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Aktuelle Pressemitteilungen


  • 16.05.2019 - Beschäftigung sichern durch arbeitsplatzorientierte Grundbildung

    Hannover, 16.05.2019. Experten sehen in Grundbildung ein wichtiges Instrument für die betriebliche Qualifizierung von an- und ungelernten Mitarbeitern.

    Hannover, 16. Mai 2019.

     Hannover, 16. Mai 2019. Bei der „AlphaGrund-Fachtagung“ des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) und weiteren Kooperationspartnern diskutierten rund 60 Teilnehmer aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft über arbeitsplatzorientierte Grundbildung als Instrument für eine flexible Personalentwicklung. Spezifische Weiterbildungsangebote sollen die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern in Zeiten des digitalen Strukturwandels sichern.

    Laut der aktuell vorgestellten Grundbildungsstudie „LEO 2018 - Leben mit geringer Literalität“ auf der Jahreskonferenz der AlphaDekade 2019 können 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland nicht richtig lesen und schreiben. Hinzu kommt, dass 62 Prozent der Betroffenen erwerbstätig sind. Trotz einer Verbesserung zur ersten Erhebung 2010 erfordern die Zahlen weiteres Engagement: Grundbildungs-angebote sollen ausgebaut werden, um die beruflichen Chancen von Menschen mit geringer Literalität zu erhöhen.

    Arbeitsplatzorientierte Grundbildung ermöglicht eine individuelle Verbesserung von grundlegenden Fähigkeiten, etwa Lesen und Schreiben oder technischen Fertigkeiten. „Im Mittelpunkt steht der schnelle Transfer des neu erworbenen Wissens in die Arbeitsabläufe der regionalen Wirtschafts-betriebe“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft: „Durch die Vermittlung grundlegender Kompetenzen und durch das Lernen nah am Arbeitsplatz werden Unternehmen an der Basis gestärkt. Das sorgt für zukunftsfähige Wirtschaftsstandorte im Rahmen des digitalen Strukturwandels.“

    Prof. Dr. Axel Plünnecke, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., ist von dem Ansatz überzeugt: „Entwicklungen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie in der Arbeitswelt veranlassen Unternehmen zunehmend, Grundbildungsangebote in das betriebliche Weiterbildungsportfolio aufzunehmen. Gleichzeitig wird Grundbildung immer wichtiger für die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen sowie als Basis für den Bildungsaufstieg. Der Vorteil der arbeitsplatzbezogenen Grundbildung von AlphaGrund und BNW liegt in der praxisbezogenen Umsetzung und Weiterentwicklung im jeweiligen Unternehmen.“

    Katrin Schwager, stellvertretende Leiterin des Personal- und Sozialwesens der Bedford GmbH + Co. KG, verdeutlicht den Bedarf am Beispiel der Fleischwarenindustrie: „In unserer Branche werden die Anforderungen immer spezifischer, beispielsweise in der Qualitätssicherung. Hier erhöht sich entsprechend der Bedarf an Qualifizierung für unsere Mitarbeiter. Hinzu kommt, dass immer mehr Maschinen bedient werden müssen, für die technische Grundkenntnisse erforderlich sind.“

    Das Projekt „AlphaGrund - Grundbildung für den Arbeitsplatz“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der AlphaDekade 2016 – 2026.

     Weitere Informationen finden Sie hier.

    Pressekontakt:

    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
    gemeinnützige GmbH
    Höfestr. 19-21
    30163 Hannover

    Julia Theiler
    Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
    Tel.: 0511 96167-15
    E-Mail: julia.theiler@bnw.de
    www.bnw.de

     

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    AlphaGrund-Fachtagung 2019

  • 29.04.2019 - Im Spiel zum Unternehmer werden

    Langwedel, 29. April 2019. Auszubildende der Firma Deutsche Tiernahrung sind Sieger beim Wirtschaftsplanspiel "Playbizz"

    Langwedel, 29. April 2019.

     Langwedel, 29. April 2019. Bei der Landesendrunde des Wirtschaftsplanspiels „Playbizz“ ist das Auszubildenden-Team der Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG aus Düsseldorf  als Sieger hervorgegangen. Mit dem Landessieg haben sich die Auszubildenden des Herstellers für Mischfutter zugleich für das Bundesfinale qualifiziert, das im Juni stattfindet.

    „Wir freuen uns über das hervorragende Abschneiden unserer Auszubildenden – sie waren mit großer Ernsthaftigkeit und Begeisterung bei der Sache. Mit 'Playbizz' bringen wir ein Case-Study-Element in unsere Ausbildung ein. Das internetbasierte Format kommt bei den Azubis gut an, online fühlen sie sich zu Hause “, sagt Ulrich Arning, Geschäftsführer der Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG. Fünf von insgesamt 42 Teams aus Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen hatten es in die Endrunde geschafft, die am 27. Mai auf Schloss Etelsen bei Bremen stattfand. Auf dem zweiten Platz landete das Team der ArcelorMittal Bremen GmbH, Dritter wurde die Kinnasand GmbH (Westerstede). Die Firma H. Kemper GmbH & Co. KG (Nortrup/Osnabrück) belegte den vierten und die Georg Schünemann GmbH (Bremen) den fünften Platz.

