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12.06.2017 - Netzwerken für den Einstieg in einen MINT-Beruf: Rundgang mit jugendlichen Geflüchteten auf der IdeenExpo

Der schnellste und zugleich nachhaltigste Weg für Zuwanderer in die Mitte der Gesellschaft führt über den Beruf. Doch um die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt erfolgreich zu gestalten, müssen erst einmal tradierte Integrationskonzepte, die nur den Spracherwerb und die berufliche Qualifikation in den Mittelpunkt stellen, über Bord geworfen werden.

„Es hat sich gezeigt, dass die Geflüchteten so umfassend wie möglich begleitet werden müssen. Ein gutes Case-Management nimmt das gesamte Lebensumfeld in den Blick, hilft zügig bei Behördenfragen und vernetzt effektiv mit den richtigen Ansprechpartnern, um die Türen zu einem Job zu öffnen“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).

Mit den so genannten Prozessbegleitern geht das Land Niedersachsen bei der Integration von jugendlichen Geflüchteten in eine Ausbildung seit November vergangenen Jahres neue Wege: In den Regionen wurden zehn Prozessbegleiter eingesetzt, die als Koordinatoren vor Ort dienen. Als Ansprechpartner für die berufsbildenden Schulen begleiten sie die so genannten SPRINT-Dual-Klassen, die eine Brücke zwischen auslaufender Schulpflicht und Übergang in die Arbeitswelt schlagen.

Cornelia Kölling ist eine von acht Prozessbegleitern, die das BNW im Auftrag des Landes beschäftigt. Sie ist in der Region Oldenburg tätig. Die beiden Berufsbildenden Schulen aus Cloppenburg BBS am Museumsdorf und BBS Technik, die von ihr betreut werden, haben sich dazu entschlossen an der IdeenExpo teilzunehmen. Die Schüler mit Fluchthintergrund aus den Sprach- und Integrationsklassen hatten damit die Möglichkeit, erstmalig an so einer besonderen Messe teilzunehmen und sich im Hinblick ihrer beruflichen Zukunft weiter zu orientieren. In diesen Wochen, vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres, bietet die IdeenExpo Möglichkeiten für technisch begabte Geflüchtete, mit der Berufswelt von Naturwissenschaften und Technik in Kontakt zu treten.

Am Montag, 12. Juni, fuhren rund 40 Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren aus den zwei Berufsschulen zur IdeenExpo, um sich vor Ort den Zugang in einen MINT-Beruf zu eröffnen. Die Hälfte der Schüler hat einen Fluchthintergrund. „Wir wollen den jungen Geflüchteten zeigen: Diese Berufe, in denen auch ein großer Fachkräftemangel herrscht, sind für sie eine echte Perspektive“, sagte Kölling.

Nach einer Führung mit den IdeenExpo-Scouts konnten sich die Schulklassen selbst umschauen. Die geflüchteten Jugendlichen nutzten die freie Zeit und suchten den Dialog mit den ausstellenden Firmen. Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigte ihnen Mitarbeiter Christian Werner ein kleines Gerät, mit dem es in Zukunft möglich sein wird, nach einem Unfall automatisch die Rettungskräfte zu alarmieren. „Die Digitalisierung wird immer präsenter, das merken auch unsere Azubis“, sagt Torsten Aumann vom Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG. Er zeigte dem 18-jährigen Jamalshah Timuri, der aus Afghanistan geflüchtet ist, wie ein Mikrocontroller programmiert wird. „Mir ist positiv aufgefallen, wie gut er sich auf die Aufgabe konzentriert hat. Die Übung hat ihm großen Spaß gemacht“, sagte Aumann. Ich freue mich, dass ich mich gut präsentieren konnte. Wenn ich mich für ein Praktikum bewerben möchte, habe ich gleich ein Gesprächsthema“, sagte Jamalshah Timuri. Sozialarbeiterin Rena Fortmann unterstrich, wie wichtig der Besuch für die Jugendlichen mit Fluchterfahrung war: „Die technischen Berufe und die vielen Innovationen, die hier anschaulich dargestellt  werden, sind eine ganz neue Welt für sie. Insofern war die IdeenExpo wichtig, um erste Erfahrungen zu sammeln, die sie auf ihrem weiteren Weg gut nutzen können.“

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Die Fotos zu dieser Pressemitteilung finden Sie in unserer Rubrik "Pressefotos".

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