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Aktuelles

  • Herbstforum in Osnabrück: Impulse für Motivation und Führung

    Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW, moderierte am Montag, 20. November, die Podiumsveranstaltung auf dem Herbstform Osnabrück. Die Fachveranstaltung wird seit 2012 vom Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim ausgerichtet. Im Mittelpunkt stand diesmal das "Lernen als Prozess - Impulse für Motivation und Führung"

    Am Montag, 20. November, moderierte Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW, die Podiumsdiskussion auf dem VI. Herbstforum des Industriellen Arbeitgeberverbands (IAV) Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim e.V. Die Diskussion zum Thema „Lernen als Prozess – Impulse für Motivation und Führung“ ergab viele spannende Denkanstöße.

    Herbstforum IAV BNW Osnabrueck Podium

    Zu Beginn führte der IAV-Vorstandsvorsitzende Olaf Piepenbrock in das übergeordnete Thema ein: „Lernen prägt die Ausrichtung einer Gesellschaft“, sagte er und ergänzte, dass Arbeit Teil eines erfüllten Lebens sei. Auf der Basis von Kompetenz kämen wir zu Ergebnissen und diese wiederum steigerten unsere Motivation. Grundlage dafür sei stetes Lernen.

    Professor Dr. Waldemar Pelz, Leiter des Instituts für Management-Innovation in Bad Soden am Taunus, bestätigte dies in seinem Eröffnungsvortrag und untermauerte die Thesen mit einer aktuellen Befragung seines Instituts unter mehr als 14.000 Teilnehmern. Die Ergebnisse bereiteten er und seine Mitarbeiter so auf, dass sie im unternehmerischen Kontext nutzbar sind:

    www.managementkompetenzen.de/resilienz.

    Er sagte: „Mitarbeiter wollen Erfolge und dafür brauchen sie Ziele, die in ihren Augen sinnvoll sind.“ Er empfahl den rund 200 Zuhörern des Herbstforums, zunächst die Mitarbeitermotivation der Belegschaft einer genauen Diagnose zu unterziehen. Stress, sowohl in Form von Über- als auch von Unterforderung, ließe sich auf einer Skala messen und sei individuell abhängig von Persönlichkeiten, deren Wertvorstellungen sowie den Fähigkeiten, die zum Erfolg führen. Unternehmen, welche die emotionalen Stressfaktoren ihrer Mitarbeiter kennen und gegensteuern, erzielten erwiesenermaßen eine um 3,4 % höhere Rendite. Durch Emotionsmanagement und Aktivierung der Selbstwirksamkeit ließen sich negative Gefühle (Stress) in positive Gefühle (Kraft) umwandeln.

    Dr. Sabine Reichelt-Nauseef von der SO-Unternehmensberatergruppe aus Hamburg zeigte im Anschluss auf, mit welchen Übungen aus der Selbstreflexion, Selbstverantwortung, Selbstregulierung und Selbstveränderung eine gute Selbstführung erreicht werden kann. Sie sagte: „Ich führe mich selbst - und damit habe ich schon genug zu tun“ und meinte damit, dass Unternehmenschefs nicht Mitarbeiter, sondern sich selbst führen – und durch eine gute Vorbildfunktion ihre Belegschaften prägen.

    In der folgenden Podiumsdiskussion kamen zwei Gäste hinzu, die es ermöglichten, dass Lernen auf den gesamten Prozess der Berufsbiographie von Menschen zu beziehen: Irmgard Pöling leitet das Studienseminar Meppen für das Lehramt an Gymnasien und Stefan Holtgreife ist Geschäftsführer des Unternehmens „Solarlux“ in Osnabrück.  Die Eingangsfrage von Tobias Lohmann zum Thema Schule „Lernen wir am Leben vorbei?“ beantwortete Professor Pelz mit „Ja!“ und führte aus, dass Kompetenzen, Werte, Persönlichkeit im schulischen Prozess häufig auf der Strecke blieben. Stefan Holtgreife stimmte zu und ergänzte, ihm fehle die Entschleunigung. „Junge Menschen sollen mit 24 Jahren Schulabschluss, Master und Auslandsjahr fertig haben. Wie wäre es aber mit einem sozialen Jahr oder etwas ähnlichem, das die Persönlichkeitsentfaltung fördert?“ Auch aus dem Publikum war die Meinung zu hören, dass Kreativität in der Schule einfach zu kurz käme. Irmgard Pöling, unterstützt von Lehrern und Schulleitern unter den Gästen, entgegnete: „Im Unterricht haben durchaus viel mehr kreative Problemlösungsaufgaben Einzug gehalten als früher."

