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Pressemitteilungen

  • 15.05.2018 - Auszubildende aus Rastede sind Landessieger beim Wirtschaftsplanspiel 'Playbizz'

    Hannover / Rastede, 15. Mai 2018. Die Sieger kommen aus Rastede: Bei der Landesendrunde des Wirtschaftsplanspiels „Playbizz“ ist das Auszu ...

    Hannover / Rastede, 15. Mai 2018.

    Die Sieger kommen aus Rastede: Bei der Landesendrunde des Wirtschaftsplanspiels „Playbizz“ ist das Auszubildenden-Team der August Brötje GmbH als Sieger hervorgegangen. Mit dem Landessieg haben sich die Auszubildenden der Heizungsbaufirma zugleich für das Bundesfinale qualifiziert, das Anfang Juni in Schleswig-Holstein stattfindet. Das Unternehmen hat seinen Auszubildenden zum zweiten Mal die Möglichkeit eröffnet, an „Playbizz“ teilzunehmen.

    „Wir freuen uns über das hervorragende Abschneiden unserer Auszubildenden – sie waren mit großer Ernsthaftigkeit und Begeisterung bei der Sache“, erklärt Personalreferentin Marlene Thiede. Fünf von insgesamt 54 Teams hatten es in die Endrunde geschafft, die am 12. Mai auf Schloss Etelsen bei Bremen stattfand. Darunter waren auch zwei Teams der BASF Polyurethanes GmbH (Lemförde), eines von der TC Thomas Consulting GmbH (Bremervörde) sowie ein Team von der ArcelorMittal Bremen GmbH.

    Spielerisch zum Unternehmer werden

    Das Wirtschaftsplanspiel „Playbizz“ gibt es seit dem Jahr 2010 bundesweit. Es ist ein Angebot der Bildungswerke der Wirtschaft, in Niedersachsen des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) – in Kooperation mit Arbeitgeberverbänden. Auszubildende schlüpfen dabei in die Rolle von Managern, um unternehmerische Entscheidungen zu treffen – etwa zu Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Personal und Finanzen. Alles wie in einem „richtigen“ Unternehmen.

    Das digitale Lernformat kommt bei den Jugendlichen gut an. Denn „Playbizz“ ist ein sogenanntes Fernplanspiel, es verbindet die Auszubildenden online miteinander. Die teilnehmenden Teams erhalten ein Handbuch und Zugangsdaten zur Website des Online-Planspiels. Auf der virtuellen Oberfläche erarbeiten sie Entscheidungen, die sie virtuell an die Spielleitung senden. „Die spielerischen Elemente sorgen dafür, dass die Jugendlichen die Lerninhalte aktiv erleben und somit besser vertiefen. Der gesamte Bildungsbereich wird derzeit erlebnisorientierter und rückt näher an den Arbeitsplatz heran“, erläutert Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Den diesjährigen Siegern gratulieren wir sehr herzlich!“

    Das Wirtschaftsplanspiel bezieht alle Geschäftsbereiche mit ein und fördert so ein übergreifendes Verständnis für betriebliche Zusammenhänge. Es setzt auch bewusst auf ein neues Lernformat mit dem Ziel, die Ausbildung aufzuwerten und dadurch attraktiver zu machen. Bestenfalls wird über „Playbizz“ nicht nur Einblick gewährt in unternehmerisches Denken und Handeln, sondern darüber hinaus Interesse geweckt an beruflich-unternehmerischen Perspektiven.

    Offen für Azubis aller Richtungen

    „Playbizz“ steht Auszubildenden aller Ausbildungsrichtungen offen und wendet sich gleichermaßen an gewerblich-technische und kaufmännische Berufseinsteiger. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen abseits der Ballungszentren bietet sich mit „Playbizz“ die Chance, einen besonderen Akzent zu setzen, mit dem sie sich von anderen regionalen Mitbewerbern positiv abheben.

    Für fachliche Rückfragen zu „Playbizz“ wenden Sie sich bitte an: Susanne Hartwig-Siemon beim BNW, Tel.: (0511) 961 67 63, E-Mail: susanne.hartwig-siemon@bnw.de.

    Über die August Brötje GmbH

    BRÖTJE mit Unternehmenssitz in Rastede blickt auf über 90 Jahre Erfahrung im Bereich Heiztechnik zurück und entwickelte im Laufe seiner Geschichte eine Vielzahl an innovativen Lösungen und Produkten. Als Systemtechnikanbieter werden heute Wärmeerzeugerprodukte für Gas und Öl, Warmwasserspeichersysteme, Brenner für Gas und Öl, Wärmepumpen, Solartechnik und Heizkörper mit den erforderlichen Zubehören entwickelt und produziert. BRÖTJE ist Mitglied der BDR Thermea Gruppe, einer der weltweit führenden Heiztechnik-Hersteller. Weitere Infos: www.broetje.de

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  • 16.03.2018 - Unterstützung 'aus einer Hand' erleichtert die Integration

    Für Menschen aus anderen Ländern ist es oft schwierig, sich im ungewohnten deutschen Bildungs- und Sozialsystem zurechtzufinden. Besonders dann, wenn ...

    Für Menschen aus anderen Ländern ist es oft schwierig, sich im ungewohnten deutschen Bildungs- und Sozialsystem zurechtzufinden. Besonders dann, wenn sie keine oder nur geringe Sprachkenntnisse haben. Auch der Kontakt zu Behörden ist deshalb häufig mit Hürden verbunden. Die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ unterstützt Migranten und Geflüchtete, die vom Jobcenter Region Hannover Leistungen beziehen, schneller auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Damit das gelingt, sind Mitarbeiter des Jobcenters in das Team vor Ort integriert.

    „Alles aus einer Hand“ richtet sich an anerkannte Flüchtlinge und Menschen, die aus anderen Ländern in die Region Hannover gezogen sind und einen Integrationskurs belegen. Ebenso können aber auch Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen, die schon länger in Deutschland leben. Voraussetzung ist, dass das Jobcenter bei ihnen einen besonderen Unterstützungsbedarf bei der Integration in den Arbeitsmarkt festgestellt hat. Der Integrationskurs bleibt der zentrale Pfeiler bei der Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft. Die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ ergänzt die Integrationskurse um wichtige Bausteine zur Integration in den Arbeitsmarkt. Damit die Teilnehmer parallel zu „Alles aus einer Hand“ einen Integrationskurs besuchen oder einer Nebenbeschäftigung nachgehen können, ist die Maßnahme grundsätzlich in Teilzeit möglich.

