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Pressemitteilungen

  • 18.09.2019 - "Das Anlagevermögen der Zukunft sind die Fähigkeiten der Beschäftigten"

    Hannover, 18.09.2019. Digitaler Strukturwandel verändert berufliche Bildung in Niedersachsen: Erwachsenen- und Weiterbildung wird zunehmend wichtiger für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes.

    Hannover, 18. September 2019. Zur langfristigen Sicherung des Wirtschaftsstandortes müssen in Niedersachsen entscheidende
    Schritte erfolgen, um berufliche Bildung stärker in den Arbeitskontext zu bringen. 130 Experten aus Politik, Wissenschaft, beruflicher Bildung und betrieblicher Praxis sprachen am Mittwoch anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) über Lösungen.

    In Zeiten des digitalen Strukturwandels und damit der Notwendigkeit, sich flexibel und kontinuierlich weiterzuentwickeln, wird die Erwachsenen- und Weiterbildung immer wichtiger für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Niedersachsen. Künftig müssen wir verstärkt auf individuelle Qualifizierung und gezielte Formate setzen. Für ein betriebsnahes Lernen sorgen Bildungsträger wie das BNW“, sagte Dr. Sabine Johannsen, Niedersächsische Staatssekretärin für Wissenschaft und Kultur.

    Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung: „Es geht um nichts Geringeres als acht Millionen Niedersachsen in die Digitalisierung mitzunehmen und große Teile der beschäftigten Bevölkerung zu qualifizieren, um sie auf die Aufgaben der Zukunft vorzubereiten.“ Denn mit der Anzahl technischer Möglichkeiten steige nicht automatisch die Anzahl menschlicher Fähigkeiten, so Lohmann weiter: „Teilhabe am Arbeitsmarkt und damit gesellschaftliche Teilhabe braucht berufliche Bildung, damit Beschäftigte mit dem aktuellen Stand der Technik Schritt halten. Genauso wichtig für eine starke Wirtschaft und Gesellschaft ist jedoch die digitale Souveränität von Menschen. Diese wird erreicht, wenn menschliche Fähigkeiten so ausgebaut werden, dass sie die technischen Möglichkeiten selbstbestimmt und eigenverantwortlich nutzen und weiterentwickeln können.“

    Wie eine souveräne digitale Bildung in Unternehmen gelingen kann, darüber sprach die geschäftsführende Leiterin des Forschungsinstituts Bildung Digital der Universität des Saarlandes, Prof. Dr. Julia Knopf. Sie verdeutlichte, dass es nicht ausreiche, in der Firma einfach nur ein E-Learning-Tool einzuführen, zumal die meisten eine Qualitätssicherung vermissen ließen. „Mit der Denkweise, Lerninhalte zu nehmen und aus ihnen eine Art Super Mario-Videospiel zu machen, stoßen Unternehmen schnell wieder an ihre Grenzen. Der Schlüssel zu sinnvollem Lernen liegt vielmehr in der Verbindung von drei Dimensionen: Lerninhalte, didaktische Methoden und Technologie.“ Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen größeren aber auch kleineren Unternehmen präsentierte Prof. Knopf Lösungen für die Herausforderung, branchen- und fachspezifische Weiterbildungsangebote mit digitalen Medien zu entwickeln. Allen Fallbeispielen gemeinsam war die Interaktivität. Sie ermöglicht Beschäftigten aus den Unternehmen eine Mitgestaltung des Lernens. Damit erhöhen sich Qualität und Tempo des Lernprojekts gleichermaßen.

