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Ausbildung inklusiv gestalten: Das BNW zeigte, wie's geht

Mut für neue Wege – dazu riefen die Redner der Fachtagung „Antrieb für inklusive Ausbildung“ in Langenhagen auf. Das BNW hatte im Rahmen des Projekts "Wirtschaft inklusiv" in die Räume der MTU Maintenance Hannover GmbH eingeladen, um Betriebe über die Möglichkeiten der Ausbildung von Menschen mit Handicap zu informieren. Beispiele aus der Praxis zeigten: Mut lohnt sich. Das gilt sowohl für Betriebe, die  – wenn sie sich auf alternative Formen der Ausbildung einlassen – hochmotivierte Arbeitskräfte gewinnen. Aber auch für Bewerber mit Behinderung, denen es oft an Selbstbewusstsein fehlt, sich auf dem regulären Arbeitsmarkt zu bewerben.

„So normal wie möglich, so speziell wie nötig“, dies sei der beste Weg, Ausbildung für Menschen mit Behinderung zu gestalten, sagte Petra Wontorra, Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen. Bastian Schmidt-Faber, Geschäftsführer des BNW, Sascha Köhne, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Prof. Dr. Michael Heister vom Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) und Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), pflichteten dieser Einschätzung bei und machten darüber hinaus den wirtschaftlichen Nutzen beruflicher Teilhabe deutlich. „Jeder Mensch bringt eine Begabung mit. Es lohnt sich, den Blick auf die Stärken der Menschen zu richten und sie diesen entsprechend einzusetzen. Denn da die Zahl der Erwerbspersonen und Fachkräfte weiter sinkt, zählt jedes Talent“, so Bastian Schmidt-Faber.

Die MTU Maintenance Hannover GmbH hat dies bereits erkannt. In Kooperation mit NiedersachsenMetall gibt das Unternehmen benachteiligten Jugendlichen in Einstiegqualifikationen Starthilfe in die Ausbildung. Von guten Beispielen wussten aber auch Podiumsgäste des Abends zu berichten, darunter der Flughafen Hannover-Langenhagen und der Futtermittelhersteller Miavit aus Essen (Oldenburg). In Tandems aus Ausbildern und Azubis stellten sie Beispiele aus der Praxis vor. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, Menschen mit Behinderung einzustellen“, erzählte Ralf Sieverding, Ausbildungsleiter bei der Miavit GmbH. Unterstützung bei der Umsetzung dieses  Vorhabens fanden er und seine Kollegen im Projekt „Wirtschaft inklusiv“, in dem sie kostenlos beraten wurden. Mit Erfolg: Nach einer rehabilitationspädagogischen Qualifizierung von Ausbilderin Anke Ostermann konnte Laura Mählmann mit einer Lernbehinderung als Auszubildende für den Beruf „Fachpraktikerin in der Hauswirtschaft“ eingestellt werden. Die Fachpraktikerausbildung konzentriert sich mehr auf fachpraktische als auf theoretische Inhalte. Laura Mählmann wurde nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss inzwischen in den festen Mitarbeiterkreis übernommen. Trotz ihrer körperlichen Einschränkung gehört auch die ehemalige Auszubildende Nadine Saalfeld  inzwischen fest zum Team des Flughafens Hannover-Langenhagen. Die Bürokauffrau setzte sich damals  gegen 800 andere Bewerber durch – die meisten ohne Handicap. „Ihre Leistung hat uns überzeugt“, sagte ihr Ausbildungsleiter Benjamin Waßmann. Sie mache die Dinge zum Teil eben anders, komme aber immer ans Ziel. „Ich möchte andere in meiner Situation ermutigen“, sagte  Nadine Saalfeld. Denn vielen Menschen mit Handicap fehle es an Selbstvertrauen – dabei stehen sie gesunden Bewerbern oft in nichts nach.

Mut zu mehr Selbstvertrauen machte auch die Showeinlage der Patsy und Michael Hull Foundation aus Osnabrück. Darsteller und Tänzer mit und ohne Behinderung zeigten Ausschnitte aus ihrem inklusiven Musical „Grand Hotel Vegas“ – und gaben damit ein gutes Beispiel, wie man Menschen mit Handicap durch Teilhabe stärken kann.

Seit drei Jahren beraten die Inklusionslotsen des BNW im Projekt „Wirtschaft inklusiv“ Betriebe kostenlos zu den Möglichkeiten der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Der erfolgreiche Projektabschluss war Anlass für die Fachtagung, die sich vor allem an Betriebe richtete. Diese finden die bewährte Unterstützung in den gewohnten Strukturen im Nachfolgeprojekt „Unternehmer-Netzwerk Inklusion“. Ansprechpartner in Hannover ist Christian Paluch (christian.paluch@bnw.de).

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