    So bestand ein Zwischenfazit der Podiumsdiskussion darin, dass eher jene Generation, die heute mit beiden Beinen im Arbeitsleben steht, in der Schule kaum Kreativität erfahren hat. Das macht sich jetzt in den Unternehmen bemerkbar: „Bei Solarlux fördere ich bewusst eine Kultur des praktischen Ausprobierens. Um zu guten Ergebnissen zu kommen, brauchen wir den Mut, uns auszuprobieren und aus der Komfortzone herauszukommen“, erzählte Stefan Holtgreife.

    Einhellig bestand die Meinung, die Schule bereite zu wenig auf den betrieblichen Alltag vor. Irmgard Pöling sagte jedoch: „Unser Studienseminar hat Firmenkooperationen und in diesem Rahmen viele Projekte. Demnächst wird es auch ein Betriebspraktikum für angehende Lehrer geben.“ Stefan Holtgreife sah die mangelnde Berufsorientierung aus einer anderen Perspektive: „Unternehmen müssen viel mehr an Schulen präsent sein und Kontakte knüpfen“, regte er an.

    Dabei kann das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft unterstützen: Jahr für Jahr begleiten wir über 30.000 Schülerinnen und Schüler dabei, eine gut orientierte Berufswahl zu treffen. In unseren Berufsorientierungs-modulen, die wir im Auftrag der Koordinierungsstelle Berufsorientierung durchführen, aktivieren wir unser großes Netzwerk an Firmen, die dann in den Schulen mit den jungen Menschen ins Gespräch kommen. Nicht selten entsteht über ein Praktikum ein neuer Ausbildungsvertrag.

    Weitere Infos gibt es hier: Berufsorientierungsangebote des BNW

    Auch die VMW-Stiftung, die - wie auch die Bezirksgruppe von NiedersachsenMetall und das BNW - Mitausrichter des Herbstforums war, hat viele spannende Nachwuchsprojekte, vornehmlich im MINT-Bereich:

    http://vme-stiftung.de/

    Fazit: Das Thema "Lernen als Prozess" fand sehr großen Anklang bei den teilnehmenden Vertretern aus Schulen und Unternehmen, und der IAV wird die spannende Veranstaltung 2018 ins siebte Jahr führen. Bleiben Sie informiert:

    http://iav-online.de/

  • BNW erhält das Gütesiegel Grundbildung

    Dem BNW ist am 15. November 2017 das Gütesiegel Grundbildung verliehen worden. Bastian Schmidt-Faber, Geschäftsführer des BNW, nahm die Auszeichnung am vergangenen Mittwoch entgegen. Das Gütesiegel wird von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Bildungswerke der Wirtschaft vergeben.

    Dem BNW ist am 15. November 2017 das Gütesiegel Grundbildung verliehen worden. Bastian Schmidt-Faber nahm als Geschäftsführer des BNW die Auszeichnung am vergangenen Mittwoch entgegen.

    BNW erhält Gütesiegel Grundbildung

    Mit dem Gütesiegel wurden neben dem BNW noch drei weitere Bildungswerke ausgezeichnet. Es wird von der Arbeitgemeinschaft der Bildungswerke der Deutschen Wirtschaft (ADWB) e. V. vergeben. Die ADBW hat gemeinsam mit dem Projekt Alpha Grund des BMBF (alphagrund-projekt.de) Qualitätsstandards entwickelt, die Maßnahmen der arbeitsplatzorientierten Grundbildung garantieren. Weitere Informationen zu dem Projekt können Sie über die angegebene Webseite abrufen.

    Ziel von AlphaGrund

    Ziel von AlphaGrund ist die anwendungsorientierte Entwicklung und Umsetzung von Fördermaßnahmen für geringqualifizierte Erwerbstätige, die mit unterschiedlichen Akteuren (wie Unternehmen, Job-Center) vor Ort durchgeführt werden. Dazu werden arbeitsplatznahe Konzepte zur Förderung der Alphabetisierung und Grundbildung von Erwachsenen auf die betrieblichen und branchenspezifischen Bedarfe zugeschnitten und in den Regionen der acht beteiligten AlphaGrund-Partnern, den Bildungswerken der Wirtschaft, umgesetzt.


    Weitere Informationen

    Gütesiegel Grundbildung (pdf)

    Broschüre zum Gütesiegel Grundbildung (pdf)

    www.alphagrund-projekt.de

  • Sozialpartnerschaftliche Bildungsinitiative der Dachverbände von Arbeitgebern und Gewerkschaften startet in Niedersachsen

    Eine besonders gut ineinandergreifende Prozesskette mit den Komponenten Qualifikation, Sprache und interkulturelle Begleitung führt bei der Integration von Geflüchteten in die deutsche Arbeitswelt zu guten Vermittlungserfolgen. Mit Blick auf eklatante Fachkräftelücken, auch auf dem Ausbildungs-markt, ist es daher umso wichtiger, dass das Land Niedersachsen das im Jahr 2015 eingeführte Modellprojekt SPRINT, insbesondere in Kombination mit SPRINT-Dual (Beginn 2016), fortführt.