    Träger der Maßnahme ist das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH (BNW) in einer Bietergemeinschaft mit dem Berufsfortbildungswerk Gemeinnützige Einrichtung des DGB (bfw) und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen e.V. Die Job-Coaches des Trägers bilden gemeinsam mit den Sozialpädagogen und vier Mitarbeitern des Jobcenters ein Team. „Deshalb haben wir  die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ genannt“, erklärt Dietmar  Langer, Mitglied  der  Geschäftsführung  des  Jobcenters  Region Hannover.  „Indem  wir  die wichtigsten Ansprechpartner direkt vor Ort haben, können wir auf die Situation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell und sehr individuell eingehen, Fragen klären und weitere Schritte vorbereiten.“

    „Die Integration von Geflüchteten in Arbeit zählt zu den großen Veränderungsprozessen innerhalb von Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Hier müssen alle Partner an einem Strang ziehen. Wir haben als arbeitgebergetragenes Bildungswerk dafür schon 2016 die Sozialpartnerinitiative IntegrationS mit ins Leben gerufen. Alles aus einer Hand ist das dritte große Projekt dieses bundesweit einmaligen Verbunds. Das Zwei-Stufen-Modell aus Kompetenzfeststellung und Qualifizierung bereitet die Teilnehmer bestmöglich auf die Anforderungen in der Arbeitswelt vor.“ Die Maßnahme beginnt mit der fünftägigen „Clearing“-Phase. In dieser Woche wird festgestellt, über welche beruflichen Erfahrungen die Teilnehmer verfügen, und es wird das Sprachniveau mittels Test eingestuft. In der anschließenden „Aktivierungs-Phase“ erhalten die Teilnehmer dann Berufskunde, wobei viel Wert auf die Praxis gelegt wird. In sechs Fachbereichen können sie geschult und qualifiziert werden, darunter Friseur und Kosmetik, Pflege sowie Metall und Holz. Weitere Inhalte sind Bewerbungsstrategien, Gesundheitsthemen und berufsbezogene Sprachkenntnisse. Wenn möglich, sollen die Teilnehmer auch Praktika in Betrieben absolvieren.

    Die Dauer der zweiten Phase ist abhängig vom individuellen Stand der Teilnehmer. In der Regel ist eine Teilnahme von sechs bis zwölf Monaten vorgesehen. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, begrüßt das Konzept von „Alles aus einer Hand“: „Die Arbeitsmarktintegration ist neben dem Spracherwerb eine ganz entscheidende Wegmarke für die zu uns geflüchteten Menschen, um auch mit dem Herzen Teil unserer Gesellschaft zu werden. Arbeit dient nicht nur dem Broterwerb, sondern ist sinnstiftend, verleiht Identität und verschafft den Menschen ein Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft“, sagt sie. „Von daher greift die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ des Jobcenter Region Hannover genau an der richtigen Stelle.“ 

    Doris Schröder-Köpf hat angekündigt, die Maßnahme zu besuchen, um sich persönlich über das Konzept zu informieren.

     

    PK Alles aus einer Hand

  • 14.02.2018 - Aus Alter Molkerei wird moderner Lernraum

    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft eröffnet nach Umzug Standort im Radsan-Park - Sprecher der Geschäftsführung: "Bildung wird erlebnisorientierter und zum ständigen Begleiter!"

    Leer. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat heute sein neues Bildungszentrum in der Alten Molkerei eröffnet. Im Erdgeschoss des Industriegebäudes aus dem Jahr 1921 entstand in den vergangenen zwei Jahren ein Ort, der Lernen auch optisch unterstützt. Statt in eintönigen Klassenzimmern bewegen sich die Teilnehmer des Bildungsträgers künftig in großen hellen Räumen, die Lernqualität und Motivation steigern helfen sollen. In den Fluren wird das BNW historische Antriebsmaschinen und Pumpensysteme ausstellen, und an den Wänden hängen alte Fotoaufnahmen, die vom industriellen Erbe des Gebäudes erzählen.

    „Bildung wird zunehmend anwendungs- und erlebnisorientiert, und der neue Standort bietet uns gute Möglichkeiten, dieses Konzept umzusetzen. Da wir dank der Kooperation mit den Investoren Helmuth Sandersfeld und Dr. Manfred Radtke hier ein Stück Industriekultur  bewahren können, stellen wir die berufliche Qualifizierung unserer Teilnehmer in den sichtbaren Kontext von Arbeitswelt und Produktion. Gleichzeitig bieten wir ihnen zum Beispiel im Projekt Teilqualifizierung Lernformen an, die unsere Zukunft bestimmen werden“, sagte am Mittwoch Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW, anlässlich der Eröffnungsfeier in der Christine-Charlotten-Straße. Lohmann weiter: Bildung sei mehr und mehr als Prozess zu verstehen. Die Wirtschaft brauche Fachkräfte, die ihre Qualifikationen fortlaufend weiterentwickeln. Dafür seien Qualifizierungen, die entlang der Arbeitsbereiche absolviert werden können, notwendig.

    Das BNW in Leer engagiert sich seit 30 Jahren für die lokale Wirtschaft. 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten täglich daran, Menschen den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt (wieder) zu ermöglichen. Um für den Wirtschaftsstandort  Ostfriesland langfristig Fachkräfte zu sichern, berät, unterrichtet und coacht das BNW in Leer aktuell 250 Teilnehmer, zum Beispiel im Projekt „Teilqualifizierung“. Teilqualifizierungen bieten Beschäftigten und Arbeitsuchenden die Möglichkeit, in einzelnen Abschnitten Fachkenntnisse zu erwerben und sich diese Leistungen zertifizieren zu lassen.

    Pressemitteilung downloaden (pdf)

    Weitere Informationen:

    https://www.bnw.de/leer

    http://www.nachqualifizierung.de/

     

    Wollen im neuen Bildungszentrum ein Stück Industriekultur bewahren (v.l.): Helmuth Sandersfeld, Investor Radsan-Park, Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung, Eckhard Harjes und Elke Korte, beide Regionalleitung BNW Leer.

     


    Der Radsan-Park nach der Renovierung. Das BNW belegt das Erdgeschoss des Industriegebäudes aus dem Jahr 1921.

     

     

     

    Pressekontakt:

    Julia Theiler
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
    Referentin Unternehmenskommunikation
    Tel.: 0511 96167-15
    E-Mail: julia.theiler@bnw.de

  • 07.02.2018 - BNW spendet an Schulprojekt für Geflüchtete

    Hameln. Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des gemeinnützigen Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), hat heute der AG Kunter ...

