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Back2Job erschließt ungenutztes Fachkräftepotenzial

Erster Jahrgang erfolgreich in Arbeit vermittelt

„Unser Konzept trifft einen Riesenbedarf – bei den Teilnehmerinnen und bei den Unternehmen. Das Bildungswerk führt Potenziale und Chancen zusammen. Das ist es, was eine agile Wirtschaft heute benötigt“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

Entsprechend konnte der erste Jahrgang des speziell auf Ingenieurinnen zugeschnittenen Projekts erfolgreich verabschiedet werden. „Von den 20 teilnehmenden Frauen aus 17 Ländern haben 16 Frauen einen Job bekommen. Einige Frauen sind sogar vorzeitig aus dem Projekt ausgeschieden, weil sie nach kurzer Zeit eine Anstellung gefunden hatten“, betont Projektleiterin Ayten Berse vom BNW.

Back2Job Ingenieurinnen gesucht Konzpt gegen Fachkräftemangel

Aber an was fehlte es den Frauen, warum hatten sie auf dem eigentlich guten Arbeitsmarkt für Ingenieurinnen keine Chance gehabt? Nach längerer beruflicher Pause für die Familie sahen die objektiv guten Perspektiven für sie leider ganz anders aus: Kurze Innovationszyklen und schnelle technische Weiterentwicklungen machten es schwierig, nach ihrer Auszeit Schritt zu halten. Einige von ihnen nahmen daraufhin sogar Jobs an, für die sie deutlich überqualifiziert waren.

Deswegen entwickelte das BNW ein Konzept mit einer unschlagbaren Kombination: Nach einer Standortbestimmung jeder Teilnehmerin ging es zunächst ins „training on the job“. In den Betrieben zeigte sich, in welchen Bereichen ein Auffrischen des Fachwissens sinnvoll war. Für ein Update ihrer anwendungsorientierten Kenntnisse war ein Semester an der Leibniz Universität beziehungsweise der Hochschule Hannover Teil des neuartigen Konzepts. Für Frauen mit Migrationshintergrund bot das Projekt besondere Unterstützung an, etwa bei der Anerkennung des ausländischen Studienabschlusses oder durch sprachliche Qualifizierung. „Schließlich fungierten die Kontakte aller Projektbeteiligten bei Betrieben in der Region als Türöffner – mit diesem Netzwerk im Rücken waren Arbeitgeber von Anfang an aufgeschlossen“, berichtet Ayten Berse. Maßgeblich unterstützt hat nicht allein die Fachkräfteallianz Hannover und die Beschäftigungsförderung der Region Hannover, sondern auch Agentur für Arbeit und Jobcenter sowie Uni und Hochschule der Landeshauptstadt. Die Gesamtprojektleitung lag bei Cornelia Springfeld vom BNW. „Uns ist es gelungen, Frauen mit teils noch niedrigem Sprachniveau und fehlenden Selbstvermarktungsstrategien so zu vermitteln, dass auch die Personalverantwortlichen das Potenzial erkennen konnten. Dafür brauchte es passgenaue Unterstützung und ein starkes Netzwerk. Genau das haben wir den Frauen im Projekt geboten“, resümiert sie.

So schaffte zum Beispiel die 29-jährige Kavitha Karuppana den Wiedereinstieg. Nach der Geburt ihrer Tochter pausierte sie drei Jahre, bevor sie sich wieder dem Arbeitsmarkt zuwenden konnte. Davor ist die studierte Informatikerin in Indien als Software-Entwicklerin und Dozentin tätig gewesen. Seit September 2016 arbeitet sie als Software-Testerin bei der Hannoveraner Firma HaCon Ingenieurgesellschaft mbH und ist dort für die Qualitätskontrolle der entwickelten Apps zuständig.

Bettina Malosczyk, Personalverantwortliche bei HaCon hatte durch einen privaten Kontakt von „Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!“ erfahren und war gleich interessiert. „Der Fachkräftemangel ist für uns in diesem Bereich deutlich spürbar“, sagt sie. „Daher gehen wir bei der Personalsuche gern auch neue Wege.“ Neben Kavitha Karuppana hat HaCon auch eine zweite Teilnehmerin aus dem Projekt eingestellt.

„Aufgrund der positiven Erfahrungen beabsichtigt die Fachkräfteallianz Hannover, das Projekt mit einem neuen Durchgang fortzusetzen“, kündigte Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, an.

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