    Eine besonders gut ineinandergreifende Prozesskette mit den Komponenten Qualifikation, Sprache und interkulturelle Begleitung führt bei der Integration von Geflüchteten in die deutsche Arbeitswelt zu guten Vermittlungserfolgen. Mit Blick auf eklatante Fachkräftelücken, auch auf dem Ausbildungs-markt, ist es daher umso wichtiger, dass das Land Niedersachsen das im Jahr 2015 eingeführte Modellprojekt SPRINT, insbesondere in Kombination mit SPRINT-Dual (Beginn 2016), fortführt.

    Zu diesem Ergebnis kamen gestern und heute rund 200 Vertreter aus Politik, Bildung und Wirtschaft während der diesjährigen SPRINT-Fachtage zur „Integration jugendlicher Geflüchteter heute und morgen“ zusammen. Im Hannover Congress Centrum und in den Multi-Media Berufsbildenden Schulen an der Expo Plaza sind sie den Fragen nachgegangen, wie die berufliche Integration junger Geflüchteter konsequent gelingt und welche Vorteile diese für alle Akteure bietet. Neben dem Sprach- und Integrationsprojekt SPRINT, das inzwischen an 90 Berufsschulen landesweit durchgeführt wird, ist ab sofort auch die sozialpartnerschaftliche Initiative IntegrationS eine Antwort auf diese Fragen.

    Im Rahmen der Fachtage wurde dieses deutschlandweit einzigartige Projekt heute von Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungswerks der niedersächsischen Wirtschaft (BNW), sowie Hans Hoffman, Geschäftsführer der gewerkschaftsnahen Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen vorgestellt.

    Tobias Lohmann (links) und Hans Hoffmann stellen das Projekt „IntegrationS“ vorGemeinsam mit den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN) und dem deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) entstand mit IntegrationS ein Bündnis, das als Schnittstelle zwischen berufsbildenden Schulen, Kammern sowie Arbeitsagenturen fungiert und im Rahmen einer sogenannten Prozessbegleitung die Schulen bei der Zusammenführung von jugendlichen Flüchtlingen und Betrieben unterstützt. Die regionalen Prozessbegleiter von IntegrationS stehen den SPRINT-Teilnehmenden während einer dualen Einstiegsqualifizierung zur Seite, wodurch eine tragfähige Brücke zwischen auslaufender Schulpflicht und Übergang in die Arbeitswelt geschlagen wird. 13 Prozessbegleiter gibt es niedersachsenweit, 11 davon werden vom BNW gestellt, zwei sind für ARBEIT UND LEBEN Nds. tätig. Ein weiteres Angebot von IntegrationS sind sogenannte Integrationsmoderatoren, die Unternehmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie weiteren Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft bei der Ansprache von geflüchteten Menschen zur Nachwuchsgewinnung unterstützen. In Zukunft soll das Angebot der Initiative durch Projekte für weitere Zielgruppen ergänzt und dadurch breiter aufgestellt werden.

    Tobias Lohmann zeigte sich während der Vorstellung von IntegrationS zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis der sozialpartnerschaftlichen Initiative: „Wir freuen uns, dass das BNW mit dem Stellen der Prozessbegleiter und Prozessbegleiterinnen sowie mit dem exzellenten Zugang zu wirtschaftlichen Entscheidungsträgern einen bedeutsamen Beitrag innerhalb des Bündnisses leisten darf und beweisen damit gern einmal mehr, dass Integration durch eine partnerschaftliche Begleitung funktioniert.“ Hans Hoffmann ergänzte: „Sozialpartnerschaft heißt, gemeinsam Stärken für die Integration zu nutzen.“

    IntegrationS versteht sich als sozialpartnerschaftliches Bündnis, das in seiner Vielschichtigkeit einzigartig ist, sich ideal ergänzt und niedersachsenweit agieren kann. Denn: Die Sozialpartner DGB und UVN haben zusammen mit ARBEIT UND LEBEN Nds. und BNW als Bildungsträger sowohl die Belange der Arbeitgeber und Entscheidungsträger als auch die der Arbeitnehmer im Blick. „Wir stehen in der Verantwortung, die Menschen in Betriebe und durch Arbeit in die Gesellschaft zu integrieren. Dafür steht der Sozialpartneransatz“, so Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB Bezirks Niedersachen - Bremen - Sachsen-Anhalt.  Der Vorteil des sozialpartnerschaftlichen Ansatzes veranlasste den Auftraggeber – das niedersächsische Kultusministerium – 2016 dazu, der Bietergemeinschaft aus BNW und ARBEIT UND LEBEN Nds. den Zuschlag für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt zu geben. Auch für UVN Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Müller liegt der Nutzen der Sozialpartnerschaft auf der Hand: „Für die UVN als Spitzenverband der niedersächsischen Wirtschaft und Sozialpartner haben Arbeitsmarktintegration, Nachwuchsförderung und Qualifizierung höchste Priorität. Das Projekt Integration-S setzt genau dort an, wo die Integration von Arbeitsmarktzuwanderern und Flüchtlingen die größten Herausforderungen aufweist.“

