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Transfergesellschaften als Chance: Wie Sie als Betriebsrat den Wandel aktiv gestalten

Sie stehen als Betriebsrat oft an vorderster Front, wenn Ihr Unternehmen Personal abbaut. Kolleg:innen kommen zu Ihnen mit Sorgen, Fragen und der Hoffnung auf Unterstützung. Sie erwarten von Ihnen, dass Sie ihre Interessen wahren und Lösungen entwickeln, die den drohenden Arbeitsplatzverlust abfedern.

Genau in diesen Momenten übernehmen Sie eine zentrale Rolle: Sie werden zum Multiplikator, zum Vermittler und vor allem zum Gestalter sozialverträglicher Lösungen.

Der Weg dahin führt fast immer über einen Sozialplan und in vielen Fällen ist eine Transfergesellschaft der sinnvolle Weg. Mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) haben Sie dafür einen starken Partner an Ihrer Seite, der nicht nur Erfahrung, sondern auch ein großes Netzwerk und Lösungen einbringt.

 

Aufgaben, Rechte und Pflichten des Betriebsrats

Als Betriebsrat sind Sie das gewählte Sprachrohr Ihrer Kolleg:innen. Ihre wichtigsten Aufgaben:

  • Interessen vertreten: Sie setzen sich für die Belange der Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber ein.
  • Mitbestimmen: Bei Themen wie Kündigungen, Arbeitszeiten oder sozialen Fragen haben Sie ein echtes Mitspracherecht.
  • Schützen: Sie wachen darüber, dass Gesetze, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen eingehalten werden.
  • Fördern: Sie unterstützen Gleichbehandlung, Weiterbildung, Gesundheitsschutz und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Zusammenarbeiten: Sie arbeiten vertrauensvoll mit der Geschäftsleitung zusammen, ohne dabei die Interessen der Beschäftigten aus dem Blick zu verlieren.
  • Gestalten: Mit Freistellung, Ressourcen und Schulungen haben Sie die Mittel, Ihre Rolle professionell und wirksam auszuüben.

 

Ihre Verantwortung: Sozialpläne als Schutzschild für Mitarbeitende

Wenn Ihr Unternehmen Stellen abbaut, handeln Sie nicht nur formal nach den Regeln des Betriebsverfassungsgesetzes. Ihre Rolle ist in diesem Prozess zentral, ein Sozialplan ist dabei das ein wichtiges Instrument, um Nachteile für die Beschäftigten abzumildern.

Wichtige Punkte im Überblick:

  1. Mitbestimmung sichern: Sie haben das Recht, über Sozialpläne zu verhandeln und diese notfalls über eine Einigungsstelle durchzusetzen.
  2. Finanzielle Leistungen regeln: Abfindungen, Übergangsgelder oder besondere Unterstützungen gleichen wirtschaftliche Nachteile aus.
  3. Besondere Gruppen berücksichtigen: Ältere, unterhaltspflichtige Mitarbeitende oder Mitarbeitende mit Behinderung benötigen zusätzliche Schutzmechanismen.
  4. Verbindung zum Interessenausgleich herstellen: Sozialplan und Interessenausgleich sollten klar definiert sein, um Rechts- und Planungssicherheit zu schaffen.
  5. Transfergesellschaft prüfen: Laut §112 BetrVG sollen Sie die Möglichkeit einer Transfergesellschaft aktiv in die Verhandlungen einbeziehen.


Ein gut verhandelter Sozialplan ist also nicht nur eine Absicherung, sondern auch die Brücke in eine Transfergesellschaft und damit in neue Perspektiven für die Belegschaft.

 

Transfergesellschaft: Von der Unsicherheit zur Perspektive

Ein Sozialplan alleine zahlt Abfindungen aus. Aber er beantwortet nicht die wichtigste Frage der Mitarbeitenden: „Wie geht es beruflich für mich weiter?“

Genau hier kommt die Transfergesellschaft ins Spiel.

Was bedeutet Transfergesellschaft konkret?