    Nicht unbeachtet ließ Prof. Knopf die Skepsis in Wirtschaft und Gesellschaft, wenn es um Veränderung und damit auch digitale Bildung geht. Finanzielle und strukturelle Hürden beschrieben aus niedersächsischer Sicht Prof. Dr. Gerhard Wegner, Vorsitzender des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung e.V., und Fritz Kelle, Leiter Personalwesen und Administration der hannoverschen VSM AG. Kelle bekräftigte, dass berufliche Bildung Unternehmensaufgabe sei und jede Firma in Niedersachsen sich mit individuellen Problemstellungen im digitalen Wandel auseinandersetzt. „Aus meiner Sicht sind Pioniere in den Unternehmen wichtig, die sich das Thema lebensbegleitendes Lernen zu eigen machen und es intern vorantreiben“, sagte der Mitbegründer und langjährige Vorstand des hannoverschen Unternehmensnetzwerks ZUKUNFTINC. An die Politik gewandt ließ Kelle verlauten: „Um dem Wettbewerbsdruck gewachsen zu sein, sind mehr
    als die vorhandenen Fördermaßnahmen nötig.“

    Fazit der BNW-Veranstaltung „Zukunft der beruflichen Bildung – Anforderungen, Chancen, Strukturen“: Nur, wenn die Möglichkeiten der Informationstechnologie, der künstlichen Intelligenz und das menschliche Können Hand in Hand gehen, wird die Digitalisierung Niedersachsens
    Wirtschaft vorteilhaft verändern. Es sind und bleiben die Menschen, welche die Roboter steuern und technische Systeme kreativ weiterentwickeln. Eine moderne Kombination aus Informatik und Didaktik hilft Beschäftigten, genau dafür fit zu sein. Bildungsunternehmen wie das BNW stellen den
    Menschen in den Mittelpunkt beruflicher Bildung, um Beschäftigte zu selbstorganisierter Handlungsfähigkeit in fachlichen sowie überfachlichen Aufgaben zu führen.

    Aber Selbstorganisation muss auch unterstützt werden: durch die Politik
    und ihre Möglichkeiten der Förderung, durch die Unternehmen und ihre
    Bereitschaft, in betriebsnahe Weiterbildung zu investieren und durch das
    Netzwerk niedersächsischer Arbeitsmarktakteure, die dafür sorgen, das Zitat von
    John. F. Kennedy in den Köpfen zu verankern: „Es gibt
    nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“

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    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
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  • 16.05.2019 - Beschäftigung sichern durch arbeitsplatzorientierte Grundbildung

    Hannover, 16.05.2019. Experten sehen in Grundbildung ein wichtiges Instrument für die betriebliche Qualifizierung von an- und ungelernten Mitarbeitern.

    Hannover, 16. Mai 2019. Bei der „AlphaGrund-Fachtagung“ des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) und weiteren Kooperationspartnern diskutierten rund 60 Teilnehmer aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft über arbeitsplatzorientierte Grundbildung als Instrument für eine flexible Personalentwicklung. Spezifische Weiterbildungsangebote sollen die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern in Zeiten des digitalen Strukturwandels sichern.

    Laut der aktuell vorgestellten Grundbildungsstudie „LEO 2018 - Leben mit geringer Literalität“ auf der Jahreskonferenz der AlphaDekade 2019 können 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland nicht richtig lesen und schreiben. Hinzu kommt, dass 62 Prozent der Betroffenen erwerbstätig sind. Trotz einer Verbesserung zur ersten Erhebung 2010 erfordern die Zahlen weiteres Engagement: Grundbildungs-angebote sollen ausgebaut werden, um die beruflichen Chancen von Menschen mit geringer Literalität zu erhöhen.

    Arbeitsplatzorientierte Grundbildung ermöglicht eine individuelle Verbesserung von grundlegenden Fähigkeiten, etwa Lesen und Schreiben oder technischen Fertigkeiten. „Im Mittelpunkt steht der schnelle Transfer des neu erworbenen Wissens in die Arbeitsabläufe der regionalen Wirtschafts-betriebe“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft: „Durch die Vermittlung grundlegender Kompetenzen und durch das Lernen nah am Arbeitsplatz werden Unternehmen an der Basis gestärkt. Das sorgt für zukunftsfähige Wirtschaftsstandorte im Rahmen des digitalen Strukturwandels.“