    Hameln. Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des gemeinnützigen Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), hat heute der AG Kunterbunt an der IGS Hameln einen  Scheck in Höhe von 3.000 Euro überreicht. Stellvertretend für die Schule nahm die Leiterin der AG, die Lehrerin Regina Hölscher, den Scheck entgegen. Die AG Kunterbunt gibt es seit vergangenem Jahr. Ziel ist es, Flüchtlingskindern, die am regulären Unterricht der Schule teilnehmen, eine Möglichkeit zu bieten, die deutsche Sprache und die deutsche Kultur noch besser kennenzulernen. „Wir wollen ihnen zeigen, dass sie willkommen sind und ihnen einen Ort bieten, an dem Herkunft und Religion keine Rolle spielen“, erklärt Hölscher. Zehn Jugendliche aus dem Kreis der Schüler betreuen die AG, die offen für Flüchtlingskinder aller Jahrgangsstufen der Schule ist. Neben dem Erlernen der deutschen Sprache wird der kulturelle Austausch großgeschrieben. So kochen alle gemeinsam in der Schulküche traditionelle Gerichte oder unternehmen einen Ausflug ins Museum. „Uns begeistert an dem Projekt, dass es von Schülern für Schüler ist. Voneinander gemeinsam zu lernen und dabei Spaß zu haben ist moderne Bildung. Und Bildung ist die beste Grundlage für dauerhafte Integration auf Augenhöhe“, sagt BNW-Geschäftsführer Lohmann. „Wir freuen uns, wenn wir im Zuge der öffentlichen Aufmerksamkeit andere Schulen zu ähnlichen Projekten animieren können. Die Spende hilft uns, die Planung weiterer Aktivitäten zu sichern, dafür sind wir dankbar“, sagt Schulleiterin Gudrun Kruppe.

    Als Bildungswerk war es dem BNW wichtig, besonders das kreative und erlebnisorientierte Lernen innerhalb der AG zu fördern. So werden mit der Spende zwei Kinderuni-Veranstaltungen zu den Themen Klimawandel und Kommunikation unterstützt. Darüber hinaus wird das Geld für Lernspiele zur Sprachentwicklung und -förderung sowie für Lernmaterialien, etwa Schreib- und Leselernhefte sowie Lernuhren, verwendet. Die Spende des BNW erfolgte gemeinsam mit den Dienstleistern Bruns Druckwelt und der Grafikagentur fuchsundhase.

    Die AG Kunterbunt besteht seit Beginn des Schuljahres 2016. 20 Kinder, darunter zehn geflüchtete Kinder treffen sich jeden Dienstag. Sie lernen, kochen und erzählen sich von den Sitten und Bräuchen ihrer Länder. „Ich mache mit, weil es mir um die Gemeinschaft geht. Es ist mir wichtig, Toleranz zu leben und mit jeder Person vorurteilsfrei umzugehen“, sagt Ellen Weber, Schülerin aus der 10. Klasse anlässlich der Scheckübergabe. Der 13-jährige Raman Silo aus Syrien erzählt mit leuchtenden Augen, wie er durch die AG Kunterbunt Freundschaften in Deutschland schloss. „Ganz besonders hat mir die Weihnachtszeit gefallen, weil ich viele deutsche Traditionen kennengelernt habe“, sagt er in bereits sehr gutem Deutsch. AG-Leiterin Regina Hölscher: „Integration gelingt nur, wenn Geflüchtete nicht isoliert, sondern in die Gemeinschaft einbezogen werden.“

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    Hier können Sie das Pressefoto herunterladen


  • 08.11.2017 - Start der Initiative IntegrationS

    Sozialpartnerschaftliche Bildungsinitiative der Dachverbände von Arbeitgebern und Gewerkschaften startet in Niedersachsen Eine besonders gut ineinan ...

    Sozialpartnerschaftliche Bildungsinitiative der Dachverbände von Arbeitgebern und Gewerkschaften startet in Niedersachsen

    Eine besonders gut ineinandergreifende Prozesskette mit den Komponenten Qualifikation, Sprache und interkulturelle Begleitung führt bei der Integration von Geflüchteten in die deutsche Arbeitswelt zu guten Vermittlungserfolgen. Mit Blick auf eklatante Fachkräftelücken, auch auf dem Ausbildungs-markt, ist es daher umso wichtiger, dass das Land Niedersachsen das im Jahr 2015 eingeführte Modellprojekt SPRINT, insbesondere in Kombination mit SPRINT-Dual (Beginn 2016), fortführt.

    Zu diesem Ergebnis kamen gestern und heute rund 200 Vertreter aus Politik, Bildung und Wirtschaft während der diesjährigen SPRINT-Fachtage zur „Integration jugendlicher Geflüchteter heute und morgen“ zusammen. Im Hannover Congress Centrum und in den Multi-Media Berufsbildenden Schulen an der Expo Plaza sind sie den Fragen nachgegangen, wie die berufliche Integration junger Geflüchteter konsequent gelingt und welche Vorteile diese für alle Akteure bietet. Neben dem Sprach- und Integrationsprojekt SPRINT, das inzwischen an 90 Berufsschulen landesweit durchgeführt wird, ist ab sofort auch die sozialpartnerschaftliche Initiative IntegrationS eine Antwort auf diese Fragen.

    Im Rahmen der Fachtage wurde dieses deutschlandweit einzigartige Projekt heute von Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungswerks der niedersächsischen Wirtschaft (BNW), sowie Hans Hoffman, Geschäftsführer der gewerkschaftsnahen Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen vorgestellt. Gemeinsam mit den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN) und dem deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) entstand mit IntegrationS ein Bündnis, das als Schnittstelle zwischen berufsbildenden Schulen, Kammern sowie Arbeitsagenturen fungiert und im Rahmen einer sogenannten Prozessbegleitung die Schulen bei der Zusammenführung von jugendlichen Flüchtlingen und Betrieben unterstützt. Die regionalen Prozessbegleiter von IntegrationS stehen den SPRINT-Teilnehmenden während einer dualen Einstiegsqualifizierung zur Seite, wodurch eine tragfähige Brücke zwischen auslaufender Schulpflicht und Übergang in die Arbeitswelt geschlagen wird. 13 Prozessbegleiter gibt es niedersachsenweit, 11 davon werden vom BNW gestellt, zwei sind für ARBEIT UND LEBEN Nds. tätig. Ein weiteres Angebot von IntegrationS sind sogenannte Integrationsmoderatoren, die Unternehmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie weiteren Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft bei der Ansprache von geflüchteten Menschen zur Nachwuchsgewinnung unterstützen. In Zukunft soll das Angebot der Initiative durch Projekte für weitere Zielgruppen ergänzt und dadurch breiter aufgestellt werden.

