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Archiv (Pressemitteilungen)

2019

  • 06.11.2019 - "Teilqualifizierung zur Fachkräftegewinnung nutzen"

    Hannover, 06.11.2019. Qualifizierte Fachkräfte sind in einer Zeit des rasanten technologischen Fortschritts ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Doch in den unterschiedlichsten Branchen wird seit Jahren ein umfassender Fachkräftemangel beklagt. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf Teilqualifizierungen als effizientes und schnelles Instrument zur Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter.

    Hannover, 6. November 2019. Qualifizierte Fachkräfte sind in einer Zeit des rasanten technologischen Fortschritts und der zunehmenden Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Doch in den unterschiedlichsten Branchen wird ein umfassender Fachkräftemangel beklagt. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf Teilqualifizierungen als effizientes und schnelles Instrument zur Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter.

    Statt auf dem Markt nach neuen Fachkräften zu suchen, lohnt es sich für Unternehmen zunehmend, ihren Blick und ihre Bemühungen nach innen zu richten. Das größte Potenzial steckt in den eigenen Mitarbeitern.

    Copyright (C) Getty Images

    Matthias Böttjer, Ausbilder Produktion bei der Buss Fertiggerichte GmbH aus Ottersberg bei Bremen ist regelmäßig auf Ausbildungsmessen unterwegs und leistet Überzeugungsarbeit bei den Jugendlichen. „Jedes Jahr wird es schwieriger, Schüler für eine Ausbildung in der Produktion zu begeistern“, sagt er und ergänzt: „Deswegen suchten wir schon lange nach einem geeigneten Qualifizierungskonzept für unsere bestehenden Mitarbeiter.“

    Inzwischen setzt die Buss Fertiggerichte GmbH auf Teilqualifizierungen als effizientes und schnelles Instrument zur Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter. Drei ungelernte Mitarbeiter des Unternehmens und eine Zeitarbeitskraft erwerben seit September in Modulen ausgewähltes Fachwissen in anerkannten Ausbildungsberufen wie Maschinen- und Anlagenführer. Jedes Modul besteht aus Theorie- und Praxisanteilen. Die Praxisphasen können im Unternehmen absolviert werden.

    In Niedersachsen ist das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) Partner der Arbeitgeberinitiative Teilqualifizierung (AGI TQ). Das BNW entwickelt Umsetzungsmodelle, so auch für die Buss Fertiggerichte GmbH. „Der Vorteil liegt darin, dass wir unsere Mitarbeiter gezielt weiterentwickeln können. Anschließend können sie für komplexere Aufgaben und Herausforderungen eingesetzt werden“, sagt Ausbilder Matthias Böttjer.  

    Gewinner auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite

    Die Teilqualifizierung stellt eine Möglichkeit dar, Mitarbeiter fachlich fit zu machen und als kompetente Fachkräfte im Unternehmen weiterhin einsetzen zu können. Offene Stellen werden so schnell und risikoarm besetzt. Für Mitarbeiter ohne, mit fachfremder oder – angesichts der Digitalisierung – veralteter Ausbildung, bedeutet die Teilqualifizierung, dass sie wieder einen zukunftsfähigen Berufsabschluss in der Tasche haben. Ihr Arbeitsplatz bleibt nicht nur mittelfristig, sondern auch langfristig gesichert.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

    www.bnw.de/tq

     

    Pressekontakt:

    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
    gemeinnützige GmbH
    Höfestr. 19-21
    30163 Hannover

    Julia Theiler
    Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
    Tel.: 0511 96167-15
    E-Mail: julia.theiler@bnw.de
    www.bnw.de

     

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  • 01.10.2019 - "Digitalisierungsprojekt ManKom erfolgreich gestartet"

    Hannover, 01.10.2019. Der digitale Strukturwandel stellt besonders kleine und mittlere Unternehmen vor tiefgreifende Veränderungen. Um die Herausforderungen zu meistern, startete das Projekt "ManKom - Management von Kompetenzverschiebungen" in der Region Weser-Ems.

    Hannover, 1. Oktober 2019. Der digitale Strukturwandel stellt derzeit besonders kleine und mittlere Unternehmen vor tiefgreifende Veränderungen. Oft werden diese Veränderungen nur auf einer technischen Ebene betrachtet. Um außerdem die Herausforderung des Kulturwandels in den Betrieben zu meistern, startete das Projekt "ManKom - Management von Kompetenzverschiebungen" in der Region Weser-Ems.

    Um neue Technologien effektiv umzusetzen, sind die Methoden- und Sozialkompetenzen der Beschäftigten ebenso unverzichtbar wie das Beherrschen digitaler Tools. Zu den sogenannten Future Skills, die in den nächsten Jahren besonders wichtig für Beschäftigte und Unternehmen werden, zählt der Stifterverband auch die Problemlösungskompetenz und die Kommunikationsfähigkeit in Veränderungsprozessen (Welche Kompetenzen in Deutschland fehlen / 2018).

    Das hat einen Kulturwandel in den Betrieben der Wirtschaftsstandorte zur Folge. Die Anwendbarkeit von neuen Prozessen will praktisch ausprobiert werden, und eine gute Feedbackkultur trägt dazu bei, Abläufe im Sinne dauerhafter Wettbewerbsfähigkeit reibungsloser zu gestalten.

    Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft entwickelt daher Vertreter aus rund zehn Firmen aus der Weser-Ems-Region zu „Digital Scouts“ weiter, die an der Schnittstelle zwischen Geschäftsführung und Beschäftigten die Einführung neuer Technologien begleiten.

    Copyright (C) Andrey Popov

    Mit dabei ist auch Maximilian Nitsch vom Autohaus Wako in Delmenhorst: „Es verändert sich viel im Autohandel, alleine schon, was an Technologien in den Fahrzeugen verbaut wird, da müssen alle drauf geschult werden. Jeder, der hier tätig ist, muss alle Programme beherrschen, es wird immer mehr digitalisiert. Die Mitarbeiter müssen sich verstärkt mit neuen Systemen auseinandersetzen. Und wir müssen uns zusammen als Unternehmen weiterentwickeln.“

    Ein regionales Netzwerk bietet allen beteiligten Unternehmen die Gelegenheit, sich austauschen und von den Lösungen anderer zu profitieren.

    Das Projekt ManKom wird gefördert vom Land Niedersachsen im Rahmen des Programms Programm „Soziale Innovation“ und ist für Unternehmen kostenfrei. Auch der Arbeitgeberverband NORDMETALL unterstützt das Projekt.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

     

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  • 18.09.2019 - "Das Anlagevermögen der Zukunft sind die Fähigkeiten der Beschäftigten"

    Hannover, 18.09.2019. Digitaler Strukturwandel verändert berufliche Bildung in Niedersachsen: Erwachsenen- und Weiterbildung wird zunehmend wichtiger für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes.

    Hannover, 18. September 2019. Zur langfristigen Sicherung des Wirtschaftsstandortes müssen in Niedersachsen entscheidende
    Schritte erfolgen, um berufliche Bildung stärker in den Arbeitskontext zu bringen. 130 Experten aus Politik, Wissenschaft, beruflicher Bildung und betrieblicher Praxis sprachen am Mittwoch anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) über Lösungen.

    In Zeiten des digitalen Strukturwandels und damit der Notwendigkeit, sich flexibel und kontinuierlich weiterzuentwickeln, wird die Erwachsenen- und Weiterbildung immer wichtiger für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Niedersachsen. Künftig müssen wir verstärkt auf individuelle Qualifizierung und gezielte Formate setzen. Für ein betriebsnahes Lernen sorgen Bildungsträger wie das BNW“, sagte Dr. Sabine Johannsen, Niedersächsische Staatssekretärin für Wissenschaft und Kultur.

    Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung: „Es geht um nichts Geringeres als acht Millionen Niedersachsen in die Digitalisierung mitzunehmen und große Teile der beschäftigten Bevölkerung zu qualifizieren, um sie auf die Aufgaben der Zukunft vorzubereiten.“ Denn mit der Anzahl technischer Möglichkeiten steige nicht automatisch die Anzahl menschlicher Fähigkeiten, so Lohmann weiter: „Teilhabe am Arbeitsmarkt und damit gesellschaftliche Teilhabe braucht berufliche Bildung, damit Beschäftigte mit dem aktuellen Stand der Technik Schritt halten. Genauso wichtig für eine starke Wirtschaft und Gesellschaft ist jedoch die digitale Souveränität von Menschen. Diese wird erreicht, wenn menschliche Fähigkeiten so ausgebaut werden, dass sie die technischen Möglichkeiten selbstbestimmt und eigenverantwortlich nutzen und weiterentwickeln können.“

    Wie eine souveräne digitale Bildung in Unternehmen gelingen kann, darüber sprach die geschäftsführende Leiterin des Forschungsinstituts Bildung Digital der Universität des Saarlandes, Prof. Dr. Julia Knopf. Sie verdeutlichte, dass es nicht ausreiche, in der Firma einfach nur ein E-Learning-Tool einzuführen, zumal die meisten eine Qualitätssicherung vermissen ließen. „Mit der Denkweise, Lerninhalte zu nehmen und aus ihnen eine Art Super Mario-Videospiel zu machen, stoßen Unternehmen schnell wieder an ihre Grenzen. Der Schlüssel zu sinnvollem Lernen liegt vielmehr in der Verbindung von drei Dimensionen: Lerninhalte, didaktische Methoden und Technologie.“ Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen größeren aber auch kleineren Unternehmen präsentierte Prof. Knopf Lösungen für die Herausforderung, branchen- und fachspezifische Weiterbildungsangebote mit digitalen Medien zu entwickeln. Allen Fallbeispielen gemeinsam war die Interaktivität. Sie ermöglicht Beschäftigten aus den Unternehmen eine Mitgestaltung des Lernens. Damit erhöhen sich Qualität und Tempo des Lernprojekts gleichermaßen.

    Nicht unbeachtet ließ Prof. Knopf die Skepsis in Wirtschaft und Gesellschaft, wenn es um Veränderung und damit auch digitale Bildung geht. Finanzielle und strukturelle Hürden beschrieben aus niedersächsischer Sicht Prof. Dr. Gerhard Wegner, Vorsitzender des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung e.V., und Fritz Kelle, Leiter Personalwesen und Administration der hannoverschen VSM AG. Kelle bekräftigte, dass berufliche Bildung Unternehmensaufgabe sei und jede Firma in Niedersachsen sich mit individuellen Problemstellungen im digitalen Wandel auseinandersetzt. „Aus meiner Sicht sind Pioniere in den Unternehmen wichtig, die sich das Thema lebensbegleitendes Lernen zu eigen machen und es intern vorantreiben“, sagte der Mitbegründer und langjährige Vorstand des hannoverschen Unternehmensnetzwerks ZUKUNFTINC. An die Politik gewandt ließ Kelle verlauten: „Um dem Wettbewerbsdruck gewachsen zu sein, sind mehr
    als die vorhandenen Fördermaßnahmen nötig.“

    Fazit der BNW-Veranstaltung „Zukunft der beruflichen Bildung – Anforderungen, Chancen, Strukturen“: Nur, wenn die Möglichkeiten der Informationstechnologie, der künstlichen Intelligenz und das menschliche Können Hand in Hand gehen, wird die Digitalisierung Niedersachsens
    Wirtschaft vorteilhaft verändern. Es sind und bleiben die Menschen, welche die Roboter steuern und technische Systeme kreativ weiterentwickeln. Eine moderne Kombination aus Informatik und Didaktik hilft Beschäftigten, genau dafür fit zu sein. Bildungsunternehmen wie das BNW stellen den
    Menschen in den Mittelpunkt beruflicher Bildung, um Beschäftigte zu selbstorganisierter Handlungsfähigkeit in fachlichen sowie überfachlichen Aufgaben zu führen.

    Aber Selbstorganisation muss auch unterstützt werden: durch die Politik
    und ihre Möglichkeiten der Förderung, durch die Unternehmen und ihre
    Bereitschaft, in betriebsnahe Weiterbildung zu investieren und durch das
    Netzwerk niedersächsischer Arbeitsmarktakteure, die dafür sorgen, das Zitat von
    John. F. Kennedy in den Köpfen zu verankern: „Es gibt
    nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“

    Weitere Informationen finden Sie hier.

     

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  • 16.05.2019 - Beschäftigung sichern durch arbeitsplatzorientierte Grundbildung

    Hannover, 16.05.2019. Experten sehen in Grundbildung ein wichtiges Instrument für die betriebliche Qualifizierung von an- und ungelernten Mitarbeitern.

    Hannover, 16. Mai 2019. Bei der „AlphaGrund-Fachtagung“ des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) und weiteren Kooperationspartnern diskutierten rund 60 Teilnehmer aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft über arbeitsplatzorientierte Grundbildung als Instrument für eine flexible Personalentwicklung. Spezifische Weiterbildungsangebote sollen die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern in Zeiten des digitalen Strukturwandels sichern.

    Laut der aktuell vorgestellten Grundbildungsstudie „LEO 2018 - Leben mit geringer Literalität“ auf der Jahreskonferenz der AlphaDekade 2019 können 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland nicht richtig lesen und schreiben. Hinzu kommt, dass 62 Prozent der Betroffenen erwerbstätig sind. Trotz einer Verbesserung zur ersten Erhebung 2010 erfordern die Zahlen weiteres Engagement: Grundbildungs-angebote sollen ausgebaut werden, um die beruflichen Chancen von Menschen mit geringer Literalität zu erhöhen.

