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Pressemitteilungen

  • 06.07.2017 - Schülerbefragung des BNW

    „Wie gut fühlst du dich auf das Berufsleben vorbereitet?“ Unter diesem Motto hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (www.bn ...

    „Wie gut fühlst du dich auf das Berufsleben vorbereitet?“ Unter diesem Motto hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (www.bnw.de) eine Befragung unter hunderten Schülern durchgeführt. Das Ergebnis: 37 Prozent der Jugendlichen fühlen sich „weniger gut“ oder sogar „nicht gut“ vorbereitet. Den Arbeitgebervorwurf „mangelnder Ausbildungsreife“ halten sogar 46 Prozent von ihnen für durchaus gerechtfertigt.

     Eigene Schwächen sehen die Jugendlichen bei Kenntnissen einer Zweit-Fremdsprache (52 Prozent) sowie bei EDV-Kenntnissen (50 Prozent). Für „weniger gut“ oder „ungenügend“ halten viele zudem ihr wirtschaftliches Grundverständnis (43 Prozent) und ihr technisches Wissen (41 Prozent). Ein Drittel schätzt seine Englischkenntnisse als nicht ausreichend ein. Immerhin: Die überwiegende Mehrheit hält sich für teamfähig, pünktlich und selbständig (86 sowie 87 und 88 Prozent).

    Persönliche Weiterentwicklung ist Jugendlichen wichtig

    Und was zählt für Jugendliche heute im Beruf? Die persönliche Weiterentwicklung rangiert an erster Stelle: Für 91 Prozent ist dieser Aspekt „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Auch das Gehalt hat eine hohe Bedeutung (88 Prozent), während beispielsweise Möglichkeiten der Mitbestimmung eine weniger große Rolle spielen (74 Prozent). An letzter Stelle steht das gesellschaftliche Ansehen, das mit dem Beruf einhergeht – für lediglich 51 Prozent ist dies ein Faktor, der ins Gewicht fällt.

    Infografik_Schülerbefragung_BNW_2017Zum Zwecke der Berufsorientierung nutzen die befragten Jugendlichen momentan häufig Zukunftstage (75 Prozent) und Praktika (58 Prozent). Als bessere Vorbereitung wünschen sie sich allerdings noch mehr betriebliche Praktika (70 Prozent), Projektwochen (48 Prozent) und Workshops (35 Prozent). 24 Prozent favorisieren eine sogenannte „Kompetenzfeststellung“; 28 Prozent der Jugendlichen meinen, dass ihnen eine Berufseinstiegsbegleitung helfen würde.

    Die Online-Schülerbefragung wurde im Rahmen eines Seminares zum Thema „Beruflichkeit“ von Studierenden der Leibniz Universität (LUH) vom 12. bis 16. Juni 2017 durchgeführt. Sie erfolgte in Kooperation mit dem Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung (IfBE) unter Leitung von Prof. Dr. Rita Meyer und dem BNW. Es beteiligten sich insgesamt 318 Schüler an der Befragung, 79 Prozent davon in der Altersgruppe von 14 bis 17 Jahre. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) besucht momentan ein Gymnasium.

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  • 12.06.2017 - Netzwerken für den Einstieg in einen MINT-Beruf: Rundgang mit jugendlichen Geflüchteten auf der IdeenExpo

    Der schnellste und zugleich nachhaltigste Weg für Zuwanderer in die Mitte der Gesellschaft führt über den Beruf. Doch um die Integration von Geflüchte ...

    Der schnellste und zugleich nachhaltigste Weg für Zuwanderer in die Mitte der Gesellschaft führt über den Beruf. Doch um die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt erfolgreich zu gestalten, müssen erst einmal tradierte Integrationskonzepte, die nur den Spracherwerb und die berufliche Qualifikation in den Mittelpunkt stellen, über Bord geworfen werden.

    „Es hat sich gezeigt, dass die Geflüchteten so umfassend wie möglich begleitet werden müssen. Ein gutes Case-Management nimmt das gesamte Lebensumfeld in den Blick, hilft zügig bei Behördenfragen und vernetzt effektiv mit den richtigen Ansprechpartnern, um die Türen zu einem Job zu öffnen“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).

    Mit den so genannten Prozessbegleitern geht das Land Niedersachsen bei der Integration von jugendlichen Geflüchteten in eine Ausbildung seit November vergangenen Jahres neue Wege: In den Regionen wurden zehn Prozessbegleiter eingesetzt, die als Koordinatoren vor Ort dienen. Als Ansprechpartner für die berufsbildenden Schulen begleiten sie die so genannten SPRINT-Dual-Klassen, die eine Brücke zwischen auslaufender Schulpflicht und Übergang in die Arbeitswelt schlagen.

    Cornelia Kölling ist eine von acht Prozessbegleitern, die das BNW im Auftrag des Landes beschäftigt. Sie ist in der Region Oldenburg tätig. Die beiden Berufsbildenden Schulen aus Cloppenburg BBS am Museumsdorf und BBS Technik, die von ihr betreut werden, haben sich dazu entschlossen an der IdeenExpo teilzunehmen. Die Schüler mit Fluchthintergrund aus den Sprach- und Integrationsklassen hatten damit die Möglichkeit, erstmalig an so einer besonderen Messe teilzunehmen und sich im Hinblick ihrer beruflichen Zukunft weiter zu orientieren. In diesen Wochen, vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres, bietet die IdeenExpo Möglichkeiten für technisch begabte Geflüchtete, mit der Berufswelt von Naturwissenschaften und Technik in Kontakt zu treten.

    Am Montag, 12. Juni, fuhren rund 40 Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren aus den zwei Berufsschulen zur IdeenExpo, um sich vor Ort den Zugang in einen MINT-Beruf zu eröffnen. Die Hälfte der Schüler hat einen Fluchthintergrund. „Wir wollen den jungen Geflüchteten zeigen: Diese Berufe, in denen auch ein großer Fachkräftemangel herrscht, sind für sie eine echte Perspektive“, sagte Kölling.

