Eintönigkeit und Langeweile im Alltag. Gleichzeitig können mentale Gesundheit und der eigene berufliche Werdegang gefördert werden. Lernen wird mit dieser Haltung von einem punktuellen Ereignis zu einem dauerhaften Prozess, der sich nur verändert, jedoch nicht endet.

    Es gibt heutzutage kaum einen beruflichen Bereich, für den man sich nicht fachlich weiterentwickeln und fortbilden kann. Persönliche Kompetenzen wie Führung, Kommunikationstechniken oder Zeitmanagement auszubauen, lohnt sich immer. Man entwickelt Fähigkeiten weiter, die für jeden Beruf und jede Anstellung benötigt werden. Die eigenen Chancen am Arbeitsmarkt kann man aber auch durch eine Weiterbildung seiner fachlichen Fähigkeiten deutlich verbessern. Mit lebenslangem Leben und gezielter (Weiter)Bildung erlernt man neue Kompetenzen und kann so einen Karrierevorsprung aufbauen.

    Mit erfolgreich abgeschlossenen Weiterbildungen steigt die eigene Zufriedenheit. Durch sie entstehen neue Ideen. Es eröffnen sich neue Möglichkeiten und Chancen. Bildung bringt so nicht nur frischen Wind in den privaten, sondern auch in den beruflichen Alltag. Und ganz nebenbei kann man neue Interessen und Potenziale entdecken, die bisher unerschlossen waren.

    Work-Life-Learn-Balance und die Relevanz von Selbstorganisation

    Wie kann der Aspekt des Lernens in einen Alltag integriert werden, der derzeit von Familie, Kindern, Homeschooling, Homeoffice und Hausarbeit geprägt ist? Selbstorganisation ermöglicht es, ein nachhaltiges Organisationssystem zu entwickeln, mit dem man langfristig effizienter und produktiver werden kann - im Homeoffice - und im Arbeitsalltag.

    Gute Selbstorganisation umfasst das Minimieren von Ablenkungsfaktoren, effizientes Zeitmanagement für Arbeitszeit und Privatleben und eine kontinuierlich hohe Konzentrationsfähigkeit. Die durch Selbstorganisation gewonnene Zeit kann dann in die eigene persönliche Weiterbildung investiert werden. Und diese Form des konzentrierten Arbeitens kann auch bei der Rückkehr ins Büro sehr nützlich sein. Hier geht es zum BNW-Magazinbeitrag

    Selbstorganisation im Homeoffice – so arbeiten Sie produktiver und gewinnen Zeit

    Nicht nur lebenslanges Lernen und Selbstorganisation prägen die eigene Work-Life-Learn-Balance. Auch die Digitalisierung spielt hier eine wichtige Rolle und bietet durch ihren Einfluss weitaus mehr Möglichkeiten, vor allem im Bereich der Weiterbildung. Denn heutzutage ist es im Rahmen einer fachlichen oder persönlichen Weiterbildung nicht mehr unbedingt notwendig, Präsenzunterricht zu besuchen. Immer mehr Weiterbildungsmaßnahmen werden digital durchgeführt. Dieser Umstand hat sich durch die Corona-Krise nur verstärkt.

    Digitales Lernen erspart Arbeitnehmern das viele Reisen und unnötigen, zusätzlichen Stress im Rahmen der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Diese Form des Lernens ermöglicht eine bessere Balance. Denn das Lernerlebnis ist nur einen Klick weit entfernt. Es lässt sich so deutlich leichter in das eigene Leben integrieren und kann häufig nach Belieben und Bestreben angepasst werden.

    Wer digitale Lernangebote in Anspruch nimmt, sich selbst gut organisiert und mit digitalen Kommunikationswerkzeugen umgehen kann, tut damit auch unabhängig von der fachlichen Qualifikation etwas für seine Berufschancen. Denn auch wenn die Corona-Krise vorübergehen wird: Die aktuell starke Nutzung digitaler Tools wird den Arbeitsalltag und das Verhältnis zu Remote-Arbeit verändern. Wer diese Arbeits-, Lern- und Weiterbildungsformen beherrscht, bringt damit essenzielle Fähigkeiten für die berufliche Laufbahn mit.

    Hier geht es zum PDF-Download der Pressemitteilung

    [1] „Allwiss – UnternehmensCheck zur Work-Learn-Life-Balance (WLLB)-Diagnose“ Autoren: Universität Trier‭: Prof. Dr. Conny H. Antoni, Prof. Dr. Rita Meyer, Prof. Dr. Axel Haunschild, ‬Dr. Ella Apostel, Dr. Christine Syrek, Dr. Ansg‭ar Berger, Stefanie Hiestand, Julia K. Müller, Inmit‭: Martina Josten, Michael Thomm, Romy Thomm, Hochschule RheinMain‭: Dr.-Ing. Peter Friedrich‬ 07.2015, Researchgate; https://www.researchgate.net/publication/280097798_Unternehmenscheck_der_Work_Life_Learn_Balance_WLLB‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬
    [2] „Work-Life-Balance“ S. 22, Mitschalk S. / Nieder P., 2007, Wiley-Verlag, Weinheim

    Pressekontakt BNW:

    Julia Theiler
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW)
    Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
    Tel.: 0511 96167-15
    E-Mail: julia.theiler@bnw.de
    www.bnw.de

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