    Arbeitsplatzorientierte Grundbildung ermöglicht eine individuelle Verbesserung von grundlegenden Fähigkeiten, etwa Lesen und Schreiben oder technischen Fertigkeiten. „Im Mittelpunkt steht der schnelle Transfer des neu erworbenen Wissens in die Arbeitsabläufe der regionalen Wirtschafts-betriebe“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft: „Durch die Vermittlung grundlegender Kompetenzen und durch das Lernen nah am Arbeitsplatz werden Unternehmen an der Basis gestärkt. Das sorgt für zukunftsfähige Wirtschaftsstandorte im Rahmen des digitalen Strukturwandels.“

    Prof. Dr. Axel Plünnecke, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., ist von dem Ansatz überzeugt: „Entwicklungen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie in der Arbeitswelt veranlassen Unternehmen zunehmend, Grundbildungsangebote in das betriebliche Weiterbildungsportfolio aufzunehmen. Gleichzeitig wird Grundbildung immer wichtiger für die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen sowie als Basis für den Bildungsaufstieg. Der Vorteil der arbeitsplatzbezogenen Grundbildung von AlphaGrund und BNW liegt in der praxisbezogenen Umsetzung und Weiterentwicklung im jeweiligen Unternehmen.“

    Katrin Schwager, stellvertretende Leiterin des Personal- und Sozialwesens der Bedford GmbH + Co. KG, verdeutlicht den Bedarf am Beispiel der Fleischwarenindustrie: „In unserer Branche werden die Anforderungen immer spezifischer, beispielsweise in der Qualitätssicherung. Hier erhöht sich entsprechend der Bedarf an Qualifizierung für unsere Mitarbeiter. Hinzu kommt, dass immer mehr Maschinen bedient werden müssen, für die technische Grundkenntnisse erforderlich sind.“

    Das Projekt „AlphaGrund - Grundbildung für den Arbeitsplatz“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der AlphaDekade 2016 – 2026.

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    AlphaGrund-Fachtagung 2019

  • 29.04.2019 - Im Spiel zum Unternehmer werden

    Langwedel, 29. April 2019. Auszubildende der Firma Deutsche Tiernahrung sind Sieger beim Wirtschaftsplanspiel "Playbizz"

    Langwedel, 29. April 2019.

     Langwedel, 29. April 2019. Bei der Landesendrunde des Wirtschaftsplanspiels „Playbizz“ ist das Auszubildenden-Team der Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG aus Düsseldorf  als Sieger hervorgegangen. Mit dem Landessieg haben sich die Auszubildenden des Herstellers für Mischfutter zugleich für das Bundesfinale qualifiziert, das im Juni stattfindet.

    „Wir freuen uns über das hervorragende Abschneiden unserer Auszubildenden – sie waren mit großer Ernsthaftigkeit und Begeisterung bei der Sache. Mit 'Playbizz' bringen wir ein Case-Study-Element in unsere Ausbildung ein. Das internetbasierte Format kommt bei den Azubis gut an, online fühlen sie sich zu Hause “, sagt Ulrich Arning, Geschäftsführer der Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG. Fünf von insgesamt 42 Teams aus Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen hatten es in die Endrunde geschafft, die am 27. Mai auf Schloss Etelsen bei Bremen stattfand. Auf dem zweiten Platz landete das Team der ArcelorMittal Bremen GmbH, Dritter wurde die Kinnasand GmbH (Westerstede). Die Firma H. Kemper GmbH & Co. KG (Nortrup/Osnabrück) belegte den vierten und die Georg Schünemann GmbH (Bremen) den fünften Platz.

    Spielerisch zum Unternehmer werden

    Das Wirtschaftsplanspiel „Playbizz“ gibt es seit dem Jahr 2010 bundesweit. Es ist ein Angebot der Bildungswerke der Wirtschaft, in Niedersachsen des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) – in Kooperation mit Arbeitgeberverbänden. Auszubildende schlüpfen dabei in die Rolle von Managern, um unternehmerische Entscheidungen zu treffen – etwa zu Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Personal und Finanzen. Alles wie in einem „richtigen“ Unternehmen.

    Das digitale Lernformat kommt bei den Jugendlichen gut an. Denn „Playbizz“ ist ein sogenanntes Fernplanspiel, es verbindet die Auszubildenden online miteinander. Die teilnehmenden Teams erhalten ein Handbuch und Zugangsdaten zur Website des Online-Planspiels. Auf der virtuellen Oberfläche erarbeiten sie Entscheidungen, die sie virtuell an die Spielleitung senden. „Rückläufige Bewerberzahlen führen dazu, dass die regionalen Unternehmen dringend Nachwuchs für die Azubi-Stellen suchen. Spielerische Ansätze wie eine Juniorfirma erhöhen das Interesse für unternehmerisches Denken und sind geeignet, insgesamt die Attraktivität der Ausbildung zu erhöhen“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Den diesjährigen Siegern gratulieren wir sehr herzlich!“

    Das Wirtschaftsplanspiel bezieht alle Geschäftsbereiche mit ein und fördert so ein übergreifendes Verständnis für betriebliche Zusammenhänge. Es setzt auch bewusst auf ein neues Lernformat mit dem Ziel, die Ausbildung aufzuwerten und dadurch attraktiver zu machen. Bestenfalls wird über „Playbizz“ nicht nur Einblick gewährt in unternehmerisches Denken und Handeln, sondern darüber hinaus Interesse geweckt an beruflich-unternehmerischen Perspektiven.

    Offen für Azubis aller Richtungen

    „Playbizz“ steht Auszubildenden aller Ausbildungsrichtungen offen und wendet sich gleichermaßen an gewerblich-technische und kaufmännische Berufseinsteiger. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen abseits der Ballungszentren bietet sich mit „Playbizz“ die Chance, einen besonderen Akzent zu setzen, mit dem sie sich von anderen regionalen Mitbewerbern positiv abheben.

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2018

  • 13.11.2018 - 94 Prozent der Unternehmen wollen ,lebensbegleitendes Lernen' doch der Rückstand ist noch groß

    Hannover, 13.11.2018. Berufliche Weiterbildung ist für eine sich rasant weiterentwickelnde Industrie- und Informationsgesellschaft essenziell - und sollte ganz oben auf der Agenda stehen.

     Hannover, 13.11.2018. Berufliche Weiterbildung ist für eine sich rasant weiterentwickelnde Industrie- und Informationsgesellschaft essenziell – und sollte ganz oben auf der Agenda stehen. In den Unternehmen klaffen jedoch Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Dies ist das Ergebnis einer Befragung unter 205 Unternehmern und Personalverantwortlichen, die das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) vom 25. April bis 10. September durchgeführt hat.


    So sind 94 Prozent der Befragten der Ansicht, dass es in jedem Unternehmen eine „ausgeprägte Lernkultur“ geben sollte. Vier von fünf Unternehmens-verantwortlichen sind zudem überzeugt, dass kontinuierliche betriebliche Weiterbildung die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und ein wirksames Instru-ment zur Mitarbeiterbindung darstellt. Jedoch hapert es an der Umsetzung:
    Denn 56 Prozent geben an, für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter noch nicht genug zu tun.

    „Die Zahlen belegen, in welch hohem Maße die Anstrengungen noch ver-stärkt werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu
    sichern“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungs-werks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). „Auch im digitalen Zeitalter bleibt der Mensch mit seinen Kompetenzen der relevante Wirtschaftsfaktor. Der Weiterentwicklung der Mitarbeiter kommt in Zukunft sogar eine noch bedeutendere Rolle zu. Gefragt ist eine neue Lernkultur, bei der Lernen und Arbeiten selbstverständlich ineinandergreifen.“

    Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Nieder-sachsen e.V. (UVN) ergänzt: „Unternehmen wissen sehr genau, dass sie den Herausforderungen des digitalen Wandels deutlich besser begegnen können, wenn sie ihre Mitarbeiter weiterentwickeln. Um dem Fachkräftemangel ent-gegenzuwirken, investieren sie umfassend in die Fortbildung ihrer Mitarbei-ter. Dabei dürfen sie nicht alleingelassen werden: Politik muss auch die Unternehmen bei der Weiterbildung unterstützen.“

    Staat soll sich an den Kosten beteiligen

    Um Anspruch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen, sehen die befragten Unternehmer und Personalverantwortlichen staatlich unterstützte Fortbil-dungsfreistellungen als wichtige Option an (51 Prozent). Mehr „Training on the Job“, zum Beispiel Teilqualifizierung, Webinare, Förderkreise und Hospi-tationen, führe ebenfalls zum Ziel (47 Prozent). 33 Prozent setzen zudem
    auf externe Beratung, 32 Prozent auf den Erfahrungsaustausch mit anderen
    Unternehmen. Eine strategische Weiterbildungsplanung erachten hingegen nur 23 Prozent für notwendig.

    Aktuell investieren 59 Prozent der Unternehmen im Durchschnitt maximal 1.000 Euro je Mitarbeiter und Jahr in die betriebliche Weiterbildung. Lehr-gänge bei externen Bildungsanbietern sind dabei die häufigste Form (57 Prozent), gefolgt von Inhouse-Seminaren und -Workshops sowie „Training on the Job“ (Einarbeitung und Training) mit 52 beziehungsweise 51 Prozent.

    Den höchsten Weiterbildungsbedarf sehen die Befragten bei berufsspezi-fischen Fachkompetenzen (63 Prozent) sowie bei Digitalisierungsprozessen und neuen Technologien (60 Prozent). Weit abgeschlagen ist das Interesse an Fremdsprachen und an interkulturellen Kompetenzen (17 beziehungs-weise 20 Prozent).

    Bei externen Bildungspartnern kommt es den Befragten neben einer kompe-tenten Beratung insbesondere auf die Praxisnähe sowie auf die Qualität an (jeweils 83 Prozent). Diese Komponenten sollten in einem ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis (76 Prozent) stehen.

    Neue Lernkultur ist schon im Entstehen

    Um Mitarbeiter zur Weiterbildung zu motivieren, beteiligen sich 49 Prozent der Unternehmen an den Kosten für Kurse, Fahrten, Prüfungen und Lern-mittel. Viele stellen außerdem bezahlt von der Arbeit frei (42 Prozent) oder erlauben das Lernen während der Arbeitszeit, wenn die Arbeitsauslastung
    dies zulässt (40 Prozent).

    Doch auch die Mitarbeiter sind gefragt, betont Tobias Lohmann: „Weiterbil-dung im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens ist ein stetiger strategischer Prozess. Hier kommt es insbesondere auf die Eigenverantwortung und -initiative jedes Einzelnen an, sich stärker als bisher in die eigene Weiterbil-dung einzubringen.“

     

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    Lebensbegleitendes Lernen

  • 25.06.2018 - Erfolgreicher Abschluss: Mit 'Back2Job' gelingt weiblichen MINT-Fachkräften der Wiedereinstieg ins Berufsleben

    Hannover, 25. Juni 2018. Der zweite Projektdurchlauf von Back2Job fand heute einen erfolgreichen Abschluss.

    Hannover, 25. Juni 2018.

     Hannover, 25. Juni 2018. Der zweite Projektdurchlauf von „Back2Job“ fand heute einen erfolgreichen Abschluss. Seit Anfang Juli 2017 begleitete das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) 24 Teilnehmerinnen im Alter von 27 bis 47 Jahren aus 15 Ländern nach Elternzeit und Familienphase beim Wiedereinstieg in ihren Ursprungsberuf. Bei der Abschlussveranstaltung feierten 92 Gäste, darunter Teilnehmerinnen, Projektpartnerinnen, Partner und Förderer, die jüngsten Erfolge.

    Hervorragende Bilanz – Sieben Frauen starteten vorzeitig in ein Arbeitsverhältnis

    Bis dato haben bereits über 50 Prozent der Frauen eine Wiedereinstellung erreicht – sieben Teilnehmerinnen sind in einem festen Arbeitsverhältnis, vier weitere starten bis zum 1. Juli in ihren neuen Job. Die anderen Frauen befinden sich unter anderem in Vertragsverhandlungen oder im Praktikum. Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW, erklärt den Projekterfolg: „Das Besondere an dem Projekt ‚Back2Job‘ ist die Kombination aus betrieblichen Praktika und theoretischer Wissensvermittlung. So gelingt es, die Potenziale der Frauen gezielt zu stärken, sie auf den neusten Stand der Technik zu bringen und sie in kürzester Zeit mit aktuellen Kenntnissen zurück in den Job zu vermitteln. Davon profitieren Teilnehmerinnen, Partnerunternehmen und letztlich die niedersächsische Wirtschaft – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

    „Back2Job“ sichert der Region Hannover weibliche Fachkräfte

    Ebenso stolz auf den zweiten großen Projekterfolg zeigt sich Ute Stahlmann, Abteilungsleiterin Wirtschaftsordnung und Arbeitsmarkt, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung: „In Niedersachsen ist der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im MINT-Bereich besonders groß. Da liegt es nahe, das bereits vorhandene Potenzial der Frauen für genau diese Berufe zu nutzen.“ Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, ergänzt: „Das Projekt ‚Back2Job‘ trägt dazu bei, dass hochqualifizierte Frauen nach einer Familienphase schnell wieder in den Beruf zurückfinden. Eine stärkere Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt und bessere Aufstiegschancen für Frauen in Unternehmen sind zentrale Hebel gegen den Fachkräftemangel. Daher hat die Fachkräfteallianz Hannover auch den zweiten Durchgang des Projekts gern unterstützt.“

    Mit der Verknüpfung von Praxis und Theorie an frühere Erfolge anknüpfen

    Neue Technologien und kurze Innovationszyklen erschweren den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen nach langer Familienpause. Das erlebte auch Lisa-Marie Pudrycki, die während des Studiums Kinder bekam und vergangenes Jahr ohne Berufserfahrung in den Beruf einsteigen wollte: „Da ich örtlich gebunden bin, war es für mich schwierig, passende Stellen zu finden – insbesondere deshalb, weil die Stellen in der Biotechnologie für Hochschulabsolventen rar sind. Daher freue ich mich, dass ich an dem Projekt teilnehmen durfte. Mir hätte nichts Besseres passieren können.“ Seit dem 18. Juni hat sie über den Dienstleister Hays eine Festanstellung bei einem weltweit operierenden Pharmaunternehmen in der Biotechnologie.