    Tobias Lohmann zeigte sich während der Vorstellung von IntegrationS zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis der sozialpartnerschaftlichen Initiative: „Wir freuen uns, dass das BNW mit dem Stellen der Prozessbegleiter und Prozessbegleiterinnen sowie mit dem exzellenten Zugang zu wirtschaftlichen Entscheidungsträgern einen bedeutsamen Beitrag innerhalb des Bündnisses leisten darf und beweisen damit gern einmal mehr, dass Integration durch eine partnerschaftliche Begleitung funktioniert.“ Hans Hoffmann ergänzte: „Sozialpartnerschaft heißt, gemeinsam Stärken für die Integration zu nutzen.“

    IntegrationS versteht sich als sozialpartnerschaftliches Bündnis, das in seiner Vielschichtigkeit einzigartig ist, sich ideal ergänzt und niedersachsenweit agieren kann. Denn: Die Sozialpartner DGB und UVN haben zusammen mit ARBEIT UND LEBEN Nds. und BNW als Bildungsträger sowohl die Belange der Arbeitgeber und Entscheidungsträger als auch die der Arbeitnehmer im Blick. „Wir stehen in der Verantwortung, die Menschen in Betriebe und durch Arbeit in die Gesellschaft zu integrieren. Dafür steht der Sozialpartneransatz“, so Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB Bezirks Niedersachen - Bremen - Sachsen-Anhalt.  Der Vorteil des sozialpartnerschaftlichen Ansatzes veranlasste den Auftraggeber – das niedersächsische Kultusministerium – 2016 dazu, der Bietergemeinschaft aus BNW und ARBEIT UND LEBEN Nds. den Zuschlag für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt zu geben. Auch für UVN Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Müller liegt der Nutzen der Sozialpartnerschaft auf der Hand: „Für die UVN als Spitzenverband der niedersächsischen Wirtschaft und Sozialpartner haben Arbeitsmarktintegration, Nachwuchsförderung und Qualifizierung höchste Priorität. Das Projekt Integration-S setzt genau dort an, wo die Integration von Arbeitsmarktzuwanderern und Flüchtlingen die größten Herausforderungen aufweist.“

    Weitere Informationen: www.integration-s.de

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  • 19.10.2017 - Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Delmenhorst

    Potenziale pflegen: Pflegefachschule und Bildungswerk geben Einblicke in ein spannendes Berufsfeld Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtsch ...

    Potenziale pflegen: Pflegefachschule und Bildungswerk geben Einblicke in ein spannendes Berufsfeld

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies bis Sonnabend lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächen-deckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Delmenhorst. Die Berufsfachschule Altenpflege und das BNW haben gestern einen Tag der offenen Tür in der Berufsfachschule Altenpflege veranstaltet. Eingeladen waren auch Schüler, die sich beruflich orientieren möchten. „Unsere Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schülern Orientierung im Hinblick auf eine individuell passende Berufswahl zu geben. In unseren Stärken- und Schwächenanalysen während der Berufsorientierungstage stellen die Schüler häufig fest, dass ein handfester Einstieg in einen Beruf ihnen viel mehr zusagt als weitere Jahre Theorie im Studium. Die Pflege bietet einen solchen praktischen Einstieg, und gut ausgebildete Fachkräfte haben selbstverständlich auch in diesem Bereich sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten“, erklärte Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

    Rund 90 Besucher waren der Einladung in die Pflegefachschule Friedrich-Ebert-Allee gefolgt, um sich über die Perspektiven des Pflegebereichs zu informieren, davon allein 70 Schüler. Sie kamen mit Experten, Fachkräften und Auszubildenden ins Gespräch über das Aufgabenfeld der Pflege. Bei einem Rundgang durch die Berufsfachschule erfuhren die Schüler neben praktischen Übungen, zum Beispiel mit einem Pflegerollstuhl, viele interessante Details über die Tätigkeiten in den Pflegeberufen.
     
    „Mit der weiter zunehmenden Alterung der Bevölkerung wird der Bedarf an Pflegekräften noch stärker steigen, was dazu führt, dass sowohl die Einstiegs- als auch die Aufstiegsmöglichkeiten im Pflegebereich sehr gut sind“, stellte die Leiterin der Pflegeschule, Jutta Lippok, bereits im Vorfeld fest. „Es ist gar nicht so einfach, Nachwuchs im Pflegebereich zu finden. Gerade vor diesem Hintergrund freuen wir uns über so viel Resonanz von Jugendlichen, die die Schule besichtigt haben“, fasste der stellvertretende Pflegeschulleiter Dr. Theodor Müller den Tag zusammen.

    „Wir sind froh, dass wir heute gemeinsam mit einer tollen Aus- und Weiterbildungsinstitution neue Einblicke in ein Berufsfeld vermitteln konnten, das vielfach unterschätzt wird. Um die großen Fachkräftelücken zu schließen, ist es wichtig, dass sich die Akteure vor Ort zusammentun und über interessante Berufe informieren, die den Auszubildenden eine gesicherte berufliche Zukunft und Entwicklungschancen bieten. Aber auch ältere Arbeitnehmer, die beruflich gerne noch einmal etwas anderes machen möchten, haben im Pflegebereich eine Reihe von Möglichkeiten“, sagte BNW-Regionalleiter Hartmut Lindemann.

    Hintergrund: Fachkräftetage

    In den 2020er Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden, und Nachwuchskräfte sind knapp. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommen IAB-Kurzbericht 9/2015 zu dem Ergebnis, dass der Bedarf an Akademikern in den kommenden Jahren gedeckt werden könnte, sich aber große Fachkräftelücken auf der mittleren Qualifikationsebene abzeichnen. Danach wird ein Mangel dort prognostiziert, wo ein Hochschulabschluss gar nicht nötig ist, zum Beispiel in der Gesundheits- und Krankenpflege. Hier hat sich die Fachkräftesituation in den letzten fünf Jahren so zugespitzt, dass sie erst­mals in den Top 10 der sogenannten Engpassberufe auftaucht.

    Wegen der regionalen Unterschiede bei sogenannten Engpassberufen braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbeaktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

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  • 17.10.2017 - Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Wilhelmshaven

    Nachwuchskräfte in Wilhelmshaven halten: Arbeitgeberverband und Bildungswerk wollen Schülern Jobs in Energiewirtschaft schmackhaft machen Die Fachkräf ...

