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BNW Aktuell

  • BNW erhält das Gütesiegel Grundbildung

    Dem BNW ist am 15. November 2017 das Gütesiegel Grundbildung verliehen worden. Dr. Schmidt-Faber nahm die Auszeichnung am vergangenen Mittwoch entgegen. Das Gütesiegel resultiert aus dem BMBF Projekt AlphaGrund.

    Dem BNW ist am 15. November 2017 das Gütesiegel Grundbildung verliehen worden. Dr. Schmidt-Faber nahm als Geschäftsführer des BNW die Auszeichnung am vergangenen Mittwoch entgegen. Das Gütesiegel zeichnet neben dem BNW noch drei weitere Bildungswerke aus. Das Gütesiegel resultiert aus dem BMBF Projekt AlphaGrund (alphagrund-projekt.de), das die Bildungswerke der Wirtschaft bundesweit durchführen. Weitere Informationen zu dem Projekt können Sie über die angegebene Webseite abrufen werden.

    Ziel von AlphaGrund

    Ziel von AlphaGrund ist die anwendungsorientierte Entwicklung und Umsetzung von Fördermaßnahmen für geringqualifizierte Erwerbstätige, die mit unterschiedlichen Akteuren (wie Unternehmen, Job-Center) vor Ort durchgeführt werden. Dazu werden arbeitsplatznahe Konzepte zur Förderung der Alphabetisierung und Grundbildung von Erwachsenen auf die betrieblichen und branchenspezifischen Bedarfe zugeschnitten und in den Regionen der acht beteiligten AlphaGrund-Partnern, den Bildungswerken der Wirtschaft, umgesetzt.


    Weitere Informationen

    Gütesiegel Grundbildung (pdf)

    Broschüre zum Gütesiegel Grundbildung (pdf)

    www.alphagrund-projekt.de

  • Sozialpartnerschaftliche Bildungsinitiative der Dachverbände von Arbeitgebern und Gewerkschaften startet in Niedersachsen

    Eine besonders gut ineinandergreifende Prozesskette mit den Komponenten Qualifikation, Sprache und interkulturelle Begleitung führt bei der Integration von Geflüchteten in die deutsche Arbeitswelt zu guten Vermittlungserfolgen. Mit Blick auf eklatante Fachkräftelücken, auch auf dem Ausbildungs-markt, ist es daher umso wichtiger, dass das Land Niedersachsen das im Jahr 2015 eingeführte Modellprojekt SPRINT, insbesondere in Kombination mit SPRINT-Dual (Beginn 2016), fortführt.

    Eine besonders gut ineinandergreifende Prozesskette mit den Komponenten Qualifikation, Sprache und interkulturelle Begleitung führt bei der Integration von Geflüchteten in die deutsche Arbeitswelt zu guten Vermittlungserfolgen. Mit Blick auf eklatante Fachkräftelücken, auch auf dem Ausbildungs-markt, ist es daher umso wichtiger, dass das Land Niedersachsen das im Jahr 2015 eingeführte Modellprojekt SPRINT, insbesondere in Kombination mit SPRINT-Dual (Beginn 2016), fortführt.

    Zu diesem Ergebnis kamen gestern und heute rund 200 Vertreter aus Politik, Bildung und Wirtschaft während der diesjährigen SPRINT-Fachtage zur „Integration jugendlicher Geflüchteter heute und morgen“ zusammen. Im Hannover Congress Centrum und in den Multi-Media Berufsbildenden Schulen an der Expo Plaza sind sie den Fragen nachgegangen, wie die berufliche Integration junger Geflüchteter konsequent gelingt und welche Vorteile diese für alle Akteure bietet. Neben dem Sprach- und Integrationsprojekt SPRINT, das inzwischen an 90 Berufsschulen landesweit durchgeführt wird, ist ab sofort auch die sozialpartnerschaftliche Initiative IntegrationS eine Antwort auf diese Fragen.

    Im Rahmen der Fachtage wurde dieses deutschlandweit einzigartige Projekt heute von Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des Bildungswerks der niedersächsischen Wirtschaft (BNW), sowie Hans Hoffman, Geschäftsführer der gewerkschaftsnahen Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen vorgestellt.