    Teilnehmerin Nadezda Melekhova betont, dass Back2Job ihr geholfen habe, im Bewerbungsverfahren selbstbewusster und motivierter aufzutreten. „In der Coachingphase beim BNW habe ich zudem gelernt, alles unter einen Hut zu bringen – Vorlesungen, Sprachkurse, Haushalt, Familie und Beruf“, so
    die studierte Maschinenbauingenieurin aus Russland. Nach einem Praktikum bei TÜV Nord, das ihr unter anderem geholfen hat, die deutsche Arbeitskultur kennenzulernen, winkt ihr nun ein Vorstellungsgespräch.

    Über „Back2Job“

    Das Projekt „Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!“ wurde in der Region Hannover 2016 ins Leben gerufen und zielt darauf ab, Frauen mit Fachkenntnissen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft
    und Technik, den so genannten MINT-Berufen, nach einer beruflichen Auszeit beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu begleiten. Kurze Innovationszyklen erschweren in MINT-Berufen die Rückkehr ins Arbeitsleben. Speziell für Frauen nach einer – meist familienbedingten – beruflichen Auszeit führt das
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) im Auftrag der Fachkräfteallianz daher das Projekt „Back2Job“ bereits im zweiten Durchlauf erfolgreich durch. Im Vordergrund stehen betriebliche Praktika („Training on the Job“) in Kombination mit einer Erweiterung und Auffrischung des Fachwissens an der Leibniz Universität Hannover und der Hochschule Hannover.

    Das Projekt kommt nicht nur wiedereinstiegswilligen Frauen zugute – „Back2Job“stärkt auch die Region als Wirtschaftsstandort, indem es Fachkräftepotenziale erschließt. Finanziert wird „Back2Job“ vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie von der Region Hannover, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter. „Back2Job“ überzeugte auch die Europäische Union und gelangte 2017 unter die fünf Finalisten in der Kategorie „Empowerment und aktive Teilhabe von Frauen“ des von der EU ausgelobten „RegioStars Award“. Mit der Auszeichnung ehrt die Europäische Union jährlich innovative EU-Projekte auf lokaler Ebene, die als Inspiration für andere Regionen dienen können.

    Ansprechpartnerin für „Back2Job“:

    Ayten Berse
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW)
    Hamburger Allee 12-16
    30161 Hannover
    Tel: (0511) 36717610
    E-Mail: ayten.berse@bnw.de

    Über das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW)

    Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) ist ein Bildungsunternehmen, das Wirtschaft versteht und mit seinen zukunftsorientierten Lernlösungen einen wichtigen Beitrag für die Standortsicherung Niedersachsens leistet. Seit fast 50 Jahren ist das BNW der Partner für Lern- und Entwicklungsprozesse. Jedes Jahr begleiten wir über 52.000 Menschen dabei, ihre beruflichen Chancen zu erkennen und ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Mit seinen 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 57 Standorten steht das BNW für Verlässlichkeit und agiert ebenso vorausschauend wie schnell und flexibel.

    Pressekontakt:

    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
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    30163 Hannover

     

    Maike Körber
    Referentin Unternehmenskommunikation
    Tel.: (0511) 961 67 97
    E-Mail: maike.koerber@bnw.de
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    Teilnehmer*innen der Abschlussveranstaltung Back2Job

  • 18.06.2018 - Zwei erste Plätze in Folge: Auszubildende aus Rastede erlangen Bundessieg beim Wirtschaftsplanspiel "Playbizz"

    Zwei erste Plätze in Folge: Auszubildende aus Rastede erlangen Bundessieg beim Wirtschaftsplanspiel „Playbizz" Hannover/Rastede, 18. Juni ...
     
    Zwei erste Plätze in Folge: Auszubildende aus Rastede erlangen Bundessieg beim Wirtschaftsplanspiel „Playbizz"
      
    Hannover/Rastede, 18. Juni 2018. Erneut kommen die Sieger aus dem Norden. Mit seinem Sieg bei der Landesendrunde des Planspiels „Playbizz" Mitte Mai qualifizierte sich das Auszubildenden-Team der Heizungsbaufirma August Brötje GmbH für das Bundesfinale – und gewann dieses nach vier Entscheidungsrunden.
     
    Am 7. und 8. Juni trafen sich die fünf Landessieger zur Endrunde des „Playbizz"-Planspielwettbewerbs 2017/2018 in Tannenfelde, Schleswig-Holstein. Nach vier Entscheidungsrunden kletterte das Team aus Rastede vom vierten auf den ersten Platz – damit gehen Titel und Pokal nach Niedersachsen. Das vierköpfige Team der August Brötje GmbH hängte Fries Holzsysteme GmbH aus Schleswig-Holstein (2. Platz) und Pfisterer Kontaktsysteme GmbH aus Baden-Württemberg (3. Platz) ab. Weitere Teilnehmer waren die Landessieger aus Sachsen (ETS Elektrotechnische Großhandels- und Service GmbH) und Bayern (Max Lamb GmbH & Co. KG).
    „Wir sind überglücklich und äußerst stolz! Der Wettbewerb hat uns als Team zusammengeschweißt und war eine wertvolle Erfahrung für uns alle", freut sich die August Brötje GmbH über ihren „Playbizz"-Erfolg.
     
     
    Mit der Planspiel-Methode lernen
     
    Seit 2010 bieten die Bildungswerke der Wirtschaft – in Niedersachsen das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) – in Kooperation mit Arbeitgeberverbänden „Playbizz" an. Das Wirtschaftsplanspiel fördert neben grundlegenden Fertigkeiten, wie Selbstorganisation und analytischem Denken, auch unternehmerische Kompetenzen. Dazu gehören Risiken abwägen, Verantwortung übernehmen oder Wettbewerbssituationen analysieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer üben zudem, wie sie Präsentationen vorbereiten und halten sowie Unsicherheit und Zeitdruck meistern – und zwar ganz spielerisch.
     
    „Der spielerische Charakter des Blended Learning kommt gut bei den Jugendlichen an. Das Gelernte in der simulierten Umgebung anzuwenden, bringt einen spürbaren Lerneffekt. Dies motiviert und wirkt sich damit auch positiv auf die Arbeit im Ausbildungsbetrieb aus. Das BNW führt dieses digitale Lernformat bereits seit Jahren in Niedersachsen durch", erklärt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Wir freuen uns sehr mit den diesjährigen Siegern!"
     
    Als aktivierende Lernmethode eignet sich eine Teilnahme an „Playbizz" für Auszubildende aller Fachrichtungen. Gewerblich-technische sowie kaufmännische Berufseinsteiger werden gleichermaßen angesprochen. „Playbizz" bietet kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, sich durch die Teilnahme gegenüber regionalen Mitbewerbern hervorzuheben.
    Für fachliche Rückfragen zu „Playbizz" wenden Sie sich bitte an: Susanne Hartwig-Siemon beim BNW, Tel.: (0511) 961 67 63, E-Mail: susanne.hartwig-siemon@bnw.de.
     
     
    Über die August Brötje GmbH
      
    BRÖTJE mit Unternehmenssitz in Rastede blickt auf über 90 Jahre Erfahrung im Bereich Heiztechnik zurück und entwickelte im Laufe seiner Geschichte eine Vielzahl an innovativen Lösungen und Produkten. Als Systemtechnikanbieter werden heute Wärmeerzeugerprodukte für Gas und Öl, Warmwasserspeichersysteme, Brenner für Gas und Öl, Wärmepumpen, Solartechnik und Heizkörper mit den erforderlichen Zubehören entwickelt und produziert. BRÖTJE ist Mitglied der BDR Thermea Gruppe, einer der weltweit führenden Heiztechnik-Hersteller. Weitere Infos: www.broetje.de  
     
     
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    Die Pressemitteilung zum Landessieg finden Sie hier.
     
     Siegerfoto Playbizz
  • 15.05.2018 - Auszubildende aus Rastede sind Landessieger beim Wirtschaftsplanspiel 'Playbizz'

    Hannover / Rastede, 15. Mai 2018. Die Sieger kommen aus Rastede: Bei der Landesendrunde des Wirtschaftsplanspiels „Playbizz“ ist das Auszu ...

    Hannover / Rastede, 15. Mai 2018.

    Die Sieger kommen aus Rastede: Bei der Landesendrunde des Wirtschaftsplanspiels „Playbizz“ ist das Auszubildenden-Team der August Brötje GmbH als Sieger hervorgegangen. Mit dem Landessieg haben sich die Auszubildenden der Heizungsbaufirma zugleich für das Bundesfinale qualifiziert, das Anfang Juni in Schleswig-Holstein stattfindet. Das Unternehmen hat seinen Auszubildenden zum zweiten Mal die Möglichkeit eröffnet, an „Playbizz“ teilzunehmen.

    „Wir freuen uns über das hervorragende Abschneiden unserer Auszubildenden – sie waren mit großer Ernsthaftigkeit und Begeisterung bei der Sache“, erklärt Personalreferentin Marlene Thiede. Fünf von insgesamt 54 Teams hatten es in die Endrunde geschafft, die am 12. Mai auf Schloss Etelsen bei Bremen stattfand. Darunter waren auch zwei Teams der BASF Polyurethanes GmbH (Lemförde), eines von der TC Thomas Consulting GmbH (Bremervörde) sowie ein Team von der ArcelorMittal Bremen GmbH.

    Spielerisch zum Unternehmer werden

    Das Wirtschaftsplanspiel „Playbizz“ gibt es seit dem Jahr 2010 bundesweit. Es ist ein Angebot der Bildungswerke der Wirtschaft, in Niedersachsen des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) – in Kooperation mit Arbeitgeberverbänden. Auszubildende schlüpfen dabei in die Rolle von Managern, um unternehmerische Entscheidungen zu treffen – etwa zu Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Personal und Finanzen. Alles wie in einem „richtigen“ Unternehmen.

    Das digitale Lernformat kommt bei den Jugendlichen gut an. Denn „Playbizz“ ist ein sogenanntes Fernplanspiel, es verbindet die Auszubildenden online miteinander. Die teilnehmenden Teams erhalten ein Handbuch und Zugangsdaten zur Website des Online-Planspiels. Auf der virtuellen Oberfläche erarbeiten sie Entscheidungen, die sie virtuell an die Spielleitung senden. „Die spielerischen Elemente sorgen dafür, dass die Jugendlichen die Lerninhalte aktiv erleben und somit besser vertiefen. Der gesamte Bildungsbereich wird derzeit erlebnisorientierter und rückt näher an den Arbeitsplatz heran“, erläutert Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Den diesjährigen Siegern gratulieren wir sehr herzlich!“

    Das Wirtschaftsplanspiel bezieht alle Geschäftsbereiche mit ein und fördert so ein übergreifendes Verständnis für betriebliche Zusammenhänge. Es setzt auch bewusst auf ein neues Lernformat mit dem Ziel, die Ausbildung aufzuwerten und dadurch attraktiver zu machen. Bestenfalls wird über „Playbizz“ nicht nur Einblick gewährt in unternehmerisches Denken und Handeln, sondern darüber hinaus Interesse geweckt an beruflich-unternehmerischen Perspektiven.

    Offen für Azubis aller Richtungen

    „Playbizz“ steht Auszubildenden aller Ausbildungsrichtungen offen und wendet sich gleichermaßen an gewerblich-technische und kaufmännische Berufseinsteiger. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen abseits der Ballungszentren bietet sich mit „Playbizz“ die Chance, einen besonderen Akzent zu setzen, mit dem sie sich von anderen regionalen Mitbewerbern positiv abheben.

    Für fachliche Rückfragen zu „Playbizz“ wenden Sie sich bitte an: Susanne Hartwig-Siemon beim BNW, Tel.: (0511) 961 67 63, E-Mail: susanne.hartwig-siemon@bnw.de.

    Über die August Brötje GmbH

    BRÖTJE mit Unternehmenssitz in Rastede blickt auf über 90 Jahre Erfahrung im Bereich Heiztechnik zurück und entwickelte im Laufe seiner Geschichte eine Vielzahl an innovativen Lösungen und Produkten. Als Systemtechnikanbieter werden heute Wärmeerzeugerprodukte für Gas und Öl, Warmwasserspeichersysteme, Brenner für Gas und Öl, Wärmepumpen, Solartechnik und Heizkörper mit den erforderlichen Zubehören entwickelt und produziert. BRÖTJE ist Mitglied der BDR Thermea Gruppe, einer der weltweit führenden Heiztechnik-Hersteller. Weitere Infos: www.broetje.de

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  • 16.03.2018 - Unterstützung 'aus einer Hand' erleichtert die Integration

    Für Menschen aus anderen Ländern ist es oft schwierig, sich im ungewohnten deutschen Bildungs- und Sozialsystem zurechtzufinden. Besonders dann, wenn ...