    Weitere Informationen: www.integration-s.de

  • Nachwuchskräfte in Wilhelmshaven halten: Bildungswerk und AWV Jade wollen Schülern Jobs in Energiewirtschaft schmackhaft machen

    In ein entscheidendes Wachstumsfeld Wilhelmshavens kommt Bewegung: Seine Position als eine der größten Energiedrehscheiben Deutschlands wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Um dieses Potenzial nutzen zu können, müsse jetzt vor allem auch an die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern gedacht werden, sagte Oberregierungsrat Stefan Friedrich vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr heute beim "Energie-Forum" im Rahmen der Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Wilhelmshaven - und hob damit die immense Bedeutung von aktuellen und zukünftigen Fachkräften für die wirtschaftliche Entwicklung in Stadt und im Landkreis hervor.

    Lohmann_BNW_Interview_FRFIn ein entscheidendes Wachstumsfeld Wilhelmshavens kommt Bewegung: Seine Position als eine der größten Energiedrehscheiben Deutschlands wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Um dieses Potenzial nutzen zu können, müsse jetzt vor allem auch an die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern gedacht werden, sagte Oberregierungsrat Stefan Friedrich vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr heute beim „Energie-Forum“ im Rahmen der Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Wilhelmshaven – und hob damit die immense Bedeutung von aktuellen und zukünftigen Fachkräften für die wirtschaftliche Entwicklung in Stadt und im Landkreis hervor.

    „Unsere Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schülern Orientierung im Hinblick auf eine individuell passende Berufswahl zu geben. In unseren Stärken- und Schwächenanalysen während der Berufsorientierungstage stellen die Schüler häufig fest, dass ein praktischer Einstieg in einen Beruf ihnen viel mehr zusagt als weitere Jahre Theorie im Studium. Wir vermitteln ihnen dann gemeinsam mit unserem großen Netzwerk spannender Firmen, dass Ausbildung Spaß macht und dass Fachkräfte nach einer dualen Berufsausbildung durchaus sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten haben“, erklärte Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung. Lohmann sagte weiter, es gelte nicht nur, Fachkräfte zu finden, sondern auch ihre berufliche Entwicklung zu fördern. Dies gelinge nur in Zusammenarbeit mit Betrieben und begleitenden Institutionen. Es erfordere insgesamt auch ein anderes Verständnis des Lernens im Sinne eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses. Das BNW als Bildungsexperte habe sich dieses Konzept auf die Fahnen geschrieben und treibe das lebenslange Lernen im Netzwerk mit der niedersächsischen Wirtschaft aktiv voran.

    In Wilhelmshaven waren rund 30 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Institutionen der Einladung des BNW in die Schillerstraße gefolgt, um über die Perspektiven des Wirtschaftsstandorts für die jüngere Generation zu sprechen. Zahlreiche weitere Besucher kamen während einer Ausstellung am Nachmittag mit lokalen Unternehmen des Energiesektors ins Gespräch. Aber welche Arbeitsfelder dieser Branche bieten aktuell eigentlich die besten Ein- und Aufstiegschancen? Darüber gab ein Impulsvortrag von Professor Alwin Burgholte, langjähriger Dozent der Jade Hochschule, Auskunft. Ihm zufolge werde die Abhängigkeit von der Elektrizität hierzulande stetig zunehmen.

    Für Wilhelmshaven bedeute das: Viel Fachkräftebedarf in konventionellen Arbeitsgebieten wie Automatisierungs- und Kraftwerktechnik, aber vor allem entstünden sehr viele neue Arbeitsfelder, etwa in Netzerneuerung und -ausbau sowie in der Elektromobilität, so der Experte.

    Diese können jedoch nur gemeinsam erschlossen werden: „Als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. wollen wir Wachstum und Entwicklung im Jade Wirtschaftsraum voranbringen. Dazu gehört es, die richtigen Partner an einen Tisch zu bekommen und zusammen die Potenziale auszuloten. Deswegen bin ich sehr froh, dass wir das Wirtschaftsministerium für einen Besuch heute gewinnen konnten, und wir hoffen, die gute Zusammenarbeit mit dem Ziel einer effektiven Fachkräftesicherung an unserem Wirtschaftsstandort weiter intensivieren zu können“, sagte Henning Wessels, Bildungsreferent beim Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e. V.