    Nach einer Führung mit den IdeenExpo-Scouts konnten sich die Schulklassen selbst umschauen. Die geflüchteten Jugendlichen nutzten die freie Zeit und suchten den Dialog mit den ausstellenden Firmen. Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigte ihnen Mitarbeiter Christian Werner ein kleines Gerät, mit dem es in Zukunft möglich sein wird, nach einem Unfall automatisch die Rettungskräfte zu alarmieren. „Die Digitalisierung wird immer präsenter, das merken auch unsere Azubis“, sagt Torsten Aumann vom Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG. Er zeigte dem 18-jährigen Jamalshah Timuri, der aus Afghanistan geflüchtet ist, wie ein Mikrocontroller programmiert wird. „Mir ist positiv aufgefallen, wie gut er sich auf die Aufgabe konzentriert hat. Die Übung hat ihm großen Spaß gemacht“, sagte Aumann. Ich freue mich, dass ich mich gut präsentieren konnte. Wenn ich mich für ein Praktikum bewerben möchte, habe ich gleich ein Gesprächsthema“, sagte Jamalshah Timuri. Sozialarbeiterin Rena Fortmann unterstrich, wie wichtig der Besuch für die Jugendlichen mit Fluchterfahrung war: „Die technischen Berufe und die vielen Innovationen, die hier anschaulich dargestellt  werden, sind eine ganz neue Welt für sie. Insofern war die IdeenExpo wichtig, um erste Erfahrungen zu sammeln, die sie auf ihrem weiteren Weg gut nutzen können.“

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  • 31.03.2017 - Back 2 Job - So klappt der berufliche Wiedereinstieg für Ingenieurinnen nach einer Auszeit

    Ingenieurinnen und Ingenieure sind als Fachkräfte gefragt. Doch gerademal 60 Prozent der Frauen mit entsprechender Qualifikation sind erwerbstätig. Vo ...

    Ingenieurinnen und Ingenieure sind als Fachkräfte gefragt. Doch gerademal 60 Prozent der Frauen mit entsprechender Qualifikation sind erwerbstätig. Vor allem nach einer längeren beruflichen Pause zugunsten der Familie fällt die Rückkehr in den Beruf oft schwer: Die Innovationszyklen im technischen Bereich sind extrem kurz und die Anforderungen der Unternehmen wachsen parallel. Um Ingenieurinnen gezielt bei dem beruflichen Wiedereinstieg zu unterstützen, hat das BNW auf Initiative der Fachkräfteallianz Hannover das Konzept für das Projekt „Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!“ entwickelt. Mit der Kombination aus „training on the job“ im Betrieb, dem anwendungsorientierten Auffrischen von Fachwissen an der Universität oder Hochschule und einem einmaligen Netzwerk haben zum Abschluss des einjährigen Pilotprojekts am 31. März mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen eine Anstellung in ihrem Fachbereich gefunden.

    „Das Projekt leistet in Niedersachsen einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung vor allem in den MINT-Berufen“, sagt Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. „Die Grundidee des Projekts ist es, stille Reserven im Ingenieurwesen zu aktivieren und hochqualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt zurückzugewinnen. Der Fachkräftemangel für MINT-Berufe ist so groß wie nie zuvor. Es gibt Prognosen, wonach bis 2029 etwa 250.000 Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland fehlen werden.“ Das Wirtschaftsministerium hat für das Projekt eine Förderung von rund 90.000 Euro aus ESF-Mitteln im Rahmen des Regionalen Fachkräftebündnisses Leine-Weser ausgesprochen. Die Kofinanzierung übernimmt die Region Hannover. „Aufgrund der positiven Erfahrungen beabsichtigt die Fachkräfteallianz Hannover, das Projekt mit einem neuen Durchgang fortzusetzen“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover. Die positiven Erfahrungen teilt man auch beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), das das Konzept entwickelt hat: „Unser Konzept trifft einen Riesenbedarf – bei den Teilnehmerinnen und bei den Unternehmen. Das Bildungswerk führt Potenziale und Chancen zusammen. Das ist es, was eine agile Wirtschaft heute benötigt“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

    Die Herausforderung eines beruflichen Wiedereinstiegs besteht in den meisten Ingenieurberufen in der schnellen technischen Weiterentwicklung. Daher ist ein Semester an der Leibniz Universität oder der Hochschule Hannover Teil des neuartigen Konzepts. Nach einer Standortbestimmung jeder Teilnehmerin ging es zunächst in einen Betrieb. Hier zeigte sich, welche Kompetenzen die Frauen bereits mitbrachten und in welchen Bereichen ein Auffrischen des Fachwissens sinnvoll war. In fünf Monaten an der Universität oder Hochschule schlossen die Frauen dann mit ihren Kenntnissen wieder auf.

    „Einige Frauen sind schon vorzeitig aus dem Projekt ausgeschieden, weil sie schon nach wenigen

    Monaten eine Anstellung gefunden hatten“, berichtet Projektleiterin Ayten Berse vom BNW. Sie begleitete insgesamt 20 Frauen über ein Jahr hinweg. „In diesen Fällen profitieren die Frauen vor allem von dem starken Netzwerk und der Praxisphase im Betrieb“, sagt Ayten Berse. So erging es auch Kavitha Karuppana. Die 29-jährige Mutter überzeugte bereits im ersten Praktikum mit ihren Fähigkeiten. „Mein Mann ist ebenfalls Ingenieur, so dass ich technisch immer auf den neuesten Stand war“, erzählt die gebürtige Inderin. Nach der Geburt ihrer Tochter pausierte sie drei Jahre, bevor sie den beruflichen Wiedereinstieg wagte. Davor ist die studierte Informatikerin in Indien als Software-Entwicklerin und Dozentin tätig gewesen.

    „Ich wusste nicht, wie das Bewerben in Deutschland funktioniert und brauchte Unterstützung, um den Einstieg zu finden“, erzählt Kavitha Karuppana. „Das Projekt hat mir sehr geholfen. Das Team von Frau Berse hat mich bei der Bewerbung unterstützt und Kontakte zu Unternehmen hergestellt. Auch mein Deutsch hat sich spürbar verbessert, seitdem ich regelmäßig im Austausch mit anderen bin.“ Bis heute hält sie privat den Kontakt zu den anderen Frauen aus dem Projekt. „Ich in angekommen“, sagt Kavitha Karuppana. Seit September 2016 arbeitet sie als Software-Testerin bei der Hannoveraner Firma HaCon Ingenieurgesellschaft mbH und ist dort für die Qualitätskontrolle der entwickelten Apps zuständig. „Frau Karuppana hat mit ihrer offenen Art gleich überzeugt“, berichtet Bettina Malosczyk, Personal-verantwortliche bei HaCon. Durch einen privaten Kontakt hatte sie von „Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!“ erfahren und war gleich interessiert. „Der Fachkräftemangel ist für uns in diesem Bereich deutlich spürbar“, sagt Bettina Malosczyk. „Daher gehen wir bei der Personalsuche gern auch neue Wege.“ Neben Kavitha Karuppana hat HaCon auch eine zweite Teilnehmerin aus dem Projekt eingestellt.