    Spielerisch zum Unternehmer werden

    Das Wirtschaftsplanspiel „Playbizz“ gibt es seit dem Jahr 2010 bundesweit. Es ist ein Angebot der Bildungswerke der Wirtschaft, in Niedersachsen des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) – in Kooperation mit Arbeitgeberverbänden. Auszubildende schlüpfen dabei in die Rolle von Managern, um unternehmerische Entscheidungen zu treffen – etwa zu Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Personal und Finanzen. Alles wie in einem „richtigen“ Unternehmen.

    Das digitale Lernformat kommt bei den Jugendlichen gut an. Denn „Playbizz“ ist ein sogenanntes Fernplanspiel, es verbindet die Auszubildenden online miteinander. Die teilnehmenden Teams erhalten ein Handbuch und Zugangsdaten zur Website des Online-Planspiels. Auf der virtuellen Oberfläche erarbeiten sie Entscheidungen, die sie virtuell an die Spielleitung senden. „Rückläufige Bewerberzahlen führen dazu, dass die regionalen Unternehmen dringend Nachwuchs für die Azubi-Stellen suchen. Spielerische Ansätze wie eine Juniorfirma erhöhen das Interesse für unternehmerisches Denken und sind geeignet, insgesamt die Attraktivität der Ausbildung zu erhöhen“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW. „Den diesjährigen Siegern gratulieren wir sehr herzlich!“

    Das Wirtschaftsplanspiel bezieht alle Geschäftsbereiche mit ein und fördert so ein übergreifendes Verständnis für betriebliche Zusammenhänge. Es setzt auch bewusst auf ein neues Lernformat mit dem Ziel, die Ausbildung aufzuwerten und dadurch attraktiver zu machen. Bestenfalls wird über „Playbizz“ nicht nur Einblick gewährt in unternehmerisches Denken und Handeln, sondern darüber hinaus Interesse geweckt an beruflich-unternehmerischen Perspektiven.

    Offen für Azubis aller Richtungen

    „Playbizz“ steht Auszubildenden aller Ausbildungsrichtungen offen und wendet sich gleichermaßen an gewerblich-technische und kaufmännische Berufseinsteiger. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen abseits der Ballungszentren bietet sich mit „Playbizz“ die Chance, einen besonderen Akzent zu setzen, mit dem sie sich von anderen regionalen Mitbewerbern positiv abheben.

     Weitere Informationen finden Sie hier.

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    Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
    gemeinnützige GmbH
    Höfestr. 19-21
    30163 Hannover

    Julia Theiler
    Referentin Marketing und Unternehmenskommunikation
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  • 22.03.2019 - Stellungnahme des BNW zur Online-Petition "Berufseinstiegsbegleitung an niedersächsischen Schulen fortsetzen"

    Zur Stellungnahme >

    Hannover, 22.03.2019

     Stellungnahme des BNW zur Online-Petition "Berufseinstiegsbegleitung an niedersächsischen Schulen fortsetzen"

    Die Online-Petition vom 21.02.2019, mit der sich für die Fortführung der Bildungsmaßnahme „Berufseinstiegsbegleitung“ eingesetzt wird, wurde von einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter des BNW als Privatperson initiiert. Es handelt sich nicht um eine BNW-Petition.

     

    Das BNW als von Arbeitgeber- und Unternehmensverbänden getragenem Bildungswerk führt einen stetigen gesellschaftlichen Dialog zur Begleitung des Berufseinstiegs von Schülerinnen und Schülern.  Vor dem Hintergrund offener Ausbildungsplätze auf der einen Seite und jungen Bewerbern, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, auf der anderen Seite weisen wir regelmäßig auf die hohe gesellschaftliche Relevanz einer guten Berufsorientierung und Begleitung in den Schulen hin.

    Die Arbeit der derzeit rund 200 Berufseinstiegsbegleiter des BNW an 130 Schulen in ganz Niedersachsen trägt in entscheidendem Maße dazu bei.

     

    Die Entscheidung, ob eine solche, üblicherweise zeitlich begrenzte Maßnahme fortgeführt wird, liegt aber bei den politischen Leistungsträgern als finanzielle Förderer.

  • 13.11.2018 - 94 Prozent der Unternehmen wollen ,lebensbegleitendes Lernen' doch der Rückstand ist noch groß

    Hannover, 13.11.2018. Berufliche Weiterbildung ist für eine sich rasant weiterentwickelnde Industrie- und Informationsgesellschaft essenziell - und sollte ganz oben auf der Agenda stehen.