    Hintergrund: Fachkräftetage Niedersachsen 2017

    In den 2020er Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden, und Nachwuchskräfte sind knapp. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommen im IAB-Kurzbericht 9/2015 zu dem Ergebnis, dass der Bedarf an Akademikern in den kommenden Jahren gedeckt werden könnte, sich aber große Fachkräftelücken auf der mittleren Qualifikationsebene abzeichnen. Danach wird ein Mangel dort prognostiziert, wo ein Hochschulabschluss gar nicht nötig ist, zum Beispiel in vielen Berufen des Handwerks und den hoch spezialisierten technischen Berufen in den Bereichen Elektronik, IT und Metall.

    Wegen der regionalen Unterschiede bei sogenannten Engpassberufen braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbeaktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

    Für Wilhelmshaven hat das BNW die Energiewirtschaft als Schlüsselthema ausgewählt. In Stadt und Landkreis unterstützen die Bildungsexperten jährlich mehr als 750 Schüler dabei, ihren Übergang von der Schule ins Berufsleben erfolgreich zu meistern. Die Perspektiven für Schulabgänger als künftige Fachkräfte der Energiewirtschaft stehen dabei zunehmend im Fokus.

    Ansprechpartner für die Berufsorientierungsmaßnahmen in Wilhelmshaven ist BNW-Mitarbeiter Volker Block:

    Zur Standortseite des BNW in Wilhelmshaven

     


     

    Pressestimmen zum Fachkräftetag in Wilhelmshaven finden Sie unter den folgenden Links:

    Friesischer Rundfunk

    Radio Jade

  • Start der Fachkräftetage Niedersachsen 2017

    Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft in ganz Niedersachsen eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies von heute an lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächendeckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Fachkräftetage Leer 2017Die Fachkräftesicherung ist für die lokale Wirtschaft in ganz Niedersachsen eine zentrale Herausforderung. Nach wie vor haben hiesige Unternehmen große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Daher werden nach einem Aufruf von Wirtschaftsminister Olaf Lies von heute an lokale Fachkräfteveranstaltungen durchgeführt. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat an seinen flächendeckenden Standorten die Akteure aktiv ins Boot geholt und eine Fachkräfteoffensive gestartet.

    Am Standort Leer begann diese heute mit der Veranstaltung „Chance Inklusion“. Ziel war es, Unternehmen darüber zu informieren, wie die Inklusion von Menschen mit Handicap in die Arbeitswelt mit der richtigen Beratung und praktischer Unterstützung gelingt und auf diese Weise zu einer echten Chance für die Firmen wird. Als Schirmherr der Veranstaltung „Chance Inklusion“ war heute Landrat Matthias Groote (SPD) vor Ort.

    Morgen ab 10 Uhr geht die Fachkräfteoffensive in Emden weiter. Dort lädt das BNW unter dem Motto „Arbeitswelt Deutschland“ Menschen mit Migrationshintergrund zu einem Bewerbungscoaching ein.

    Darüber hinaus veranstaltet das BNW in Wilhelmshaven morgen ab 11 Uhr ein Energie-Forum. Es geht dabei um die großen Chancen, die der Energiesektor in dieser Region für die Berufswegplanung von Schülerinnen und Schülern bereithält. Zu dieser Veranstaltung werden Oberregierungsrat Stefan Friedrich vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie Holger Ansmann, MdL, erwartet. Einen Impulsvortrag zur Entwicklung der Energiewirtschaft in der Region und deren Konsequenzen für den zukünftigen Fachkräftebedarf hält Prof. Dipl.-Ing. Alwin Burgholte, langjähriger Dozent an der Jade-Hochschule.

    Neben der Energiewirtschaft ist auch die Fachkräftesicherung im Pflegebereich ein Schlüsselthema der Fachkräftetage Niedersachsen 2017. Diesem Bereich hat sich die BNW-Region Delmenhorst angenommen und lädt gemeinsam mit der Berufsfachschule Altenpflege für den 18. Oktober Schüler sowie Arbeitsuchende und Angestellte, die sich beruflich weiterentwickeln möchten, zu einem Tag der offenen Tür ein.

    Die BNW-Standorte Verden und Rotenburg haben sich vor den Fachkräftetagen mit allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten, die sich für geflüchtete Menschen engagieren und sie während des Integrationsprozess unterstützen, in Verbindung gesetzt. Denn in diesen beiden Städten lädt das BNW geflüchtete Männer und Frauen jeweils zu einem Beratungsnachmittag ein, um sie über Wege in Arbeit und Ausbildung zu informieren und Unterstützungsangebote aufzuzeigen.

    Den Abschluss der Fachkräfteoffensive des BNW macht die Region Osnabrück, wo am Freitag gemeinsam mit dem Unternehmens-Netzwerk Inklusion und dem Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim ein Runder Tisch für Firmen zum Thema Betriebliches Eingliederungsmanagement veranstaltet wird.

    Weitere Infos erteilen Ihnen gern die Mitarbeiter in den jeweiligen Stanodrten persönlich.