    Für Menschen aus anderen Ländern ist es oft schwierig, sich im ungewohnten deutschen Bildungs- und Sozialsystem zurechtzufinden. Besonders dann, wenn sie keine oder nur geringe Sprachkenntnisse haben. Auch der Kontakt zu Behörden ist deshalb häufig mit Hürden verbunden. Die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ unterstützt Migranten und Geflüchtete, die vom Jobcenter Region Hannover Leistungen beziehen, schneller auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Damit das gelingt, sind Mitarbeiter des Jobcenters in das Team vor Ort integriert.

    „Alles aus einer Hand“ richtet sich an anerkannte Flüchtlinge und Menschen, die aus anderen Ländern in die Region Hannover gezogen sind und einen Integrationskurs belegen. Ebenso können aber auch Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen, die schon länger in Deutschland leben. Voraussetzung ist, dass das Jobcenter bei ihnen einen besonderen Unterstützungsbedarf bei der Integration in den Arbeitsmarkt festgestellt hat. Der Integrationskurs bleibt der zentrale Pfeiler bei der Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft. Die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ ergänzt die Integrationskurse um wichtige Bausteine zur Integration in den Arbeitsmarkt. Damit die Teilnehmer parallel zu „Alles aus einer Hand“ einen Integrationskurs besuchen oder einer Nebenbeschäftigung nachgehen können, ist die Maßnahme grundsätzlich in Teilzeit möglich.

    Träger der Maßnahme ist das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH (BNW) in einer Bietergemeinschaft mit dem Berufsfortbildungswerk Gemeinnützige Einrichtung des DGB (bfw) und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen e.V. Die Job-Coaches des Trägers bilden gemeinsam mit den Sozialpädagogen und vier Mitarbeitern des Jobcenters ein Team. „Deshalb haben wir  die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ genannt“, erklärt Dietmar  Langer, Mitglied  der  Geschäftsführung  des  Jobcenters  Region Hannover.  „Indem  wir  die wichtigsten Ansprechpartner direkt vor Ort haben, können wir auf die Situation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell und sehr individuell eingehen, Fragen klären und weitere Schritte vorbereiten.“

    „Die Integration von Geflüchteten in Arbeit zählt zu den großen Veränderungsprozessen innerhalb von Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Hier müssen alle Partner an einem Strang ziehen. Wir haben als arbeitgebergetragenes Bildungswerk dafür schon 2016 die Sozialpartnerinitiative IntegrationS mit ins Leben gerufen. Alles aus einer Hand ist das dritte große Projekt dieses bundesweit einmaligen Verbunds. Das Zwei-Stufen-Modell aus Kompetenzfeststellung und Qualifizierung bereitet die Teilnehmer bestmöglich auf die Anforderungen in der Arbeitswelt vor.“ Die Maßnahme beginnt mit der fünftägigen „Clearing“-Phase. In dieser Woche wird festgestellt, über welche beruflichen Erfahrungen die Teilnehmer verfügen, und es wird das Sprachniveau mittels Test eingestuft. In der anschließenden „Aktivierungs-Phase“ erhalten die Teilnehmer dann Berufskunde, wobei viel Wert auf die Praxis gelegt wird. In sechs Fachbereichen können sie geschult und qualifiziert werden, darunter Friseur und Kosmetik, Pflege sowie Metall und Holz. Weitere Inhalte sind Bewerbungsstrategien, Gesundheitsthemen und berufsbezogene Sprachkenntnisse. Wenn möglich, sollen die Teilnehmer auch Praktika in Betrieben absolvieren.

    Die Dauer der zweiten Phase ist abhängig vom individuellen Stand der Teilnehmer. In der Regel ist eine Teilnahme von sechs bis zwölf Monaten vorgesehen. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, begrüßt das Konzept von „Alles aus einer Hand“: „Die Arbeitsmarktintegration ist neben dem Spracherwerb eine ganz entscheidende Wegmarke für die zu uns geflüchteten Menschen, um auch mit dem Herzen Teil unserer Gesellschaft zu werden. Arbeit dient nicht nur dem Broterwerb, sondern ist sinnstiftend, verleiht Identität und verschafft den Menschen ein Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft“, sagt sie. „Von daher greift die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ des Jobcenter Region Hannover genau an der richtigen Stelle.“ 

    Doris Schröder-Köpf hat angekündigt, die Maßnahme zu besuchen, um sich persönlich über das Konzept zu informieren.

     

    PK Alles aus einer Hand

  • 14.02.2018 - Aus Alter Molkerei wird moderner Lernraum

    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft eröffnet nach Umzug Standort im Radsan-Park - Sprecher der Geschäftsführung: "Bildung wird erlebnisorientierter und zum ständigen Begleiter!"

    Leer. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat heute sein neues Bildungszentrum in der Alten Molkerei eröffnet. Im Erdgeschoss des Industriegebäudes aus dem Jahr 1921 entstand in den vergangenen zwei Jahren ein Ort, der Lernen auch optisch unterstützt. Statt in eintönigen Klassenzimmern bewegen sich die Teilnehmer des Bildungsträgers künftig in großen hellen Räumen, die Lernqualität und Motivation steigern helfen sollen. In den Fluren wird das BNW historische Antriebsmaschinen und Pumpensysteme ausstellen, und an den Wänden hängen alte Fotoaufnahmen, die vom industriellen Erbe des Gebäudes erzählen.

    „Bildung wird zunehmend anwendungs- und erlebnisorientiert, und der neue Standort bietet uns gute Möglichkeiten, dieses Konzept umzusetzen. Da wir dank der Kooperation mit den Investoren Helmuth Sandersfeld und Dr. Manfred Radtke hier ein Stück Industriekultur  bewahren können, stellen wir die berufliche Qualifizierung unserer Teilnehmer in den sichtbaren Kontext von Arbeitswelt und Produktion. Gleichzeitig bieten wir ihnen zum Beispiel im Projekt Teilqualifizierung Lernformen an, die unsere Zukunft bestimmen werden“, sagte am Mittwoch Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW, anlässlich der Eröffnungsfeier in der Christine-Charlotten-Straße. Lohmann weiter: Bildung sei mehr und mehr als Prozess zu verstehen. Die Wirtschaft brauche Fachkräfte, die ihre Qualifikationen fortlaufend weiterentwickeln. Dafür seien Qualifizierungen, die entlang der Arbeitsbereiche absolviert werden können, notwendig.

    Das BNW in Leer engagiert sich seit 30 Jahren für die lokale Wirtschaft. 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten täglich daran, Menschen den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt (wieder) zu ermöglichen. Um für den Wirtschaftsstandort  Ostfriesland langfristig Fachkräfte zu sichern, berät, unterrichtet und coacht das BNW in Leer aktuell 250 Teilnehmer, zum Beispiel im Projekt „Teilqualifizierung“. Teilqualifizierungen bieten Beschäftigten und Arbeitsuchenden die Möglichkeit, in einzelnen Abschnitten Fachkenntnisse zu erwerben und sich diese Leistungen zertifizieren zu lassen.

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    Weitere Informationen:

    https://www.bnw.de/leer

    http://www.nachqualifizierung.de/

     

    Wollen im neuen Bildungszentrum ein Stück Industriekultur bewahren (v.l.): Helmuth Sandersfeld, Investor Radsan-Park, Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung, Eckhard Harjes und Elke Korte, beide Regionalleitung BNW Leer.

     


    Der Radsan-Park nach der Renovierung. Das BNW belegt das Erdgeschoss des Industriegebäudes aus dem Jahr 1921.

     

     

     

    Pressekontakt:

    Julia Theiler
    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
    Referentin Unternehmenskommunikation
    Tel.: 0511 96167-15
    E-Mail: julia.theiler@bnw.de

  • 07.02.2018 - BNW spendet an Schulprojekt für Geflüchtete

    Hameln. Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des gemeinnützigen Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), hat heute der AG Kunter ...

    Hameln. Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des gemeinnützigen Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), hat heute der AG Kunterbunt an der IGS Hameln einen  Scheck in Höhe von 3.000 Euro überreicht. Stellvertretend für die Schule nahm die Leiterin der AG, die Lehrerin Regina Hölscher, den Scheck entgegen. Die AG Kunterbunt gibt es seit vergangenem Jahr. Ziel ist es, Flüchtlingskindern, die am regulären Unterricht der Schule teilnehmen, eine Möglichkeit zu bieten, die deutsche Sprache und die deutsche Kultur noch besser kennenzulernen. „Wir wollen ihnen zeigen, dass sie willkommen sind und ihnen einen Ort bieten, an dem Herkunft und Religion keine Rolle spielen“, erklärt Hölscher. Zehn Jugendliche aus dem Kreis der Schüler betreuen die AG, die offen für Flüchtlingskinder aller Jahrgangsstufen der Schule ist. Neben dem Erlernen der deutschen Sprache wird der kulturelle Austausch großgeschrieben. So kochen alle gemeinsam in der Schulküche traditionelle Gerichte oder unternehmen einen Ausflug ins Museum. „Uns begeistert an dem Projekt, dass es von Schülern für Schüler ist. Voneinander gemeinsam zu lernen und dabei Spaß zu haben ist moderne Bildung. Und Bildung ist die beste Grundlage für dauerhafte Integration auf Augenhöhe“, sagt BNW-Geschäftsführer Lohmann. „Wir freuen uns, wenn wir im Zuge der öffentlichen Aufmerksamkeit andere Schulen zu ähnlichen Projekten animieren können. Die Spende hilft uns, die Planung weiterer Aktivitäten zu sichern, dafür sind wir dankbar“, sagt Schulleiterin Gudrun Kruppe.

    Als Bildungswerk war es dem BNW wichtig, besonders das kreative und erlebnisorientierte Lernen innerhalb der AG zu fördern. So werden mit der Spende zwei Kinderuni-Veranstaltungen zu den Themen Klimawandel und Kommunikation unterstützt. Darüber hinaus wird das Geld für Lernspiele zur Sprachentwicklung und -förderung sowie für Lernmaterialien, etwa Schreib- und Leselernhefte sowie Lernuhren, verwendet. Die Spende des BNW erfolgte gemeinsam mit den Dienstleistern Bruns Druckwelt und der Grafikagentur fuchsundhase.

    Die AG Kunterbunt besteht seit Beginn des Schuljahres 2016. 20 Kinder, darunter zehn geflüchtete Kinder treffen sich jeden Dienstag. Sie lernen, kochen und erzählen sich von den Sitten und Bräuchen ihrer Länder. „Ich mache mit, weil es mir um die Gemeinschaft geht. Es ist mir wichtig, Toleranz zu leben und mit jeder Person vorurteilsfrei umzugehen“, sagt Ellen Weber, Schülerin aus der 10. Klasse anlässlich der Scheckübergabe. Der 13-jährige Raman Silo aus Syrien erzählt mit leuchtenden Augen, wie er durch die AG Kunterbunt Freundschaften in Deutschland schloss. „Ganz besonders hat mir die Weihnachtszeit gefallen, weil ich viele deutsche Traditionen kennengelernt habe“, sagt er in bereits sehr gutem Deutsch. AG-Leiterin Regina Hölscher: „Integration gelingt nur, wenn Geflüchtete nicht isoliert, sondern in die Gemeinschaft einbezogen werden.“

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  • 15.01.2018 - Wie es gelingt, Gehörlose als Berufskraftfahrer zu beschäftigen

    Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) lädt als niedersächsischer Kooperationspartner des Unternehmens-Netzwerks Inklusion Geschäftsführer und Personalleiter aus der Speditions- und Logistikbranche zu einem Beratertag ein.

    Wie es gelingt, Gehörlose als Berufskraftfahrer zu beschäftigen

    Hannover. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) lädt als niedersächsischer Kooperationspartner des Unternehmens-Netzwerks Inklusion Geschäftsführer und Personalleiter aus der Speditions- und Logistikbranche zu einem Beratertag ein. Am Dienstag, 6. Februar geben Inklusionsfachkräfte Antwort auf die Frage, wie es gelingen kann, Gehörlose als Berufskraftfahrer zu beschäftigen. Denn die Branche spürt den Fachkräftemangel von Tag zu Tag immer deutlicher. Als Unternehmen neue Strategien zu entwickeln, um Fachkräfte und Auszubildende zu gewinnen und damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, wird zunehmend wichtiger. Ein Weg besteht darin, stille Reserven auf dem Arbeitsmarkt zu aktivieren und Menschen mit Handicap zu beschäftigen.

    „Handicaps werden häufig als schwerwiegender eingeschätzt als sie sind – und Strategien, sie auszugleichen hingegen unterschätzt“, sagt Christian Paluch, der als Inklusionslotse des BNW Unternehmen berät. Er wird zwischen 8.45 und 13 Uhr den Teilnehmern Rede und Antwort stehen, wenn es um Unterstützungsmöglichkeiten und die Rechtslage bei der Beschäftigung von Menschen mit Handicap geht. „Den Personalverantwortlichen der Unternehmen hilft es während der Runden Tische immer sehr, gute Beispiele aus der Praxis zu hören“, sagt Paluch.

    Deshalb nimmt die Spedition Gieseker & Laakmann mit ihrer Personalleiterin Simone Heimken sowie dem gehörlosen Auszubildenden Nils Rath an dem Beratertag teil. Veranstaltungsort ist das Haus der Industrie am Schiffgraben 36, 30175 Hannover. Die Teilnahme inklusive eines Imbisses ist kostenlos.

    Da die Plätze auf 20 Personen begrenzt sind, bittet das BNW bis Freitag, 2. Februar um Anmeldung über das Kontaktformular auf bnw.de/runder-tisch oder per E-Mail an gabriele.moellenhoff@bnw.de.

