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BNW Aktuell

  • Back2Job erschließt ungenutztes Fachkräftepotenzial

    In fast jedem sechsten Beruf in Deutschland fehlt es an Fachkräften. Die Personalsuche wird da zum Spießrutenlauf. Im naturwissenschaftlich-technischen Bereich sind 60 sogenannte Engpassberufe ganz überwiegend mit Männern besetzt. Bewerbungen von Frauen müssten da eigentlich offene Türen einrennen. Eigentlich. Denn in der Tat gibt es bei den Frauen mit entsprechenden Qualifikationen ein erhebliches Potenzial, das vielfach leider ungenutzt bleibt. So zeigten es die Analysen des BNW, das auf Initiative der Fachkräfteallianz Hannover das wegweisende Konzept "Back2Job - Ingenieurinnen gesucht!" schrieb.

    Erster Jahrgang erfolgreich in Arbeit vermittelt

    „Unser Konzept trifft einen Riesenbedarf – bei den Teilnehmerinnen und bei den Unternehmen. Das Bildungswerk führt Potenziale und Chancen zusammen. Das ist es, was eine agile Wirtschaft heute benötigt“, sagt Tobias Lohmann, Sprecher der BNW-Geschäftsführung.

    Entsprechend konnte der erste Jahrgang des speziell auf Ingenieurinnen zugeschnittenen Projekts erfolgreich verabschiedet werden. „Von den 20 teilnehmenden Frauen aus 17 Ländern haben 16 Frauen einen Job bekommen. Einige Frauen sind sogar vorzeitig aus dem Projekt ausgeschieden, weil sie nach kurzer Zeit eine Anstellung gefunden hatten“, betont Projektleiterin Ayten Berse vom BNW.

    Back2Job Ingenieurinnen gesucht Konzpt gegen Fachkräftemangel

    Aber an was fehlte es den Frauen, warum hatten sie auf dem eigentlich guten Arbeitsmarkt für Ingenieurinnen keine Chance gehabt? Nach längerer beruflicher Pause für die Familie sahen die objektiv guten Perspektiven für sie leider ganz anders aus: Kurze Innovationszyklen und schnelle technische Weiterentwicklungen machten es schwierig, nach ihrer Auszeit Schritt zu halten. Einige von ihnen nahmen daraufhin sogar Jobs an, für die sie deutlich überqualifiziert waren.

    Deswegen entwickelte das BNW ein Konzept mit einer unschlagbaren Kombination: Nach einer Standortbestimmung jeder Teilnehmerin ging es zunächst ins „training on the job“. In den Betrieben zeigte sich, in welchen Bereichen ein Auffrischen des Fachwissens sinnvoll war. Für ein Update ihrer anwendungsorientierten Kenntnisse war ein Semester an der Leibniz Universität beziehungsweise der Hochschule Hannover Teil des neuartigen Konzepts. Für Frauen mit Migrationshintergrund bot das Projekt besondere Unterstützung an, etwa bei der Anerkennung des ausländischen Studienabschlusses oder durch sprachliche Qualifizierung. „Schließlich fungierten die Kontakte aller Projektbeteiligten bei Betrieben in der Region als Türöffner – mit diesem Netzwerk im Rücken waren Arbeitgeber von Anfang an aufgeschlossen“, berichtet Ayten Berse. Maßgeblich unterstützt hat nicht allein die Fachkräfteallianz Hannover und die Beschäftigungsförderung der Region Hannover, sondern auch Agentur für Arbeit und Jobcenter sowie Uni und Hochschule der Landeshauptstadt. Die Gesamtprojektleitung lag bei Cornelia Springfeld vom BNW. „Uns ist es gelungen, Frauen mit teils noch niedrigem Sprachniveau und fehlenden Selbstvermarktungsstrategien so zu vermitteln, dass auch die Personalverantwortlichen das Potenzial erkennen konnten. Dafür brauchte es passgenaue Unterstützung und ein starkes Netzwerk. Genau das haben wir den Frauen im Projekt geboten“, resümiert sie.