    Prof. Dr. Axel Plünnecke, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., ist von dem Ansatz überzeugt: „Entwicklungen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie in der Arbeitswelt veranlassen Unternehmen zunehmend, Grundbildungsangebote in das betriebliche Weiterbildungsportfolio aufzunehmen. Gleichzeitig wird Grundbildung immer wichtiger für die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen sowie als Basis für den Bildungsaufstieg. Der Vorteil der arbeitsplatzbezogenen Grundbildung von AlphaGrund und BNW liegt in der praxisbezogenen Umsetzung und Weiterentwicklung im jeweiligen Unternehmen.“

    Katrin Schwager, stellvertretende Leiterin des Personal- und Sozialwesens der Bedford GmbH + Co. KG, verdeutlicht den Bedarf am Beispiel der Fleischwarenindustrie: „In unserer Branche werden die Anforderungen immer spezifischer, beispielsweise in der Qualitätssicherung. Hier erhöht sich entsprechend der Bedarf an Qualifizierung für unsere Mitarbeiter. Hinzu kommt, dass immer mehr Maschinen bedient werden müssen, für die technische Grundkenntnisse erforderlich sind.“

    Das Projekt „AlphaGrund - Grundbildung für den Arbeitsplatz“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der AlphaDekade 2016 – 2026.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

     

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    AlphaGrund-Fachtagung 2019

  • 29.04.2019 - Im Spiel zum Unternehmer werden

    Langwedel, 29. April 2019. Auszubildende der Firma Deutsche Tiernahrung sind Sieger beim Wirtschaftsplanspiel "Playbizz"

    Langwedel, 29. April 2019.

     Langwedel, 29. April 2019. Bei der Landesendrunde des Wirtschaftsplanspiels „Playbizz“ ist das Auszubildenden-Team der Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG aus Düsseldorf  als Sieger hervorgegangen. Mit dem Landessieg haben sich die Auszubildenden des Herstellers für Mischfutter zugleich für das Bundesfinale qualifiziert, das im Juni stattfindet.

    „Wir freuen uns über das hervorragende Abschneiden unserer Auszubildenden – sie waren mit großer Ernsthaftigkeit und Begeisterung bei der Sache. Mit 'Playbizz' bringen wir ein Case-Study-Element in unsere Ausbildung ein. Das internetbasierte Format kommt bei den Azubis gut an, online fühlen sie sich zu Hause “, sagt Ulrich Arning, Geschäftsführer der Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG. Fünf von insgesamt 42 Teams aus Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen hatten es in die Endrunde geschafft, die am 27. Mai auf Schloss Etelsen bei Bremen stattfand. Auf dem zweiten Platz landete das Team der ArcelorMittal Bremen GmbH, Dritter wurde die Kinnasand GmbH (Westerstede). Die Firma H. Kemper GmbH & Co. KG (Nortrup/Osnabrück) belegte den vierten und die Georg Schünemann GmbH (Bremen) den fünften Platz.

    Spielerisch zum Unternehmer werden

    Das Wirtschaftsplanspiel „Playbizz“ gibt es seit dem Jahr 2010 bundesweit. Es ist ein Angebot der Bildungswerke der Wirtschaft, in Niedersachsen des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) – in Kooperation mit Arbeitgeberverbänden. Auszubildende schlüpfen dabei in die Rolle von Managern, um unternehmerische Entscheidungen zu treffen – etwa zu Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Personal und Finanzen. Alles wie in einem „richtigen“ Unternehmen.

