Jahresbericht 2022-2023

Qualifizierung für

Zukunftsberufe

Drei Unternehmen, ein Lehrgang

strich

Wie das Unternehmen Kampmann im Emsland intern qualifiziert, um für die Energiewende zu produzieren

Um alternative Energiesysteme, wie zum Beispiel Wärmepumpen-heizkörper, zu bauen und sie in Wohnhäusern zu installieren, braucht es qualifiziertes Personal. Dieses ist auf dem Arbeitsmarkt begehrt und auch für die Unternehmen im Emsland schwer zu bekommen. Ein bewährtes Mittel ist dabei ist Personalentwicklung, also die Weiterbildung von bestehendem Personal. Diese Philosophie verfolgt auch das Lingener Unternehmen Kampmann. Das Familienunternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten produziert Systeme zur Beheizung, Lüftung und Klimatisierung von Gebäuden. Mit Unterstützung des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) haben sich Kampmann-Mitarbeiter bereits einmal zur Elektrofachkraft Industrie (IHK) weitergebildet. Im Herbst 2022 ging die Kooperation in eine zweite Runde, dieses Mal jedoch in einem besonderen Rahmen.

Personalentwicklung im Unternehmen: Ein Emsland-Special

Frank-Oliver Rebhahn, BNW Kundenmanager aus Osnabrück: „Für mich ist es ein Positivbeispiel, das ich bisher so nur aus dem Emsland kenne. Denn gleich drei emsländische Unternehmen haben sich für diesen Lehrgang zusammengetan und ihr Wissen geteilt, um die eigene Personalentwicklung gemeinsam voranzutreiben.”

Auf Initiative von Kampmann, die für den praktischen Teil ihre Räumlichkeiten und Lehrwerkstätten zur Verfügung stellten, nahmen auch Beschäftigte der Emco Group aus Lingen sowie der EMT2 GmbH aus Lünne erfolgreich an dem 450 Unterrichtsstunden fassenden Lehrgang zur Elektrofachkraft teil.

Aktuelle Themen wie Energieeffizienz und Gebäudenachhaltigkeit verbinden die drei Unternehmen. Ob nachhaltiges Bauen mit Emco-Produkten, die Planung und Montage von Photovoltaik durch EMT2 oder ein neuer Kampmann Wärmepumpenheizkörper für Wohnhäuser – für all diese Segmente ist spezielles Know-how gefragt.

Frank-Oliver Rebhahn resümiert: „In Zeiten des Fachkräftemangels den Fokus statt nach außen auf die internen Teams zu setzen, ist eine lohnenswerte Investition und die Kooperation zwischen emsländischen Unternehmen in Sachen Weiterbildung eine Kulturfrage, die genau zum Motto des Landkreises passt: Zuhause bei den Machern.”