    So schaffte zum Beispiel die 29-jährige Kavitha Karuppana den Wiedereinstieg. Nach der Geburt ihrer Tochter pausierte sie drei Jahre, bevor sie sich wieder dem Arbeitsmarkt zuwenden konnte. Davor ist die studierte Informatikerin in Indien als Software-Entwicklerin und Dozentin tätig gewesen. Seit September 2016 arbeitet sie als Software-Testerin bei der Hannoveraner Firma HaCon Ingenieurgesellschaft mbH und ist dort für die Qualitätskontrolle der entwickelten Apps zuständig.

    Bettina Malosczyk, Personalverantwortliche bei HaCon hatte durch einen privaten Kontakt von „Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!“ erfahren und war gleich interessiert. „Der Fachkräftemangel ist für uns in diesem Bereich deutlich spürbar“, sagt sie. „Daher gehen wir bei der Personalsuche gern auch neue Wege.“ Neben Kavitha Karuppana hat HaCon auch eine zweite Teilnehmerin aus dem Projekt eingestellt.

    „Aufgrund der positiven Erfahrungen beabsichtigt die Fachkräfteallianz Hannover, das Projekt mit einem neuen Durchgang fortzusetzen“, kündigte Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, an.

  • Im Gespräch mit Cornelia Rundt

    Fünf Jahre Anerkennungsgesetz: Fünf Jahre, seit sich Zuwanderer ihre im Ausland erworbene Qualifikation in Deutschland anerkennen lassen können. Was das Gesetz bisher gebracht und was es darüber hinaus noch braucht, um Zuwanderer in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, darüber sind am Dienstag die Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt und BNW-Geschäftsführer Tobias Lohmann auf Einladung des IQ-Netzwerks Niedersachsen in Hannover zusammengekommen.

    Sozialministerin Cornelia Rundt und BNW-Geschäftsführer Tobias Lohmann kamen zum Anerkennungsgesetz ins Gespräch

    „Die Zahlen zeigen, dass es sich lohnt. Integration läuft eben nicht nur über Sprache, sondern größtenteils über Arbeit“, sagte Cornelia Rundt. Über 60 Prozent der Zuwanderer, die in Hannover ein Anerkennungsverfahren durchlaufen, erhalten eine vollständige Anerkennung ihres Berufs- oder Studienabschlusses. Die übrigen 40 Prozent können meist mit einer entsprechenden Qualifizierung zur vollen Anerkennung aufschließen.

    Speziell für MINT-Akademiker bietet das BNW seit 2015 in Hannover einen Qualifizierungskurs an, der gezielte Deutschförderung und Bewerbungstraining mit einer Praxisphase im Betrieb verbindet. Im besten Fall mündet der Kurs in eine Beschäftigung – so wie im Fall von Athanasios Kallinis. Der Ingenieur aus Griechenland hat durch das BNW eine Anstellung bei dem Leiterplattenhersteller ILFA Feinstleiter GmbH in Hannover gefunden.

    Erfolgsgeschichte nach gelungenem Anerkennungsverfahren: Ingenieur Athanasios Kallinis erklärt Sozialministerin Cornelia Rundt und BNW-Geschäftsführer Tobias Lohmann seine Arbeit. Auf Einladung des IQ Netzwerks Niedersachsens empfingen die ILFA-Geschäftsführer Christian Georg Behrendt, Walter Süllau und Dr. Andreas Gombert gemeinsam mit Athanasios Kallinis die Sozialministerin und BNW-Geschäftsführer Tobias Lohmann zum Gespräch. Dabei gaben sie sowohl Einblick in die Tätigkeit als auch in den erfolgreichen Werdegang des Ingenieurs – vom erfolgreichen Anerkennungsverfahren über die Qualifizierung beim BNW, vom Praktikanten zur Fachkraft. „Integration ist ein Prozess“, stellte Tobias Lohmann fest. „Das Anerkennungsgesetz ist dabei ein wichtiger Etappenschritt. Darüber hinaus braucht es weitere Angebote zur individuellen berufsbiografischen Qualifizierung, Vermittlung von Praxiswissen und eine niedersächsische Wirtschaft mit migrationsgerechten Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.“

  • BNW-Teilnehmer gewinnt Innovationspreis der CeBIT

    Pierre Munzel, Teilnehmer der Gründerberatung im BNW Business Center, hat den Innovation Award der Technologiemesse CeBIT gewonnen. Er nahm den mit 50.000 Euro dotierten Preis in Hannover aus den Händen von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka in Hannover entgegen.