    Das digitale Lernformat kommt bei den Jugendlichen gut an. Denn „Playbizz“ ist ein sogenanntes Fernplanspiel, es verbindet die Auszubildenden online miteinander. Die teilnehmenden Teams erhalten ein Handbuch und Zugangsdaten zur Website des Online-Planspiels. Auf der virtuellen Oberfläche erarbeiten sie Entscheidungen, die sie virtuell an die Spielleitung senden. „Rückläufige Bewerberzahlen führen dazu, dass die regionalen Unternehmen dringend Nachwuchs für die Azubi-Stellen suchen. Spielerische Ansätze wie eine Juniorfirma erhöhen das Interesse für unternehmerisches Denken und sind geeignet, insgesamt die Attraktivität der Ausbildung zu erhöhen“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Den diesjährigen Siegern gratulieren wir sehr herzlich!“

    Das Wirtschaftsplanspiel bezieht alle Geschäftsbereiche mit ein und fördert so ein übergreifendes Verständnis für betriebliche Zusammenhänge. Es setzt auch bewusst auf ein neues Lernformat mit dem Ziel, die Ausbildung aufzuwerten und dadurch attraktiver zu machen. Bestenfalls wird über „Playbizz“ nicht nur Einblick gewährt in unternehmerisches Denken und Handeln, sondern darüber hinaus Interesse geweckt an beruflich-unternehmerischen Perspektiven.

    Offen für Azubis aller Richtungen

    „Playbizz“ steht Auszubildenden aller Ausbildungsrichtungen offen und wendet sich gleichermaßen an gewerblich-technische und kaufmännische Berufseinsteiger. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen abseits der Ballungszentren bietet sich mit „Playbizz“ die Chance, einen besonderen Akzent zu setzen, mit dem sie sich von anderen regionalen Mitbewerbern positiv abheben.

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  • 22.03.2019 - Stellungnahme des BNW zur Online-Petition "Berufseinstiegsbegleitung an niedersächsischen Schulen fortsetzen"

    Zur Stellungnahme >

    Hannover, 22.03.2019

     Stellungnahme des BNW zur Online-Petition "Berufseinstiegsbegleitung an niedersächsischen Schulen fortsetzen"

    Die Online-Petition vom 21.02.2019, mit der sich für die Fortführung der Bildungsmaßnahme „Berufseinstiegsbegleitung“ eingesetzt wird, wurde von einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter des BNW als Privatperson initiiert. Es handelt sich nicht um eine BNW-Petition.

     

    Das BNW als von Arbeitgeber- und Unternehmensverbänden getragenem Bildungswerk führt einen stetigen gesellschaftlichen Dialog zur Begleitung des Berufseinstiegs von Schülerinnen und Schülern.  Vor dem Hintergrund offener Ausbildungsplätze auf der einen Seite und jungen Bewerbern, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, auf der anderen Seite weisen wir regelmäßig auf die hohe gesellschaftliche Relevanz einer guten Berufsorientierung und Begleitung in den Schulen hin.

    Die Arbeit der derzeit rund 200 Berufseinstiegsbegleiter des BNW an 130 Schulen in ganz Niedersachsen trägt in entscheidendem Maße dazu bei.

     

    Die Entscheidung, ob eine solche, üblicherweise zeitlich begrenzte Maßnahme fortgeführt wird, liegt aber bei den politischen Leistungsträgern als finanzielle Förderer.

  • 13.11.2018 - 94 Prozent der Unternehmen wollen ,lebensbegleitendes Lernen' doch der Rückstand ist noch groß

    Hannover, 13.11.2018. Berufliche Weiterbildung ist für eine sich rasant weiterentwickelnde Industrie- und Informationsgesellschaft essenziell - und sollte ganz oben auf der Agenda stehen.

     Hannover, 13.11.2018. Berufliche Weiterbildung ist für eine sich rasant weiterentwickelnde Industrie- und Informationsgesellschaft essenziell – und sollte ganz oben auf der Agenda stehen. In den Unternehmen klaffen jedoch Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Dies ist das Ergebnis einer Befragung unter 205 Unternehmern und Personalverantwortlichen, die das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) vom 25. April bis 10. September durchgeführt hat.