    Tobias Lohmann (links) und Hans Hoffmann stellen das Projekt „IntegrationS“ vorGemeinsam mit den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN) und dem deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) entstand mit IntegrationS ein Bündnis, das als Schnittstelle zwischen berufsbildenden Schulen, Kammern sowie Arbeitsagenturen fungiert und im Rahmen einer sogenannten Prozessbegleitung die Schulen bei der Zusammenführung von jugendlichen Flüchtlingen und Betrieben unterstützt. Die regionalen Prozessbegleiter von IntegrationS stehen den SPRINT-Teilnehmenden während einer dualen Einstiegsqualifizierung zur Seite, wodurch eine tragfähige Brücke zwischen auslaufender Schulpflicht und Übergang in die Arbeitswelt geschlagen wird. 13 Prozessbegleiter gibt es niedersachsenweit, 11 davon werden vom BNW gestellt, zwei sind für ARBEIT UND LEBEN Nds. tätig. Ein weiteres Angebot von IntegrationS sind sogenannte Integrationsmoderatoren, die Unternehmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie weiteren Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft bei der Ansprache von geflüchteten Menschen zur Nachwuchsgewinnung unterstützen. In Zukunft soll das Angebot der Initiative durch Projekte für weitere Zielgruppen ergänzt und dadurch breiter aufgestellt werden.

    Tobias Lohmann zeigte sich während der Vorstellung von IntegrationS zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis der sozialpartnerschaftlichen Initiative: „Wir freuen uns, dass das BNW mit dem Stellen der Prozessbegleiter und Prozessbegleiterinnen sowie mit dem exzellenten Zugang zu wirtschaftlichen Entscheidungsträgern einen bedeutsamen Beitrag innerhalb des Bündnisses leisten darf und beweisen damit gern einmal mehr, dass Integration durch eine partnerschaftliche Begleitung funktioniert.“ Hans Hoffmann ergänzte: „Sozialpartnerschaft heißt, gemeinsam Stärken für die Integration zu nutzen.“

    IntegrationS versteht sich als sozialpartnerschaftliches Bündnis, das in seiner Vielschichtigkeit einzigartig ist, sich ideal ergänzt und niedersachsenweit agieren kann. Denn: Die Sozialpartner DGB und UVN haben zusammen mit ARBEIT UND LEBEN Nds. und BNW als Bildungsträger sowohl die Belange der Arbeitgeber und Entscheidungsträger als auch die der Arbeitnehmer im Blick. „Wir stehen in der Verantwortung, die Menschen in Betriebe und durch Arbeit in die Gesellschaft zu integrieren. Dafür steht der Sozialpartneransatz“, so Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB Bezirks Niedersachen - Bremen - Sachsen-Anhalt.  Der Vorteil des sozialpartnerschaftlichen Ansatzes veranlasste den Auftraggeber – das niedersächsische Kultusministerium – 2016 dazu, der Bietergemeinschaft aus BNW und ARBEIT UND LEBEN Nds. den Zuschlag für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt zu geben. Auch für UVN Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Müller liegt der Nutzen der Sozialpartnerschaft auf der Hand: „Für die UVN als Spitzenverband der niedersächsischen Wirtschaft und Sozialpartner haben Arbeitsmarktintegration, Nachwuchsförderung und Qualifizierung höchste Priorität. Das Projekt Integration-S setzt genau dort an, wo die Integration von Arbeitsmarktzuwanderern und Flüchtlingen die größten Herausforderungen aufweist.“

    Weitere Informationen: www.integration-s.de

  • Nachwuchskräfte in Wilhelmshaven halten: Bildungswerk und AWV Jade wollen Schülern Jobs in Energiewirtschaft schmackhaft machen

    In ein entscheidendes Wachstumsfeld Wilhelmshavens kommt Bewegung: Seine Position als eine der größten Energiedrehscheiben Deutschlands wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Um dieses Potenzial nutzen zu können, müsse jetzt vor allem auch an die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern gedacht werden, sagte Oberregierungsrat Stefan Friedrich vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr heute beim "Energie-Forum" im Rahmen der Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Wilhelmshaven - und hob damit die immense Bedeutung von aktuellen und zukünftigen Fachkräften für die wirtschaftliche Entwicklung in Stadt und im Landkreis hervor.

    Lohmann_BNW_Interview_FRFIn ein entscheidendes Wachstumsfeld Wilhelmshavens kommt Bewegung: Seine Position als eine der größten Energiedrehscheiben Deutschlands wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Um dieses Potenzial nutzen zu können, müsse jetzt vor allem auch an die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern gedacht werden, sagte Oberregierungsrat Stefan Friedrich vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr heute beim „Energie-Forum“ im Rahmen der Fachkräftetage Niedersachsen 2017 in Wilhelmshaven – und hob damit die immense Bedeutung von aktuellen und zukünftigen Fachkräften für die wirtschaftliche Entwicklung in Stadt und im Landkreis hervor.