    Innovation mit praktischem Nutzen: BNW berät Startups

    „Wenn wir in diesem Zeitalter bestehen wollen, brauchen wir drei Dinge: Innovation, Innovation und nochmal Innovation. Aber: Sie muss immer einen praktischen Nutzen für Menschen und Firmen haben“, sagte die Ministerin in ihrer Laudatio. Und diesen Nutzen hat die Firma, die Pierre Munzel zusammen mit Studienkollegen auf die Beine gestellt hat, ganz klar: „Wir wollen die weltweit größte Datenbank von Nutzpflanzenkrankheiten aufbauen und so gravierende Ernteausfälle wie auch unnötigen Pestizideinsatz verringern helfen“, erzählt er. BNW Business Center CeBIT Startups Innovation Award PlantixDazu setzen er und seine Mitstreiter von der PEAT GmbH künstliche Intelligenz ein. „Wir haben eine Software entwickelt, die anhand von Fotos lernt, Schadbilder von Pflanzen über optische Muster zu unterscheiden. Schon jetzt können wir mit einer einfachen, kostenlosen App und den Fotos, die von ihren Usern hochgeladen werden, auf Hundert unterschiedliche Schäden automatisch testen.“ Das nützt nicht nur Hobbygärtnern in Deutschland, sondern auch Kleinbauern in ärmeren Ländern: Seit 2016 wird die App „Plantix“ in Indien eingesetzt. Durch die Verknüpfung mit GPS-Koordinaten und weiteren Klimadaten wollen die umweltbewussten Tüftler es schaffen, Frühwarnsysteme für die dortigen Anbauflächen zu installieren. Damit die Technik mehr und mehr genutzt wird, kontaktiert Pierre Munzel Ausstatter von Gewächshäusern und Hersteller von Agrardrohnen. Das Geschäftsmodell hat er vom BNW prüfen und sich in betriebswirtschaftlichen Fragen beraten lassen. „Ich bin sehr dankbar für die Starthilfe“, sagt er.

    Das BNW Business Center Hannover berät wirtschaftskompetent und mit großem Unternehmer-Know-how bis zu 2.000 Gründer pro Jahr und feierte vor kurzem zehnjähriges Bestehen (wir berichteten). Auftraggeber ist das Jobcenter der Region Hannover und unsere Kunden sind ALG II-Empfänger, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen wollen.

  • Perspektiven für Ingenieure aus dem Ausland

    Fachkräfte in MINT-Berufen sind gefragt: Rund 200.000 mehr Stellen als Fachkräfte gab es Ende des vergangenen Jahres in Deutschland, meldete das Institut der Deutschen Wirtschaft. Ohne Spezialisten aus dem Ausland ist diese Lücke nicht zu schließen. Umso wichtiger ist es, Zuwanderer mit MINT-Qualifikation gezielt zu unterstützen, damit ihnen der Anschluss in den deutschen Arbeitsmarkt trotz sprachlicher oder kultureller Hürden gelingt. Genau hier setzt der Kurs des BNW und des IQ-Netzwerks Niedersachsen an.

    BNW unterstützt MINT-Akademiker bei der Jobsuche

    Der Qualifizierungskurs, der sich gezielt an Akademiker aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) richtet, hat das BNW in Kooperation mit dem IQ-Netzwerk Niedersachsen zuletzt in Leer angeboten. Finanziert wurde der Kurs aus Mitteln des europäischen Sozialfonds. Nach rund sieben Monaten ist der erste Durchgang im Januar zu Ende gegangen – Erfolgsgeschichten inklusive. So wie die des 34-jährigen Iraners Mohammad Sahaei. 10 Jahre Berufserfahrung brachte der Bauingenieur mit. In seinem Heimatland hatte er studiert und einen guten Job als Projektleiter, bevor er vor drei Jahren aus politischen Gründen nach Deutschland floh. „Einen Job habe ich trotz meiner Qualifikation nicht gefunden“, erzählt Mohammad Sahaei. „Mein Deutsch, vor allem die Fachsprache, und meine Bewerbung waren nicht gut genug.“ Das IQ-Netzwerk vermittelte ihn dann in die Maßnahme beim BNW in Leer. Mit Erfolg: Er arbeitet nun als Praktikant bei einem Bauunternehmen in Wiesmoor und hat eine feste Position in Aussicht. „Ohne das BNW hätte ich das vermutlich nicht geschafft“, erzählt der in Iraner. „Ich habe dort viel Deutsch gelernt, Tipps für die Bewerbung mitgenommen und sie haben mir auch die Praktikumsstelle vermittelt.“