    So sind 94 Prozent der Befragten der Ansicht, dass es in jedem Unternehmen eine „ausgeprägte Lernkultur“ geben sollte. Vier von fünf Unternehmens-verantwortlichen sind zudem überzeugt, dass kontinuierliche betriebliche Weiterbildung die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und ein wirksames Instru-ment zur Mitarbeiterbindung darstellt. Jedoch hapert es an der Umsetzung:
    Denn 56 Prozent geben an, für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter noch nicht genug zu tun.

    „Die Zahlen belegen, in welch hohem Maße die Anstrengungen noch ver-stärkt werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu
    sichern“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungs-werks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). „Auch im digitalen Zeitalter bleibt der Mensch mit seinen Kompetenzen der relevante Wirtschaftsfaktor. Der Weiterentwicklung der Mitarbeiter kommt in Zukunft sogar eine noch bedeutendere Rolle zu. Gefragt ist eine neue Lernkultur, bei der Lernen und Arbeiten selbstverständlich ineinandergreifen.“

    Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Nieder-sachsen e.V. (UVN) ergänzt: „Unternehmen wissen sehr genau, dass sie den Herausforderungen des digitalen Wandels deutlich besser begegnen können, wenn sie ihre Mitarbeiter weiterentwickeln. Um dem Fachkräftemangel ent-gegenzuwirken, investieren sie umfassend in die Fortbildung ihrer Mitarbei-ter. Dabei dürfen sie nicht alleingelassen werden: Politik muss auch die Unternehmen bei der Weiterbildung unterstützen.“

    Staat soll sich an den Kosten beteiligen

    Um Anspruch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen, sehen die befragten Unternehmer und Personalverantwortlichen staatlich unterstützte Fortbil-dungsfreistellungen als wichtige Option an (51 Prozent). Mehr „Training on the Job“, zum Beispiel Teilqualifizierung, Webinare, Förderkreise und Hospi-tationen, führe ebenfalls zum Ziel (47 Prozent). 33 Prozent setzen zudem
    auf externe Beratung, 32 Prozent auf den Erfahrungsaustausch mit anderen
    Unternehmen. Eine strategische Weiterbildungsplanung erachten hingegen nur 23 Prozent für notwendig.

    Aktuell investieren 59 Prozent der Unternehmen im Durchschnitt maximal 1.000 Euro je Mitarbeiter und Jahr in die betriebliche Weiterbildung. Lehr-gänge bei externen Bildungsanbietern sind dabei die häufigste Form (57 Prozent), gefolgt von Inhouse-Seminaren und -Workshops sowie „Training on the Job“ (Einarbeitung und Training) mit 52 beziehungsweise 51 Prozent.

    Den höchsten Weiterbildungsbedarf sehen die Befragten bei berufsspezi-fischen Fachkompetenzen (63 Prozent) sowie bei Digitalisierungsprozessen und neuen Technologien (60 Prozent). Weit abgeschlagen ist das Interesse an Fremdsprachen und an interkulturellen Kompetenzen (17 beziehungs-weise 20 Prozent).

    Bei externen Bildungspartnern kommt es den Befragten neben einer kompe-tenten Beratung insbesondere auf die Praxisnähe sowie auf die Qualität an (jeweils 83 Prozent). Diese Komponenten sollten in einem ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis (76 Prozent) stehen.

    Neue Lernkultur ist schon im Entstehen

    Um Mitarbeiter zur Weiterbildung zu motivieren, beteiligen sich 49 Prozent der Unternehmen an den Kosten für Kurse, Fahrten, Prüfungen und Lern-mittel. Viele stellen außerdem bezahlt von der Arbeit frei (42 Prozent) oder erlauben das Lernen während der Arbeitszeit, wenn die Arbeitsauslastung
    dies zulässt (40 Prozent).

