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16.03.2018 - Unterstützung 'aus einer Hand' erleichtert die Integration

Für Menschen aus anderen Ländern ist es oft schwierig, sich im ungewohnten deutschen Bildungs- und Sozialsystem zurechtzufinden. Besonders dann, wenn sie keine oder nur geringe Sprachkenntnisse haben. Auch der Kontakt zu Behörden ist deshalb häufig mit Hürden verbunden. Die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ unterstützt Migranten und Geflüchtete, die vom Jobcenter Region Hannover Leistungen beziehen, schneller auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Damit das gelingt, sind Mitarbeiter des Jobcenters in das Team vor Ort integriert.

„Alles aus einer Hand“ richtet sich an anerkannte Flüchtlinge und Menschen, die aus anderen Ländern in die Region Hannover gezogen sind und einen Integrationskurs belegen. Ebenso können aber auch Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen, die schon länger in Deutschland leben. Voraussetzung ist, dass das Jobcenter bei ihnen einen besonderen Unterstützungsbedarf bei der Integration in den Arbeitsmarkt festgestellt hat. Der Integrationskurs bleibt der zentrale Pfeiler bei der Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft. Die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ ergänzt die Integrationskurse um wichtige Bausteine zur Integration in den Arbeitsmarkt. Damit die Teilnehmer parallel zu „Alles aus einer Hand“ einen Integrationskurs besuchen oder einer Nebenbeschäftigung nachgehen können, ist die Maßnahme grundsätzlich in Teilzeit möglich.

Träger der Maßnahme ist das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH (BNW) in einer Bietergemeinschaft mit dem Berufsfortbildungswerk Gemeinnützige Einrichtung des DGB (bfw) und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen e.V. Die Job-Coaches des Trägers bilden gemeinsam mit den Sozialpädagogen und vier Mitarbeitern des Jobcenters ein Team. „Deshalb haben wir  die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ genannt“, erklärt Dietmar  Langer, Mitglied  der  Geschäftsführung  des  Jobcenters  Region Hannover.  „Indem  wir  die wichtigsten Ansprechpartner direkt vor Ort haben, können wir auf die Situation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell und sehr individuell eingehen, Fragen klären und weitere Schritte vorbereiten.“

„Die Integration von Geflüchteten in Arbeit zählt zu den großen Veränderungsprozessen innerhalb von Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Hier müssen alle Partner an einem Strang ziehen. Wir haben als arbeitgebergetragenes Bildungswerk dafür schon 2016 die Sozialpartnerinitiative IntegrationS mit ins Leben gerufen. Alles aus einer Hand ist das dritte große Projekt dieses bundesweit einmaligen Verbunds. Das Zwei-Stufen-Modell aus Kompetenzfeststellung und Qualifizierung bereitet die Teilnehmer bestmöglich auf die Anforderungen in der Arbeitswelt vor.“ Die Maßnahme beginnt mit der fünftägigen „Clearing“-Phase. In dieser Woche wird festgestellt, über welche beruflichen Erfahrungen die Teilnehmer verfügen, und es wird das Sprachniveau mittels Test eingestuft. In der anschließenden „Aktivierungs-Phase“ erhalten die Teilnehmer dann Berufskunde, wobei viel Wert auf die Praxis gelegt wird. In sechs Fachbereichen können sie geschult und qualifiziert werden, darunter Friseur und Kosmetik, Pflege sowie Metall und Holz. Weitere Inhalte sind Bewerbungsstrategien, Gesundheitsthemen und berufsbezogene Sprachkenntnisse. Wenn möglich, sollen die Teilnehmer auch Praktika in Betrieben absolvieren.

Die Dauer der zweiten Phase ist abhängig vom individuellen Stand der Teilnehmer. In der Regel ist eine Teilnahme von sechs bis zwölf Monaten vorgesehen. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, begrüßt das Konzept von „Alles aus einer Hand“: „Die Arbeitsmarktintegration ist neben dem Spracherwerb eine ganz entscheidende Wegmarke für die zu uns geflüchteten Menschen, um auch mit dem Herzen Teil unserer Gesellschaft zu werden. Arbeit dient nicht nur dem Broterwerb, sondern ist sinnstiftend, verleiht Identität und verschafft den Menschen ein Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft“, sagt sie. „Von daher greift die Maßnahme „Alles aus einer Hand“ des Jobcenter Region Hannover genau an der richtigen Stelle.“ 

Doris Schröder-Köpf hat angekündigt, die Maßnahme zu besuchen, um sich persönlich über das Konzept zu informieren.

 

PK Alles aus einer Hand

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