    Kontakte zu Unternehmen herstellen und für das Projekt aufschließen – das war die wichtigste Grundlage, damit für die Ingenieurinnen das Projekt mit einer Beschäftigung enden konnte. Maßgeblich unterstützt hat dabei das einmalige Netzwerk der Fachkräfteallianz Hannover, die ihr spezifisches Know-how einbrachten – darunter die Beschäftigungsförderung der Region Hannover, die Agentur für Arbeit Hannover, das Jobcenter Region Hannover sowie Uni und Hochschule. Die Projektleitung lag beim BNW. „Neben der Fachexpertise, die die beteiligten Partnerinnen und Partner einbrachten, fungierten sie bei Betrieben in der Region als Türöffner – mit diesem Netzwerk im Rücken waren Arbeitgeber von Anfang an aufgeschlossen“, berichtet Ayten Berse. Gleichzeitig brachte jeder Beteiligte neue Kontakte ein, von denen die Teilnehmerinnen profitierten. 12 Frauen haben so zum Projektende am 31. März einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Ayten Berse ist sich sicher, dass diese Zahl noch steigt: „Auch nach Abschluss des Projekts bleiben den Frauen die Kontakte erhalten. Das starke Netzwerk wirkt sicher noch nach.“

    Neben der Qualifizierung erhielten die Frauen individuelle Unterstützung und Beratung. Wie bringe ich Familie und Beruf unter einen Hut? Wo kann es beruflich langfristig hingehen? Zu diesen und anderen Fragen berieten Expertinnen und Experten ganz nach Bedarf. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war ein entscheidender Faktor: Daher war das Projekt in Teilzeit angelegt. Für Frauen mit Migrationshintergrund bot das Projekt besondere Unterstützung, etwa bei der Anerkennung des ausländischen Studienabschlusses oder durch sprachliche Qualifizierung. Das Fazit: „Ingenieurinnen sind gefragt. Damit Fachkräfte und Betriebe aber passgenau zueinanderfinden, braucht es ein starkes Netzwerk und passgenaue Unterstützung. Und genau diese haben wir den Frauen im Projekt geboten“, sagt Gesamtprojektleiterin Cornelia Springfeld vom BNW.

    Das Land hatte im August 2015 acht Regionale Fachkräftebündnisse anerkannt und ihnen jeweils ein Budget zugewiesen. Sie sollen die Fachkräfteversorgung verbessern und gleichzeitig die im Jahr 2014 ins Leben gerufene landesweite Fachkräfteinitiative Niedersachsen auf der regionalen Ebene verankern. Weitere Informationen zu den Regionalen Fachkräftebündnissen (u.a. die Ansprechpartner) finden sich unter:

    http://www.mw.niedersachsen.de/startseite/themen/arbeit/fachkraeftesicherung_niedersachsen/regionale_fachkraeftebuendnisse/regionale-fachkraeftebuendnisse

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  • 08.02.17 - 10 Jahre erfolgreiche Existenzgründungen mit dem BNW in Hannover

    Sein eigener Chef sein, die Leidenschaft zum Beruf machen – diesen Traum erfüllen sich viele mit dem eigenen Unternehmen. Auch für Arbeitssuchen ...

    Sein eigener Chef sein, die Leidenschaft zum Beruf machen – diesen Traum erfüllen sich viele mit dem eigenen Unternehmen. Auch für Arbeitssuchende ist die Existenzgründung ein Weg, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Im Auftrag des Jobcenters Region Hannover unterstützt das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) seit zehn Jahren ALG II-Empfänger bei ihrem Gründungsvorhaben. Von der Bestattungskünstlerin bis zum Hypnose-Therapeuten sind dabei schon einige erfolgreiche Geschäftsmodelle entstanden.

    Rechnet sich das Geschäftsmodell? Wie reagiert der Markt auf das neue Angebot? Und wie kurble ich das Geschäft an, wenn es mal nicht so gut läuft? Bei diesen und anderen Fragen unterstützen die Experten des BNW. Das wichtigste: Jede Neugründung soll auch zukunftsfähig sein. „Berufliche Selbstständigkeit kann der Weg in eine gesicherte Existenz sein“, sagt Birgit Jung, Mitglied der Geschäftsführung im Jobcenter Region Hannover. „Seit zehn Jahren profitiert das Jobcenter vom Fachwissen und der Erfahrung des BNW. Gemeinsam konnten wir viele Menschen dabei unterstützen, eine Selbstständigkeit aufzubauen oder zu erhalten.“ Rund 1000 Teilnehmer berät das BNW im Rahmen der Maßnahme pro Jahr. „Die Ideen und das Engagement unserer Teilnehmer begeistern uns immer wieder aufs Neue“, sagt Lars Knorr, der seit rund acht Jahren in der Gründungsberatung beim BNW arbeitet und seit 2015 als Teamleiter auch verantwortet. „Die meisten unserer Teilnehmer wollen ihre Leidenschaft zum Beruf machen und sind dafür hochmotiviert.“ Umso härter sei es, wenn die BNW-Experten den Gründungswilligen auch mal zurück auf den Boden der Tatsachen bringen müssen. „Es kommt natürlich vor, dass eine Gründungsidee nicht realisierbar ist – zum Beispiel, weil es sich nicht rechnet“, erklärt BNW-Gründungsberaterin Anette Domning. „In diesem Fall können wir die Gründung nicht genehmigen. Das ist für die Teilnehmer dann häufig schwer zu verkraften. Aber wir wollen natürlich sicherstellen, dass das Geschäft am Ende auch läuft.“

    Früher Unternehmensberater, heute Therapeut

    So wie bei Alexander Seiler, der seit rund zwei Jahren erfolgreich seine eigene Praxis in Hannover betreibt. Als Hypnose-Therapeut therapiert er Menschen mit Depressionen, Ängsten, Burn-out und anderen psychisch bedingten Erkrankungen. „Selbständig hätte ich mich auch so gemacht“, sagt Alexander Seiler. „Aber die Unterstützung durch das BNW hat mir sehr geholfen.“ Es ist nicht die erste Selbständigkeit des Hannoveraners: Der gelernte Immobilienfachwirt war schon einmal als Unternehmensberater sein eigener Chef. „Das Geschäft lief gut, aber ich selbst blieb auf der Strecke“, sagt der 48-Jährige. Nach knapp drei Jahren litt er unter Burn-out, Depressionen und Angstzuständen. Die üblichen Therapien schlugen bei ihm nicht an. Erst die die spezielle, ursachenorientierte Hypnose-Therapie machte aus Alexander Seiler einen neuen Menschen. „Meine Ängste waren wie weggeblasen. Da war mir klar: Das möchte ich auch machen. Ich möchte anderen Menschen helfen“, erzählt der Existenzgründer. Nach einer Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie schickte das Jobcenter den damaligen ALG II-Bezieher mit seinem Gründungsvorhaben zum BNW. „Am Anfang war ich sehr skeptisch“, erzählt Alexander Seiler. Als Unternehmensberater kannte er sich mit Existenzgründungen gut aus, hatte sogar selbst Gründungswillige beraten. „Ich dachte, die beim BNW haben nur theoretisches Wissen und können mir nichts Neues erzählen. Sie haben mich dann aber doch ganz schnell überzeugt“, sagt der Existenzgründer. Die BNW-Experten feilten mit ihm an seinem Business-Plan, schulten ihn in Fragen zu Recht und Marketing. „Vor allem das persönliche Coaching war super. Da habe ich dann auch gemerkt, dass die Berater echtes Praxis-Wissen mitbringen“, erzählt Alexander Seiler. In seiner Praxis bietet er heute vor allem die Hypnoanalyse an. „Dabei behandele ich nicht Symptome, sondern die Ursache für Ängste, Depressionen und andere Erkrankungen“, erklärt der Existenzgründer. Dafür versetzt er seine Patienten in den Zustand der Hypnose. „Meistens liegt die Ursache in der frühen Kindheit. Daran können wir uns in der Regel nicht erinnern, aber unser Unterbewusstsein vergisst nichts – und genau das kann ich während der Hypnose ansprechen“, erklärt der Hypnose-Therapeut. „Oft genügt schon eine Intensiv-Sitzung. Stammkundschaft habe ich also nicht.“ Dank der Tipps vom BNW gehen die Termin-Anfragen aber nicht aus.