    Doch auch die Mitarbeiter sind gefragt, betont Tobias Lohmann: „Weiterbil-dung im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens ist ein stetiger strategischer Prozess. Hier kommt es insbesondere auf die Eigenverantwortung und -initiative jedes Einzelnen an, sich stärker als bisher in die eigene Weiterbil-dung einzubringen.“

     

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    Lebensbegleitendes Lernen

  • 25.06.2018 - Erfolgreicher Abschluss: Mit 'Back2Job' gelingt weiblichen MINT-Fachkräften der Wiedereinstieg ins Berufsleben

    Hannover, 25. Juni 2018. Der zweite Projektdurchlauf von Back2Job fand heute einen erfolgreichen Abschluss.

    Hannover, 25. Juni 2018.

     Hannover, 25. Juni 2018. Der zweite Projektdurchlauf von „Back2Job“ fand heute einen erfolgreichen Abschluss. Seit Anfang Juli 2017 begleitete das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) 24 Teilnehmerinnen im Alter von 27 bis 47 Jahren aus 15 Ländern nach Elternzeit und Familienphase beim Wiedereinstieg in ihren Ursprungsberuf. Bei der Abschlussveranstaltung feierten 92 Gäste, darunter Teilnehmerinnen, Projektpartnerinnen, Partner und Förderer, die jüngsten Erfolge.

    Hervorragende Bilanz – Sieben Frauen starteten vorzeitig in ein Arbeitsverhältnis

    Bis dato haben bereits über 50 Prozent der Frauen eine Wiedereinstellung erreicht – sieben Teilnehmerinnen sind in einem festen Arbeitsverhältnis, vier weitere starten bis zum 1. Juli in ihren neuen Job. Die anderen Frauen befinden sich unter anderem in Vertragsverhandlungen oder im Praktikum. Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW, erklärt den Projekterfolg: „Das Besondere an dem Projekt ‚Back2Job‘ ist die Kombination aus betrieblichen Praktika und theoretischer Wissensvermittlung. So gelingt es, die Potenziale der Frauen gezielt zu stärken, sie auf den neusten Stand der Technik zu bringen und sie in kürzester Zeit mit aktuellen Kenntnissen zurück in den Job zu vermitteln. Davon profitieren Teilnehmerinnen, Partnerunternehmen und letztlich die niedersächsische Wirtschaft – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

    „Back2Job“ sichert der Region Hannover weibliche Fachkräfte

    Ebenso stolz auf den zweiten großen Projekterfolg zeigt sich Ute Stahlmann, Abteilungsleiterin Wirtschaftsordnung und Arbeitsmarkt, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung: „In Niedersachsen ist der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im MINT-Bereich besonders groß. Da liegt es nahe, das bereits vorhandene Potenzial der Frauen für genau diese Berufe zu nutzen.“ Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, ergänzt: „Das Projekt ‚Back2Job‘ trägt dazu bei, dass hochqualifizierte Frauen nach einer Familienphase schnell wieder in den Beruf zurückfinden. Eine stärkere Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt und bessere Aufstiegschancen für Frauen in Unternehmen sind zentrale Hebel gegen den Fachkräftemangel. Daher hat die Fachkräfteallianz Hannover auch den zweiten Durchgang des Projekts gern unterstützt.“

    Mit der Verknüpfung von Praxis und Theorie an frühere Erfolge anknüpfen

    Neue Technologien und kurze Innovationszyklen erschweren den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen nach langer Familienpause. Das erlebte auch Lisa-Marie Pudrycki, die während des Studiums Kinder bekam und vergangenes Jahr ohne Berufserfahrung in den Beruf einsteigen wollte: „Da ich örtlich gebunden bin, war es für mich schwierig, passende Stellen zu finden – insbesondere deshalb, weil die Stellen in der Biotechnologie für Hochschulabsolventen rar sind. Daher freue ich mich, dass ich an dem Projekt teilnehmen durfte. Mir hätte nichts Besseres passieren können.“ Seit dem 18. Juni hat sie über den Dienstleister Hays eine Festanstellung bei einem weltweit operierenden Pharmaunternehmen in der Biotechnologie.