    „Unsere Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schülern Orientierung im Hinblick auf eine individuell passende Berufswahl zu geben. In unseren Stärken- und Schwächenanalysen während der Berufsorientierungstage stellen die Schüler häufig fest, dass ein praktischer Einstieg in einen Beruf ihnen viel mehr zusagt als weitere Jahre Theorie im Studium. Wir vermitteln ihnen dann gemeinsam mit unserem großen Netzwerk spannender Firmen, dass Ausbildung Spaß macht und dass Fachkräfte nach einer dualen Berufsausbildung durchaus sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten haben“, erklärte Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung. Lohmann sagte weiter, es gelte nicht nur, Fachkräfte zu finden, sondern auch ihre berufliche Entwicklung zu fördern. Dies gelinge nur in Zusammenarbeit mit Betrieben und begleitenden Institutionen. Es erfordere insgesamt auch ein anderes Verständnis des Lernens im Sinne eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses. Das BNW als Bildungsexperte habe sich dieses Konzept auf die Fahnen geschrieben und treibe das lebenslange Lernen im Netzwerk mit der niedersächsischen Wirtschaft aktiv voran.

    In Wilhelmshaven waren rund 30 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Institutionen der Einladung des BNW in die Schillerstraße gefolgt, um über die Perspektiven des Wirtschaftsstandorts für die jüngere Generation zu sprechen. Zahlreiche weitere Besucher kamen während einer Ausstellung am Nachmittag mit lokalen Unternehmen des Energiesektors ins Gespräch. Aber welche Arbeitsfelder dieser Branche bieten aktuell eigentlich die besten Ein- und Aufstiegschancen? Darüber gab ein Impulsvortrag von Professor Alwin Burgholte, langjähriger Dozent der Jade Hochschule, Auskunft. Ihm zufolge werde die Abhängigkeit von der Elektrizität hierzulande stetig zunehmen.

    Für Wilhelmshaven bedeute das: Viel Fachkräftebedarf in konventionellen Arbeitsgebieten wie Automatisierungs- und Kraftwerktechnik, aber vor allem entstünden sehr viele neue Arbeitsfelder, etwa in Netzerneuerung und -ausbau sowie in der Elektromobilität, so der Experte.

    Diese können jedoch nur gemeinsam erschlossen werden: „Als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. wollen wir Wachstum und Entwicklung im Jade Wirtschaftsraum voranbringen. Dazu gehört es, die richtigen Partner an einen Tisch zu bekommen und zusammen die Potenziale auszuloten. Deswegen bin ich sehr froh, dass wir das Wirtschaftsministerium für einen Besuch heute gewinnen konnten, und wir hoffen, die gute Zusammenarbeit mit dem Ziel einer effektiven Fachkräftesicherung an unserem Wirtschaftsstandort weiter intensivieren zu können“, sagte Henning Wessels, Bildungsreferent beim Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e. V.

    Hintergrund: Fachkräftetage Niedersachsen 2017

    In den 2020er Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden, und Nachwuchskräfte sind knapp. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommen im IAB-Kurzbericht 9/2015 zu dem Ergebnis, dass der Bedarf an Akademikern in den kommenden Jahren gedeckt werden könnte, sich aber große Fachkräftelücken auf der mittleren Qualifikationsebene abzeichnen. Danach wird ein Mangel dort prognostiziert, wo ein Hochschulabschluss gar nicht nötig ist, zum Beispiel in vielen Berufen des Handwerks und den hoch spezialisierten technischen Berufen in den Bereichen Elektronik, IT und Metall.

    Wegen der regionalen Unterschiede bei sogenannten Engpassberufen braucht Niedersachsen neben zentralen Konzepten auch Akteure auf lokaler Ebene, die gezielte Werbeaktionen zur Gewinnung von Fachkräften starten sowie Arbeitsuchende qualifizieren und vermitteln.

    Die Fachkräftetage Niedersachsen vom 16. bis 21. Oktober, initiiert vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der Fachkräfteinitiative Niedersachsen, führen die Akteure vor Ort zusammen. Das BNW beteiligt sich als langjähriger Partner der Fachkräfteinitiative auch dieses Jahr wieder daran. Insgesamt stehen acht landesweite BNW-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Energiewirtschaft, Pflege und Migration auf dem Programm. Einbezogen werden sowohl unterschiedliche Branchen als auch mehrere Zielgruppen, zum Beispiel Schüler oder Arbeitnehmer, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen.

    Für Wilhelmshaven hat das BNW die Energiewirtschaft als Schlüsselthema ausgewählt. In Stadt und Landkreis unterstützen die Bildungsexperten jährlich mehr als 750 Schüler dabei, ihren Übergang von der Schule ins Berufsleben erfolgreich zu meistern. Die Perspektiven für Schulabgänger als künftige Fachkräfte der Energiewirtschaft stehen dabei zunehmend im Fokus.

    Ansprechpartner für die Berufsorientierungsmaßnahmen in Wilhelmshaven ist BNW-Mitarbeiter Volker Block:

    Zur Standortseite des BNW in Wilhelmshaven

     


     

    Pressestimmen zum Fachkräftetag in Wilhelmshaven finden Sie unter den folgenden Links:

    Friesischer Rundfunk

    Radio Jade

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