  • BNW zu Gast beim Rundblick zum Thema Schülerumfrage

    Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hat hunderte Schülerinnen und Schüler gefragt: "Wie gut fühlst du dich eigentlich auf das Berufsleben vorbereitet?" Das Ergebnis: 37 Prozent der Jugendlichen fühlen sich "weniger gut" oder sogar "nicht gut" vorbereitet. Dem Ergebnis wollten wir natürlich nachgehen und haben das Thema beim "Rundblick", dem Politikjournal für Niedersachsen, vorgestellt. Die Redakteure des Rundblicks fanden dies ebenso spannend und luden die amtierende Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), Mareike Wulf, Kultus-Schattenministerin der niedersächsischen CDU, Nicole Viñals-Stein, Leiterin der Helene-Lange-Schule und Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung, zu einem Redaktionsgespräch ein.

    Wie stärken wir Schulen bei der Berufsorientierung?

    Schülerumfrage Redaktionsgespräch Rundblick Tobias Lohmann BNWDas BNW hat hunderte Schülerinnen und Schüler gefragt: „Wie gut fühlst du dich eigentlich auf das Berufsleben vorbereitet?“ Das Ergebnis: 37 Prozent der Jugendlichen fühlen sich „weniger gut“ oder sogar „nicht gut“ vorbereitet.

    Hier geht's zur vollständigen Umfrage:

    https://www.bnw.de/bnwde/content/deutsch/startseite?id=BNWW-APZGLH

    Dem Ergebnis wollten wir natürlich nachgehen und haben das Thema beim „Rundblick“, dem Politikjournal für Niedersachsen, vorgestellt. Die Redakteure des Rundblicks fanden dies ebenso spannend und luden die amtierende Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), Mareike Wulf, Kultus-Schattenministerin der niedersächsischen CDU, Nicole Viñals-Stein, Leiterin der Helene-Lange-Schule und Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung, zu einem Redaktionsgespräch ein.

    Angesichts von immer noch 30% Studienabbrecherquote, sinkenden Bewerberzahlen für die duale Ausbildung, fast unüberschaubaren Berufs- und Studienmöglichkeiten und dem dringenden Bedarf an Fachkräften fragten wir uns gemeinsam: Wie können wir die Situation verbessern? Was können Eltern, Schulen und Lehrer überhaupt leisten und inwieweit ist externe Unterstützung für Gymnasien wichtig?

    Den gesamten Rundblick-Artikel können Sie jetzt hier abrufen:
    https://www.rundblick-niedersachsen.de/berufsorientierung-ist-angelegenheit-aller-faecher-allen-schulformen/

    Video- und Audio-Statements finden Sie auch bei Facebook und Soundcloud:
    https://www.facebook.com/RundblickNDS/videos/1941810372748610/

    https://soundcloud.com/user-385595761/thema-ausbildung-am-gymnasium-das-schlagt-mareike-wulf-vor

  • "back2job" für die Auszeichnung RegioStars 2017 nominiert

    Anhand der vier Schlüsselkriterien Innovation, Wirkung, Nachhaltigkeit und Partnerschaft wählte eine unabhängige Jury aus 103 Bewerbern die 24 herausragendsten Regionalprojekte Europas als Finalisten aus. Das Projekt ?back2job kam in die Endauswahl der Preiskategorie? Empowerment und aktive Beteiligung von Frauen?

    Erfolgreiche Wiedereingliederung von Ingenieurinnen

    back 2 job_bnwAnhand der vier Schlüsselkriterien Innovation, Wirkung, Nachhaltigkeit und Partnerschaft wählte eine unabhängige Jury aus 103 Bewerbern die 24 herausragendsten Regionalprojekte Europas als Finalisten aus.  Das Projekt „back2job kam in die Endauswahl der  Preiskategorie„ Empowerment und aktive Beteiligung von Frauen“.

    Durch die Bausteine Coaching, Fachpraxis und Wissens-Update bereitet das Projekt „back 2 job“ Ingenieurinnen auf den beruflichen (Wieder-)Einstieg vor. Ob Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik – Ingenieurinnen und Ingenieure sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Doch trotz ihrer hochqualifizierten Ausbildung  stellen viele Frauen ihre Karriere zugunsten der Familie zurück. Schnelle technische Entwicklungen gestalten den Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienpause dann oft schwierig. Genau dort setzt das Projekt „back 2 job – Ingenieurinnen gesucht“ an: Mit der einmaligen Kombination aus betrieblicher Praxis und dem Besuch der Hochschule oder Universität zum Auffrischen des Fachwissens werden Ingenieurinnen umfassend auf die Rückkehr in den Beruf vorbereitet.

    Nach dem sehr erfolgreichen ersten Durchgang, der für die RegioStars nominiert wurde, startete mit 21 Teilnehmerinnen im Juli 2017 der zweite Durchgang.