    Teilnehmerin Nadezda Melekhova betont, dass Back2Job ihr geholfen habe, im Bewerbungsverfahren selbstbewusster und motivierter aufzutreten. „In der Coachingphase beim BNW habe ich zudem gelernt, alles unter einen Hut zu bringen – Vorlesungen, Sprachkurse, Haushalt, Familie und Beruf“, so
    die studierte Maschinenbauingenieurin aus Russland. Nach einem Praktikum bei TÜV Nord, das ihr unter anderem geholfen hat, die deutsche Arbeitskultur kennenzulernen, winkt ihr nun ein Vorstellungsgespräch.

    Über „Back2Job“

    Das Projekt „Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!“ wurde in der Region Hannover 2016 ins Leben gerufen und zielt darauf ab, Frauen mit Fachkenntnissen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft
    und Technik, den so genannten MINT-Berufen, nach einer beruflichen Auszeit beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu begleiten. Kurze Innovationszyklen erschweren in MINT-Berufen die Rückkehr ins Arbeitsleben. Speziell für Frauen nach einer – meist familienbedingten – beruflichen Auszeit führt das
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) im Auftrag der Fachkräfteallianz daher das Projekt „Back2Job“ bereits im zweiten Durchlauf erfolgreich durch. Im Vordergrund stehen betriebliche Praktika („Training on the Job“) in Kombination mit einer Erweiterung und Auffrischung des Fachwissens an der Leibniz Universität Hannover und der Hochschule Hannover.

    Das Projekt kommt nicht nur wiedereinstiegswilligen Frauen zugute – „Back2Job“stärkt auch die Region als Wirtschaftsstandort, indem es Fachkräftepotenziale erschließt. Finanziert wird „Back2Job“ vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie von der Region Hannover, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter. „Back2Job“ überzeugte auch die Europäische Union und gelangte 2017 unter die fünf Finalisten in der Kategorie „Empowerment und aktive Teilhabe von Frauen“ des von der EU ausgelobten „RegioStars Award“. Mit der Auszeichnung ehrt die Europäische Union jährlich innovative EU-Projekte auf lokaler Ebene, die als Inspiration für andere Regionen dienen können.

    Ansprechpartnerin für „Back2Job“:

    Ayten Berse
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW)
    Hamburger Allee 12-16
    30161 Hannover
    Tel: (0511) 36717610
    E-Mail: ayten.berse@bnw.de

    Über das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW)

    Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) ist ein Bildungsunternehmen, das Wirtschaft versteht und mit seinen zukunftsorientierten Lernlösungen einen wichtigen Beitrag für die Standortsicherung Niedersachsens leistet. Seit fast 50 Jahren ist das BNW der Partner für Lern- und Entwicklungsprozesse. Jedes Jahr begleiten wir über 52.000 Menschen dabei, ihre beruflichen Chancen zu erkennen und ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Mit seinen 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 57 Standorten steht das BNW für Verlässlichkeit und agiert ebenso vorausschauend wie schnell und flexibel.

    Pressekontakt:

    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
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    Maike Körber
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    Tel.: (0511) 961 67 97
    E-Mail: maike.koerber@bnw.de
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    Teilnehmer*innen der Abschlussveranstaltung Back2Job

  • 16.03.2018 - Unterstützung 'aus einer Hand' erleichtert die Integration

    Für Menschen aus anderen Ländern ist es oft schwierig, sich im ungewohnten deutschen Bildungs- und Sozialsystem zurechtzufinden. Besonders dann, wenn ...

    Für Menschen aus anderen Ländern ist es oft schwierig, sich im ungewohnten deutschen Bildungs- und Sozialsystem zurechtzufinden. Besonders dann, wenn sie keine oder nur geringe Sprachkenntnisse haben. Auch der Kontakt zu Behörden ist deshalb häufig mit Hürden verbunden. Die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ unterstützt Migranten und Geflüchtete, die vom Jobcenter Region Hannover Leistungen beziehen, schneller auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Damit das gelingt, sind Mitarbeiter des Jobcenters in das Team vor Ort integriert.