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2017

  • 19.10.2017 - Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Delmenhorst

    Potenziale pflegen: Pflegefachschule und Bildungswerk geben Einblicke in ein spannendes Berufsfeld Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtsch ...

    Potenziale pflegen: Pflegefachschule und Bildungswerk geben Einblicke in ein spannendes Berufsfeld

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies bis Sonnabend lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächen-deckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Delmenhorst. Die Berufsfachschule Altenpflege und das BNW haben gestern einen Tag der offenen Tür in der Berufsfachschule Altenpflege veranstaltet. Eingeladen waren auch Schüler, die sich beruflich orientieren möchten. „Unsere Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schülern Orientierung im Hinblick auf eine individuell passende Berufswahl zu geben. In unseren Stärken- und Schwächenanalysen während der Berufsorientierungstage stellen die Schüler häufig fest, dass ein handfester Einstieg in einen Beruf ihnen viel mehr zusagt als weitere Jahre Theorie im Studium. Die Pflege bietet einen solchen praktischen Einstieg, und gut ausgebildete Fachkräfte haben selbstverständlich auch in diesem Bereich sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten“, erklärte Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

    Rund 90 Besucher waren der Einladung in die Pflegefachschule Friedrich-Ebert-Allee gefolgt, um sich über die Perspektiven des Pflegebereichs zu informieren, davon allein 70 Schüler. Sie kamen mit Experten, Fachkräften und Auszubildenden ins Gespräch über das Aufgabenfeld der Pflege. Bei einem Rundgang durch die Berufsfachschule erfuhren die Schüler neben praktischen Übungen, zum Beispiel mit einem Pflegerollstuhl, viele interessante Details über die Tätigkeiten in den Pflegeberufen.
     
    „Mit der weiter zunehmenden Alterung der Bevölkerung wird der Bedarf an Pflegekräften noch stärker steigen, was dazu führt, dass sowohl die Einstiegs- als auch die Aufstiegsmöglichkeiten im Pflegebereich sehr gut sind“, stellte die Leiterin der Pflegeschule, Jutta Lippok, bereits im Vorfeld fest. „Es ist gar nicht so einfach, Nachwuchs im Pflegebereich zu finden. Gerade vor diesem Hintergrund freuen wir uns über so viel Resonanz von Jugendlichen, die die Schule besichtigt haben“, fasste der stellvertretende Pflegeschulleiter Dr. Theodor Müller den Tag zusammen.

    „Wir sind froh, dass wir heute gemeinsam mit einer tollen Aus- und Weiterbildungsinstitution neue Einblicke in ein Berufsfeld vermitteln konnten, das vielfach unterschätzt wird. Um die großen Fachkräftelücken zu schließen, ist es wichtig, dass sich die Akteure vor Ort zusammentun und über interessante Berufe informieren, die den Auszubildenden eine gesicherte berufliche Zukunft und Entwicklungschancen bieten. Aber auch ältere Arbeitnehmer, die beruflich gerne noch einmal etwas anderes machen möchten, haben im Pflegebereich eine Reihe von Möglichkeiten“, sagte BNW-Regionalleiter Hartmut Lindemann.

    Hintergrund: Fachkräftetage

    In den 2020er Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden, und Nachwuchskräfte sind knapp. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommen IAB-Kurzbericht 9/2015 zu dem Ergebnis, dass der Bedarf an Akademikern in den kommenden Jahren gedeckt werden könnte, sich aber große Fachkräftelücken auf der mittleren Qualifikationsebene abzeichnen. Danach wird ein Mangel dort prognostiziert, wo ein Hochschulabschluss gar nicht nötig ist, zum Beispiel in der Gesundheits- und Krankenpflege. Hier hat sich die Fachkräftesituation in den letzten fünf Jahren so zugespitzt, dass sie erst­mals in den Top 10 der sogenannten Engpassberufe auftaucht.

    Wegen der regionalen Unterschiede bei sogenannten Engpassberufen braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbeaktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

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  • 17.10.2017 - Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Wilhelmshaven

    Nachwuchskräfte in Wilhelmshaven halten: Arbeitgeberverband und Bildungswerk wollen Schülern Jobs in Energiewirtschaft schmackhaft machen Die Fachkräf ...

    Nachwuchskräfte in Wilhelmshaven halten: Arbeitgeberverband und Bildungswerk wollen Schülern Jobs in Energiewirtschaft schmackhaft machen

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies von heute an lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächen-deckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Wilhelmshaven. In ein entscheidendes Wachstumsfeld unserer Region kommt Bewegung: Wilhelms-havens Position als eine der größten Energiedrehscheiben Deutschlands wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Um dieses Potenzial nutzen zu können, müsse jetzt vor allem auch an die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern gedacht werden, sagte Oberregierungsrat Stefan Friedrich vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr heute beim „Energie-Forum“ im Rahmen der Fachkräftetage Niedersachsen in Wilhelmshaven – und hob damit die immense Bedeutung von aktuellen und zukünftigen Fachkräften für die wirtschaftliche Entwicklung in Stadt und im Landkreis hervor.

    „Unsere Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schülern Orientierung im Hinblick auf eine individuell passende Berufswahl zu geben. In unseren Stärken- und Schwächenanalysen während der Berufsorientierungstage stellen die Schüler häufig fest, dass ein praktischer Einstieg in einen Beruf ihnen viel mehr zusagt als weitere Jahre Theorie im Studium. Wir vermitteln ihnen dann gemeinsam mit unserem großen Netzwerk spannender Firmen, dass Ausbildung Spaß macht und dass Fachkräfte nach einer dualen Berufsausbildung durchaus sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten haben“, erklärte Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung. Lohmann sagte weiter, es gelte nicht nur, Fachkräfte zu finden, sondern auch ihre berufliche Entwicklung zu fördern. Dies gelinge nur in Zusammenarbeit mit Betrieben und begleitenden Institutionen. Es erfordere insgesamt auch ein anderes Verständnis des Lernens im Sinne eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses. Das BNW als Bildungsexperte habe sich dieses Konzept auf die Fahnen geschrieben und treibe das lebenslange Lernen im Netzwerk mit der niedersächsischen Wirtschaft aktiv voran.

    In Wilhelmshaven waren rund 30 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Institutionen der Einladung des BNW in die Schillerstraße gefolgt, um über die Perspektiven des Wirtschaftsstandorts für die jüngere Generation zu sprechen. Zahlreiche weitere Besucher kamen während einer Ausstellung am Nachmittag mit lokalen Unternehmen des Energiesektors ins Gespräch. Aber welche Arbeitsfelder dieser Branche bieten aktuell eigentlich die besten Ein- und Aufstiegschancen? Darüber gab ein Impulsvortrag von Professor Alwin Burgholte, langjähriger Dozent der Jade Hochschule, Auskunft. Ihm zufolge werde die Abhängigkeit von der Elektrizität hierzulande stetig zunehmen.

    Für Wilhelmshaven bedeute das: Viel Fachkräftebedarf in konventionellen Arbeitsgebieten wie Automatisierungs- und Kraftwerktechnik, aber vor allem entstünden sehr viele neue Arbeitsfelder, etwa in Netzerneuerung und -ausbau sowie in der Elektromobilität, so der Experte.

    Diese können jedoch nur gemeinsam erschlossen werden: „Als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. wollen wir Wachstum und Entwicklung im Jade Wirtschaftsraum voranbringen. Dazu gehört es, die richtigen Partner an einen Tisch zu bekommen und zusammen die Potenziale auszuloten. Deswegen bin ich sehr froh, dass wir das Wirtschaftsministerium für einen Besuch heute gewinnen konnten, und wir hoffen, die gute Zusammenarbeit mit dem Ziel einer effektiven Fachkräftesicherung an unserem Wirtschaftsstandort weiter intensivieren zu können“, sagte Henning Wessels, Bildungsreferent beim Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e. V.

    Hintergrund der Fachkräftetage

    In den 2020er Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden, und Nachwuchskräfte sind knapp. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommen zu dem Ergebnis[1], dass der Bedarf an Akademikern in den kommenden Jahren gedeckt werden könnte, sich aber große Fachkräftelücken auf der mittleren Qualifikationsebene abzeichnen. Danach wird ein Mangel dort prognostiziert, wo ein Hochschulab-schluss gar nicht nötig ist, zum Beispiel in vielen Berufen des Handwerks und den hoch spezialisierten technischen Berufen in den Bereichen Elektronik, IT und Metall.

    Wegen der regionalen Unterschiede bei sogenannten Engpassberufen braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbeaktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

    Für Wilhelmshaven hat das BNW die Energiewirtschaft als Schlüsselthema ausgewählt. In Stadt und Landkreis unterstützen die Bildungsexperten jährlich mehr als 750 Schüler dabei, ihren Übergang von der Schule ins Berufsleben erfolgreich zu meistern. Die Perspektiven für Schulabgänger als künftige Fachkräfte der Energiewirtschaft stehen dabei zunehmend im Fokus.

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    [1] Quelle: IAB-Kurzbericht 9/2015, www.iab.de > Publikationen > IAB-Kurzbericht

  • 16.10.2017 - Start der Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Leer

    Inklusion von Menschen mit Handicap in die Arbeitswelt stärkt den Wirtschaftsstandort Ostfriesland Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtscha ...

    Inklusion von Menschen mit Handicap in die Arbeitswelt stärkt den Wirtschaftsstandort Ostfriesland

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies von heute an lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächen-deckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Emden/Leer. Ob Ingenieure oder Lehrer – so mancher Arbeitgeber sucht derzeit vergeblich Arbeit-nehmer, und das auch in den Ausbildungsberufen in Metall- und Elektroindustrie sowie in der Pflege. Wo in der eigenen Region kaum Arbeitnehmer mit passenden Qualifikationen verfügbar sind, können Firmen viele Ressourcen in überregionale Rekrutierung stecken – oder sie können einfach umdenken. Denn es gibt sie: Stille Reserven, die auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind. Das sind zum Beispiel Menschen mit Handicap, die bei der Arbeitssuche häufig Absagen kassieren. Oft sind Informations-defizite die Ursache, weil hohe rechtliche und bürokratische Hürden vermutet werden.

    Mit der richtigen Beratung und praktischer Unterstützung ist eine Behinderung jedoch kein Hindernis, sondern wird zu einer echten Chance für Unternehmen und damit für den gesamten Wirtschafts-standort Ostfriesland. Ein lokales Beispiel dieser Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist die Inklusionsagentur Leer (INA), die seit fast zwei Jahren erfolgreich arbeitet und die heute Vormittag einer der Schwerpunkte der Veranstaltung „Chance Inklusion“ im Rahmen der Fachkräftetage in Leer war.

    „Es kommt aus meiner Sicht ganz wesentlich darauf an, Menschen mit Handicap durch eine Teilhabe am Arbeitsleben insgesamt ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, sagte heute Landrat Matthias Groote vor den 40 Gästen. Der SPD-Politiker hatte die Schirmherrschaft für den lokalen Fachkräftetag in der Berufsakademie Ost-Friesland übernommen. Groote sagte weiter, er sehe den heutigen Tag als eine „Kick-off-Veranstaltung“ zu einem Thema, bei dem Politik, Verwaltung und Wirtschaft noch viel stärker zusammenarbeiten müssten.

    „Wir begegnen den Menschen auf Augenhöhe und begleiten sie so, dass sie den aktuellen Anforderungen der Arbeitswelt gerecht werden. Als Bildungsexperte ist es uns sehr wichtig, gerade Menschen mit Handicap während ihrer gesamten Berufsbiographie zu unterstützen. Das bedeutet, wir bereiten sie nicht nur auf das Arbeitsleben vor, sondern wir begleiten sie auch nach dem Eintritt in den Job weiter. Dafür benötigen wir natürlich die Unterstützung der Unternehmen und den stetigen Austausch mit ihnen“, sagte Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW in seiner Begrüßungsrede.

    „Wir begrüßen die Zusammenarbeit sehr und bekommen viele positive Rückmeldungen aus den Unternehmen zur Inklusion von Menschen mit Handicap in die Betriebe. Inklusion muss jedoch schon in der Schule beginnen. Ich habe mit vielen Lehrern gesprochen, die sich dieser Herausforderung sehr engagiert stellen und gute Konzepte vorlegen. Diese scheitern jedoch oft an einer sehr dünnen Personaldecke, die von der Politik schnellstmöglich nachgebessert werden sollte“, gab Johann Doden, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes für Ostfriesland und Papenburg, zu bedenken.

    Morgen ab 10 Uhr geht die Fachkräfteoffensive in Emden weiter. Dort lädt das BNW unter dem Motto „Arbeitswelt Deutschland“ Menschen mit Migrationshintergrund in die Abdenastraße 4 zu einem Bewerbungscoaching ein.

    Hintergrund der Fachkräftetage

    Aufgrund des demografischen Wandels gehen bald viele Beschäftigte in Rente, und Nachwuchskräfte sind knapp. Fachkräfteengpässe sind aber nicht in jeder niedersächsischen Region gleich groß, in Ostfriesland sind die Herausforderungen jedoch deutlich spürbar. 46,2 Prozent beträgt laut einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln aus dem Jahr 2016 hier die sogenannte Engpassquote. Sie gibt an, wie viele Stellen innerhalb einer Region in Engpassberufen im Verhältnis zu Nicht-Engpassberufen ausgeschrieben wurden. Gerade wegen der regionalen Unterschiede braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbe-aktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

    Für Leer hat das BNW das Thema Inklusion als Schlüsselthema ausgewählt. Als Bildungsträger der Wirtschaft weiß das BNW um die Bedürfnisse der Unternehmen und hat ein ausgeprägtes Gespür für Bildungstrends. Gleichzeitig besteht jahrelange Erfahrung  mit der Integration von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in das Berufsleben. Jährlich unterstützt das Bildungswerk rund 5.000 Menschen in beruflicher Rehabilitation dabei, ihre Chancen zu erkennen und umzusetzen.
    Hinzu kommen zahlreiche praktische Beispiele erfolgreicher Inklusion von Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt. Im Projekt INA erarbeiten pädagogische Mitarbeiter mit dem potenziellen Arbeitnehmer einen individuellen Tätigkeitsbereich, und der Jobcoach des BNW-Teams bringt daraufhin den Bewerber mit einem Betrieb passgenau zusammen.

