Auszubildende starten mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen in ihre Ausbildung. Manche bringen solide Grundlagen in Mathematik und Naturwissenschaften mit, andere haben Nachholbedarf. Das ist kein Ausnahmefall, heterogene Lerngruppen in der Ausbildung sind der Normalfall. Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen gleichzeitig schwächere Azubis abholen und leistungsstärkere ausreichend fordern.
In einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft gaben mehr als 70 Prozent der Ausbilderinnen und Ausbilder an, bei Azubis Lernrückstände zu beobachten, vor allem in Mathe und Fachtheorie. Genau hier setzt der ergänzende Unterricht in der überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) des BNW an.
Was ist der ergänzende Unterricht im ÜBA und was unterscheidet ihn von Nachhilfe?
Wer Nachhilfe für Auszubildende sucht, meint meistens eine kurzfristige Reaktion auf schlechte Noten. Der Förderunterricht im ÜBA funktioniert anders: Er ist systematisch in die Ausbildung eingebettet, wird von Fachdozentinnen und Fachdozenten durchgeführt, die die jeweiligen Ausbildungsberufe kennen, und richtet sich an alle Leistungsniveaus.
Das Ziel ist nicht, kurzfristig eine Prüfung zu retten, sondern Lücken früh zu schließen, bevor sie sich zu echten Problemen entwickeln. Gleichzeitig bekommen leistungsstarke Auszubildende die Möglichkeit, über die regulären Lerninhalte hinauszugehen.
Warum entstehen Lernunterschiede in der Ausbildung?
Es gibt viele Gründe, warum Azubis unterschiedlich weit sind:
Schulische Vorerfahrungen spielen eine große Rolle. Während einige bereits in der Schule gute Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften erworben haben, starten andere mit Lücken. Dazu kommen regionale Unterschiede zwischen Berufsschulen, unterschiedliche Lernstile sowie externe Faktoren wie Sprachbarrieren oder familiäre Belastungen.
Den durchschnittlichen Azubi gibt es nicht. Die Ausbildungsbegleitung muss das abbilden können.
Schwerpunkte: Mathe, Naturwissenschaften und Metallberufe
Gerade in technischen Ausbildungsberufen sind Mathematik und naturwissenschaftliche Grundlagen unverzichtbar. Der ergänzende Unterricht beim BNW legt hier seinen Schwerpunkt.
Mathematik wird anwendungsorientiert vermittelt, von Dreisatz und Prozentrechnung bis zu komplexen technischen Formeln. Ziel ist nicht nur, Rechnungen zu verstehen, sondern ihre Anwendung im Berufsalltag sicher zu beherrschen.
Im Fachunterricht für Metallberufe und Chemieberufe kommen hinzu: Werkstoffkunde, technisches Zeichnen, Fertigungs- und Verfahrensprozesse sowie Aufbauinhalte für fortgeschrittene Jahrgänge. Dieser Unterricht geht über das Berufsschulniveau hinaus und sichert die Grundlage für Prüfungen und betriebliche Anforderungen.
Förderung Azubis auf allen Leistungsniveaus
Der ÜBA ist kein Defizitprogramm. Leistungsstarke Auszubildende erhalten die Möglichkeit, Inhalte zu vertiefen und Zusatzwissen aufzubauen. Das macht den ergänzenden Unterricht zu einem echten Mehrwert für alle, nicht nur für diejenigen, die gerade Schwierigkeiten haben.
Für welche Unternehmen ist der ÜBA geeignet?
Der ÜBA ist Bestandteil von “Ausbildung im Team”, dem bewährten Ausbildungsmodell des BNW, steht aber auch externen Azubis offen und kann flexibel gebucht werden.
Besonders geeignet ist der Förderunterricht für Betriebe, die keine eigene Ausbildungsabteilung haben, ein neues Berufsbild ausbilden oder ihre Azubis gezielt in Mathe, Naturwissenschaften und Metallberufen fördern möchten.
Der BNW unterstützt Unternehmen seit über 25 Jahren bei der Ausbildungsbegleitung. Ausbilderinnen und Ausbilder werden entlastet, weil fachliche Lücken nicht allein im Betrieb geschlossen werden müssen. Auszubildende, die früh und gezielt gefördert werden, bestehen Prüfungen sicherer und bleiben dem Unternehmen eher treu.
Fragen zum ergänzenden Unterricht im ÜBA?
Cornelia Dorow steht Ihnen gern für ein Gespräch zur Verfügung.
Telefon: +49 170 9294483
E-Mail: ausbildungsservice@bnw.de