    „Alles aus einer Hand“ richtet sich an anerkannte Flüchtlinge und Menschen, die aus anderen Ländern in die Region Hannover gezogen sind und einen Integrationskurs belegen. Ebenso können aber auch Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen, die schon länger in Deutschland leben. Voraussetzung ist, dass das Jobcenter bei ihnen einen besonderen Unterstützungsbedarf bei der Integration in den Arbeitsmarkt festgestellt hat. Der Integrationskurs bleibt der zentrale Pfeiler bei der Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft. Die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ ergänzt die Integrationskurse um wichtige Bausteine zur Integration in den Arbeitsmarkt. Damit die Teilnehmer parallel zu „Alles aus einer Hand“ einen Integrationskurs besuchen oder einer Nebenbeschäftigung nachgehen können, ist die Maßnahme grundsätzlich in Teilzeit möglich.

    Träger der Maßnahme ist das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH (BNW) in einer Bietergemeinschaft mit dem Berufsfortbildungswerk Gemeinnützige Einrichtung des DGB (bfw) und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen e.V. Die Job-Coaches des Trägers bilden gemeinsam mit den Sozialpädagogen und vier Mitarbeitern des Jobcenters ein Team. „Deshalb haben wir  die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ genannt“, erklärt Dietmar  Langer, Mitglied  der  Geschäftsführung  des  Jobcenters  Region Hannover.  „Indem  wir  die wichtigsten Ansprechpartner direkt vor Ort haben, können wir auf die Situation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell und sehr individuell eingehen, Fragen klären und weitere Schritte vorbereiten.“

    „Die Integration von Geflüchteten in Arbeit zählt zu den großen Veränderungsprozessen innerhalb von Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Hier müssen alle Partner an einem Strang ziehen. Wir haben als arbeitgebergetragenes Bildungswerk dafür schon 2016 die Sozialpartnerinitiative IntegrationS mit ins Leben gerufen. Alles aus einer Hand ist das dritte große Projekt dieses bundesweit einmaligen Verbunds. Das Zwei-Stufen-Modell aus Kompetenzfeststellung und Qualifizierung bereitet die Teilnehmer bestmöglich auf die Anforderungen in der Arbeitswelt vor.“ Die Maßnahme beginnt mit der fünftägigen „Clearing“-Phase. In dieser Woche wird festgestellt, über welche beruflichen Erfahrungen die Teilnehmer verfügen, und es wird das Sprachniveau mittels Test eingestuft. In der anschließenden „Aktivierungs-Phase“ erhalten die Teilnehmer dann Berufskunde, wobei viel Wert auf die Praxis gelegt wird. In sechs Fachbereichen können sie geschult und qualifiziert werden, darunter Friseur und Kosmetik, Pflege sowie Metall und Holz. Weitere Inhalte sind Bewerbungsstrategien, Gesundheitsthemen und berufsbezogene Sprachkenntnisse. Wenn möglich, sollen die Teilnehmer auch Praktika in Betrieben absolvieren.

    Die Dauer der zweiten Phase ist abhängig vom individuellen Stand der Teilnehmer. In der Regel ist eine Teilnahme von sechs bis zwölf Monaten vorgesehen. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, begrüßt das Konzept von „Alles aus einer Hand“: „Die Arbeitsmarktintegration ist neben dem Spracherwerb eine ganz entscheidende Wegmarke für die zu uns geflüchteten Menschen, um auch mit dem Herzen Teil unserer Gesellschaft zu werden. Arbeit dient nicht nur dem Broterwerb, sondern ist sinnstiftend, verleiht Identität und verschafft den Menschen ein Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft“, sagt sie. „Von daher greift die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ des Jobcenter Region Hannover genau an der richtigen Stelle.“ 

    Doris Schröder-Köpf hat angekündigt, die Maßnahme zu besuchen, um sich persönlich über das Konzept zu informieren.

     

    PK Alles aus einer Hand

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