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08.02.2017 - 10 Jahre erfolgreiche Existenzgründungen mit dem BNW in Hannover

Sein eigener Chef sein, die Leidenschaft zum Beruf machen – diesen Traum erfüllen sich viele mit dem eigenen Unternehmen. Auch für Arbeitssuchende ist die Existenzgründung ein Weg, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Im Auftrag des Jobcenters Region Hannover unterstützt das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) seit zehn Jahren ALG II-Empfänger bei ihrem Gründungsvorhaben. Von der Bestattungskünstlerin bis zum Hypnose-Therapeuten sind dabei schon einige erfolgreiche Geschäftsmodelle entstanden.

Rechnet sich das Geschäftsmodell? Wie reagiert der Markt auf das neue Angebot? Und wie kurble ich das Geschäft an, wenn es mal nicht so gut läuft? Bei diesen und anderen Fragen unterstützen die Experten des BNW. Das wichtigste: Jede Neugründung soll auch zukunftsfähig sein. „Berufliche Selbstständigkeit kann der Weg in eine gesicherte Existenz sein“, sagt Birgit Jung, Mitglied der Geschäftsführung im Jobcenter Region Hannover. „Seit zehn Jahren profitiert das Jobcenter vom Fachwissen und der Erfahrung des BNW. Gemeinsam konnten wir viele Menschen dabei unterstützen, eine Selbstständigkeit aufzubauen oder zu erhalten.“ Rund 1000 Teilnehmer berät das BNW im Rahmen der Maßnahme pro Jahr. „Die Ideen und das Engagement unserer Teilnehmer begeistern uns immer wieder aufs Neue“, sagt Lars Knorr, der seit rund acht Jahren in der Gründungsberatung beim BNW arbeitet und seit 2015 als Teamleiter auch verantwortet. „Die meisten unserer Teilnehmer wollen ihre Leidenschaft zum Beruf machen und sind dafür hochmotiviert.“ Umso härter sei es, wenn die BNW-Experten den Gründungswilligen auch mal zurück auf den Boden der Tatsachen bringen müssen. „Es kommt natürlich vor, dass eine Gründungsidee nicht realisierbar ist – zum Beispiel, weil es sich nicht rechnet“, erklärt BNW-Gründungsberaterin Anette Domning. „In diesem Fall können wir die Gründung nicht genehmigen. Das ist für die Teilnehmer dann häufig schwer zu verkraften. Aber wir wollen natürlich sicherstellen, dass das Geschäft am Ende auch läuft.“

Früher Unternehmensberater, heute Therapeut

So wie bei Alexander Seiler, der seit rund zwei Jahren erfolgreich seine eigene Praxis in Hannover betreibt. Als Hypnose-Therapeut therapiert er Menschen mit Depressionen, Ängsten, Burn-out und anderen psychisch bedingten Erkrankungen. „Selbständig hätte ich mich auch so gemacht“, sagt Alexander Seiler. „Aber die Unterstützung durch das BNW hat mir sehr geholfen.“ Es ist nicht die erste Selbständigkeit des Hannoveraners: Der gelernte Immobilienfachwirt war schon einmal als Unternehmensberater sein eigener Chef. „Das Geschäft lief gut, aber ich selbst blieb auf der Strecke“, sagt der 48-Jährige. Nach knapp drei Jahren litt er unter Burn-out, Depressionen und Angstzuständen. Die üblichen Therapien schlugen bei ihm nicht an. Erst die die spezielle, ursachenorientierte Hypnose-Therapie machte aus Alexander Seiler einen neuen Menschen. „Meine Ängste waren wie weggeblasen. Da war mir klar: Das möchte ich auch machen. Ich möchte anderen Menschen helfen“, erzählt der Existenzgründer. Nach einer Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie schickte das Jobcenter den damaligen ALG II-Bezieher mit seinem Gründungsvorhaben zum BNW. „Am Anfang war ich sehr skeptisch“, erzählt Alexander Seiler. Als Unternehmensberater kannte er sich mit Existenzgründungen gut aus, hatte sogar selbst Gründungswillige beraten. „Ich dachte, die beim BNW haben nur theoretisches Wissen und können mir nichts Neues erzählen. Sie haben mich dann aber doch ganz schnell überzeugt“, sagt der Existenzgründer. Die BNW-Experten feilten mit ihm an seinem Business-Plan, schulten ihn in Fragen zu Recht und Marketing. „Vor allem das persönliche Coaching war super. Da habe ich dann auch gemerkt, dass die Berater echtes Praxis-Wissen mitbringen“, erzählt Alexander Seiler. In seiner Praxis bietet er heute vor allem die Hypnoanalyse an. „Dabei behandele ich nicht Symptome, sondern die Ursache für Ängste, Depressionen und andere Erkrankungen“, erklärt der Existenzgründer. Dafür versetzt er seine Patienten in den Zustand der Hypnose. „Meistens liegt die Ursache in der frühen Kindheit. Daran können wir uns in der Regel nicht erinnern, aber unser Unterbewusstsein vergisst nichts – und genau das kann ich während der Hypnose ansprechen“, erklärt der Hypnose-Therapeut. „Oft genügt schon eine Intensiv-Sitzung. Stammkundschaft habe ich also nicht.“ Dank der Tipps vom BNW gehen die Termin-Anfragen aber nicht aus.