    Im Unterricht beim BNW standen zum Beispiel Fragen aus dem Arbeitsrecht oder Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz auf dem Stundenplan. BNW-Experten paukten mit den Teilnehmern Fachsprache, überarbeiteten ihre Bewerbungsunterlagen und übten Vorstellungsgespräche. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer begleitet, die nach viermonatiger theoretischer Vorbereitung in ein Praktikum in einen Betrieb wechselten. „Es waren meist nur Kleinigkeiten, bei denen ich vermitteln musste, zum Beispiel beim Thema Pünktlichkeit“, berichtet ein BNW-Dozent. Trotz des ein oder anderen kulturellen Missverständnisses hat ihn die Arbeitsmoral seiner Teilnehmer aber überzeugt: „Die meisten waren unheimlich motiviert, haben auch über die Unterrichtszeiten hinaus gearbeitet. Man hat gemerkt: Die wollen unbedingt arbeiten.“

    So geht es auch Osama Almeri. Der Syrer sucht seit seiner Ankunft in Deutschland vor zwei Jahren vergeblich einen Job. „Ich möchte unbedingt in Leer bleiben und arbeiten“, sagt der 34-jährige Familienvater. USA, Karibik, Europa, Russland – um die ganze Welt sei er gereist, um für seine Familie ein sicheres Land zum Leben zu finden. „Nirgendwo wird man so empfangen wie in Deutschland“, sagt der Syrer. Seinen Bachelor-Abschluss in Maschinenbau hatte er sich mit Unterstützung des IQ-Netzwerks anerkennen lassen, das ihn dann auch die Qualifizierung beim BNW empfahl. Nach dem Kurs steht fest: Er geht nochmal an die Uni. An der Fachhochschule in Emden macht er seinen Master. „So sind meine Chancen einfach besser, langfristig hier arbeiten zu können“, sagt Osama Almeri. Der Kurs hat sich dennoch für ihn gelohnt: „Ich habe so viel dazugelernt – sprachlich, aber auch, worauf es beim Bewerben und beim Arbeiten ankommt.“

  • 10 Jahre Business-Center in Hannover

    Schafe aus Bauschaum, Hypnose-Therapie, Urnenkunst, aber auch Unternehmensberatung, Büromanagement und Gastronomie - die Beraterinnen und Berater des Business-Centers beim BNW in Hannover haben schon so einigen Existenzgründern und ihren Geschäftsideen Starthilfe gegeben. Das Beratungsangebot, das das BNW im Auftrag des Jobcenters Hannover anbietet, feiert seinen 10. Geburtstag.

    Rund 10.000 Geschäftsideen und viele erfolgreiche Gründer

    „Die Ideen sind vielfältig, aber eines haben alle unsere Teilnehmer gemeinsam: Sie sind hochmotiviert“, sagte BNW-Teamleiter Lars Knorr. Er und sein Team schauten anlässlich des Jubiläums mit Vertretern des Jobcenters, Kollegen und Gründern auf zehn erfolgreiche Jahre zurück. Rund 10.000 ALG II-Empfänger hat das BNW in dieser Zeit zu ihren Gründungsvorhaben beraten. Betriebswirtschaft, Recht, Marketing – alles, was für das Gründungsvorhaben wichtig ist, geben die BNW-Berater den angehenden Unternehmern mit auf den Weg. „Das Business-Center entspricht der Mission des BNW: Wir begleiten Menschen dabei, ihre Chancen zu erkennen und ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln“, sagte BNW-Geschäftsführer Bastian Schmidt-Faber. „Wir begleiten Gründer auf ihrem Weg in die Selbständigkeit.“