    Nachwuchskräfte in Wilhelmshaven halten: Arbeitgeberverband und Bildungswerk wollen Schülern Jobs in Energiewirtschaft schmackhaft machen

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies von heute an lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächen-deckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Wilhelmshaven. In ein entscheidendes Wachstumsfeld unserer Region kommt Bewegung: Wilhelms-havens Position als eine der größten Energiedrehscheiben Deutschlands wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Um dieses Potenzial nutzen zu können, müsse jetzt vor allem auch an die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern gedacht werden, sagte Oberregierungsrat Stefan Friedrich vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr heute beim „Energie-Forum“ im Rahmen der Fachkräftetage Niedersachsen in Wilhelmshaven – und hob damit die immense Bedeutung von aktuellen und zukünftigen Fachkräften für die wirtschaftliche Entwicklung in Stadt und im Landkreis hervor.

    „Unsere Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schülern Orientierung im Hinblick auf eine individuell passende Berufswahl zu geben. In unseren Stärken- und Schwächenanalysen während der Berufsorientierungstage stellen die Schüler häufig fest, dass ein praktischer Einstieg in einen Beruf ihnen viel mehr zusagt als weitere Jahre Theorie im Studium. Wir vermitteln ihnen dann gemeinsam mit unserem großen Netzwerk spannender Firmen, dass Ausbildung Spaß macht und dass Fachkräfte nach einer dualen Berufsausbildung durchaus sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten haben“, erklärte Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung. Lohmann sagte weiter, es gelte nicht nur, Fachkräfte zu finden, sondern auch ihre berufliche Entwicklung zu fördern. Dies gelinge nur in Zusammenarbeit mit Betrieben und begleitenden Institutionen. Es erfordere insgesamt auch ein anderes Verständnis des Lernens im Sinne eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses. Das BNW als Bildungsexperte habe sich dieses Konzept auf die Fahnen geschrieben und treibe das lebenslange Lernen im Netzwerk mit der niedersächsischen Wirtschaft aktiv voran.

    In Wilhelmshaven waren rund 30 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Institutionen der Einladung des BNW in die Schillerstraße gefolgt, um über die Perspektiven des Wirtschaftsstandorts für die jüngere Generation zu sprechen. Zahlreiche weitere Besucher kamen während einer Ausstellung am Nachmittag mit lokalen Unternehmen des Energiesektors ins Gespräch. Aber welche Arbeitsfelder dieser Branche bieten aktuell eigentlich die besten Ein- und Aufstiegschancen? Darüber gab ein Impulsvortrag von Professor Alwin Burgholte, langjähriger Dozent der Jade Hochschule, Auskunft. Ihm zufolge werde die Abhängigkeit von der Elektrizität hierzulande stetig zunehmen.

    Für Wilhelmshaven bedeute das: Viel Fachkräftebedarf in konventionellen Arbeitsgebieten wie Automatisierungs- und Kraftwerktechnik, aber vor allem entstünden sehr viele neue Arbeitsfelder, etwa in Netzerneuerung und -ausbau sowie in der Elektromobilität, so der Experte.

    Diese können jedoch nur gemeinsam erschlossen werden: „Als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. wollen wir Wachstum und Entwicklung im Jade Wirtschaftsraum voranbringen. Dazu gehört es, die richtigen Partner an einen Tisch zu bekommen und zusammen die Potenziale auszuloten. Deswegen bin ich sehr froh, dass wir das Wirtschaftsministerium für einen Besuch heute gewinnen konnten, und wir hoffen, die gute Zusammenarbeit mit dem Ziel einer effektiven Fachkräftesicherung an unserem Wirtschaftsstandort weiter intensivieren zu können“, sagte Henning Wessels, Bildungsreferent beim Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e. V.

    Hintergrund der Fachkräftetage

    In den 2020er Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden, und Nachwuchskräfte sind knapp. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommen zu dem Ergebnis[1], dass der Bedarf an Akademikern in den kommenden Jahren gedeckt werden könnte, sich aber große Fachkräftelücken auf der mittleren Qualifikationsebene abzeichnen. Danach wird ein Mangel dort prognostiziert, wo ein Hochschulab-schluss gar nicht nötig ist, zum Beispiel in vielen Berufen des Handwerks und den hoch spezialisierten technischen Berufen in den Bereichen Elektronik, IT und Metall.

    Wegen der regionalen Unterschiede bei sogenannten Engpassberufen braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbeaktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

    Für Wilhelmshaven hat das BNW die Energiewirtschaft als Schlüsselthema ausgewählt. In Stadt und Landkreis unterstützen die Bildungsexperten jährlich mehr als 750 Schüler dabei, ihren Übergang von der Schule ins Berufsleben erfolgreich zu meistern. Die Perspektiven für Schulabgänger als künftige Fachkräfte der Energiewirtschaft stehen dabei zunehmend im Fokus.

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    [1] Quelle: IAB-Kurzbericht 9/2015, www.iab.de > Publikationen > IAB-Kurzbericht

  • 16.10.2017 - Start der Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Leer

    Inklusion von Menschen mit Handicap in die Arbeitswelt stärkt den Wirtschaftsstandort Ostfriesland Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtscha ...

    Inklusion von Menschen mit Handicap in die Arbeitswelt stärkt den Wirtschaftsstandort Ostfriesland

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies von heute an lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächen-deckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Emden/Leer. Ob Ingenieure oder Lehrer – so mancher Arbeitgeber sucht derzeit vergeblich Arbeit-nehmer, und das auch in den Ausbildungsberufen in Metall- und Elektroindustrie sowie in der Pflege. Wo in der eigenen Region kaum Arbeitnehmer mit passenden Qualifikationen verfügbar sind, können Firmen viele Ressourcen in überregionale Rekrutierung stecken – oder sie können einfach umdenken. Denn es gibt sie: Stille Reserven, die auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind. Das sind zum Beispiel Menschen mit Handicap, die bei der Arbeitssuche häufig Absagen kassieren. Oft sind Informations-defizite die Ursache, weil hohe rechtliche und bürokratische Hürden vermutet werden.

    Mit der richtigen Beratung und praktischer Unterstützung ist eine Behinderung jedoch kein Hindernis, sondern wird zu einer echten Chance für Unternehmen und damit für den gesamten Wirtschafts-standort Ostfriesland. Ein lokales Beispiel dieser Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist die Inklusionsagentur Leer (INA), die seit fast zwei Jahren erfolgreich arbeitet und die heute Vormittag einer der Schwerpunkte der Veranstaltung „Chance Inklusion“ im Rahmen der Fachkräftetage in Leer war.

