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Große Mehrheit der Unternehmen hält Teilqualifizierung für sinnvoll

Umfrage der Bertelsmann Stiftung: Mehr als zwei Drittel der deutschen Arbeitgeber beschreibt die berufsbegleitende Nachqualifizierung als ein adäquates Instrument, um fehlende Kompetenzen in den Unternehmen auszugleichen.

Deutsche Arbeitgeber halten das Qualifizierungsmodell der Teilqualifizierung für angemessen, um Fachkräfte-Engpässen zu begegnen. Das ergab die Studie „Arbeitsmarktbedarfsanalyse zu beruflichen Kompetenzen und Teilqualifikationen“ vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), die am 31. Juli im Auftrag der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht wurde.

Demnach zeigt sich eine große Mehrheit (81,2 Prozent) der rund 2.900 befragten Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertreter bereit, nachweislich beruflich kompetente Personen – beispielsweise mit Teilqualifizierungen – auch ohne vollwertigen Berufsabschluss einzustellen. „Unsere Ergebnisse unterstreichen, dass arbeitsuchende Personen von Teilqualifikationen profitieren können“, erklärt F-BB-Geschäftsführerin Iris Pfeiffer.

Die Chancen greifen bei Menschen über 25 Jahren ohne eine duale Ausbildung bzw. einen anderen verwertbaren Berufsabschluss besonders gut. Denn ihnen standen die Türen in der Arbeitswelt bislang kaum offen – und wenn doch, fiel die notwendige Weiterentwicklung in Zeiten der Digitalisierung schwer.

Die Studienautoren untersuchten die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in 30 Ausbildungsberufen. Für 23 Berufe gab die Mehrheit der Unternehmen an, potenzielle Bewerberinnen und Bewerber auch dann für einsatzfähig zu halten, wenn sie (noch) nicht in allen Einsatzfeldern des jeweiligen Berufs Kompetenzen aufweisen. Ein „Vollprofil“, also nachgewiesene Kompetenzen in allen Einsatzfeldern des jeweiligen Berufs, ist demnach am häufigsten in Handwerksberufen notwendig, um Bewerber einsetzen zu können.

„Wir freuen uns, dass die Anwendbarkeit von Teilqualifizierungen für Menschen und Unternehmen somit auch noch einmal wissenschaftlich unter Beweis gestellt wurde“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung. „Teilqualifizierungen sind ein zertifizierter und damit sprichwörtlich ausgezeichneter Gewinn für alle Seiten: Arbeitgeber, Arbeitsuchende und arbeitsmarktpolitische Akteure. Der Vorteil für die Betriebe ist, dass die Praxisanteile der Qualifizierung im Unternehmen absolviert werden können. Damit verfügt die Wirtschaft über ein arbeitsplatznahes Instrument betrieblicher Weiterbildung, das darüber hinaus finanziell gefördert werden kann.“

Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft führt Teilqualifizierungen seit April 2018 im Rahmen der Arbeitgeberinitiative Teilqualifizierung (AGI TQ) und des Projekts ETAPP des Bundes­ministeriums für Bildung und Forschung durch. Für ein Feature anlässlich der Bertelsmann-Studie unterstützte die AGI TQ den Deutschlandfunk mit Kontakten zum Automobilzulieferer Faurecia in Augsburg, der an TQ-Maßnahmen teilnimmt. Hier geht es zum Beitrag.

Alle Infos zu den Teilqualifizierungen beim BNW finden Sie hier.

Hier gelangen Sie zu unserer Pressemitteilung zum Thema TQ.

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