    Nicht alle Gründungsideen sind zukunftsfähig. Dann müssen die Berater auch mal die Notbremse ziehen und den Gründungswilligen auf den Boden der Tatsachsen zurückholen. „Das ist auch für uns nicht einfach. Die Teilnehmer brennen für ihre Ideen, da ist das Frustrationspotenzial hoch“, erzählte Lars Knorr. Umso schöner, wenn aus einer ungewöhnlichen Idee am Ende ein solides Geschäftsmodell wird. „Wir haben in zehn Jahren schon so einige verrückte Ideen gehört. Einige davon sind heute sehr erfolgreich.“

    Kunst und Betriebswirtschaft – da prallen Welten aufeinander

    Dazu gehört die Bestattungskunst von Susanne Baumhakel. Die 46-Jährige Künstlerin designt und gestaltet individuelle Urnen aus Materialien wie Keramik und Holz. „Ich habe damals selbst Todesfälle im Freundeskreis erlebt und mich so mit dem Thema beschäftigt. Die Urnen, die man üblicherweise bekommt, finde ich einfach schrecklich“, erzählt die Künstlerin schmunzelnd. „Sie sind meist aus kaltem Metall und haben plumpe Formen. Da hatte ich zum ersten Mal die Idee, eine Urne zu gestalten, die man gern ansieht und in die Hand nimmt, an der man Freude hat.“  Das war vor etwa eineinhalb Jahren, als die Mutter von zwei Söhnen nach einer beruflichen Familienpause über das Jobcenter Hannover beim BNW landete. Kunst und Betriebswirtschaft – da prallten Welten aufeinander: „Es gab viele Reibungspunkte, aber das war gut so“, sagt Susanne Baumhakel. „Überall, wo es Lücken in meiner Planung gab, hat die Beraterin kritisch nachgefragt und mich immer wieder angestachelt. Dinge wie Marketing zum Beispiel sind einfach nicht meins, müssen aber bedacht werden. Das wichtigste war für mich aber: Sie hat an mich und meine Idee geglaubt und mich immer unterstützt.“

    Susanne BaumhakelSeit April vergangenen Jahres hat die studierte Bildhauerin ein eigenes Atelier in der Südstadt. Dort entstehen ihre Urnen, die sie über Bestatter in Deutschland und Österreich anbietet. Preislich unterscheiden sie sich kaum von den industriell gefertigten Urnen. „Ich arbeite ohne Glasur, ohne Farben. Mir ist wichtig, dass das Material sichtbar bleibt“, erklärt die Künstlerin. Ihr reduziertes Design haben inzwischen auch schon andere Kunden für sich entdeckt. Instrumente aus Keramik für einen Musiker, ein individuelles Gefäß für den Gas-Herd eines Hobby-Kochs oder eine inspirierende Schale zum Sammeln von Gedanken für eine Autorin – Susanne Baumhakel gestaltet Behältnisse ganz nach Wunsch. In ihrem Atelier gibt sie zudem regelmäßig Keramik-Kurse für Kinder. Es läuft bei der Künstlerin – auch dank der Starthilfe durch das BNW.

  • Ausbildung inklusiv gestalten: Das BNW zeigte, wie's geht

    Mut für neue Wege - dazu riefen die Redner der Fachtagung "Antrieb für inklusive Ausbildung" in Langenhagen auf. Das BNW hatte im Rahmen des Projekts "Wirtschaft inklusiv" in die Räume der MTU Maintenance Hannover GmbH eingeladen, um Betriebe über die Möglichkeiten der Ausbildung von Menschen mit Handicap zu informieren. Beispiele aus der Praxis zeigten: Mut lohnt sich.

    Mut für neue Wege – dazu riefen die Redner der Fachtagung „Antrieb für inklusive Ausbildung“ in Langenhagen auf. Das BNW hatte im Rahmen des Projekts "Wirtschaft inklusiv" in die Räume der MTU Maintenance Hannover GmbH eingeladen, um Betriebe über die Möglichkeiten der Ausbildung von Menschen mit Handicap zu informieren. Beispiele aus der Praxis zeigten: Mut lohnt sich. Das gilt sowohl für Betriebe, die  – wenn sie sich auf alternative Formen der Ausbildung einlassen – hochmotivierte Arbeitskräfte gewinnen. Aber auch für Bewerber mit Behinderung, denen es oft an Selbstbewusstsein fehlt, sich auf dem regulären Arbeitsmarkt zu bewerben.

