Auszubildende starten mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen in ihre Ausbildung. Manche bringen solide schulische Grundlagen in Mathematik und Naturwissenschaften mit, andere haben in diesen Fächern Nachholbedarf. Diese Unterschiede sind normal, Berufsschulklassen sind meist heterogen zusammengesetzt. Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen gleichzeitig schwächere Azubis abholen und leistungsstärkere ausreichend fordern.
Die Corona-Pandemie hat diese Unterschiede zeitweise verstärkt. Eine Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt: Mehr als 70 Prozent der Ausbilder:innen berichten von Lernrückständen bei Azubis, vor allem in Mathe und Fachtheorie. Die Ursache lag weniger im digitalen Lernen selbst, sondern im unvorbereiteten Wechsel ins Distanzlernen während der Lockdowns.
Doch auch ohne Pandemie ist klar: Heterogene Lerngruppen sind der Normalfall. Genau hier setzt der ergänzender Unterricht in der überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) des BNW an. Er ist mehr als Nachhilfe, denn er gleicht Defizite aus, bietet Unterstützung und eröffnet leistungsstarken Azubis die Chance, über die regulären Lerninhalte hinauszugehen.
Warum entstehen Lernunterschiede?
Es gibt viele Gründe, warum Azubis in ihrer Ausbildung unterschiedlich weit sind:
- Schulische Vorerfahrungen
Während einige bereits in der Schule gute Kenntnisse in Mathe und Naturwissenschaften erworben haben, starten andere mit Lücken.
- Unterschiedliche Berufsschulen
Der Unterricht ist nicht überall gleich, regionale Unterschiede, Lehrkräfte und Klassengrößen prägen den Wissensstand.
- Individuelle Lernstile
Manche lernen schnell und selbstständig, andere brauchen mehr Zeit und Unterstützung, um Inhalte zu verstehen.
- Externe Faktoren
Auch Themen wie Sprachbarrieren, familiäre Belastungen oder eine längere Krankheit können zu Unterschieden führen.
Die Pandemie war nur ein zusätzlicher Faktor, der bereits vorhandene Unterschiede verschärft hat. Grundsätzlich gilt: Es gibt nicht „den“ durchschnittlichen Azubi.
Ergänzender Unterricht: Was steckt dahinter?
Der ergänzende Unterricht in der überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) ist eine Ergänzung zur Ausbildung im Betrieb und zum Berufsschulunterricht. Er wird von Fachdozent:innen durchgeführt und auf die Ausbildungsberufe zugeschnitten.
Das Ziel:
- Schwächere Azubis aufholen lassen, bevor Lücken zu groß werden
- Leistungsstarke Azubis fördern und weiter fordern
- Wissen nachhaltig sichern und anwenden
Damit übernimmt der ÜBA eine Rolle, die man auch als Nachhilfe für Auszubildende verstehen kann, allerdings professioneller, individueller und gezielter als klassische Nachhilfe.
Der Fokus beim BNW: Mathematik, Naturwissenschaften und Metall
Gerade in technischen Ausbildungsberufen spielen Mathematik und naturwissenschaftliche Grundlagen eine zentrale Rolle. Ohne sie sind viele Tätigkeiten kaum zu bewältigen. Deshalb legt der ÜBA beim BNW genau hier seinen Schwerpunkt.
Mathematik als Schlüsselkompetenz
Von Dreisatz und Prozentrechnung bis hin zu komplexen technischen Formeln: Im ÜBA wird Mathe anwendungsorientiert vermittelt. Ziel ist nicht nur, Rechnungen zu verstehen, sondern deren Anwendung im Arbeitsalltag zu beherrschen. Für viele Azubis ist das eine Form gezielter Mathe-Nachhilfe für Berufsschüler, die direkte Relevanz für die Praxis hat.
Fachunterricht für Metall- und Chemieberufe
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Metall- oder Chemiegrundlagen:
- Werkstoffkunde
- Technisches Zeichnen
- Fertigung- und Verfahrensprozesse und Berechnungen
- Aufbauinhalte für fortgeschrittene Jahrgänge
Dieser Unterricht geht über das Niveau der Berufsschule hinaus und sichert die Grundlage für Prüfungen und betriebliche Anforderungen.
Förderung auch für starke Azubis
Ein wichtiger Punkt: Der ÜBA ist nicht nur für schwächere Azubis gedacht. Leistungsstarke Auszubildende erhalten hier die Möglichkeit, Inhalte zu vertiefen und Zusatzwissen aufzubauen. Damit wird der ÜBA zum echten Mehrwert für alle Leistungsniveaus.
Für wen ist der ÜBA geeignet?
Der ÜBA ist in erster Linie Bestandteil von „Ausbildung im Team“, dem erfolgreichen Ausbildungsmodell des BNW. Er steht aber auch externen Azubis offen und kann flexibel gebucht werden.
Der Ausbildungsservice des BNW unterstützt Unternehmen seit über 25 Jahren dabei, ihre Auszubildenden erfolgreich zu fördern. Ob vollständige Ausbildungsbegleitung oder punktuelle Unterstützung: Wir übernehmen genau die Ausbildungsaufgaben, die Sie selbst nicht leisten können, und ergänzen so optimal Ihre betriebliche Ausbildung. Durch Schulungen, sozialpädagogische Begleitung oder den hier vorgestellten ergänzenden Unterricht in der überbetrieblichen Ausbildung stellen wir sicher, dass Ihre Azubis bestmöglich auf ihre Prüfungen und den Berufsalltag vorbereitet sind.
Besonders geeignet ist der ÜBA für Unternehmen, die:
- keine eigene Ausbildungsabteilung haben,
- ein neues Berufsbild ausbilden,
- ihre Azubis gezielt in Mathe, Naturwissenschaften oder Metall fördern möchten,
- oder sowohl schwächeren als auch leistungsstarken Azubis maßgeschneiderte Förderung bieten wollen.
Vorteile für Ihr Unternehmen
- Sicherung der Ausbildungsqualität
Alle Azubis erhalten die Förderung, die sie brauchen, unabhängig von ihrem Niveau.
- Entlastung für Ausbilder:innen
Fachliche Lücken müssen nicht allein im Betrieb geschlossen werden.
- Motivation und Erfolgserlebnisse
Azubis lernen besser, bestehen sicherer ihre Prüfungen und fühlen sich stärker.
- Attraktivität als Ausbildungsbetrieb
Wer in die Förderung seiner Azubis investiert, punktet bei Nachwuchskräften.
- Langfristige Bindung
Erfolgreiche Azubis bleiben dem Unternehmen eher treu.
Ergänzender Unterricht: Förderung auf allen Ebenen
Heterogene Lerngruppen gehören zur Ausbildung dazu. Manche Azubis starten mit Lücken, andere sind ihren Mitauszubildenden voraus. Der ergänzender Unterricht in der überbetrieblichen Ausbildung beim BNW ist die Antwort auf diese Vielfalt.
Ob Nachhilfe für Auszubildende mit Defiziten oder gezielte Vertiefung für besonders leistungsstarke Berufsschüler:innen, der ÜBA bietet beides. Mit Schwerpunkten in Mathematik, Naturwissenschaften und Metall schafft er eine solide Basis für Prüfungserfolg und berufliche Praxis.
Haben Sie Fragen oder möchten Sie mehr über den überbetrieblichen Unterricht beim BNW erfahren?
Ihre Ansprechpartnerin:
Cornelia Dorow
Telefon: +49 170 9294483
E-Mail: ausbildungsservice@bnw.de