    Kunst und Betriebswirtschaft – da prallen Welten aufeinander

    Büromanagement, Unternehmensberatung, Gastronomie – viele der Existenzgründungen, die das BNW in den vergangenen zehn Jahren begleitet hat, sind klassische Dienstleistungen. Andere Ideen waren auch für die BNW-Berater neu. Dazu gehört die Bestattungskunst von Susanne Baumhakel. Die 46-jährige Künstlerin designt und gestaltet individuelle Urnen aus Materialien wie Keramik und Holz. „Ich habe damals selbst Todesfälle im Freundeskreis erlebt und mich so mit dem Thema beschäftigt. Die Urnen, die man üblicherweise bekommt, finde ich einfach schrecklich“, erzählt die Künstlerin schmunzelnd. „Sie sind meist aus kaltem Metall und haben plumpe Formen. Da hatte ich zum ersten Mal die Idee, eine Urne zu gestalten, die man gern ansieht und in die Hand nimmt, an der man Freude hat.“  Das war vor etwa eineinhalb Jahren, als die Mutter von zwei Söhnen nach einer beruflichen Familienpause über das Jobcenter Hannover beim BNW landete. Kunst und Betriebswirtschaft – da prallten Welten aufeinander: „Es gab viele Reibungspunkte, aber das war gut so“, sagt Susanne Baumhakel. „Überall, wo es Lücken in meiner Planung gab, hat die Beraterin kritisch nachgefragt und mich immer wieder angestachelt. Dinge wie Marketing zum Beispiel sind einfach nicht meins, müssen aber bedacht werden. Das wichtigste war für mich aber: Sie hat an mich und meine Idee geglaubt und mich immer unterstützt.“ Seit April vergangenen Jahres hat die studierte Bildhauerin ein eigenes Atelier in der Hannover-Südstadt. Dort entstehen ihre Urnen, die sie über Bestatter in Deutschland und Österreich anbietet. Preislich unterscheiden sie sich kaum von den industriell gefertigten Urnen. „Ich arbeite ohne Glasur, ohne Farben. Mir ist wichtig, dass das Material sichtbar bleibt“, erklärt die Künstlerin. Ihr reduziertes Design haben inzwischen auch schon andere Kunden für sich entdeckt. Instrumente aus Keramik für einen Musiker, ein individuelles Gefäß für den Gas-Herd eines Hobby-Kochs oder eine inspirierende Schale zum Sammeln von Gedanken für eine Autorin – Susanne Baumhakel gestaltet Behältnisse ganz nach Wunsch. In ihrem Atelier gibt sie zudem regelmäßig Keramik-Kurse für Kinder. Es läuft bei der Künstlerin – auch dank der Starthilfe durch das BNW.

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  • 07.02.17 - 'Vielleicht lerne ich auch noch Platt'

    Fachkräfte in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sind gefragt: Rund 200.000 mehr Stellen als Fachkräfte gab es Ende des ...

    Fachkräfte in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sind gefragt: Rund 200.000 mehr Stellen als Fachkräfte gab es Ende des vergangenen Jahres in Deutschland, meldete das Institut der Deutschen Wirtschaft. Ohne Spezialisten aus dem Ausland ist diese Lücke nicht zu schließen. Umso wichtiger ist es, Zuwanderer mit MINT-Qualifikation gezielt zu unterstützen, damit ihnen der Anschluss in den deutschen Arbeitsmarkt trotz sprachlicher oder kultureller Hürden gelingt. Genau hier setzt der Kurs an, den das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) in Kooperation mit dem IQ-Netzwerk Niedersachsen und finanziert aus Mitteln des europäischen Sozialfonds in Leer anbietet. Nach rund sieben Monaten gemeinsamer Arbeit ist der erste Durchgang im Januar zu Ende gegangen. Erfolgsgeschichten inklusive.

    10 Jahre Berufserfahrung als Bauingenieur brachte Mohammad Sahaei  mit. In seinem Heimatland, dem Iran, hatte der 34-Jährige studiert und einen guten Job als Projektleiter, bevor er vor drei Jahren aus politischen Gründen nach Deutschland floh. „Ich habe Deutschkurse besucht und meinen Führerschein gemacht“, erzählt Mohammad Sahaei. „Einen Job habe ich aber trotz meiner Qualifikation nicht gefunden. Mein Deutsch, vor allem die Fachsprache, und meine Bewerbung waren nicht gut genug.“ Das IQ-Netzwerk vermittelte ihn dann in die Maßnahme beim BNW in Leer. Mit Erfolg: Er arbeitet nun als Praktikant bei einem Bauunternehmen in Wiesmoor und hat eine feste Position in Aussicht. „Ohne das BNW hätte ich das vermutlich nicht geschafft“, erzählt der in Varel lebende Iraner. „Ich habe dort viel Deutsch gelernt, Tipps für die Bewerbung mitgenommen und sie haben mir auch die Praktikumsstelle vermittelt.“ An seinem Deutsch möchte er auch weiterhin hart arbeiten. „Vielleicht lerne ich auch noch Platt“, scherzt der Ingenieur. „Dann kann ich noch besser mitreden.“