    Artikel auf Focus Online

  • 'Fit für die Ausbildung' gewinnt Niedersächsischen Integrationspreis 2017

    Das ZUKUNFTINC.-Projekt "Fit für die Ausbildung" gehört zu den Preisträgern des Niedersächsischen Integrationspreises 2017. Der Niedersächsische Integrationspreis wird zum achten Mal vergeben und steht unter dem Motto "Angekommen. Ausbildung in Niedersachsen". Insgesamt gibt es vier Preisträger/innen und einen Sonderpreis. Der Wettbewerb richtet sich an Initiativen, Vereine oder Institutionen, Unternehmen, Betriebe und Kammern, die Geflüchtete und andere Zugewanderte in Niedersachsen in Ausbildung bringen und dadurch zu deren Integration in den Arbeitsmarkt beitragen.

    Niedersächsischer Integrationspreis 2017

    © zukunftincDas ZUKUNFTINC.-Projekt „Fit für die Ausbildung“ gehört zu den Preisträgern des Niedersächsischen Integrationspreises 2017. Der Niedersächsische Integrationspreis wird zum achten Mal vergeben und steht unter dem Motto „Angekommen. Ausbildung in Niedersachsen“. Insgesamt gibt es vier Preisträger/innen und einen Sonderpreis. Der Wettbewerb richtet sich an Initiativen, Vereine oder Institutionen, Unternehmen, Betriebe und Kammern, die Geflüchtete und andere Zugewanderte in Niedersachsen in Ausbildung bringen und dadurch zu deren Integration in den Arbeitsmarkt beitragen.

    Was macht "Fit für die Ausbildung"?

    Die Unternehmen Bahlsen, Hüttenes Albertus, JÄGER Gummi und Kunststoff//Artemis, KIND, VSM AG, Sennheiser electronic und WAGNER Group engagieren sich in dem Projekt. Projektziel ist, Geflüchtete in technische und kaufmännische Ausbildungsberufe zubringen. Dabei werden die Marktführer aus der Region Hannover von den Projektpartnern Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) und der Region Hannover, Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, unterstützt.

    "Fit für die Ausbildung" schafft langfristige berufliche Perspektiven für benachteiligte junge Menschen.  Für jeden Ausbildungsberuf sind ausreichende deutsche Sprachkenntnisse dringend erforderlich. Deshalb wurden mit der Aufnahme von Geflüchteten in den Teilnehmerkreis des Projekts "Fit für die Ausbildung", intensiver Deutschunterricht und interkulturelles Training ergänzt. Damit junge Menschen „fit für die Ausbildung“ sind, ist der Berufsausbildung ein Praktikum vorangestellt. Während der Gesamtlaufzeit werden die Teilnehmer durch Sozialpädagogen des BNW begleitet.

    Den kompletten Artikel zum Niedersächsischen Integrationspreis 2017 können Sie auf der Internetseite von zukunft.inc lesen

  • Blick in die Praxis

    Sprachvermittlung, Qualifizierung, Integration - was in der Praxis dahintersteckt, zeigten Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung, und Marta Schüring, Geschäftsstellenleiterin, am Dienstag am BNW-Standort in Großburgwedel. Die Bundestagsabgeordnete Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und der Landtagsabgeordnete Marco Brunotte machten sich gemeinsam mit dem Burgwedeler Ratsmitglied Bedri Özdemir vor Ort ein Bild von der Arbeit des BNW - und trafen auf engagierte Mitarbeiter und interessierte Teilnehmer.

    SPD-Abgeordnete besuchen das BNW in Burgwedel

    Sprachvermittlung, Qualifizierung, Integration - was in der Praxis dahintersteckt, zeigten Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung, und Marta Schüring, Geschäftsstellenleiterin, am Dienstag am BNW-Standort in Großburgwedel. Die Bundestagsabgeordnete Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und der Landtagsabgeordnete Marco Brunotte machten sich gemeinsam mit dem Burgwedeler Ratsmitglied Bedri Özdemir vor Ort ein Bild von der Arbeit des BNW - und trafen auf engagierte Mitarbeiter und interessierte Teilnehmer.

    „Ich mache den Bundesfreiwilligendienst an der Medizinischen Hochschule Hannover und möchte dann Sanitäter werden“, erzählte einer der Teilnehmer aus dem AEWB-Landessprachkurs am Standort Großburgwedel. Er kommt aus Afghanistan und hat wie alle anderen Männer und Frauen im Kurs einen Fluchthintergrund. Alle gemeinsam verbessern mit Unterstützung der BNW-Experten  ihre Deutschkenntnisse, trainieren Bewerbungsgespräche – und kommen so ihren beruflichen Zielen Schritt für Schritt näher. Bei ihrer Stippvisite im Kurs zeigten sich die SPD-Politiker vor allem an den individuellen Erfahrungen der Teilnehmer interessiert – und freuten sich, wenn diese ihre Politik bestätigten: „Wir haben den Bundesfreiwilligendienst um den sogenannten Flüchtlingsbezug erweitert“, sagte Caren Marks. „Es ist schön zu sehen, dass dieses Angebot in der Realität genutzt wird.“