     Hannover, 13.11.2018. Berufliche Weiterbildung ist für eine sich rasant weiterentwickelnde Industrie- und Informationsgesellschaft essenziell – und sollte ganz oben auf der Agenda stehen. In den Unternehmen klaffen jedoch Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Dies ist das Ergebnis einer Befragung unter 205 Unternehmern und Personalverantwortlichen, die das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) vom 25. April bis 10. September durchgeführt hat.


    So sind 94 Prozent der Befragten der Ansicht, dass es in jedem Unternehmen eine „ausgeprägte Lernkultur“ geben sollte. Vier von fünf Unternehmens-verantwortlichen sind zudem überzeugt, dass kontinuierliche betriebliche Weiterbildung die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und ein wirksames Instru-ment zur Mitarbeiterbindung darstellt. Jedoch hapert es an der Umsetzung:
    Denn 56 Prozent geben an, für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter noch nicht genug zu tun.

    „Die Zahlen belegen, in welch hohem Maße die Anstrengungen noch ver-stärkt werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu
    sichern“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungs-werks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). „Auch im digitalen Zeitalter bleibt der Mensch mit seinen Kompetenzen der relevante Wirtschaftsfaktor. Der Weiterentwicklung der Mitarbeiter kommt in Zukunft sogar eine noch bedeutendere Rolle zu. Gefragt ist eine neue Lernkultur, bei der Lernen und Arbeiten selbstverständlich ineinandergreifen.“

    Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Nieder-sachsen e.V. (UVN) ergänzt: „Unternehmen wissen sehr genau, dass sie den Herausforderungen des digitalen Wandels deutlich besser begegnen können, wenn sie ihre Mitarbeiter weiterentwickeln. Um dem Fachkräftemangel ent-gegenzuwirken, investieren sie umfassend in die Fortbildung ihrer Mitarbei-ter. Dabei dürfen sie nicht alleingelassen werden: Politik muss auch die Unternehmen bei der Weiterbildung unterstützen.“

    Staat soll sich an den Kosten beteiligen

    Um Anspruch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen, sehen die befragten Unternehmer und Personalverantwortlichen staatlich unterstützte Fortbil-dungsfreistellungen als wichtige Option an (51 Prozent). Mehr „Training on the Job“, zum Beispiel Teilqualifizierung, Webinare, Förderkreise und Hospi-tationen, führe ebenfalls zum Ziel (47 Prozent). 33 Prozent setzen zudem
    auf externe Beratung, 32 Prozent auf den Erfahrungsaustausch mit anderen
    Unternehmen. Eine strategische Weiterbildungsplanung erachten hingegen nur 23 Prozent für notwendig.

    Aktuell investieren 59 Prozent der Unternehmen im Durchschnitt maximal 1.000 Euro je Mitarbeiter und Jahr in die betriebliche Weiterbildung. Lehr-gänge bei externen Bildungsanbietern sind dabei die häufigste Form (57 Prozent), gefolgt von Inhouse-Seminaren und -Workshops sowie „Training on the Job“ (Einarbeitung und Training) mit 52 beziehungsweise 51 Prozent.

    Den höchsten Weiterbildungsbedarf sehen die Befragten bei berufsspezi-fischen Fachkompetenzen (63 Prozent) sowie bei Digitalisierungsprozessen und neuen Technologien (60 Prozent). Weit abgeschlagen ist das Interesse an Fremdsprachen und an interkulturellen Kompetenzen (17 beziehungs-weise 20 Prozent).

    Bei externen Bildungspartnern kommt es den Befragten neben einer kompe-tenten Beratung insbesondere auf die Praxisnähe sowie auf die Qualität an (jeweils 83 Prozent). Diese Komponenten sollten in einem ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis (76 Prozent) stehen.

    Neue Lernkultur ist schon im Entstehen

    Um Mitarbeiter zur Weiterbildung zu motivieren, beteiligen sich 49 Prozent der Unternehmen an den Kosten für Kurse, Fahrten, Prüfungen und Lern-mittel. Viele stellen außerdem bezahlt von der Arbeit frei (42 Prozent) oder erlauben das Lernen während der Arbeitszeit, wenn die Arbeitsauslastung
    dies zulässt (40 Prozent).

    Doch auch die Mitarbeiter sind gefragt, betont Tobias Lohmann: „Weiterbil-dung im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens ist ein stetiger strategischer Prozess. Hier kommt es insbesondere auf die Eigenverantwortung und -initiative jedes Einzelnen an, sich stärker als bisher in die eigene Weiterbil-dung einzubringen.“

     

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    Tel.: 0511 96167-15
    E-Mail: julia.theiler@bnw.de
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    Lebensbegleitendes Lernen

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