    So glatt wie bei Mohammad Sahaei läuft es nicht immer, weiß BNW-Dozent Christian Rosendahl, der den Kurs in den vergangenen Monaten betreute: „Es gibt für die Männer und Frauen viele Hürden. Angefangen bei der Sprache bis hin zu aufenthaltsrechtlichen Fragen. Einen Teil davon versuchen wir mit ihnen zu meistern.“ In seinem Unterricht standen zum Beispiel Fragen aus dem Arbeitsrecht oder Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz auf dem Stundenplan. Mit weiteren BNW-Experten paukten sie Fachsprache, überarbeiteten ihre Bewerbungsunterlagen und übten Vorstellungsgespräche. Christian Rosendahl begleitete darüber hinaus die Teilnehmer, die nach viermonatiger theoretischer Vorbereitung in ein Praktikum in einen Betrieb wechselten. „Es waren meist nur Kleinigkeiten, bei denen ich vermitteln musste, zum Beispiel beim Thema Pünktlichkeit. Auch gab es einen Teilnehmer, der während der Arbeitszeit einen Friseurtermin wahrnehmen wollte. Da musste ich dann erstmal erklären, dass das so nicht geht“, berichtet Christian Rosendahl. Trotz des ein oder anderen kulturellen Missverständnisses hat ihn die Arbeitsmoral seiner Teilnehmer aber überzeugt: „Die meisten waren unheimlich motiviert, haben auch über die Unterrichtszeiten hinaus gearbeitet. Man hat gemerkt: Die wollen unbedingt arbeiten.“

    So geht es auch Osama Almeri. Der Syrer sucht seit seiner Ankunft in Deutschland vor zwei Jahren vergeblich einen Job. „Ich möchte unbedingt in Leer bleiben und arbeiten“, sagt der 34-jährige Familienvater. USA, Karibik, Europa, Russland – um die ganze Welt sei er gereist, um für seine Familie ein sicheres Land zum Leben zu finden. „Nirgendwo wird man so empfangen wie in Deutschland“, sagt der Syrer. Seinen Bachelor-Abschluss in Maschinenbau hatte er sich mit Unterstützung des IQ-Netzwerks anerkennen lassen, das ihn dann auch die Qualifizierung beim BNW empfahl. Nach dem Kurs steht fest: Er geht nochmal an die Uni. An der Fachhochschule in Emden macht er seinen Master. „So sind meine Chancen einfach besser, langfristig hier arbeiten zu können“, sagt Osama Almeri. Der Kurs hat sich dennoch für ihn gelohnt: „Ich habe so viel dazugelernt – sprachlich, aber auch, worauf es beim Bewerben und beim Arbeiten ankommt.“

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  • 23.01.17 - Ausbildung inklusiv gestalten: Das BNW zeigte, wie's geht

    Mut für neue Wege – dazu riefen die Redner der Fachtagung „Antrieb für inklusive Ausbildung“ am vergangenen Donnerstag in Langenhage ...

    Mut für neue Wege – dazu riefen die Redner der Fachtagung „Antrieb für inklusive Ausbildung“ am vergangenen Donnerstag in Langenhagen auf. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hatte im Rahmen des Projekts „Wirtschaft inklusiv“ in die Räume der MTU Maintenance Hannover GmbH eingeladen, um Betriebe über die Möglichkeiten der Ausbildung von Menschen mit Handicap zu informieren. Beispiele aus der Praxis zeigten: Mut lohnt sich. Das gilt sowohl für Betriebe, die  – wenn sie sich auf alternative Formen der Ausbildung einlassen – hochmotivierte Arbeitskräfte gewinnen. Aber auch für Bewerber mit Behinderung, denen es oft an Selbstbewusstsein fehlt, sich auf dem regulären Arbeitsmarkt zu bewerben.

    „So normal wie möglich, so speziell wie nötig“, dies sei der beste Weg, Ausbildung für Menschen mit Behinderung zu gestalten, sagte Petra Wontorra, Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen. Bastian Schmidt-Faber, Geschäftsführer des BNW, Sascha Köhne, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Prof. Dr. Michael Heister vom Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) und Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), pflichteten dieser Einschätzung bei und machten darüber hinaus den wirtschaftlichen Nutzen beruflicher Teilhabe deutlich. „Jeder Mensch bringt eine Begabung mit. Es lohnt sich, den Blick auf die Stärken der Menschen zu richten und sie diesen entsprechend einzusetzen. Denn da die Zahl der Erwerbspersonen und Fachkräfte weiter sinkt, zählt jedes Talent“, so Bastian Schmidt-Faber.

    Die MTU Maintenance Hannover GmbH hat dies bereits erkannt. In Kooperation mit NiedersachsenMetall gibt das Unternehmen benachteiligten Jugendlichen in Einstiegqualifikationen Starthilfe in die Ausbildung. Von guten Beispielen wussten aber auch Podiumsgäste des Abends zu berichten, darunter der Flughafen Hannover-Langenhagen und der Futtermittelhersteller Miavit aus Essen (Oldenburg). In Tandems aus Ausbildern und Azubis stellten sie Beispiele aus der Praxis vor. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, Menschen mit Behinderung einzustellen“, erzählte Ralf Sieverding, Ausbildungsleiter bei der Miavit GmbH. Unterstützung bei der Umsetzung dieses  Vorhabens fanden er und seine Kollegen im Projekt „Wirtschaft inklusiv“, in dem sie kostenlos beraten wurden. Mit Erfolg: Nach einer rehabilitationspädagogischen Qualifizierung von Ausbilderin Anke Ostermann konnte Laura Mählmann mit einer Lernbehinderung als Auszubildende für den Beruf „Fachpraktikerin in der Hauswirtschaft“ eingestellt werden. Die Fachpraktikerausbildung konzentriert sich mehr auf fachpraktische als auf theoretische Inhalte. Laura Mählmann wurde nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss inzwischen in den festen Mitarbeiterkreis übernommen. Trotz ihrer körperlichen Einschränkung gehört auch die ehemalige Auszubildende Nadine Saalfeld  inzwischen fest zum Team des Flughafens Hannover-Langenhagen. Die Bürokauffrau setzte sich damals  gegen 800 andere Bewerber durch – die meisten ohne Handicap. „Ihre Leistung hat uns überzeugt“, sagte ihr Ausbildungsleiter Benjamin Waßmann. Sie mache die Dinge zum Teil eben anders, komme aber immer ans Ziel. „Ich möchte andere in meiner Situation ermutigen“, sagte  Nadine Saalfeld. Denn vielen Menschen mit Handicap fehle es an Selbstvertrauen – dabei stehen sie gesunden Bewerbern oft in nichts nach.

    Mut zu mehr Selbstvertrauen machte auch die Showeinlage der Patsy und Michael Hull Foundation aus Osnabrück. Darsteller und Tänzer mit und ohne Behinderung zeigten Ausschnitte aus ihrem inklusiven Musical „Grand Hotel Vegas“ – und gaben damit ein gutes Beispiel, wie man Menschen mit Handicap durch Teilhabe stärken kann.

    Seit drei Jahren beraten die Inklusionslotsen des BNW im Projekt „Wirtschaft inklusiv“ Betriebe kostenlos zu den Möglichkeiten der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Der erfolgreiche Projektabschluss war Anlass für die Fachtagung, die sich vor allem an Betriebe richtete. Diese finden die bewährte Unterstützung in den gewohnten Strukturen im Nachfolgeprojekt „Unternehmer-Netzwerk Inklusion“. Ansprechpartner in Hannover ist Christian Paluch (christian.paluch@bnw.de).