Kunst und Betriebswirtschaft – da prallen Welten aufeinander

Büromanagement, Unternehmensberatung, Gastronomie – viele der Existenzgründungen, die das BNW in den vergangenen zehn Jahren begleitet hat, sind klassische Dienstleistungen. Andere Ideen waren auch für die BNW-Berater neu. Dazu gehört die Bestattungskunst von Susanne Baumhakel. Die 46-jährige Künstlerin designt und gestaltet individuelle Urnen aus Materialien wie Keramik und Holz. „Ich habe damals selbst Todesfälle im Freundeskreis erlebt und mich so mit dem Thema beschäftigt. Die Urnen, die man üblicherweise bekommt, finde ich einfach schrecklich“, erzählt die Künstlerin schmunzelnd. „Sie sind meist aus kaltem Metall und haben plumpe Formen. Da hatte ich zum ersten Mal die Idee, eine Urne zu gestalten, die man gern ansieht und in die Hand nimmt, an der man Freude hat.“  Das war vor etwa eineinhalb Jahren, als die Mutter von zwei Söhnen nach einer beruflichen Familienpause über das Jobcenter Hannover beim BNW landete. Kunst und Betriebswirtschaft – da prallten Welten aufeinander: „Es gab viele Reibungspunkte, aber das war gut so“, sagt Susanne Baumhakel. „Überall, wo es Lücken in meiner Planung gab, hat die Beraterin kritisch nachgefragt und mich immer wieder angestachelt. Dinge wie Marketing zum Beispiel sind einfach nicht meins, müssen aber bedacht werden. Das wichtigste war für mich aber: Sie hat an mich und meine Idee geglaubt und mich immer unterstützt.“ Seit April vergangenen Jahres hat die studierte Bildhauerin ein eigenes Atelier in der Hannover-Südstadt. Dort entstehen ihre Urnen, die sie über Bestatter in Deutschland und Österreich anbietet. Preislich unterscheiden sie sich kaum von den industriell gefertigten Urnen. „Ich arbeite ohne Glasur, ohne Farben. Mir ist wichtig, dass das Material sichtbar bleibt“, erklärt die Künstlerin. Ihr reduziertes Design haben inzwischen auch schon andere Kunden für sich entdeckt. Instrumente aus Keramik für einen Musiker, ein individuelles Gefäß für den Gas-Herd eines Hobby-Kochs oder eine inspirierende Schale zum Sammeln von Gedanken für eine Autorin – Susanne Baumhakel gestaltet Behältnisse ganz nach Wunsch. In ihrem Atelier gibt sie zudem regelmäßig Keramik-Kurse für Kinder. Es läuft bei der Künstlerin – auch dank der Starthilfe durch das BNW.

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