    Die Kursteilnehmer nutzten die Gelegenheit, um Fragen loszuwerden. Vor allem im Asylrecht zeigten sich Unklarheiten. „Wann habe ich Bleiberecht, wann bin ich geduldet und warum hat ein Ausbildungsplatz keinen Einfluss auf meinen Aufenthaltsstatus? Mit genau diesen Fragen kommen Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund zu uns“, berichtet Tobias Lohmann. „In Angeboten wie der Integrationsberatung, die wir an 26 Standorten in ganz Niedersachsen anbieten, beantworten wir alle diese Fragen aus einer Hand.“ Es braucht einen roten Faden für Integrationsmaßnahmen – darin waren sich Gastgeber und Gäste zum Ende des Besuchs einig.

    v.l. BNW-Geschäftsstellenleiterin Marta Schüring, BNW-Geschäftsführer Tobias Lohmann, Bundestagsabgeordnete Caren Marks, Ratsmitglied Bedri Özdemir und Landtagsabgeordneter Marco Brunotte

    Weitere Informationen

    Integrationsberatung

  • Schülerbefragung des BNW: 37 Prozent fühlen sich schlecht auf das Berufsleben vorbereitet

    "Wie gut fühlst du dich auf das Berufsleben vorbereitet?" Unter diesem Motto hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (www.bnw.de) auf der diesjährigen IdeenExpo eine Befragung unter hunderten Schülern durchgeführt. Das Ergebnis: 37 Prozent der Jugendlichen fühlen sich "weniger gut" oder sogar "schlecht" vorbereitet. Den Arbeitgebervorwurf "mangelnder Ausbildungsreife" halten sogar 46 Prozent von ihnen für durchaus gerechtfertigt.

    „Wie gut fühlst du dich auf das Berufsleben vorbereitet?“ Unter diesem Motto hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (www.bnw.de) auf der diesjährigen IdeenExpo eine Befragung unter hunderten Schülern durchgeführt. Das Ergebnis: 37 Prozent der Jugendlichen fühlen sich „weniger gut“ oder sogar „nicht gut“ vorbereitet. Den Arbeitgebervorwurf „mangelnder Ausbildungsreife“ halten sogar 46 Prozent von ihnen für durchaus gerechtfertigt.

    Eigene Schwächen sehen die Jugendlichen bei Kenntnissen einer Zweit-Fremdsprache (52 Prozent) sowie bei EDV-Kenntnissen (50 Prozent). Für „weniger gut“ oder „ungenügend“ halten viele zudem ihr wirtschaftliches Grundverständnis (43 Prozent) und ihr technisches Wissen (41 Prozent). Ein Drittel schätzt seine Englischkenntnisse als nicht ausreichend ein. Immerhin: Die überwiegende Mehrheit hält sich für teamfähig, pünktlich und selbständig (86 sowie 87 und 88 Prozent).

    Persönliche Weiterentwicklung ist Jugendlichen wichtig

    Und was zählt für Jugendliche heute im Beruf? Die persönliche Weiterentwicklung rangiert an erster Stelle: Für 91 Prozent ist dieser Aspekt „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Auch das Gehalt hat eine hohe Bedeutung (88 Prozent), während beispielsweise Möglichkeiten der Mitbestimmung eine weniger große Rolle spielen (74 Prozent). An letzter Stelle steht das gesellschaftliche Ansehen, das mit dem Beruf einhergeht – für lediglich 51 Prozent ist dies ein Faktor, der ins Gewicht fällt.

     Zum Zwecke der Berufsorientierung nutzen die befragten Jugendlichen neben der IdeenExpo momentan am häufigsten Zukunftstage (75 Prozent) und Praktika (58 Prozent). Als bessere Vorbereitung wünschen sie sich allerdings noch mehr betriebliche Praktika (70 Prozent), Projektwochen (48 Prozent) und Workshops (35 Prozent). 24 Prozent favorisieren eine sogenannte „Kompetenzfeststellung“; 28 Prozent der Jugendlichen meinen, dass ihnen eine Berufseinstiegsbegleitung helfen würde.

     Die Online-Schülerbefragung wurde im Rahmen eines Seminares zum Thema „Beruflichkeit“ von Studierenden der Leibniz Universität (LUH) via Tablet am Messestand des BNW auf der IdeenExpo in Hannover vom 12. bis 16. Juni 2017 durchgeführt. Sie erfolgte in Kooperation mit dem Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung (IfBE) unter Leitung von Prof. Dr. Rita Meyer und dem BNW.  . Es beteiligten sich insgesamt 318 Schüler an der Befragung, 79 Prozent davon in der Altersgruppe von 14 bis 17 Jahre. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) besucht momentan ein Gymnasium.

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