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  • 13.12.16 - Hannover 96 lädt Flüchtlingsmannschaft ins Stadion ein

    Hautnah im Stadion mitfiebern, gemeinsam die Mannschaft bejubeln, mit der Menge singen – dieser typisch deutsche Traum geht für elf Asylbewerber ...

    Hautnah im Stadion mitfiebern, gemeinsam die Mannschaft bejubeln, mit der Menge singen – dieser typisch deutsche Traum geht für elf Asylbewerber aus Norddeutschland in Erfüllung. Hannover 96 sponsert den Männern Tickets für das nächste Heimspiel gegen den SV Sandhausen am 18. Dezember.

    Erkämpft haben sich die Männer die Karten bei einem interkulturellen Hallen-Fußballturnier in Neu-Wulmsdorf. Gegen drei weitere Mannschaften aus den Landkreisen Harburg und Stade – allesamt Teams aus Männern mit Fluchthintergrund – hat sich das Team von „Real Stade“ vergangenen Sonntag mit knappem Vorsprung durchgesetzt. Organisiert wurde das Turnier vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) in Kooperation mit den evangelisch-lutherischen Kirchenkreisen Buxtehude und Stade und der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe im Landkreis Harburg. Ziel des Turniers war es, Austausch und Miteinander zwischen Einheimischen und Asylbewerbern anzuregen.

    Gefördert wurde das kreisübergreifende Fußballevent von der Stiftung gegen Rassismus, der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover und der Aktion InterAktionSport. Zudem unterstützten das Turnier der Diakonieverband der Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Buxtehude und Stade, der Kreisportbund Stade, der FC Seevetal und die SG Lühe.

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  • 03.09.16 - Bundespräsident Joachim Gauck besucht 'Wir zusammen' Mitglieder

    Bundespräsident Joachim Gauck hat am 2. September 2016 in Essen die Mitglieder von „Wir zusammen“ besucht, um sich über das vorbildliche E ...

    Bundespräsident Joachim Gauck hat am 2. September 2016 in Essen die Mitglieder von „Wir zusammen“ besucht, um sich über das vorbildliche Engagement für die Integration von Flüchtlingen zu informieren. Dazu gehörte auch das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) mit Sitz in Hannover, das sich mit zwei Integrationsprojekten dem Netzwerk angeschlossen hat.

    In seinem Grußwort betonte das Staatsoberhaupt, wie wichtig der große persönliche Einsatz seitens der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter für die Menschen ist, die aktuell in Deutschland Zuflucht suchen. Gleichzeitig appellierte der Bundespräsident an weitere Unternehmen, diesem Beispiel zu folgen und so einen eigenen Beitrag zur erfolgreichen Integration zu leisten. „Wir zusammen“ bündelt seit Februar 2016 die Initiativen von mehr als 100 Unternehmen der deutschen Wirtschaft. Ein Schwerpunkt der Projekte liegt darauf, Zuwanderern durch die Integration in den Arbeitsmarkt eine nachhaltige Perspektive für ihr Leben in Deutschland zu geben. Das BNW hat sich dem Netzwerk „Wir zusammen“ mit gleich zwei Projekten angeschlossen. Auf der Website www.welcome-to-niedersachsen.com finden Asylbewerber Informationen, Tipps und Links zu Themen des privaten und beruflichen Alltags. Außerdem vergibt das BNW in Kooperation mit papagei.com Sprachlernpatenschaften für Flüchtlinge. Das Prinzip: Betriebe aus der Region spenden einen Betrag ihrer Wahl. Das BNW und papagei.com wandeln die Spende in Online-Deutschkurse der Marke BNW Sprachen lernen um und verdoppeln dabei die enge aus eigener Tasche. Rund 500 Flüchtlinge haben so bereits von einem Online-Deutschkurs profitieren können, der ihnen neben sprachlichen Grundlagen auch die deutsche Kultur näherbringt.

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  • 29.08.16 - Doris Schröder-Köpf übernimmt Schirmherrschaft für Migrations-Portal des BNW

    Migranten Starthilfe für ein Leben in Niedersachsen geben – das ist Ziel der Website www.welcome-to-niedersachsen.com, die das Bildungswerk der ...

    Migranten Starthilfe für ein Leben in Niedersachsen geben – das ist Ziel der Website www.welcome-to-niedersachsen.com, die das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) ins Leben gerufen hat. Jetzt hat das Projekt eine promintente Unterstützerin: Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf hat die Schirmherrschaft für das Portal übernommen.

    „Die Website ist für jeden ganz einfach erreichbar und bietet Zuwanderern und Asylsuchenden wichtige Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten für den erfolgreichen Start in Niedersachsen“, sagt die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe. „Damit wird vor allem die Basis für die Teilhabe am Arbeitsmarkt geschaffen.“ Welche Behörde sollte ich als erstes ansteuern? Wird mein Berufsabschluss anerkannt? Wie sieht eine Bewerbung in Deutschland aus? Auf den Seiten des Portals finden Neuzugewanderte hilfreiche Tipps für ein erfolgreiches Ankommen – von der Wohnungssuche über Angebote zum Deutschlernen bis zur Jobsuche. Die Website ist erste Anlaufstelle für Menschen mit Migrationshintergrund, die in Niedersachsen leben, arbeiten, studieren oder sich ausbilden lassen möchten. Und auch für Zuwanderer, die ihren Platz in Niedersachsen schon gefunden haben, bietet die Website Grund für regelmäßige Besuche: Im Blog lesen sie über Erfahrungen von anderen Menschen mit Migrationshintergrund, die mit Augenzwinkern über ihre Erlebnisse berichten. Über die Facebook-Seite des Projekts bleiben Nutzer auf dem Laufenden und können sich mit anderen vernetzen.

    www.welcome-to-niedersachsen.com

    www.facebook.com/welcometoniedersachsen

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  • 16.06.16 - BNW-Projekt hilft Kindern mit Migrations- und Flüchtlingsgeschichte

    Eine neue Sprache lernen – das geht am besten im Austausch mit anderen. Diesem Prinzip folgt die künstlerisch-ästhetischen Sozialarbeit, die das ...

    Eine neue Sprache lernen – das geht am besten im Austausch mit anderen. Diesem Prinzip folgt die künstlerisch-ästhetischen Sozialarbeit, die das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) an der Peter-Ustinov-Schule in Hannover umsetzt. In dem Kunstprojekt bekommen Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 mit Migrations- oder Flüchtlingsgeschichte Raum, sich gestalterisch auszudrücken – und nähern sich im Miteinander der deutschen Sprache und Kultur.