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  • 12.06.2017 - Netzwerken für den Einstieg in einen MINT-Beruf: Rundgang mit jugendlichen Geflüchteten auf der IdeenExpo

    Der schnellste und zugleich nachhaltigste Weg für Zuwanderer in die Mitte der Gesellschaft führt über den Beruf. Doch um die Integration von Geflüchte ...

    Der schnellste und zugleich nachhaltigste Weg für Zuwanderer in die Mitte der Gesellschaft führt über den Beruf. Doch um die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt erfolgreich zu gestalten, müssen erst einmal tradierte Integrationskonzepte, die nur den Spracherwerb und die berufliche Qualifikation in den Mittelpunkt stellen, über Bord geworfen werden.

    „Es hat sich gezeigt, dass die Geflüchteten so umfassend wie möglich begleitet werden müssen. Ein gutes Case-Management nimmt das gesamte Lebensumfeld in den Blick, hilft zügig bei Behördenfragen und vernetzt effektiv mit den richtigen Ansprechpartnern, um die Türen zu einem Job zu öffnen“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).

    Mit den so genannten Prozessbegleitern geht das Land Niedersachsen bei der Integration von jugendlichen Geflüchteten in eine Ausbildung seit November vergangenen Jahres neue Wege: In den Regionen wurden zehn Prozessbegleiter eingesetzt, die als Koordinatoren vor Ort dienen. Als Ansprechpartner für die berufsbildenden Schulen begleiten sie die so genannten SPRINT-Dual-Klassen, die eine Brücke zwischen auslaufender Schulpflicht und Übergang in die Arbeitswelt schlagen.

    Cornelia Kölling ist eine von acht Prozessbegleitern, die das BNW im Auftrag des Landes beschäftigt. Sie ist in der Region Oldenburg tätig. Die beiden Berufsbildenden Schulen aus Cloppenburg BBS am Museumsdorf und BBS Technik, die von ihr betreut werden, haben sich dazu entschlossen an der IdeenExpo teilzunehmen. Die Schüler mit Fluchthintergrund aus den Sprach- und Integrationsklassen hatten damit die Möglichkeit, erstmalig an so einer besonderen Messe teilzunehmen und sich im Hinblick ihrer beruflichen Zukunft weiter zu orientieren. In diesen Wochen, vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres, bietet die IdeenExpo Möglichkeiten für technisch begabte Geflüchtete, mit der Berufswelt von Naturwissenschaften und Technik in Kontakt zu treten.

    Am Montag, 12. Juni, fuhren rund 40 Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren aus den zwei Berufsschulen zur IdeenExpo, um sich vor Ort den Zugang in einen MINT-Beruf zu eröffnen. Die Hälfte der Schüler hat einen Fluchthintergrund. „Wir wollen den jungen Geflüchteten zeigen: Diese Berufe, in denen auch ein großer Fachkräftemangel herrscht, sind für sie eine echte Perspektive“, sagte Kölling.

    Nach einer Führung mit den IdeenExpo-Scouts konnten sich die Schulklassen selbst umschauen. Die geflüchteten Jugendlichen nutzten die freie Zeit und suchten den Dialog mit den ausstellenden Firmen. Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigte ihnen Mitarbeiter Christian Werner ein kleines Gerät, mit dem es in Zukunft möglich sein wird, nach einem Unfall automatisch die Rettungskräfte zu alarmieren. „Die Digitalisierung wird immer präsenter, das merken auch unsere Azubis“, sagt Torsten Aumann vom Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG. Er zeigte dem 18-jährigen Jamalshah Timuri, der aus Afghanistan geflüchtet ist, wie ein Mikrocontroller programmiert wird. „Mir ist positiv aufgefallen, wie gut er sich auf die Aufgabe konzentriert hat. Die Übung hat ihm großen Spaß gemacht“, sagte Aumann. Ich freue mich, dass ich mich gut präsentieren konnte. Wenn ich mich für ein Praktikum bewerben möchte, habe ich gleich ein Gesprächsthema“, sagte Jamalshah Timuri. Sozialarbeiterin Rena Fortmann unterstrich, wie wichtig der Besuch für die Jugendlichen mit Fluchterfahrung war: „Die technischen Berufe und die vielen Innovationen, die hier anschaulich dargestellt  werden, sind eine ganz neue Welt für sie. Insofern war die IdeenExpo wichtig, um erste Erfahrungen zu sammeln, die sie auf ihrem weiteren Weg gut nutzen können.“

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    Die Fotos zu dieser Pressemitteilung finden Sie in unserer Rubrik "Pressefotos".

  • 08.02.2017 - 10 Jahre erfolgreiche Existenzgründungen mit dem BNW in Hannover

    Sein eigener Chef sein, die Leidenschaft zum Beruf machen – diesen Traum erfüllen sich viele mit dem eigenen Unternehmen. Auch für Arbeitssuchen ...

    Sein eigener Chef sein, die Leidenschaft zum Beruf machen – diesen Traum erfüllen sich viele mit dem eigenen Unternehmen. Auch für Arbeitssuchende ist die Existenzgründung ein Weg, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Im Auftrag des Jobcenters Region Hannover unterstützt das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) seit zehn Jahren ALG II-Empfänger bei ihrem Gründungsvorhaben. Von der Bestattungskünstlerin bis zum Hypnose-Therapeuten sind dabei schon einige erfolgreiche Geschäftsmodelle entstanden.

    Rechnet sich das Geschäftsmodell? Wie reagiert der Markt auf das neue Angebot? Und wie kurble ich das Geschäft an, wenn es mal nicht so gut läuft? Bei diesen und anderen Fragen unterstützen die Experten des BNW. Das wichtigste: Jede Neugründung soll auch zukunftsfähig sein. „Berufliche Selbstständigkeit kann der Weg in eine gesicherte Existenz sein“, sagt Birgit Jung, Mitglied der Geschäftsführung im Jobcenter Region Hannover. „Seit zehn Jahren profitiert das Jobcenter vom Fachwissen und der Erfahrung des BNW. Gemeinsam konnten wir viele Menschen dabei unterstützen, eine Selbstständigkeit aufzubauen oder zu erhalten.“ Rund 1000 Teilnehmer berät das BNW im Rahmen der Maßnahme pro Jahr. „Die Ideen und das Engagement unserer Teilnehmer begeistern uns immer wieder aufs Neue“, sagt Lars Knorr, der seit rund acht Jahren in der Gründungsberatung beim BNW arbeitet und seit 2015 als Teamleiter auch verantwortet. „Die meisten unserer Teilnehmer wollen ihre Leidenschaft zum Beruf machen und sind dafür hochmotiviert.“ Umso härter sei es, wenn die BNW-Experten den Gründungswilligen auch mal zurück auf den Boden der Tatsachen bringen müssen. „Es kommt natürlich vor, dass eine Gründungsidee nicht realisierbar ist – zum Beispiel, weil es sich nicht rechnet“, erklärt BNW-Gründungsberaterin Anette Domning. „In diesem Fall können wir die Gründung nicht genehmigen. Das ist für die Teilnehmer dann häufig schwer zu verkraften. Aber wir wollen natürlich sicherstellen, dass das Geschäft am Ende auch läuft.“

    Früher Unternehmensberater, heute Therapeut

    So wie bei Alexander Seiler, der seit rund zwei Jahren erfolgreich seine eigene Praxis in Hannover betreibt. Als Hypnose-Therapeut therapiert er Menschen mit Depressionen, Ängsten, Burn-out und anderen psychisch bedingten Erkrankungen. „Selbständig hätte ich mich auch so gemacht“, sagt Alexander Seiler. „Aber die Unterstützung durch das BNW hat mir sehr geholfen.“ Es ist nicht die erste Selbständigkeit des Hannoveraners: Der gelernte Immobilienfachwirt war schon einmal als Unternehmensberater sein eigener Chef. „Das Geschäft lief gut, aber ich selbst blieb auf der Strecke“, sagt der 48-Jährige. Nach knapp drei Jahren litt er unter Burn-out, Depressionen und Angstzuständen. Die üblichen Therapien schlugen bei ihm nicht an. Erst die die spezielle, ursachenorientierte Hypnose-Therapie machte aus Alexander Seiler einen neuen Menschen. „Meine Ängste waren wie weggeblasen. Da war mir klar: Das möchte ich auch machen. Ich möchte anderen Menschen helfen“, erzählt der Existenzgründer. Nach einer Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie schickte das Jobcenter den damaligen ALG II-Bezieher mit seinem Gründungsvorhaben zum BNW. „Am Anfang war ich sehr skeptisch“, erzählt Alexander Seiler. Als Unternehmensberater kannte er sich mit Existenzgründungen gut aus, hatte sogar selbst Gründungswillige beraten. „Ich dachte, die beim BNW haben nur theoretisches Wissen und können mir nichts Neues erzählen. Sie haben mich dann aber doch ganz schnell überzeugt“, sagt der Existenzgründer. Die BNW-Experten feilten mit ihm an seinem Business-Plan, schulten ihn in Fragen zu Recht und Marketing. „Vor allem das persönliche Coaching war super. Da habe ich dann auch gemerkt, dass die Berater echtes Praxis-Wissen mitbringen“, erzählt Alexander Seiler. In seiner Praxis bietet er heute vor allem die Hypnoanalyse an. „Dabei behandele ich nicht Symptome, sondern die Ursache für Ängste, Depressionen und andere Erkrankungen“, erklärt der Existenzgründer. Dafür versetzt er seine Patienten in den Zustand der Hypnose. „Meistens liegt die Ursache in der frühen Kindheit. Daran können wir uns in der Regel nicht erinnern, aber unser Unterbewusstsein vergisst nichts – und genau das kann ich während der Hypnose ansprechen“, erklärt der Hypnose-Therapeut. „Oft genügt schon eine Intensiv-Sitzung. Stammkundschaft habe ich also nicht.“ Dank der Tipps vom BNW gehen die Termin-Anfragen aber nicht aus.

    Kunst und Betriebswirtschaft – da prallen Welten aufeinander

    Büromanagement, Unternehmensberatung, Gastronomie – viele der Existenzgründungen, die das BNW in den vergangenen zehn Jahren begleitet hat, sind klassische Dienstleistungen. Andere Ideen waren auch für die BNW-Berater neu. Dazu gehört die Bestattungskunst von Susanne Baumhakel. Die 46-jährige Künstlerin designt und gestaltet individuelle Urnen aus Materialien wie Keramik und Holz. „Ich habe damals selbst Todesfälle im Freundeskreis erlebt und mich so mit dem Thema beschäftigt. Die Urnen, die man üblicherweise bekommt, finde ich einfach schrecklich“, erzählt die Künstlerin schmunzelnd. „Sie sind meist aus kaltem Metall und haben plumpe Formen. Da hatte ich zum ersten Mal die Idee, eine Urne zu gestalten, die man gern ansieht und in die Hand nimmt, an der man Freude hat.“  Das war vor etwa eineinhalb Jahren, als die Mutter von zwei Söhnen nach einer beruflichen Familienpause über das Jobcenter Hannover beim BNW landete. Kunst und Betriebswirtschaft – da prallten Welten aufeinander: „Es gab viele Reibungspunkte, aber das war gut so“, sagt Susanne Baumhakel. „Überall, wo es Lücken in meiner Planung gab, hat die Beraterin kritisch nachgefragt und mich immer wieder angestachelt. Dinge wie Marketing zum Beispiel sind einfach nicht meins, müssen aber bedacht werden. Das wichtigste war für mich aber: Sie hat an mich und meine Idee geglaubt und mich immer unterstützt.“ Seit April vergangenen Jahres hat die studierte Bildhauerin ein eigenes Atelier in der Hannover-Südstadt. Dort entstehen ihre Urnen, die sie über Bestatter in Deutschland und Österreich anbietet. Preislich unterscheiden sie sich kaum von den industriell gefertigten Urnen. „Ich arbeite ohne Glasur, ohne Farben. Mir ist wichtig, dass das Material sichtbar bleibt“, erklärt die Künstlerin. Ihr reduziertes Design haben inzwischen auch schon andere Kunden für sich entdeckt. Instrumente aus Keramik für einen Musiker, ein individuelles Gefäß für den Gas-Herd eines Hobby-Kochs oder eine inspirierende Schale zum Sammeln von Gedanken für eine Autorin – Susanne Baumhakel gestaltet Behältnisse ganz nach Wunsch. In ihrem Atelier gibt sie zudem regelmäßig Keramik-Kurse für Kinder. Es läuft bei der Künstlerin – auch dank der Starthilfe durch das BNW.

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  • 07.02.2017 - 'Vielleicht lerne ich auch noch Platt'

    Fachkräfte in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sind gefragt: Rund 200.000 mehr Stellen als Fachkräfte gab es Ende des ...