    „Es kommt aus meiner Sicht ganz wesentlich darauf an, Menschen mit Handicap durch eine Teilhabe am Arbeitsleben insgesamt ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, sagte heute Landrat Matthias Groote vor den 40 Gästen. Der SPD-Politiker hatte die Schirmherrschaft für den lokalen Fachkräftetag in der Berufsakademie Ost-Friesland übernommen. Groote sagte weiter, er sehe den heutigen Tag als eine „Kick-off-Veranstaltung“ zu einem Thema, bei dem Politik, Verwaltung und Wirtschaft noch viel stärker zusammenarbeiten müssten.

    „Wir begegnen den Menschen auf Augenhöhe und begleiten sie so, dass sie den aktuellen Anforderungen der Arbeitswelt gerecht werden. Als Bildungsexperte ist es uns sehr wichtig, gerade Menschen mit Handicap während ihrer gesamten Berufsbiographie zu unterstützen. Das bedeutet, wir bereiten sie nicht nur auf das Arbeitsleben vor, sondern wir begleiten sie auch nach dem Eintritt in den Job weiter. Dafür benötigen wir natürlich die Unterstützung der Unternehmen und den stetigen Austausch mit ihnen“, sagte Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW in seiner Begrüßungsrede.

    „Wir begrüßen die Zusammenarbeit sehr und bekommen viele positive Rückmeldungen aus den Unternehmen zur Inklusion von Menschen mit Handicap in die Betriebe. Inklusion muss jedoch schon in der Schule beginnen. Ich habe mit vielen Lehrern gesprochen, die sich dieser Herausforderung sehr engagiert stellen und gute Konzepte vorlegen. Diese scheitern jedoch oft an einer sehr dünnen Personaldecke, die von der Politik schnellstmöglich nachgebessert werden sollte“, gab Johann Doden, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes für Ostfriesland und Papenburg, zu bedenken.

    Morgen ab 10 Uhr geht die Fachkräfteoffensive in Emden weiter. Dort lädt das BNW unter dem Motto „Arbeitswelt Deutschland“ Menschen mit Migrationshintergrund in die Abdenastraße 4 zu einem Bewerbungscoaching ein.

    Hintergrund der Fachkräftetage

    Aufgrund des demografischen Wandels gehen bald viele Beschäftigte in Rente, und Nachwuchskräfte sind knapp. Fachkräfteengpässe sind aber nicht in jeder niedersächsischen Region gleich groß, in Ostfriesland sind die Herausforderungen jedoch deutlich spürbar. 46,2 Prozent beträgt laut einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln aus dem Jahr 2016 hier die sogenannte Engpassquote. Sie gibt an, wie viele Stellen innerhalb einer Region in Engpassberufen im Verhältnis zu Nicht-Engpassberufen ausgeschrieben wurden. Gerade wegen der regionalen Unterschiede braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbe-aktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

    Für Leer hat das BNW das Thema Inklusion als Schlüsselthema ausgewählt. Als Bildungsträger der Wirtschaft weiß das BNW um die Bedürfnisse der Unternehmen und hat ein ausgeprägtes Gespür für Bildungstrends. Gleichzeitig besteht jahrelange Erfahrung  mit der Integration von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in das Berufsleben. Jährlich unterstützt das Bildungswerk rund 5.000 Menschen in beruflicher Rehabilitation dabei, ihre Chancen zu erkennen und umzusetzen.
    Hinzu kommen zahlreiche praktische Beispiele erfolgreicher Inklusion von Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt. Im Projekt INA erarbeiten pädagogische Mitarbeiter mit dem potenziellen Arbeitnehmer einen individuellen Tätigkeitsbereich, und der Jobcoach des BNW-Teams bringt daraufhin den Bewerber mit einem Betrieb passgenau zusammen.

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  • 06.07.2017 - Schülerbefragung des BNW

    „Wie gut fühlst du dich auf das Berufsleben vorbereitet?“ Unter diesem Motto hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (www.bn ...

    „Wie gut fühlst du dich auf das Berufsleben vorbereitet?“ Unter diesem Motto hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (www.bnw.de) eine Befragung unter hunderten Schülern durchgeführt. Das Ergebnis: 37 Prozent der Jugendlichen fühlen sich „weniger gut“ oder sogar „nicht gut“ vorbereitet. Den Arbeitgebervorwurf „mangelnder Ausbildungsreife“ halten sogar 46 Prozent von ihnen für durchaus gerechtfertigt.

     Eigene Schwächen sehen die Jugendlichen bei Kenntnissen einer Zweit-Fremdsprache (52 Prozent) sowie bei EDV-Kenntnissen (50 Prozent). Für „weniger gut“ oder „ungenügend“ halten viele zudem ihr wirtschaftliches Grundverständnis (43 Prozent) und ihr technisches Wissen (41 Prozent). Ein Drittel schätzt seine Englischkenntnisse als nicht ausreichend ein. Immerhin: Die überwiegende Mehrheit hält sich für teamfähig, pünktlich und selbständig (86 sowie 87 und 88 Prozent).

    Persönliche Weiterentwicklung ist Jugendlichen wichtig

    Und was zählt für Jugendliche heute im Beruf? Die persönliche Weiterentwicklung rangiert an erster Stelle: Für 91 Prozent ist dieser Aspekt „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Auch das Gehalt hat eine hohe Bedeutung (88 Prozent), während beispielsweise Möglichkeiten der Mitbestimmung eine weniger große Rolle spielen (74 Prozent). An letzter Stelle steht das gesellschaftliche Ansehen, das mit dem Beruf einhergeht – für lediglich 51 Prozent ist dies ein Faktor, der ins Gewicht fällt.

    Infografik_Schülerbefragung_BNW_2017Zum Zwecke der Berufsorientierung nutzen die befragten Jugendlichen momentan häufig Zukunftstage (75 Prozent) und Praktika (58 Prozent). Als bessere Vorbereitung wünschen sie sich allerdings noch mehr betriebliche Praktika (70 Prozent), Projektwochen (48 Prozent) und Workshops (35 Prozent). 24 Prozent favorisieren eine sogenannte „Kompetenzfeststellung“; 28 Prozent der Jugendlichen meinen, dass ihnen eine Berufseinstiegsbegleitung helfen würde.

    Die Online-Schülerbefragung wurde im Rahmen eines Seminares zum Thema „Beruflichkeit“ von Studierenden der Leibniz Universität (LUH) vom 12. bis 16. Juni 2017 durchgeführt. Sie erfolgte in Kooperation mit dem Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung (IfBE) unter Leitung von Prof. Dr. Rita Meyer und dem BNW. Es beteiligten sich insgesamt 318 Schüler an der Befragung, 79 Prozent davon in der Altersgruppe von 14 bis 17 Jahre. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) besucht momentan ein Gymnasium.