    „Ankommen, Wohlfühlen, Selbstvertrauen gewinnen, Sprachlich vorankommen – darum geht es hauptsächlich in unserem Projekt“, sagt BNW-Projektleiterin Bianca Moskalik. Dafür trifft sie sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Sana Driller, die an der Peter-Ustinov-Schule als interkulturelle Bildungslotsin tätig ist, einmal die Woche mit bis zu zwölf Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf. Fast alle Jungen und Mädchen haben einen Migrationshintergrund, viele sind mit ihren Eltern aus der Heimat geflohen. Ob mit Acrylfarbe, Filzstift oder Kreide: In Bildern drücken die Kinder aus, was in ihnen vorgeht – und reden darüber.

    Kurz vor den Sommerferien stimmen Bianca Moskalik und Sana Driller ihre Schützlinge schon mal auf die freie Zeit ein. „Was machst du in den Ferien?“, fragen sie reihum nach der Begrüßung im Stuhlkreis. „Fußball spielen“, sagt die zwölfjährige Amida. „Tanzen“, meint der elfjährige Waris. „Und spielen.“ Inspiriert von den Antworten geht es dann ran an die Leinwände. Gemalt wird heute mit Acrylfarbe. Die meisten sind mit dem Pinsel schnell dabei.

    „Häufig  gestalten die Kinder Bilder zu ihren Herkunftsländern“ erzählt Bianca Moskalik. „Beliebte Motive sind vor allem die Flaggen der Länder, Landschaften und für die Kinder wichtige Orte, Menschen und Tiere.“ Auch heute ist das Leitthema Ferien schnell vergessen. Neben der englischen Flagge entsteht ein Sonnenuntergang, daneben pinselt die elfjährige Maria ein Haus am See. „Ich brauche hellblau“, ruft sie. „Überleg mal“, fordert sie Bianca Moskalik auf. „Welche Farben brauchst du, um hellblau zu mischen?“

    Das Lernen – der Farblehre genauso wie von Umgangsformen oder neuen Wörtern – passiert im Projekt ganz nebenbei. Nicht nur während der Entstehungsphase hat jeder etwas zu fragen, zu erzählen oder zu kommentieren, auch danach leiten die Bilder direkt über ins Gespräch: „Ist das Bild erst da, möchte man etwas darüber erzählen“, weiß Bianca Moskalik. Und das ist ausdrücklich erwünscht: In Anlehnung an die Motive erklären die Pädagoginnen den Jungen und Mädchen zum Beispiel einzelne Worte und Bedeutungen und machen gegebenenfalls kulturelle Unterschiede deutlich.

    Seit dem Projektstart im Februar 2016 haben sich nicht nur reichlich Bilder angesammelt – auch die ersten Fortschritte sind sichtbar. „Man sieht, dass die Schülerinnen und Schüler mehr aus sich herauskommen und auch sprachlich hat sich schon etwas getan“, sagt Sana Driller. In kleinen Schritten legen die Jungen und Mädchen ihre Schüchternheit ab, entwickeln Selbstbewusstsein und fassen Vertrauen zu anderen. Karin Haller, Schulleiterin der Peter-Ustinov-Schule, ist von der Arbeit des BNW überzeugt: „Seit vielen Jahren arbeiten wir mit dem BNW zusammen und setzen erfolgreich Projekte zur Förderung unserer Schülerinnen und Schüler um. Das Kunstprojekt legt eine wichtige Basis und schlägt eine Brücke zu anschließender Sprachförderung und Berufsorientierung“, sagt Karin Haller. „Da wir ab dem kommenden Schuljahr als Oberschule neben dem Haupt- auch den Realschulabschluss anbieten, schließen Projekte wie die künstlerisch-ästhetische Sozialarbeit eine wichtige Lücke in der Förderkette.“  Bis 2017 soll das Kunstprojekt in jedem Fall fortgesetzt werden.

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  • 06.04.16 - Back 2 Job bereitet Ingenieurinnen auf beruflichen Wiedereinstieg vor

    Ob Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik - Ingenieurinnen und Ingenieure sind gefragt. Doch trotz ihrer hochqualifizierten Ausbildung stellen ...

    Ob Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik - Ingenieurinnen und Ingenieure sind gefragt. Doch trotz ihrer hochqualifizierten Ausbildung  stellen viele Frauen ihre Karriere zugunsten der Familie zurück. Schnelle technische Entwicklungen gestalten den Wiedereinstieg nach der Familienpause dann oft schwierig. Dort setzt das Projekt "Back 2 Job - Ingenieurinnen gesucht" an: Mit der einmaligen Kombination aus betrieblicher Praxis und dem Besuch der Hochschule oder Universität zum Auffrischen des Fachwissens werden Ingenieurinnen umfassend auf die Rückkehr in ihren Beruf vorbereitet.

    Wo stehe ich? Was bringe ich an Kompetenzen und Fachwissen mit? Wo möchte ich beruflich einsteigen? Diese Fragen erarbeiten Expertinnen und Experten mit den Teilnehmerinnen zu Beginn des Projekts in Einzelcoachings. Zur praktischen Qualifizierung geht es anschließend direkt in den Betrieb. Dort haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, betrieblichen Alltag zu erleben, im Team zu arbeiten und als Bewerberin mit ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Unterstützt werden sie in dieser Phase von Mentorinnen und Mentoren aus dem Unternehmen sowie Coaches des BNW. Insgesamt fünf Monate Praxis werden ergänzt durch eine fünfmonatige theoretische Qualifizierungsphase. Als Gasthörerinnen an der Leibniz Universität oder der Hochschule Hannover bringen die Teilnehmerinnen ihr Fachwissen auf den neuesten Stand. Damit schließt ihr Know-how in Bezug auf technische Entwicklungen auf  und erhält durch die Einbindung der jeweiligen Unternehmen einen konkreten Praxisbezug.

    Coaching, Fachpraxis, Wissens-Update: Die Kombination dieser drei Bausteine bietet eine umfassende Begleitung durch alle relevanten Expertinnen und Experten und eine passgenaue Vorbereitung für die Arbeitsaufnahme. Die ersten Teilnehmerinnen sind vom Konzept bereits überzeugt: „Vor allem die Kombination aus betrieblicher  Fachpraxis und universitärer Phase, in der ich mein Fachwissen auffrischen kann, ist besonders reizvoll.  Das ist eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen werde“, sagt die 40-jährige Bauingenieurin Ludmilla Nick. Weitere Interessentinnen sind willkommen.

    Für die Realisierung sorgen starke Partner aus der Fachkräfteallianz Hannover, die ihr spezifisches Know-how einbringen. Dazu gehören die Region Hannover, die Agentur für Arbeit Hannover, das Jobcenter Region Hannover, die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover sowie das Familienmanagement der Landeshauptstadt Hannover. Das Projekt ist eine Initiative der Fachkräfteallianz Hannover  in Kooperation mit der Fachkräfteallianz Leine/Weser und wird mit EU-Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds sowie Mitteln der Region Hannover gefördert. Die Projektleitung liegt beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).