    Fachkräfte in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sind gefragt: Rund 200.000 mehr Stellen als Fachkräfte gab es Ende des vergangenen Jahres in Deutschland, meldete das Institut der Deutschen Wirtschaft. Ohne Spezialisten aus dem Ausland ist diese Lücke nicht zu schließen. Umso wichtiger ist es, Zuwanderer mit MINT-Qualifikation gezielt zu unterstützen, damit ihnen der Anschluss in den deutschen Arbeitsmarkt trotz sprachlicher oder kultureller Hürden gelingt. Genau hier setzt der Kurs an, den das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) in Kooperation mit dem IQ-Netzwerk Niedersachsen und finanziert aus Mitteln des europäischen Sozialfonds in Leer anbietet. Nach rund sieben Monaten gemeinsamer Arbeit ist der erste Durchgang im Januar zu Ende gegangen. Erfolgsgeschichten inklusive.

    10 Jahre Berufserfahrung als Bauingenieur brachte Mohammad Sahaei  mit. In seinem Heimatland, dem Iran, hatte der 34-Jährige studiert und einen guten Job als Projektleiter, bevor er vor drei Jahren aus politischen Gründen nach Deutschland floh. „Ich habe Deutschkurse besucht und meinen Führerschein gemacht“, erzählt Mohammad Sahaei. „Einen Job habe ich aber trotz meiner Qualifikation nicht gefunden. Mein Deutsch, vor allem die Fachsprache, und meine Bewerbung waren nicht gut genug.“ Das IQ-Netzwerk vermittelte ihn dann in die Maßnahme beim BNW in Leer. Mit Erfolg: Er arbeitet nun als Praktikant bei einem Bauunternehmen in Wiesmoor und hat eine feste Position in Aussicht. „Ohne das BNW hätte ich das vermutlich nicht geschafft“, erzählt der in Varel lebende Iraner. „Ich habe dort viel Deutsch gelernt, Tipps für die Bewerbung mitgenommen und sie haben mir auch die Praktikumsstelle vermittelt.“ An seinem Deutsch möchte er auch weiterhin hart arbeiten. „Vielleicht lerne ich auch noch Platt“, scherzt der Ingenieur. „Dann kann ich noch besser mitreden.“

    So glatt wie bei Mohammad Sahaei läuft es nicht immer, weiß BNW-Dozent Christian Rosendahl, der den Kurs in den vergangenen Monaten betreute: „Es gibt für die Männer und Frauen viele Hürden. Angefangen bei der Sprache bis hin zu aufenthaltsrechtlichen Fragen. Einen Teil davon versuchen wir mit ihnen zu meistern.“ In seinem Unterricht standen zum Beispiel Fragen aus dem Arbeitsrecht oder Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz auf dem Stundenplan. Mit weiteren BNW-Experten paukten sie Fachsprache, überarbeiteten ihre Bewerbungsunterlagen und übten Vorstellungsgespräche. Christian Rosendahl begleitete darüber hinaus die Teilnehmer, die nach viermonatiger theoretischer Vorbereitung in ein Praktikum in einen Betrieb wechselten. „Es waren meist nur Kleinigkeiten, bei denen ich vermitteln musste, zum Beispiel beim Thema Pünktlichkeit. Auch gab es einen Teilnehmer, der während der Arbeitszeit einen Friseurtermin wahrnehmen wollte. Da musste ich dann erstmal erklären, dass das so nicht geht“, berichtet Christian Rosendahl. Trotz des ein oder anderen kulturellen Missverständnisses hat ihn die Arbeitsmoral seiner Teilnehmer aber überzeugt: „Die meisten waren unheimlich motiviert, haben auch über die Unterrichtszeiten hinaus gearbeitet. Man hat gemerkt: Die wollen unbedingt arbeiten.“

    So geht es auch Osama Almeri. Der Syrer sucht seit seiner Ankunft in Deutschland vor zwei Jahren vergeblich einen Job. „Ich möchte unbedingt in Leer bleiben und arbeiten“, sagt der 34-jährige Familienvater. USA, Karibik, Europa, Russland – um die ganze Welt sei er gereist, um für seine Familie ein sicheres Land zum Leben zu finden. „Nirgendwo wird man so empfangen wie in Deutschland“, sagt der Syrer. Seinen Bachelor-Abschluss in Maschinenbau hatte er sich mit Unterstützung des IQ-Netzwerks anerkennen lassen, das ihn dann auch die Qualifizierung beim BNW empfahl. Nach dem Kurs steht fest: Er geht nochmal an die Uni. An der Fachhochschule in Emden macht er seinen Master. „So sind meine Chancen einfach besser, langfristig hier arbeiten zu können“, sagt Osama Almeri. Der Kurs hat sich dennoch für ihn gelohnt: „Ich habe so viel dazugelernt – sprachlich, aber auch, worauf es beim Bewerben und beim Arbeiten ankommt.“

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  • 23.01.2017 - Ausbildung inklusiv gestalten: Das BNW zeigte, wie's geht

    Mut für neue Wege – dazu riefen die Redner der Fachtagung „Antrieb für inklusive Ausbildung“ am vergangenen Donnerstag in Langenhage ...

    Mut für neue Wege – dazu riefen die Redner der Fachtagung „Antrieb für inklusive Ausbildung“ am vergangenen Donnerstag in Langenhagen auf. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hatte im Rahmen des Projekts „Wirtschaft inklusiv“ in die Räume der MTU Maintenance Hannover GmbH eingeladen, um Betriebe über die Möglichkeiten der Ausbildung von Menschen mit Handicap zu informieren. Beispiele aus der Praxis zeigten: Mut lohnt sich. Das gilt sowohl für Betriebe, die  – wenn sie sich auf alternative Formen der Ausbildung einlassen – hochmotivierte Arbeitskräfte gewinnen. Aber auch für Bewerber mit Behinderung, denen es oft an Selbstbewusstsein fehlt, sich auf dem regulären Arbeitsmarkt zu bewerben.

    „So normal wie möglich, so speziell wie nötig“, dies sei der beste Weg, Ausbildung für Menschen mit Behinderung zu gestalten, sagte Petra Wontorra, Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen. Bastian Schmidt-Faber, Geschäftsführer des BNW, Sascha Köhne, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Prof. Dr. Michael Heister vom Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) und Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), pflichteten dieser Einschätzung bei und machten darüber hinaus den wirtschaftlichen Nutzen beruflicher Teilhabe deutlich. „Jeder Mensch bringt eine Begabung mit. Es lohnt sich, den Blick auf die Stärken der Menschen zu richten und sie diesen entsprechend einzusetzen. Denn da die Zahl der Erwerbspersonen und Fachkräfte weiter sinkt, zählt jedes Talent“, so Bastian Schmidt-Faber.

    Die MTU Maintenance Hannover GmbH hat dies bereits erkannt. In Kooperation mit NiedersachsenMetall gibt das Unternehmen benachteiligten Jugendlichen in Einstiegqualifikationen Starthilfe in die Ausbildung. Von guten Beispielen wussten aber auch Podiumsgäste des Abends zu berichten, darunter der Flughafen Hannover-Langenhagen und der Futtermittelhersteller Miavit aus Essen (Oldenburg). In Tandems aus Ausbildern und Azubis stellten sie Beispiele aus der Praxis vor. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, Menschen mit Behinderung einzustellen“, erzählte Ralf Sieverding, Ausbildungsleiter bei der Miavit GmbH. Unterstützung bei der Umsetzung dieses  Vorhabens fanden er und seine Kollegen im Projekt „Wirtschaft inklusiv“, in dem sie kostenlos beraten wurden. Mit Erfolg: Nach einer rehabilitationspädagogischen Qualifizierung von Ausbilderin Anke Ostermann konnte Laura Mählmann mit einer Lernbehinderung als Auszubildende für den Beruf „Fachpraktikerin in der Hauswirtschaft“ eingestellt werden. Die Fachpraktikerausbildung konzentriert sich mehr auf fachpraktische als auf theoretische Inhalte. Laura Mählmann wurde nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss inzwischen in den festen Mitarbeiterkreis übernommen. Trotz ihrer körperlichen Einschränkung gehört auch die ehemalige Auszubildende Nadine Saalfeld  inzwischen fest zum Team des Flughafens Hannover-Langenhagen. Die Bürokauffrau setzte sich damals  gegen 800 andere Bewerber durch – die meisten ohne Handicap. „Ihre Leistung hat uns überzeugt“, sagte ihr Ausbildungsleiter Benjamin Waßmann. Sie mache die Dinge zum Teil eben anders, komme aber immer ans Ziel. „Ich möchte andere in meiner Situation ermutigen“, sagte  Nadine Saalfeld. Denn vielen Menschen mit Handicap fehle es an Selbstvertrauen – dabei stehen sie gesunden Bewerbern oft in nichts nach.

    Mut zu mehr Selbstvertrauen machte auch die Showeinlage der Patsy und Michael Hull Foundation aus Osnabrück. Darsteller und Tänzer mit und ohne Behinderung zeigten Ausschnitte aus ihrem inklusiven Musical „Grand Hotel Vegas“ – und gaben damit ein gutes Beispiel, wie man Menschen mit Handicap durch Teilhabe stärken kann.

    Seit drei Jahren beraten die Inklusionslotsen des BNW im Projekt „Wirtschaft inklusiv“ Betriebe kostenlos zu den Möglichkeiten der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Der erfolgreiche Projektabschluss war Anlass für die Fachtagung, die sich vor allem an Betriebe richtete. Diese finden die bewährte Unterstützung in den gewohnten Strukturen im Nachfolgeprojekt „Unternehmer-Netzwerk Inklusion“. Ansprechpartner in Hannover ist Christian Paluch (christian.paluch@bnw.de).

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2016

  • 13.12.2016 - Hannover 96 lädt Flüchtlingsmannschaft ins Stadion ein

    Hautnah im Stadion mitfiebern, gemeinsam die Mannschaft bejubeln, mit der Menge singen – dieser typisch deutsche Traum geht für elf Asylbewerber ...

    Hautnah im Stadion mitfiebern, gemeinsam die Mannschaft bejubeln, mit der Menge singen – dieser typisch deutsche Traum geht für elf Asylbewerber aus Norddeutschland in Erfüllung. Hannover 96 sponsert den Männern Tickets für das nächste Heimspiel gegen den SV Sandhausen am 18. Dezember.

    Erkämpft haben sich die Männer die Karten bei einem interkulturellen Hallen-Fußballturnier in Neu-Wulmsdorf. Gegen drei weitere Mannschaften aus den Landkreisen Harburg und Stade – allesamt Teams aus Männern mit Fluchthintergrund – hat sich das Team von „Real Stade“ vergangenen Sonntag mit knappem Vorsprung durchgesetzt. Organisiert wurde das Turnier vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) in Kooperation mit den evangelisch-lutherischen Kirchenkreisen Buxtehude und Stade und der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe im Landkreis Harburg. Ziel des Turniers war es, Austausch und Miteinander zwischen Einheimischen und Asylbewerbern anzuregen.

    Gefördert wurde das kreisübergreifende Fußballevent von der Stiftung gegen Rassismus, der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover und der Aktion InterAktionSport. Zudem unterstützten das Turnier der Diakonieverband der Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Buxtehude und Stade, der Kreisportbund Stade, der FC Seevetal und die SG Lühe.

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  • 03.09.2016 - Bundespräsident Joachim Gauck besucht 'Wir zusammen' Mitglieder

    Bundespräsident Joachim Gauck hat am 2. September 2016 in Essen die Mitglieder von „Wir zusammen“ besucht, um sich über das vorbildliche E ...

    Bundespräsident Joachim Gauck hat am 2. September 2016 in Essen die Mitglieder von „Wir zusammen“ besucht, um sich über das vorbildliche Engagement für die Integration von Flüchtlingen zu informieren. Dazu gehörte auch das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) mit Sitz in Hannover, das sich mit zwei Integrationsprojekten dem Netzwerk angeschlossen hat.

    In seinem Grußwort betonte das Staatsoberhaupt, wie wichtig der große persönliche Einsatz seitens der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter für die Menschen ist, die aktuell in Deutschland Zuflucht suchen. Gleichzeitig appellierte der Bundespräsident an weitere Unternehmen, diesem Beispiel zu folgen und so einen eigenen Beitrag zur erfolgreichen Integration zu leisten. „Wir zusammen“ bündelt seit Februar 2016 die Initiativen von mehr als 100 Unternehmen der deutschen Wirtschaft. Ein Schwerpunkt der Projekte liegt darauf, Zuwanderern durch die Integration in den Arbeitsmarkt eine nachhaltige Perspektive für ihr Leben in Deutschland zu geben. Das BNW hat sich dem Netzwerk „Wir zusammen“ mit gleich zwei Projekten angeschlossen. Auf der Website www.welcome-to-niedersachsen.com finden Asylbewerber Informationen, Tipps und Links zu Themen des privaten und beruflichen Alltags. Außerdem vergibt das BNW in Kooperation mit papagei.com Sprachlernpatenschaften für Flüchtlinge. Das Prinzip: Betriebe aus der Region spenden einen Betrag ihrer Wahl. Das BNW und papagei.com wandeln die Spende in Online-Deutschkurse der Marke BNW Sprachen lernen um und verdoppeln dabei die enge aus eigener Tasche. Rund 500 Flüchtlinge haben so bereits von einem Online-Deutschkurs profitieren können, der ihnen neben sprachlichen Grundlagen auch die deutsche Kultur näherbringt.