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  • 12.06.2017 - Netzwerken für den Einstieg in einen MINT-Beruf: Rundgang mit jugendlichen Geflüchteten auf der IdeenExpo

    Der schnellste und zugleich nachhaltigste Weg für Zuwanderer in die Mitte der Gesellschaft führt über den Beruf. Doch um die Integration von Geflüchte ...

    Der schnellste und zugleich nachhaltigste Weg für Zuwanderer in die Mitte der Gesellschaft führt über den Beruf. Doch um die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt erfolgreich zu gestalten, müssen erst einmal tradierte Integrationskonzepte, die nur den Spracherwerb und die berufliche Qualifikation in den Mittelpunkt stellen, über Bord geworfen werden.

    „Es hat sich gezeigt, dass die Geflüchteten so umfassend wie möglich begleitet werden müssen. Ein gutes Case-Management nimmt das gesamte Lebensumfeld in den Blick, hilft zügig bei Behördenfragen und vernetzt effektiv mit den richtigen Ansprechpartnern, um die Türen zu einem Job zu öffnen“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).

    Mit den so genannten Prozessbegleitern geht das Land Niedersachsen bei der Integration von jugendlichen Geflüchteten in eine Ausbildung seit November vergangenen Jahres neue Wege: In den Regionen wurden zehn Prozessbegleiter eingesetzt, die als Koordinatoren vor Ort dienen. Als Ansprechpartner für die berufsbildenden Schulen begleiten sie die so genannten SPRINT-Dual-Klassen, die eine Brücke zwischen auslaufender Schulpflicht und Übergang in die Arbeitswelt schlagen.

    Cornelia Kölling ist eine von acht Prozessbegleitern, die das BNW im Auftrag des Landes beschäftigt. Sie ist in der Region Oldenburg tätig. Die beiden Berufsbildenden Schulen aus Cloppenburg BBS am Museumsdorf und BBS Technik, die von ihr betreut werden, haben sich dazu entschlossen an der IdeenExpo teilzunehmen. Die Schüler mit Fluchthintergrund aus den Sprach- und Integrationsklassen hatten damit die Möglichkeit, erstmalig an so einer besonderen Messe teilzunehmen und sich im Hinblick ihrer beruflichen Zukunft weiter zu orientieren. In diesen Wochen, vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres, bietet die IdeenExpo Möglichkeiten für technisch begabte Geflüchtete, mit der Berufswelt von Naturwissenschaften und Technik in Kontakt zu treten.

    Am Montag, 12. Juni, fuhren rund 40 Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren aus den zwei Berufsschulen zur IdeenExpo, um sich vor Ort den Zugang in einen MINT-Beruf zu eröffnen. Die Hälfte der Schüler hat einen Fluchthintergrund. „Wir wollen den jungen Geflüchteten zeigen: Diese Berufe, in denen auch ein großer Fachkräftemangel herrscht, sind für sie eine echte Perspektive“, sagte Kölling.

    Nach einer Führung mit den IdeenExpo-Scouts konnten sich die Schulklassen selbst umschauen. Die geflüchteten Jugendlichen nutzten die freie Zeit und suchten den Dialog mit den ausstellenden Firmen. Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigte ihnen Mitarbeiter Christian Werner ein kleines Gerät, mit dem es in Zukunft möglich sein wird, nach einem Unfall automatisch die Rettungskräfte zu alarmieren. „Die Digitalisierung wird immer präsenter, das merken auch unsere Azubis“, sagt Torsten Aumann vom Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG. Er zeigte dem 18-jährigen Jamalshah Timuri, der aus Afghanistan geflüchtet ist, wie ein Mikrocontroller programmiert wird. „Mir ist positiv aufgefallen, wie gut er sich auf die Aufgabe konzentriert hat. Die Übung hat ihm großen Spaß gemacht“, sagte Aumann. Ich freue mich, dass ich mich gut präsentieren konnte. Wenn ich mich für ein Praktikum bewerben möchte, habe ich gleich ein Gesprächsthema“, sagte Jamalshah Timuri. Sozialarbeiterin Rena Fortmann unterstrich, wie wichtig der Besuch für die Jugendlichen mit Fluchterfahrung war: „Die technischen Berufe und die vielen Innovationen, die hier anschaulich dargestellt  werden, sind eine ganz neue Welt für sie. Insofern war die IdeenExpo wichtig, um erste Erfahrungen zu sammeln, die sie auf ihrem weiteren Weg gut nutzen können.“

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  • 31.03.2017 - Back 2 Job - So klappt der berufliche Wiedereinstieg für Ingenieurinnen nach einer Auszeit

    Ingenieurinnen und Ingenieure sind als Fachkräfte gefragt. Doch gerademal 60 Prozent der Frauen mit entsprechender Qualifikation sind erwerbstätig. Vo ...

    Ingenieurinnen und Ingenieure sind als Fachkräfte gefragt. Doch gerademal 60 Prozent der Frauen mit entsprechender Qualifikation sind erwerbstätig. Vor allem nach einer längeren beruflichen Pause zugunsten der Familie fällt die Rückkehr in den Beruf oft schwer: Die Innovationszyklen im technischen Bereich sind extrem kurz und die Anforderungen der Unternehmen wachsen parallel. Um Ingenieurinnen gezielt bei dem beruflichen Wiedereinstieg zu unterstützen, hat das BNW auf Initiative der Fachkräfteallianz Hannover das Konzept für das Projekt „Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!“ entwickelt. Mit der Kombination aus „training on the job“ im Betrieb, dem anwendungsorientierten Auffrischen von Fachwissen an der Universität oder Hochschule und einem einmaligen Netzwerk haben zum Abschluss des einjährigen Pilotprojekts am 31. März mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen eine Anstellung in ihrem Fachbereich gefunden.