    Das sagen die Projektbeteiligten:

    Sabine Gräßler-Zorn, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Agentur für Arbeit Hannover:

    „Für Ingenieurinnen ist der Wiedereinstieg nach längerer Familienzeit besonders schwierig, weil sich gerade der technische Bereich durch innovative Entwicklungen sehr schnell verändert.  Die Besonderheit des Projekts „Back 2 Job - Ingenieurinnen gesucht“ liegt in der Kombination der betrieblichen Einarbeitung, dem "learning on the job", und dem Besuch von Vorlesungen an der Universität oder Hochschule. Für jede Teilnehmerin wird ein individuelles Curriculum erstellt, das an die technische Entwicklung anknüpft und die Teilnehmerin in ihrem Spezialgebiet wieder fit für den Arbeitsmarkt macht. Im Idealfall erhalten die teilnehmenden Betriebe die qualifizierte und motivierte Fachingenieurin, die sie schon länger gesucht haben.“

    Christiane Finner, Region Hannover Beschäftigungsförderung, Koordinierungsstelle Frau und Beruf:

    „Das Projekt „Back 2 Job“ ist einerseits sehr schön „maßgeschneidert“ für die Zielgruppe der Ingenieurinnen nach einer Familienphase. Das beginnt bei der Erarbeitung einer individuellen Bewerbungsstrategie, setzt sich fort im individuellen Coaching und einem individuell zugeschnittenen fachlichen Update, durch die Teilnahme an Vorlesungen und Seminaren an der Leibniz Universität und der Hochschule Hannover. Andererseits wird möglichst frühzeitig genauso „passgenau“ ein Unternehmen bzw. eine potenzielle Arbeitgeberin oder ein potenzieller Arbeitgeber im Rahmen des Projekts gesucht. In einer fünfmonatigen Praxisphase werden die Wiedereinsteigerinnen durch eine Mentorin oder einen Mentor begleitet, erarbeiten und präsentieren ein praxisnahes Projekt im Rahmen des Hochschulsemesters. Flankiert wird das Projekt auch durch sogenannte Werkstattgespräche mit Wiedereinsteigerinnen und Personalverantwortlichen, die Themen wie Diversity, Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufgreifen.“

    Brigitte Just, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte, Hochschule Hannover:

    „Mit diesem Projekt, in dem die Verknüpfung von Theorie und Praxis, von Hochschule und Unternehmen mit den Erfahrungen der Frauen erfolgt, können wir gleichzeitig zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen und den Frauen neue Perspektiven geben.“

    Prof. Dr.-Ing. Birgit Glasmacher, Direktorin des Instituts für Mehrphasenprozesse, Leibniz Universität Hannover:

    „Wir freuen uns, an der Leibniz Universität mit den Ingenieurinnen ein individuelles und damit passgenaues Lehrprogramm zusammenzustellen.“

    Bärbel Kuhlmey, Familienmanagerin Landeshauptstadt Hannover:

    „Männer und Frauen möchten sich in ihren Job engagieren und sich um ihre Familien kümmern – und  sie möchten ein Privatleben, das zu ihnen passt.  „Back 2 Job“  bietet Ingenieurinnen die Möglichkeiten, an ihren Berufsabschlüssen anzuschließen, ihre Kompetenzen zu reflektieren und zu qualifizieren. Zugleich können sie das Angebot nutzen, um sich mit den modernen Anforderungen des Berufsfeldes und den Optionen für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Unternehmen aktiv auseinanderzusetzen.“ 

    Marion Windisch, Projektleiterin „Back 2 Job – Ingenieurinnen gesucht!“ beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW):

    „Unser Projekt „Back 2 Job“ unterstützt die Frauen bei ihrem ganz persönlichen Wiedereinstieg in den Beruf. In Gesprächen mit potentiellen Teilnehmerinnen wurde sehr deutlich, wie sehr die Frauen die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten schätzen, sich passgenau zu ihrem Werdegang coachen zu lassen und gemeinsam eine effektive Bewerbungsstrategie zu entwickeln. Wir bieten optimale Rahmenbedingungen zur Planung der eigenen Karriere und zum Wiedereinstieg in den Beruf.“

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  • 15.02.16 - BNW startet Alphabetisierungskurs für Flüchtlinge und Migranten in Garbsen

    Deutschlernen – das ist für Flüchtlinge und Migranten der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Integration. Eine Hürde für viele Neuankömmlinge au ...

    Deutschlernen – das ist für Flüchtlinge und Migranten der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Integration. Eine Hürde für viele Neuankömmlinge aus dem arabischen Raum ist dabei das lateinische Alphabet: Sie müssen die für sie fremde Schrift erst lesen und schreiben lernen. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) bietet in Garbsen daher erstmals Alphabetisierungskurse für Migranten an. Die Nachfrage ist hoch: Der erste Kurs mit Start am 15. Februar ist komplett ausgebucht.

    In dem neunmonatigen Kurs erlernen die Teilnehmer Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Sprechen der deutschen Sprache. In alltagsnahen Übungen werden sie an Redewendungen und  Vokabeln herangeführt, die sie schnell im Alltag anwenden können. Auch Grundlagen der deutschen Geschichte und Kultur stehen auf dem Lehrplan. Der Kurs, der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert wird, ist eine Erweiterung des Integrationskurses. Dieser ist für die  meisten Migranten in Deutschland verpflichtend, um sprachliche und kulturelle Grundlagen zu erlernen. „Wir haben in Garbsen schon vorher Integrationskurse angeboten“, berichtet Cornelia Springfeld, Geschäftsstellenleiterin der BNW-Standorte Garbsen, Wennigsen und Hamburger Allee. „Dabei hat sich gezeigt, dass einige Teilnehmer überfordert waren, da sie die lateinische Schrift nicht beherrschten. Lese- und Schreibübungen waren mit ihnen zunächst gar nicht möglich. Darauf haben wir reagiert.“ In Absprache mit dem BAMF hat sie das Angebot an den Bedarf vor Ort angepasst. Mit Erfolg: Mit 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der erste Kurs bereits ausgelastet. Bei der Mehrheit handelt es sich um Asylbewerber aus dem arabischsprachigen Raum. Cornelia Springfeld führt jetzt Wartelisten für kommende Kurse. „Derzeit ist die Zahl der jugendlichen Asylbewerber in Garbsen relativ hoch“, sagt Cornelia Springfeld. „Perspektivisch wollen wir daher speziell Kurse für diese Zielgruppe anbieten, um ihnen das Leben und Arbeiten in der Region zu erleichtern.“

    Informationen und Anmeldung: Cornelia Springfeld,  Tel.: 05131 5039919, cornelia.springfeld@bnw.de

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