    „So normal wie möglich, so speziell wie nötig“, dies sei der beste Weg, Ausbildung für Menschen mit Behinderung zu gestalten, sagte Petra Wontorra, Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen. Bastian Schmidt-Faber, Geschäftsführer des BNW, Sascha Köhne, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Prof. Dr. Michael Heister vom Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) und Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), pflichteten dieser Einschätzung bei und machten darüber hinaus den wirtschaftlichen Nutzen beruflicher Teilhabe deutlich. „Jeder Mensch bringt eine Begabung mit. Es lohnt sich, den Blick auf die Stärken der Menschen zu richten und sie diesen entsprechend einzusetzen. Denn da die Zahl der Erwerbspersonen und Fachkräfte weiter sinkt, zählt jedes Talent“, so Bastian Schmidt-Faber.

    Die MTU Maintenance Hannover GmbH hat dies bereits erkannt. In Kooperation mit NiedersachsenMetall gibt das Unternehmen benachteiligten Jugendlichen in Einstiegqualifikationen Starthilfe in die Ausbildung. Von guten Beispielen wussten aber auch Podiumsgäste des Abends zu berichten, darunter der Flughafen Hannover-Langenhagen und der Futtermittelhersteller Miavit aus Essen (Oldenburg). In Tandems aus Ausbildern und Azubis stellten sie Beispiele aus der Praxis vor. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, Menschen mit Behinderung einzustellen“, erzählte Ralf Sieverding, Ausbildungsleiter bei der Miavit GmbH. Unterstützung bei der Umsetzung dieses  Vorhabens fanden er und seine Kollegen im Projekt „Wirtschaft inklusiv“, in dem sie kostenlos beraten wurden. Mit Erfolg: Nach einer rehabilitationspädagogischen Qualifizierung von Ausbilderin Anke Ostermann konnte Laura Mählmann mit einer Lernbehinderung als Auszubildende für den Beruf „Fachpraktikerin in der Hauswirtschaft“ eingestellt werden. Die Fachpraktikerausbildung konzentriert sich mehr auf fachpraktische als auf theoretische Inhalte. Laura Mählmann wurde nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss inzwischen in den festen Mitarbeiterkreis übernommen. Trotz ihrer körperlichen Einschränkung gehört auch die ehemalige Auszubildende Nadine Saalfeld  inzwischen fest zum Team des Flughafens Hannover-Langenhagen. Die Bürokauffrau setzte sich damals  gegen 800 andere Bewerber durch – die meisten ohne Handicap. „Ihre Leistung hat uns überzeugt“, sagte ihr Ausbildungsleiter Benjamin Waßmann. Sie mache die Dinge zum Teil eben anders, komme aber immer ans Ziel. „Ich möchte andere in meiner Situation ermutigen“, sagte  Nadine Saalfeld. Denn vielen Menschen mit Handicap fehle es an Selbstvertrauen – dabei stehen sie gesunden Bewerbern oft in nichts nach.

    Mut zu mehr Selbstvertrauen machte auch die Showeinlage der Patsy und Michael Hull Foundation aus Osnabrück. Darsteller und Tänzer mit und ohne Behinderung zeigten Ausschnitte aus ihrem inklusiven Musical „Grand Hotel Vegas“ – und gaben damit ein gutes Beispiel, wie man Menschen mit Handicap durch Teilhabe stärken kann.

    Seit drei Jahren beraten die Inklusionslotsen des BNW im Projekt „Wirtschaft inklusiv“ Betriebe kostenlos zu den Möglichkeiten der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Der erfolgreiche Projektabschluss war Anlass für die Fachtagung, die sich vor allem an Betriebe richtete. Diese finden die bewährte Unterstützung in den gewohnten Strukturen im Nachfolgeprojekt „Unternehmer-Netzwerk Inklusion“. Ansprechpartner in Hannover ist Christian Paluch (christian.paluch@bnw.de).

  • Die Besten Umschüler? Beim BNW!