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  • 29.08.2016 - Doris Schröder-Köpf übernimmt Schirmherrschaft für Migrations-Portal des BNW

    Migranten Starthilfe für ein Leben in Niedersachsen geben – das ist Ziel der Website www.welcome-to-niedersachsen.com, die das Bildungswerk der ...

    Migranten Starthilfe für ein Leben in Niedersachsen geben – das ist Ziel der Website www.welcome-to-niedersachsen.com, die das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) ins Leben gerufen hat. Jetzt hat das Projekt eine promintente Unterstützerin: Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf hat die Schirmherrschaft für das Portal übernommen.

    „Die Website ist für jeden ganz einfach erreichbar und bietet Zuwanderern und Asylsuchenden wichtige Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten für den erfolgreichen Start in Niedersachsen“, sagt die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe. „Damit wird vor allem die Basis für die Teilhabe am Arbeitsmarkt geschaffen.“ Welche Behörde sollte ich als erstes ansteuern? Wird mein Berufsabschluss anerkannt? Wie sieht eine Bewerbung in Deutschland aus? Auf den Seiten des Portals finden Neuzugewanderte hilfreiche Tipps für ein erfolgreiches Ankommen – von der Wohnungssuche über Angebote zum Deutschlernen bis zur Jobsuche. Die Website ist erste Anlaufstelle für Menschen mit Migrationshintergrund, die in Niedersachsen leben, arbeiten, studieren oder sich ausbilden lassen möchten. Und auch für Zuwanderer, die ihren Platz in Niedersachsen schon gefunden haben, bietet die Website Grund für regelmäßige Besuche: Im Blog lesen sie über Erfahrungen von anderen Menschen mit Migrationshintergrund, die mit Augenzwinkern über ihre Erlebnisse berichten. Über die Facebook-Seite des Projekts bleiben Nutzer auf dem Laufenden und können sich mit anderen vernetzen.

    www.welcome-to-niedersachsen.com

    www.facebook.com/welcometoniedersachsen

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  • 16.06.2016 - BNW-Projekt hilft Kindern mit Migrations- und Flüchtlingsgeschichte

    Eine neue Sprache lernen – das geht am besten im Austausch mit anderen. Diesem Prinzip folgt die künstlerisch-ästhetischen Sozialarbeit, die das ...

    Eine neue Sprache lernen – das geht am besten im Austausch mit anderen. Diesem Prinzip folgt die künstlerisch-ästhetischen Sozialarbeit, die das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) an der Peter-Ustinov-Schule in Hannover umsetzt. In dem Kunstprojekt bekommen Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 mit Migrations- oder Flüchtlingsgeschichte Raum, sich gestalterisch auszudrücken – und nähern sich im Miteinander der deutschen Sprache und Kultur.

    „Ankommen, Wohlfühlen, Selbstvertrauen gewinnen, Sprachlich vorankommen – darum geht es hauptsächlich in unserem Projekt“, sagt BNW-Projektleiterin Bianca Moskalik. Dafür trifft sie sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Sana Driller, die an der Peter-Ustinov-Schule als interkulturelle Bildungslotsin tätig ist, einmal die Woche mit bis zu zwölf Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf. Fast alle Jungen und Mädchen haben einen Migrationshintergrund, viele sind mit ihren Eltern aus der Heimat geflohen. Ob mit Acrylfarbe, Filzstift oder Kreide: In Bildern drücken die Kinder aus, was in ihnen vorgeht – und reden darüber.

    Kurz vor den Sommerferien stimmen Bianca Moskalik und Sana Driller ihre Schützlinge schon mal auf die freie Zeit ein. „Was machst du in den Ferien?“, fragen sie reihum nach der Begrüßung im Stuhlkreis. „Fußball spielen“, sagt die zwölfjährige Amida. „Tanzen“, meint der elfjährige Waris. „Und spielen.“ Inspiriert von den Antworten geht es dann ran an die Leinwände. Gemalt wird heute mit Acrylfarbe. Die meisten sind mit dem Pinsel schnell dabei.

    „Häufig  gestalten die Kinder Bilder zu ihren Herkunftsländern“ erzählt Bianca Moskalik. „Beliebte Motive sind vor allem die Flaggen der Länder, Landschaften und für die Kinder wichtige Orte, Menschen und Tiere.“ Auch heute ist das Leitthema Ferien schnell vergessen. Neben der englischen Flagge entsteht ein Sonnenuntergang, daneben pinselt die elfjährige Maria ein Haus am See. „Ich brauche hellblau“, ruft sie. „Überleg mal“, fordert sie Bianca Moskalik auf. „Welche Farben brauchst du, um hellblau zu mischen?“

    Das Lernen – der Farblehre genauso wie von Umgangsformen oder neuen Wörtern – passiert im Projekt ganz nebenbei. Nicht nur während der Entstehungsphase hat jeder etwas zu fragen, zu erzählen oder zu kommentieren, auch danach leiten die Bilder direkt über ins Gespräch: „Ist das Bild erst da, möchte man etwas darüber erzählen“, weiß Bianca Moskalik. Und das ist ausdrücklich erwünscht: In Anlehnung an die Motive erklären die Pädagoginnen den Jungen und Mädchen zum Beispiel einzelne Worte und Bedeutungen und machen gegebenenfalls kulturelle Unterschiede deutlich.

    Seit dem Projektstart im Februar 2016 haben sich nicht nur reichlich Bilder angesammelt – auch die ersten Fortschritte sind sichtbar. „Man sieht, dass die Schülerinnen und Schüler mehr aus sich herauskommen und auch sprachlich hat sich schon etwas getan“, sagt Sana Driller. In kleinen Schritten legen die Jungen und Mädchen ihre Schüchternheit ab, entwickeln Selbstbewusstsein und fassen Vertrauen zu anderen. Karin Haller, Schulleiterin der Peter-Ustinov-Schule, ist von der Arbeit des BNW überzeugt: „Seit vielen Jahren arbeiten wir mit dem BNW zusammen und setzen erfolgreich Projekte zur Förderung unserer Schülerinnen und Schüler um. Das Kunstprojekt legt eine wichtige Basis und schlägt eine Brücke zu anschließender Sprachförderung und Berufsorientierung“, sagt Karin Haller. „Da wir ab dem kommenden Schuljahr als Oberschule neben dem Haupt- auch den Realschulabschluss anbieten, schließen Projekte wie die künstlerisch-ästhetische Sozialarbeit eine wichtige Lücke in der Förderkette.“  Bis 2017 soll das Kunstprojekt in jedem Fall fortgesetzt werden.

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  • 06.04.2016 - Back 2 Job bereitet Ingenieurinnen auf beruflichen Wiedereinstieg vor

    Ob Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik - Ingenieurinnen und Ingenieure sind gefragt. Doch trotz ihrer hochqualifizierten Ausbildung stellen ...

    Ob Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik - Ingenieurinnen und Ingenieure sind gefragt. Doch trotz ihrer hochqualifizierten Ausbildung  stellen viele Frauen ihre Karriere zugunsten der Familie zurück. Schnelle technische Entwicklungen gestalten den Wiedereinstieg nach der Familienpause dann oft schwierig. Dort setzt das Projekt "Back 2 Job - Ingenieurinnen gesucht" an: Mit der einmaligen Kombination aus betrieblicher Praxis und dem Besuch der Hochschule oder Universität zum Auffrischen des Fachwissens werden Ingenieurinnen umfassend auf die Rückkehr in ihren Beruf vorbereitet.

    Wo stehe ich? Was bringe ich an Kompetenzen und Fachwissen mit? Wo möchte ich beruflich einsteigen? Diese Fragen erarbeiten Expertinnen und Experten mit den Teilnehmerinnen zu Beginn des Projekts in Einzelcoachings. Zur praktischen Qualifizierung geht es anschließend direkt in den Betrieb. Dort haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, betrieblichen Alltag zu erleben, im Team zu arbeiten und als Bewerberin mit ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Unterstützt werden sie in dieser Phase von Mentorinnen und Mentoren aus dem Unternehmen sowie Coaches des BNW. Insgesamt fünf Monate Praxis werden ergänzt durch eine fünfmonatige theoretische Qualifizierungsphase. Als Gasthörerinnen an der Leibniz Universität oder der Hochschule Hannover bringen die Teilnehmerinnen ihr Fachwissen auf den neuesten Stand. Damit schließt ihr Know-how in Bezug auf technische Entwicklungen auf  und erhält durch die Einbindung der jeweiligen Unternehmen einen konkreten Praxisbezug.

    Coaching, Fachpraxis, Wissens-Update: Die Kombination dieser drei Bausteine bietet eine umfassende Begleitung durch alle relevanten Expertinnen und Experten und eine passgenaue Vorbereitung für die Arbeitsaufnahme. Die ersten Teilnehmerinnen sind vom Konzept bereits überzeugt: „Vor allem die Kombination aus betrieblicher  Fachpraxis und universitärer Phase, in der ich mein Fachwissen auffrischen kann, ist besonders reizvoll.  Das ist eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen werde“, sagt die 40-jährige Bauingenieurin Ludmilla Nick. Weitere Interessentinnen sind willkommen.

    Für die Realisierung sorgen starke Partner aus der Fachkräfteallianz Hannover, die ihr spezifisches Know-how einbringen. Dazu gehören die Region Hannover, die Agentur für Arbeit Hannover, das Jobcenter Region Hannover, die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover sowie das Familienmanagement der Landeshauptstadt Hannover. Das Projekt ist eine Initiative der Fachkräfteallianz Hannover  in Kooperation mit der Fachkräfteallianz Leine/Weser und wird mit EU-Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds sowie Mitteln der Region Hannover gefördert. Die Projektleitung liegt beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).

    Das sagen die Projektbeteiligten:

    Sabine Gräßler-Zorn, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Agentur für Arbeit Hannover:

    „Für Ingenieurinnen ist der Wiedereinstieg nach längerer Familienzeit besonders schwierig, weil sich gerade der technische Bereich durch innovative Entwicklungen sehr schnell verändert.  Die Besonderheit des Projekts „Back 2 Job - Ingenieurinnen gesucht“ liegt in der Kombination der betrieblichen Einarbeitung, dem "learning on the job", und dem Besuch von Vorlesungen an der Universität oder Hochschule. Für jede Teilnehmerin wird ein individuelles Curriculum erstellt, das an die technische Entwicklung anknüpft und die Teilnehmerin in ihrem Spezialgebiet wieder fit für den Arbeitsmarkt macht. Im Idealfall erhalten die teilnehmenden Betriebe die qualifizierte und motivierte Fachingenieurin, die sie schon länger gesucht haben.“

    Christiane Finner, Region Hannover Beschäftigungsförderung, Koordinierungsstelle Frau und Beruf:

    „Das Projekt „Back 2 Job“ ist einerseits sehr schön „maßgeschneidert“ für die Zielgruppe der Ingenieurinnen nach einer Familienphase. Das beginnt bei der Erarbeitung einer individuellen Bewerbungsstrategie, setzt sich fort im individuellen Coaching und einem individuell zugeschnittenen fachlichen Update, durch die Teilnahme an Vorlesungen und Seminaren an der Leibniz Universität und der Hochschule Hannover. Andererseits wird möglichst frühzeitig genauso „passgenau“ ein Unternehmen bzw. eine potenzielle Arbeitgeberin oder ein potenzieller Arbeitgeber im Rahmen des Projekts gesucht. In einer fünfmonatigen Praxisphase werden die Wiedereinsteigerinnen durch eine Mentorin oder einen Mentor begleitet, erarbeiten und präsentieren ein praxisnahes Projekt im Rahmen des Hochschulsemesters. Flankiert wird das Projekt auch durch sogenannte Werkstattgespräche mit Wiedereinsteigerinnen und Personalverantwortlichen, die Themen wie Diversity, Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufgreifen.“

    Brigitte Just, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte, Hochschule Hannover:

    „Mit diesem Projekt, in dem die Verknüpfung von Theorie und Praxis, von Hochschule und Unternehmen mit den Erfahrungen der Frauen erfolgt, können wir gleichzeitig zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen und den Frauen neue Perspektiven geben.“

    Prof. Dr.-Ing. Birgit Glasmacher, Direktorin des Instituts für Mehrphasenprozesse, Leibniz Universität Hannover:

    „Wir freuen uns, an der Leibniz Universität mit den Ingenieurinnen ein individuelles und damit passgenaues Lehrprogramm zusammenzustellen.“

    Bärbel Kuhlmey, Familienmanagerin Landeshauptstadt Hannover:

    „Männer und Frauen möchten sich in ihren Job engagieren und sich um ihre Familien kümmern – und  sie möchten ein Privatleben, das zu ihnen passt.  „Back 2 Job“  bietet Ingenieurinnen die Möglichkeiten, an ihren Berufsabschlüssen anzuschließen, ihre Kompetenzen zu reflektieren und zu qualifizieren. Zugleich können sie das Angebot nutzen, um sich mit den modernen Anforderungen des Berufsfeldes und den Optionen für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Unternehmen aktiv auseinanderzusetzen.“ 

    Marion Windisch, Projektleiterin „Back 2 Job – Ingenieurinnen gesucht!“ beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW):

    „Unser Projekt „Back 2 Job“ unterstützt die Frauen bei ihrem ganz persönlichen Wiedereinstieg in den Beruf. In Gesprächen mit potentiellen Teilnehmerinnen wurde sehr deutlich, wie sehr die Frauen die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten schätzen, sich passgenau zu ihrem Werdegang coachen zu lassen und gemeinsam eine effektive Bewerbungsstrategie zu entwickeln. Wir bieten optimale Rahmenbedingungen zur Planung der eigenen Karriere und zum Wiedereinstieg in den Beruf.“

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