  • Geordneter Rahmen: Betroffene wechseln nicht direkt in die Arbeitslosigkeit, sondern in eine befristete Gesellschaft, die ausschließlich für die berufliche Neuorientierung da ist.
  • Transferkurzarbeitergeld: Mitarbeitende erhalten für bis zu 12 Monate finanzielle Sicherheit, die der Arbeitgeber in vielen Fällen aufstockt.
  • Qualifizierung & Weiterbildung: Die Mitarbeitenden erwerben neue Kompetenzen, passgenau für den aktuellen Arbeitsmarkt.
  • Individuelles Coaching: Jede:r erhält Unterstützung bei Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und der beruflichen Planung.
  • Vermittlung in neue Jobs: Die Transfergesellschaft arbeitet aktiv mit Unternehmen zusammen und nutzt ihr Netzwerk, um Stellen zu finden.


Als Betriebsrat eröffnen Sie mit diesem Instrument eine echte Perspektive. Mit einer Transfergesellschaft eröffnen Sie der Belegschaft eine nachvollziehbare Perspektive über den Abbau hinaus.

 

Warum das BNW Ihr idealer Partner ist

Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) begleitet Unternehmen, Betriebsräte und Beschäftigte in genau diesen Situationen. Unsere Stärke liegt darin, wirtschaftliche Notwendigkeiten mit sozialer Verantwortung zu verbinden.

Ihre Vorteile mit dem BNW:

  1. Regionale Vernetzung: Wir arbeiten eng mit niedersächsischen Arbeitgeberverbänden, Kammern und Unternehmen zusammen. Das eröffnet Ihren Kolleg:innen echte Chancen auf neue Jobs.
  2. Langjährige Erfahrung: Wir haben zahlreiche Transfergesellschaften erfolgreich umgesetzt und wissen, worauf es in Verhandlungen und in der praktischen Begleitung ankommt.
  3. Individuelle Lösungen: Wir entwickeln kein Standardmodell, sondern genau das Konzept, das zu Ihrem Unternehmen und Ihrer Belegschaft passt.
  4. Zertifizierte Qualität: Unsere Maßnahmen entsprechen höchsten Standards und sind anerkannt durch die Bundesagentur für Arbeit.
  5. Bildungskompetenz: Weiterbildung ist unsere DANN, vom IT-Kurs über Umschulungen bis hin zu Soft-Skills. Wir qualifizieren zielgenau!

Kurz: Mit uns bauen Sie Brücken in die Zukunft, die stabil und tragfähig sind.

 

Tipps für Betriebsräte: So gestalten Sie den Prozess erfolgreich

Damit Sie in Verhandlungen mit dem Arbeitgeber das Maximum für Ihre Kolleg:innen erreichen, geben wir Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen:

  1. Frühzeitig informieren

Fordern Sie alle relevanten Zahlen und Pläne ein. Nur wenn Sie die Ausgangslage verstehen, können Sie fundierte Vorschläge machen.

  1. Sozialplan & Transfergesellschaft verbinden

Nutzen Sie den Sozialplan nicht nur für Abfindungen. Sorgen Sie dafür, dass Mittel für eine Transfergesellschaft bereitgestellt werden.

  1. Rechtslage im Blick behalten

Verweisen Sie auf die Pflicht, Transfergesellschaften zu prüfen (§ 112 Abs. 5 BetrVG). Das stärkt Ihre Verhandlungsposition.

  1. Partner ins Boot holen

Binden Sie das BNW von Beginn an ein. Wir unterstützen Sie in Gesprächen, beraten zur Struktur und helfen, das Modell zu entwickeln.

  1. Kommunikation sicherstellen

Ihre Kolleg:innen müssen verstehen, welche Chancen eine Transfergesellschaft eröffnet. Transparenz schafft hier das Vertrauen.

 

Fazit: Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Stellenabbau ist für jedes Unternehmen und jede Belegschaft ein einschneidendes Ereignis. Doch als Betriebsrat haben Sie die Möglichkeit, diesen Prozess verantwortungsvoll zu gestalten und Ihren Kolleg:innen Sicherheit und Perspektiven zu geben.

Ein Sozialplan bildet die Basis. Eine Transfergesellschaft erweitert diese Basis zu einer echten Brücke in die Zukunft.

Damit gestalten Sie den Prozess aktiv mit: Sie verwandeln Unsicherheit in Zuversicht und sichern damit nicht nur die Interessen der Belegschaft, sondern auch den Zusammenhalt im Unternehmen.

 

Kontaktieren Sie uns
Das BNW ist Ihr Partner für Transfergesellschaften in Niedersachsen, Bremen und Norddeutschland. Gemeinsam entwickeln wir den besten Weg für Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeitenden.

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