    29 Prüflinge, fünf Auszeichnungen, 100ige Erfolgsquote: Das ist die Bilanz der BNW-Umschulungen in Lüneburg und Soltau. Wie im vergangenen Jahr hat das BNW seinen Umschülern nicht nur allesamt erfolgreich zum Berufsabschluss verholfen - es stellt auch wiederholt fünf Kammerbeste der IHK-Lüneburg-Wolfsburg.

    29 Prüflinge, fünf Auszeichnungen, 100ige Erfolgsquote: Das ist die Bilanz der BNW-Umschulungen in Lüneburg und Soltau. Wie im vergangenen Jahr hat das BNW seinen Umschülern nicht nur allesamt erfolgreich zum Berufsabschluss verholfen – es stellt auch wiederholt fünf Kammerbeste der IHK-Lüneburg-Wolfsburg.

    Alfred Schmerberg, Patrick Indorf, Philipp Kröger, Thobias Händel-Gerlach und Daniel Warnecke gehören zu den besten Absolventen des Abschlussjahrgangs 2016 im Bezirk Lüneburg-Wolfsburg der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die fünf Einser-Absolventen wurden am 29. September bei einer festlichen Gala in Gifhorn geehrt.

    Über ihre Auszeichnung freuen sich auch ihre Ausbilder: Karsten Pirr bildete Alfred Schmerberg und Patrick Indorf am Standort Soltau zu Fachlageristen aus. „Ich freue mich sehr, dass wir mit so einem hervorragenden Ergebnis abgeschlossen haben, und bin stolz auf meine Umschulungsklasse. Sie haben mir vertraut, und das zeigt mir, dass wir vieles richtig gemacht haben“, sagt der BNW-Ausbilder.

    Begeistert von den Leistungen seiner Umschüler, die seit August als Maschinen- und Anlagenführer arbeiten, zeigte sich auch Frank-Stephan Kafara, verantwortlichen Ausbilder am BNW-Standort in Lüneburg. „Von unseren 21 Prüflingen haben alle mit guten Leistungen bestanden. Drei von ihnen gehören zu den besten der Region. Das ist ein hervorragendes Ergebnis und macht mich natürlich stolz“, sagt Frank-Stephan Kafara. Jedes Jahr ehrt die IHK die drei besten Prüflinge je Beruf. Bereits im vergangenen Jahr kamen vier Absolventen vom BNW.

  • Doris Schröder-Köpf unterstützt das BNW

    Migranten Starthilfe für ein Leben in Niedersachsen geben - das ist Ziel der Website www.welcome-to-niedersachsen.com, die das BNW ins Leben gerufen hat. Jetzt hat das Projekt eine promintente Unterstützerin: Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf hat die Schirmherrschaft für das Portal übernommen.

    Migranten Starthilfe für ein Leben in Niedersachsen geben – das ist Ziel der Website www.welcome-to-niedersachsen.com, die das BNW ins Leben gerufen hat. Jetzt hat das Projekt eine promintente Unterstützerin: Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf hat die Schirmherrschaft für das Portal übernommen.

    „Die Website ist für jeden ganz einfach erreichbar und bietet Zuwanderern und Asylsuchenden wichtige Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten für den erfolgreichen Start in Niedersachsen“, sagt die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe. „Damit wird vor allem die Basis für die Teilhabe am Arbeitsmarkt geschaffen.“

    Welche Behörde sollte ich als erstes ansteuern? Wird mein Berufsabschluss anerkannt? Wie sieht eine Bewerbung in Deutschland aus? Auf den Seiten des Portals finden Neuzugewanderte hilfreiche Tipps für ein erfolgreiches Ankommen – von der Wohnungssuche über Angebote zum Deutschlernen bis zur Jobsuche. Die Website ist erste Anlaufstelle für Menschen mit Migrationshintergrund, die in Niedersachsen leben, arbeiten, studieren oder sich ausbilden lassen möchten. Und auch für Zuwanderer, die ihren Platz in Niedersachsen schon gefunden haben, bietet die Website Grund für regelmäßige Besuche: Im Blog lesen sie über Erfahrungen von anderen Menschen mit Migrationshintergrund, die mit Augenzwinkern über ihre Erlebnisse berichten. Über die Facebook-Seite des Projekts bleiben Nutzer auf dem Laufenden und können sich mit anderen vernetzen.

    www.welcome-to-niedersachsen.com

    www.facebook.com/welcometoniedersachsen