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13.11.2018 - 94 Prozent der Unternehmen wollen ,lebensbegleitendes Lernen' doch der Rückstand ist noch groß

Hannover, 13.11.2018.

 Hannover, 13.11.2018. Berufliche Weiterbildung ist für eine sich rasant weiterentwickelnde Industrie- und Informationsgesellschaft essenziell – und sollte ganz oben auf der Agenda stehen. In den Unternehmen klaffen jedoch Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Dies ist das Ergebnis einer Befragung unter 205 Unternehmern und Personalverantwortlichen, die das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) vom 25. April bis 10. September durchgeführt hat.


So sind 94 Prozent der Befragten der Ansicht, dass es in jedem Unternehmen eine „ausgeprägte Lernkultur“ geben sollte. Vier von fünf Unternehmens-verantwortlichen sind zudem überzeugt, dass kontinuierliche betriebliche Weiterbildung die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und ein wirksames Instru-ment zur Mitarbeiterbindung darstellt. Jedoch hapert es an der Umsetzung:
Denn 56 Prozent geben an, für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter noch nicht genug zu tun.

„Die Zahlen belegen, in welch hohem Maße die Anstrengungen noch ver-stärkt werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu
sichern“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungs-werks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). „Auch im digitalen Zeitalter bleibt der Mensch mit seinen Kompetenzen der relevante Wirtschaftsfaktor. Der Weiterentwicklung der Mitarbeiter kommt in Zukunft sogar eine noch bedeutendere Rolle zu. Gefragt ist eine neue Lernkultur, bei der Lernen und Arbeiten selbstverständlich ineinandergreifen.“

Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Nieder-sachsen e.V. (UVN) ergänzt: „Unternehmen wissen sehr genau, dass sie den Herausforderungen des digitalen Wandels deutlich besser begegnen können, wenn sie ihre Mitarbeiter weiterentwickeln. Um dem Fachkräftemangel ent-gegenzuwirken, investieren sie umfassend in die Fortbildung ihrer Mitarbei-ter. Dabei dürfen sie nicht alleingelassen werden: Politik muss auch die Unternehmen bei der Weiterbildung unterstützen.“

Staat soll sich an den Kosten beteiligen

Um Anspruch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen, sehen die befragten Unternehmer und Personalverantwortlichen staatlich unterstützte Fortbil-dungsfreistellungen als wichtige Option an (51 Prozent). Mehr „Training on the Job“, zum Beispiel Teilqualifizierung, Webinare, Förderkreise und Hospi-tationen, führe ebenfalls zum Ziel (47 Prozent). 33 Prozent setzen zudem
auf externe Beratung, 32 Prozent auf den Erfahrungsaustausch mit anderen
Unternehmen. Eine strategische Weiterbildungsplanung erachten hingegen nur 23 Prozent für notwendig.

Aktuell investieren 59 Prozent der Unternehmen im Durchschnitt maximal 1.000 Euro je Mitarbeiter und Jahr in die betriebliche Weiterbildung. Lehr-gänge bei externen Bildungsanbietern sind dabei die häufigste Form (57 Prozent), gefolgt von Inhouse-Seminaren und -Workshops sowie „Training on the Job“ (Einarbeitung und Training) mit 52 beziehungsweise 51 Prozent.

Den höchsten Weiterbildungsbedarf sehen die Befragten bei berufsspezi-fischen Fachkompetenzen (63 Prozent) sowie bei Digitalisierungsprozessen und neuen Technologien (60 Prozent). Weit abgeschlagen ist das Interesse an Fremdsprachen und an interkulturellen Kompetenzen (17 beziehungs-weise 20 Prozent).

Bei externen Bildungspartnern kommt es den Befragten neben einer kompe-tenten Beratung insbesondere auf die Praxisnähe sowie auf die Qualität an (jeweils 83 Prozent). Diese Komponenten sollten in einem ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis (76 Prozent) stehen.

Neue Lernkultur ist schon im Entstehen

Um Mitarbeiter zur Weiterbildung zu motivieren, beteiligen sich 49 Prozent der Unternehmen an den Kosten für Kurse, Fahrten, Prüfungen und Lern-mittel. Viele stellen außerdem bezahlt von der Arbeit frei (42 Prozent) oder erlauben das Lernen während der Arbeitszeit, wenn die Arbeitsauslastung
dies zulässt (40 Prozent).

Doch auch die Mitarbeiter sind gefragt, betont Tobias Lohmann: „Weiterbil-dung im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens ist ein stetiger strategischer Prozess. Hier kommt es insbesondere auf die Eigenverantwortung und -initiative jedes Einzelnen an, sich stärker als bisher in die eigene Weiterbil-dung einzubringen.“

 

Pressekontakt:

Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
gemeinnützige GmbH
Höfestr. 19-21
30163 Hannover

Julia Theiler
Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
Tel.: 0511 96167-15
E-Mail: julia.theiler@bnw.de
www.bnw.de

 

Die vollständige Pressemitteilung als Download

Lebensbegleitendes Lernen

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