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10 Jahre Business-Center in Hannover

Rund 10.000 Geschäftsideen und viele erfolgreiche Gründer

„Die Ideen sind vielfältig, aber eines haben alle unsere Teilnehmer gemeinsam: Sie sind hochmotiviert“, sagte BNW-Teamleiter Lars Knorr. Er und sein Team schauten anlässlich des Jubiläums mit Vertretern des Jobcenters, Kollegen und Gründern auf zehn erfolgreiche Jahre zurück. Rund 10.000 ALG II-Empfänger hat das BNW in dieser Zeit zu ihren Gründungsvorhaben beraten. Betriebswirtschaft, Recht, Marketing – alles, was für das Gründungsvorhaben wichtig ist, geben die BNW-Berater den angehenden Unternehmern mit auf den Weg. „Das Business-Center entspricht der Mission des BNW: Wir begleiten Menschen dabei, ihre Chancen zu erkennen und ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln“, sagte BNW-Geschäftsführer Bastian Schmidt-Faber. „Wir begleiten Gründer auf ihrem Weg in die Selbständigkeit.“

Nicht alle Gründungsideen sind zukunftsfähig. Dann müssen die Berater auch mal die Notbremse ziehen und den Gründungswilligen auf den Boden der Tatsachsen zurückholen. „Das ist auch für uns nicht einfach. Die Teilnehmer brennen für ihre Ideen, da ist das Frustrationspotenzial hoch“, erzählte Lars Knorr. Umso schöner, wenn aus einer ungewöhnlichen Idee am Ende ein solides Geschäftsmodell wird. „Wir haben in zehn Jahren schon so einige verrückte Ideen gehört. Einige davon sind heute sehr erfolgreich.“

Kunst und Betriebswirtschaft – da prallen Welten aufeinander

Dazu gehört die Bestattungskunst von Susanne Baumhakel. Die 46-Jährige Künstlerin designt und gestaltet individuelle Urnen aus Materialien wie Keramik und Holz. „Ich habe damals selbst Todesfälle im Freundeskreis erlebt und mich so mit dem Thema beschäftigt. Die Urnen, die man üblicherweise bekommt, finde ich einfach schrecklich“, erzählt die Künstlerin schmunzelnd. „Sie sind meist aus kaltem Metall und haben plumpe Formen. Da hatte ich zum ersten Mal die Idee, eine Urne zu gestalten, die man gern ansieht und in die Hand nimmt, an der man Freude hat.“  Das war vor etwa eineinhalb Jahren, als die Mutter von zwei Söhnen nach einer beruflichen Familienpause über das Jobcenter Hannover beim BNW landete. Kunst und Betriebswirtschaft – da prallten Welten aufeinander: „Es gab viele Reibungspunkte, aber das war gut so“, sagt Susanne Baumhakel. „Überall, wo es Lücken in meiner Planung gab, hat die Beraterin kritisch nachgefragt und mich immer wieder angestachelt. Dinge wie Marketing zum Beispiel sind einfach nicht meins, müssen aber bedacht werden. Das wichtigste war für mich aber: Sie hat an mich und meine Idee geglaubt und mich immer unterstützt.“

Susanne BaumhakelSeit April vergangenen Jahres hat die studierte Bildhauerin ein eigenes Atelier in der Südstadt. Dort entstehen ihre Urnen, die sie über Bestatter in Deutschland und Österreich anbietet. Preislich unterscheiden sie sich kaum von den industriell gefertigten Urnen. „Ich arbeite ohne Glasur, ohne Farben. Mir ist wichtig, dass das Material sichtbar bleibt“, erklärt die Künstlerin. Ihr reduziertes Design haben inzwischen auch schon andere Kunden für sich entdeckt. Instrumente aus Keramik für einen Musiker, ein individuelles Gefäß für den Gas-Herd eines Hobby-Kochs oder eine inspirierende Schale zum Sammeln von Gedanken für eine Autorin – Susanne Baumhakel gestaltet Behältnisse ganz nach Wunsch. In ihrem Atelier gibt sie zudem regelmäßig Keramik-Kurse für Kinder. Es läuft bei der Künstlerin – auch dank der Starthilfe durch das BNW.

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