    „Das Projekt leistet in Niedersachsen einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung vor allem in den MINT-Berufen“, sagt Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. „Die Grundidee des Projekts ist es, stille Reserven im Ingenieurwesen zu aktivieren und hochqualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt zurückzugewinnen. Der Fachkräftemangel für MINT-Berufe ist so groß wie nie zuvor. Es gibt Prognosen, wonach bis 2029 etwa 250.000 Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland fehlen werden.“ Das Wirtschaftsministerium hat für das Projekt eine Förderung von rund 90.000 Euro aus ESF-Mitteln im Rahmen des Regionalen Fachkräftebündnisses Leine-Weser ausgesprochen. Die Kofinanzierung übernimmt die Region Hannover. „Aufgrund der positiven Erfahrungen beabsichtigt die Fachkräfteallianz Hannover, das Projekt mit einem neuen Durchgang fortzusetzen“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover. Die positiven Erfahrungen teilt man auch beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), das das Konzept entwickelt hat: „Unser Konzept trifft einen Riesenbedarf – bei den Teilnehmerinnen und bei den Unternehmen. Das Bildungswerk führt Potenziale und Chancen zusammen. Das ist es, was eine agile Wirtschaft heute benötigt“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

    Die Herausforderung eines beruflichen Wiedereinstiegs besteht in den meisten Ingenieurberufen in der schnellen technischen Weiterentwicklung. Daher ist ein Semester an der Leibniz Universität oder der Hochschule Hannover Teil des neuartigen Konzepts. Nach einer Standortbestimmung jeder Teilnehmerin ging es zunächst in einen Betrieb. Hier zeigte sich, welche Kompetenzen die Frauen bereits mitbrachten und in welchen Bereichen ein Auffrischen des Fachwissens sinnvoll war. In fünf Monaten an der Universität oder Hochschule schlossen die Frauen dann mit ihren Kenntnissen wieder auf.

    „Einige Frauen sind schon vorzeitig aus dem Projekt ausgeschieden, weil sie schon nach wenigen

    Monaten eine Anstellung gefunden hatten“, berichtet Projektleiterin Ayten Berse vom BNW. Sie begleitete insgesamt 20 Frauen über ein Jahr hinweg. „In diesen Fällen profitieren die Frauen vor allem von dem starken Netzwerk und der Praxisphase im Betrieb“, sagt Ayten Berse. So erging es auch Kavitha Karuppana. Die 29-jährige Mutter überzeugte bereits im ersten Praktikum mit ihren Fähigkeiten. „Mein Mann ist ebenfalls Ingenieur, so dass ich technisch immer auf den neuesten Stand war“, erzählt die gebürtige Inderin. Nach der Geburt ihrer Tochter pausierte sie drei Jahre, bevor sie den beruflichen Wiedereinstieg wagte. Davor ist die studierte Informatikerin in Indien als Software-Entwicklerin und Dozentin tätig gewesen.

    „Ich wusste nicht, wie das Bewerben in Deutschland funktioniert und brauchte Unterstützung, um den Einstieg zu finden“, erzählt Kavitha Karuppana. „Das Projekt hat mir sehr geholfen. Das Team von Frau Berse hat mich bei der Bewerbung unterstützt und Kontakte zu Unternehmen hergestellt. Auch mein Deutsch hat sich spürbar verbessert, seitdem ich regelmäßig im Austausch mit anderen bin.“ Bis heute hält sie privat den Kontakt zu den anderen Frauen aus dem Projekt. „Ich in angekommen“, sagt Kavitha Karuppana. Seit September 2016 arbeitet sie als Software-Testerin bei der Hannoveraner Firma HaCon Ingenieurgesellschaft mbH und ist dort für die Qualitätskontrolle der entwickelten Apps zuständig. „Frau Karuppana hat mit ihrer offenen Art gleich überzeugt“, berichtet Bettina Malosczyk, Personal-verantwortliche bei HaCon. Durch einen privaten Kontakt hatte sie von „Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!“ erfahren und war gleich interessiert. „Der Fachkräftemangel ist für uns in diesem Bereich deutlich spürbar“, sagt Bettina Malosczyk. „Daher gehen wir bei der Personalsuche gern auch neue Wege.“ Neben Kavitha Karuppana hat HaCon auch eine zweite Teilnehmerin aus dem Projekt eingestellt.

    Kontakte zu Unternehmen herstellen und für das Projekt aufschließen – das war die wichtigste Grundlage, damit für die Ingenieurinnen das Projekt mit einer Beschäftigung enden konnte. Maßgeblich unterstützt hat dabei das einmalige Netzwerk der Fachkräfteallianz Hannover, die ihr spezifisches Know-how einbrachten – darunter die Beschäftigungsförderung der Region Hannover, die Agentur für Arbeit Hannover, das Jobcenter Region Hannover sowie Uni und Hochschule. Die Projektleitung lag beim BNW. „Neben der Fachexpertise, die die beteiligten Partnerinnen und Partner einbrachten, fungierten sie bei Betrieben in der Region als Türöffner – mit diesem Netzwerk im Rücken waren Arbeitgeber von Anfang an aufgeschlossen“, berichtet Ayten Berse. Gleichzeitig brachte jeder Beteiligte neue Kontakte ein, von denen die Teilnehmerinnen profitierten. 12 Frauen haben so zum Projektende am 31. März einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Ayten Berse ist sich sicher, dass diese Zahl noch steigt: „Auch nach Abschluss des Projekts bleiben den Frauen die Kontakte erhalten. Das starke Netzwerk wirkt sicher noch nach.“

    Neben der Qualifizierung erhielten die Frauen individuelle Unterstützung und Beratung. Wie bringe ich Familie und Beruf unter einen Hut? Wo kann es beruflich langfristig hingehen? Zu diesen und anderen Fragen berieten Expertinnen und Experten ganz nach Bedarf. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war ein entscheidender Faktor: Daher war das Projekt in Teilzeit angelegt. Für Frauen mit Migrationshintergrund bot das Projekt besondere Unterstützung, etwa bei der Anerkennung des ausländischen Studienabschlusses oder durch sprachliche Qualifizierung. Das Fazit: „Ingenieurinnen sind gefragt. Damit Fachkräfte und Betriebe aber passgenau zueinanderfinden, braucht es ein starkes Netzwerk und passgenaue Unterstützung. Und genau diese haben wir den Frauen im Projekt geboten“, sagt Gesamtprojektleiterin Cornelia Springfeld vom BNW.

    Das Land hatte im August 2015 acht Regionale Fachkräftebündnisse anerkannt und ihnen jeweils ein Budget zugewiesen. Sie sollen die Fachkräfteversorgung verbessern und gleichzeitig die im Jahr 2014 ins Leben gerufene landesweite Fachkräfteinitiative Niedersachsen auf der regionalen Ebene verankern. Weitere Informationen zu den Regionalen Fachkräftebündnissen (u.a. die Ansprechpartner) finden sich unter:

    http://www.mw.niedersachsen.de/startseite/themen/arbeit/fachkraeftesicherung_niedersachsen/regionale_fachkraeftebuendnisse/regionale-fachkraeftebuendnisse

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